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Beitrag von Radagast am Fr Dez 02 2016, 19:24

Gabriel öffnete seinem Bruder etwas verwirrt die Tür. »Matthew« begann er zögerlich, »was machst du denn hier?«. »Du musst mir helfen, Gabriel. Hast du ein Zimmer wo wir uns ungestört unterhalten können? Ich möchte nicht dass uns jemand abhört. Du weißt doch, die Regierung weiß alles und so...« Gabriel nahm erst mal seinen grauen Mantel und hing ihn an der Garderobe auf. »Komm mit mir« Gabriel führte ihn in seinen Keller. »Wo bist du denn die ganze Zeit gewesen? Weißt du eigentlich wie viele Sorgen wir uns die ganze Zeit gemacht haben?« Sein Bruder tat wohl so, als würde er ihn nicht gehört haben.

 White machte ihm auf einem Stuhl Platz. »Setz dich erstmal. Also, was ist los, Matth?« sprach Gabriel nun etwas aufgebracht. »Gabriel. Ich glaube etwas Furchtbares ist passiert. Zuerst dachte ich, es wäre nur ein Traum, aber als ich es dann sah, konnte ich es selbst nicht glauben, und du bist doch... naja der Einzige den ich kenne, der an sowas glaubt!« »An was glaubt? Dass die Menschen nicht über alles Bescheid wissen, was wirklich abläuft? Ja, das glaube ich wirklich, Matth. Und jetzt erzähl, warum bist du damals einfach durchgebrannt?« »Gabriel, es war einfach... zu viel damals für mich. Ich wollte euch nicht mit meinem Selbstmitleid belasten, also dachte ich es wäre das Beste, erstmal Abstand von euch und euren ewigen Streitigkeiten zu nehmen...« »Ach, und du meinst du kannst hier einfach aufkreuzen und alles ist nach diesen drei Jahren wieder gut?«

Matthew wusste nicht, was er antworten sollte, also lenkte er das Thema wieder auf die eigentliche Geschichte, weswegen er überhaupt hergekommen war. »Gabriel, du verstehst das nicht. Es war zuerst ein ganz normaler Tag gewesen, doch als ich ins Bett ging und einschlief, hatte ich diesen Traum. Ich träumte... ich hätte diesen Menschen... ich meine ich hätte ihr etwas angetan. Es war unter einer Brücke, und sie starb. Als ich in meinem Bett aufwachte, war ich mir sicher, dass alles nur ein Traum war. Doch als ich den Fernseher anschaltete und diese Sendung im Fernsehen sah, da war alles... genauso wie in meinem Traum!« Gabriels Bruder schien sichtlich noch immer durchzudrehen deswegen. »Beruhige dich erstmal. Es gibt sicher eine vernünftige Erklärung dafür.« Gabriel zeigte auf seine geheime Sammlung. »Ich habe eine kleine Sammlung von Büchern, auch ein paar über Träume. Vielleicht finde ich ja etwas über dieses Phänomen!«

White gab zu, zunächst einmal ratlos zu sein, dass selbst er noch nie von so etwas gehört hatte. »Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du es deswegen wirklich getan haben könntest, Matth. Vielleicht war es ja nur eine... Vision! Oder etwas anderes Übernatürliches...« Gabriel begann sehr nachdenklich zu werden. »Ich mache dir einen Vorschlag. Während ich das recherchiere, gehst du zu Mutter und erklärst dich. Sie vermisst dich ganz doll. Am besten du lässt dir eine gute Ausrede einfallen, warum du ihr das angetan hast.« »Und wenn nicht?« »Dann behalte ich meine Antwort eben für mich, Matth.« Mit diesen Worten stand sein Bruder auf, und verließ den Antiquitätenladen.
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Beitrag von Erayi am So Dez 04 2016, 16:55

Elaine wankte kurz, nachdem sie begriffen hatte, dass sie gemeint war.
Was?!
Ihr Bleistift fiel auf den Boden.

Offensichtlich hatte Frau Harker sie wiedererkannt. Elaine überlegte fieberhaft, welche Fragen sie bloß stellen sollte, während sie sich unsicher weiter nach vorn positionierte.
Magda drängte sich von der Seite an sie heran, um ihr irgendwelche notierten Fragen in die Hand zu drücken, doch Elaine musste nicht einmal einen Blick darauf werfen, um zu wissen, dass sie keine Frage stellen würde, die Magda sich überlegt hatte.
Sie ordnete in ihrem Kopf, die Informationen, über die sie verfügte.

Mina Harker wurde lange nach dem Mord am Tatort gesehen, unter anderem von ihr selbst.
Sie war in Elaines Augen mit großer Sicherheit unschuldig.
Dafür sprachen auch die Schnelligkeit, mit der es zu dieser Pressekonferenz gekommen war und das Selbstbewusstsein, mit dem die Rothaarige dort an ihrem Tisch saß.

Allerdings wollte Elaine trotzdem nicht leichtfertig mit dieser Chance, Fragen zu stellen, umgehen. Schließlich hatte Frau Harker damit gedroht, dass man „gar nichts“ erfahren würde, sollte das Spiel nicht nach ihren Regeln laufen. Hieß das, sie wusste irgendetwas? Sie schien immerhin großes Interesse an der Leiche gehabt zu haben, so wie sie sich am vorherigen Abend verhalten hatte. Vielleicht wusste sie etwas… Elaine durfte diese Gelegenheit nicht versauen.

Elaine räusperte sich laut, um das verärgerte Gerede der anderen Journalisten zu unterbrechen. Es funktionierte eher mittelmäßig gut. Offenbar hielt man sie nicht für ausreichend kompetent, um diese wichtige Rolle zu übernehmen. Auch Magda rief verärgert irgendwas durch den Raum, da sie bemerkt hatte, dass Elaine ihren Zettel ignoriert und in der Hosentasche verstaut hatte.
Da Elaine sich aber sicher war, dass Mina Harker sie bei dem nun recht geringen Abstand verstehen würde, fing sie einfach an, gegen den Lärm anzureden. Das ließ die meisten Gespräche und Rufe verstummen.

„Frau Harker. Sie haben diese Pressekonferenz einberufen, um sich zu den Vorwürfen, die den gestrigen Mordfall betreffen, zu äußern. Ich nehme nicht an, dass sie hier einen Mord gestehen wollen.“, Elaine lächelte, um zu untermauern, dass sie tatsächlich nicht von ihrer Schuld ausging.
Sie überlegte sich ihre nächsten Worte sorgfältig, da sie nicht auf Mina Harkers Sichtung am Tatort eingehen wollte, schließlich war sie selbst ebenfalls dort aufgetaucht.
„Was können wir stattdessen von Ihnen erfahren? Was glauben Sie, warum Sie verdächtigt werden? Haben Sie irgendetwas mit dem Opfer zu tun gehabt?“
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Beitrag von _Thalia_ am Mo Dez 05 2016, 18:22

Für Luna war es ein ganz normaler Montag. Sie hatte verschlafen, wie immer, wenn sie Montag frühschicht hatte. Wie fast immer, wenn sie Frühschicht hatte. Nach einer Schnellen Dusche und einem kleinen Frühstück war sie auch schon auf dem Weg. Sie hüpfte in ihr kleines, knallrotes Auto, welches sie dank eines gut gewachsenem Kundenstammes finanzieren konnte und fuhr los. Es brauchte die ein - oder andere klitzekleine Tempüberschreitung, damit sie gerade noch pünktlich kam, um die Fernseher, Läufbänder und Sauna einzuschalten und all die anderen Sachen zu erledigen, die undbedingt vor Studioöffnung erledigt werden mussten.

Nach einem vollen Terminplan am Vormittag wurde es zum Nachmittag ein wenig ruhiger. Luna war gerade an der Theke und nippte an ihrem großen Milchkaffee, als ein Kunde auf sie zu kam und ihr sein Handy vor die Nase hielt. "Luna! hier guck mal hast du das hier schon gesehen?" Luna musste ein Stück zurück um erkennen zu können, was er ihr da zeigen wollte.
"Mmmh. ne was soll denn das sein?" fragte sie
"Jetzt schau doch mal richtig hin: das ist doch eindeutig ein Werwolf! Siehst du das nicht?" Eindeutig! und das soll hier bei uns sein!" erzählte er aufgeregt
Luna sah genauer hin und sie musste sich mühe geben, nicht ihre Kaffeetasse fallen zu lassen. Das Foto war dunkel und unscharf und es waren nicht mehr als ein paar Umrisse zu erkennen. Doch wenn man wollte, konnte man durchaus einen Werwolf dort hinein interpretieren. "Ach was, sowas gibts doch nicht. Da hat sich irgendjemand mit nem Karnevallskostüm und Fotoshop nen Scherz erlaubt." antwortete sie schnell.
Nach einer kurzen Diskusion über die echtheit des Bildes konnte Luna zu einem für sie ungefährlicheren Thema wechseln und schließlich ging der Kunde zum Training.
Nachdenklich nippte Luna an ihrem Kaffee. Deshalb also die Rundmail gestern Abend. Die Ereignisse überschlugen sich. Wenn das wirklich ein Werwolf und vielleicht sogar noch der Mörder war, der Möder also vielleicht sogar aus ihren Reihen stammte.....das wäre eine Katastrophe.
Luna würde wohl an der Zusammenkunft am Abend teilnehmen. Es war sicher interessant zu wissen, was die Alphas dazu zu sagen hatten.
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Beitrag von Schattenmond am Mo Dez 05 2016, 21:28

Da sie Frei hatte, klappte sie schließlich den Laptop zu und stand auf, um sich die Lederleine von der Garderobe zu schnappen und hängte jene in dem Halsband des Rottweilers ein.
"Komm, Loki" Sie sagte es so ruhig und voller Liebe für dieses Tier, dass man ihr die Anspannung kaum anmerkte.

Während sie eine weite Runde durch den Park machten, schweiften ihre Gedanken umher. Ein Werwolfsbild. Ob das im Zusammenhang mit den Vorfällen stand? Sie lief die Strecke Gedankenverlorend hinter dem Rüden her, bis sie schließlich ihr Stammcafe erreichten und sich einen Platz auf der Veranda aussuchten.
Der Selbe wie immer.
"Hach Lydia. Heute frei?"
Es war eine junge Frau, schlank, braune Harre, zu einem Pferdeschwanz zurück gebunden. Sie stellte Loki eine Wasserschüssel vor die Nase und tätschelte ihm den Kopf.
Die Angesprochene rang sich ein schwaches Lächeln ab. Es wirkte gequält und aufgesetzt.
"Hmm. Ich weiß was du meinst." Ein Seutzer entfuhr ihr. "Das übliche?"
"Ja." Sie zog ihr smartphone aus der Tasche und las einige neue Kommentare unter dem Bild. Jemand hatte ein weiteres Bild gepostet, ähnlich dem ertsen, nur weniger schwammig. Der Kopf der Darstellung sah eindeutig einem Hund ähnlich. Sie hob eine Augenbraue. "Photoshop", kommentierte sie. Dann legte sie das Handy aoffen hin, sodass die Kellnerin einen Blick erhaschen konnte. Sie wurde blass.
"Glaubst du... das ist echt?"
"Nein.", doch ihre Stimme klang nachdenklich.
Sie wandte sich ihrem Latte zu, den ihr Marie auf den Tisch gestellt hatte.
Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es spät geowrden war. So viel Zeit vertrödelt.
Spätnachmittag.
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Beitrag von RosenRoterRitter am Di Dez 06 2016, 23:33

Frau Harker wählte eine der kleineren Journalistinnen aus.
Nach kurzer Musterung konnte er sich sogar vage daran erinnern, dass er sie schon Mal gesehen hatte.
Dann erkannte er sie und ein leichtes Seufzen entfuhr ihm. Dann halt so.
Daniel horchte auf und sah zu der Kleinen, als sie sich nach Vorne machte.
Auch wenn er jetzt ungern seinen Platz aufgab, wäre es vielleicht nötig einzugreifen. Oder sollte er es einfach ausspielen lassen?
Er griff sich seine Taschenuhr und sah auf die Uhrzeit, während Elaine schon anfing zu sprechen.
Daniel steckte das gute Stück wieder weg und sah in die Menge. Benahm sich irgendwer verdächtig?
Bisher nicht. Daniel konnte nicht nach vorne. Es war wichtiger die Menge im Überblick zu behalten.
Also blieb er am Eingang und würde sich das Schauspiel, was nun folgte dann wohl angucken.


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Beitrag von Kitty am Di Dez 13 2016, 15:57

„Zuerst möchte ich mein Beileid zu den eventuell Hinterbliebenen des Opfers aussprechen.“ Sie schaute jene Reporter, die immer noch tuschelten streng an. Dann lächelte sie Elaine ebenfalls an und verfiel in einen Plauderton. „Es ehrt sie meine Liebe, dass sie mich nicht als Möderin ansehen. Wo kämen wir denn dahin, wenn sich nun auch noch in unseren Kreisen, der einfachen Programmierer, ein so brutaler Killer aufhalten würde.“ Mina senkte den Blick. Was zur Hölle machte sie denn da? Victor stieß sie leicht mit dem Knie an und sah seine Gefährtin mit fragendem Blick an. Doch Mina reagierte nicht darauf. Sie atmete langsam aus. „Was sie von mir stattdessen erfahren können ist, dass das Opfer kein Angestellter von Harker Industries war, oder in irgendeiner Weise in Kontakt mit dem Unternehmen stand.“ Sie blickte wieder in die Augen von Elaine, ihr dem kühlen Blick tapfer standhielt. „Meine Wenigkeit liegt nachts lieber im Bett als irgendwelche harmlosen Mitbürger unserer schönen Kleinstadt, brutal zu ermorden. Somit ist ihre Frage, ob ich etwas mit dem Opfer zu tun gehabt habe beantwortet.“ Sie fuhr weiter mit klarer emotionsloser Stimme fort. „Mit unserer Technik von heute ist vieles möglich, auch ein Video zu manipulieren. Sie kennen ja sicher das WWW, dort kann sich heut zu Tage fast jeder Normalsterbliche eine Anleitung zu jedweder Schandtat herunterladen. Also meine Damen und Herren, die Fragen sind beantwortet, ich wünsche ihnen einen schönen Tag.“ Sie stand auf und war im Begriff den Raum zu verlassen.

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Beitrag von Erayi am So Dez 18 2016, 22:07

Elaine hörte sich in Ruhe Minas Aussage an. Als die junge Frau dann aufstehen und gehen wollte, räusperte sie sich noch einmal.
Nicht besonders aufschlussreich, was sie da gehört hatte.
"Entschuldigung, Frau Harker, vielleicht wollen Sie mir noch eine letzte Frage gewähren!", rief sie, leicht angespannt. Sie spürte bereits Magdas vernichtenden Blick in ihrem Rücken. Doch wenn Mina nicht mehr Informationen hatte, was hätte sie dann schon tun können?
Sie wartete nicht, ob Mina an der Beantwortung ihrer Frage interessiert war, sondern stellte sie einfach.
"Welchen Grund sollte denn dieser "Normalsterbliche" gehabt haben, um ausgerechnet Sie verdächtig werden zu lassen? Wenn die Polizei Sie nicht verdächtigen soll, könnten Sie ihr doch Anhaltspunkte geben."
Elaine hoffte, dass ihre Stimme nicht zu flehend klingen würde und wartete auf Minas Reaktion.
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Beitrag von Kitty am Mo Dez 19 2016, 09:01

Ein verschmitztes Lächeln huschte über Minas Gesicht. Gar nicht so dumm das kleine Menschlein. "Der Tochter eines der renommiertesten Unternehmen in dieser Stadt, einen kleine Mord anzuhängen ist doch ein großer Spaß, oder nicht? Ich habe wissentlich keine Feinde und die Polizei ist ja auch schon zu stelle." Mina neigte den Kopf in Richtung des Detektivs. "Wir werden natürlich eng zusammenarbeiten um dieses schreckliche Verbrechen aufzuklären." Dann erhoben sich Mina und Victor und verschwanden wieder durch die Tür aus der sie gekommen waren.

Als die Tür ins Schloss gefallen war, atmete Mina lange aus und wieder ein. Abschätzend sah sie in Victors Gesicht. Sein Ausdruck war mitfühlend und mit seiner nächsten Bewegung nahm er Mina in den Arm. "Du warst sehr tapfer." Murmelte er ihr ins Ohr. Mina konnte nur nicken. Würden die starken Arme ihres Geliebten sie nicht halten, wäre sie getaumelt. "Ich brauche etwas zu trinken." Flüsterte sie. Das Paar ging durch eine weitere Zwischentür und gelangte in einen Raum der wie ein Wohnzimmer eingerichtet war. Victor setzte Mina in den gemütlichen Ohrensessel und ging zu Minibar und schenkte zwei kleine Gläser feinsten Whisky ein.

Mina stürzte ihren hinunter, schloss die Augen und ließ das heiße prickeln durch ihren Körper laufen.

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Beitrag von Erayi am Mo Dez 19 2016, 21:40

Elaine sah Mina schweigend hinterher, während diese den Konferenzraum verließ.
Um sie herum wurde Geplapper und Gemurmel laut, jeder diskutierte über das, was gesagt worden war.
"Na, war wohl nichts mit der Beste-Freundin-Nummer, was?", drang plötzlich Magdas mürrische Stimme an ihr Ohr. " 'Ich nehme nichtan, dass Sie hier einen Mord gestehen wollen!' ", äffte die Kollegin Elaine in einem sehr unschmeichelhaftem Tonfall nach.
"Ich fand's gut.", sagte Georg, einer der mitgekommenen Kollegen, "Schade, dass aus der eingebildeten Schnepfe nicht mehr rauszubekommen war."
Elaine sah ihn fragend an. Er nannte Mina Harker eingebildete Schnepfe, während er freiwillig unter Magdas Kommando arbeitete?
Das passte ja mal überhaupt nicht zusammen.
Er bemerkte ihren Blick. "Na komm, ihr Unternehmen ist das 'renommierteste' der Stadt und alle Nicht-Programmierer sind im Gegensatz zu ihr Normalsterbliche?"
Elaine schwieg und Georg nahm ihre ausbleibende Beteiligung am Lästergespräch mit einem Seufzer hin.
"Danke", antwortete sie nach einer Pause. Georg wirkte kurz verwirrt, doch verstand schnell, dass es auf sein Kompliment bezogen war.
Um mehr zu erwidern, war sie zu sehr damit beschäftigt zu grübeln, ob sie etwas hätte besser machen können.
Zwar war sie noch immer von Minas Unschuld überzeugt, doch während dieser Konferenz hatte Elaine das Gefühl beschlichen, dass sie mehr wusste, als sie zugegeben hatte.
Und Elaine hatte es nicht geschafft, es herauszukitzeln.
Sie seufzte ebenfalls und schloss sich ihren Kollegen an, die sich auf den Weg in Richtung Ausgang machten.
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Beitrag von RosenRoterRitter am Mi Dez 21 2016, 07:25

Das kleine Interview brachte nicht viel hervor, zumindest noch nicht viel mit Substanz, aber er schrieb trotzdem die größten Stichpunkte mit, die ihn interessierten. Er sah dabei zwischen Mina und Elaine hin- und her. Dann sah die Frau Harker ihn aber direkt an, als sie vom Zusammenarbeiten sprach. Na das war doch was. Er war sich nur nicht sicher was. Es könnte einfach nur eine kurze Geständnisabnahme sein, oder aber sie wusste wer es war, konnte Hinweise geben, hatte selber einen Verdacht oder das wohl wahrscheinlichste war, dass sie etwas wusste, was er nicht wusste. Also gut. Daniel sah kurz noch ein Mal über den Raum hinweg, während Mina schon ging. Die kleine Reporterin könnte sich vielleicht noch als nützlich erweisen. Sie schien nicht viel zu sein, aber ein wenig Mumm in den Knochen hatte sie dann doch. An sie würde er wohl leichter herankommen, als an Frau Harker, zumindest unter normalen Umständen. Aber Frau Harker war halt gerade da und sie wollte zusammenarbeiten. Er prägte sich noch kurz das Gesicht von Elaine ein, ehe er aus dem Raum ging und dann präzise auf das Nebenzimmer zu hielt, in dem Frau Hatker zwar nicht war, aber das wusste er ja nicht. Er hielt darauf zu und nach einer kurzen Diskussion mit dem "Türsteher", der dafür sorgte, dass Interviews erst später oder gar nicht stattfanden kam er dann auch ins Nebenzimmer. Dort er allein. Ja gut. Dann würdecer hier erstmal ein wenig warten, bis sie sich wahrscheinlich frisch gemacht hatte. Er nahm seine Taschenuhr heraus und sah dem Zeiger kurz beim Wandern zu, ehe er sie schloss und die Gravuren begutachtete.
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Beitrag von Kitty am Fr Dez 23 2016, 13:53

Victor lies Mina jedoch nicht lange durchatmen. „Mina, der Sicherheitsdienst meldet, dass Herr Daniel Schmidt im Nebenraum wartet.“ Die schöne Mina lächelte ihren pflichtbewussten Gefährten an. „In Ordnung.“ Sie erhob sich und ging hinüber.
„Ich wünsche ihnen nun persönlich einen Guten Morgen, Herr Schmidt.“ Eine zierliche Hand wurde dem Detektiv entgegen gestreckt und ein recht angespanntes, aber freundlich lächelndes Gesicht sah ihn an. Der Händedruck den Daniel erwartete war angemessen und die Länge der Berührung zeitlich perfekt „Setzen wir uns, bitte.“ Sagte Mina und nahm auf einem der beiden ledernen Sessel Platz. Victor hatte sich hinter der Lehne positioniert und beobachtete den Detektiv genau.

„Nun, was möchte die Polizei denn wissen?“ Fragte Mina mit ruhiger Stimme.

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Beitrag von RosenRoterRitter am So Jan 01 2017, 19:14

Sobald Mina den Raum betrat, stand er auf und packte die Uhr weg. Er nahm ihre hand entgegen und drückte sie, während er ihr in die Augen sah. Er ersuchte irgendwas aus ihrem Gesicht zu lesen. Dann setzten sie sich in die Ledersessel. Zumindest Mina tat es. Daniel blieb vorerst stehen. "Die Polizei will vieles wissen. Aber fangen wir mit dem kleinsten Teil an. Die Presse hat ja schon einen anonymen Hinweis herausposaunt, als wenn es der neuste Tratsch der Kardashians wär. Die Sache ist: wir brauchen ihre Aussage dazu zu uns. Pressekonferenzen sind keine offiziellen Aussagen an die Polizei und deswegen bin ich hier. Ich werde sie einfach da durch leiten." Dann setzte er sich. Er nahm seinen Notizblock hervor und fing dann an zu schreiben.
"Wo waren sie in der Nacht des Vorfalls? Und kann das Jemand bezeugen?" er lies ihr Zeit zum antworten.
"Und dann gibt es da noch etwas..." Er legte den Notizblock wieder weg. Er nahm sein Smartphone heraus, machte es aus und legte es dann auch weg. "Ich weiß nicht, was genau bei euch abgeht, aber etwas scheint nicht ganz richtig zu laufen. Normalerweise hält es sich ja in Grenzen, aber dieses Mal war es einfach zu... ungewöhnlich. Es war ein Wesen, dass dieses Verbrechen begangen hat. Und um nicht allzu viel an die Öffentlichkeit zu bringen wollte ich mit ihnen privat sprechen." Er sah kurz zu dem Mann hinter Mina. Er war auch ein Wesen, das verriet ihm seine Aurenleserfertigkeit. "Ihr seid relativ einflussreich, denke ich. Vielleicht könntet ihr mir bei meinen Untersuchungen helfen?"
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Beitrag von Schattenmond am So Jan 08 2017, 23:06

Lydia's Latte war mitlerweile erkaltet.
Mit einem schwachen seufzer schwenkte sie den letzten Schluck über den Boden und trank ihn schließlich aus. Der Blick auf die Uhr verriet, dass sie noch einige wenige Stunden hatte, bis die Versammlung begann, dennoch würde es ihr Vater als Beleidigung empfinden, wenn sie nicht früh genug erscheinen würde, um sich dem allegmeinen privatgeplänkel hinzugeben.
Wie eine alte Frau stütze sie sich vom Tisch empor und legte einige Münzen unter die Tasse. Dann gingen die beiden ohne sich zu verabschieden.

Sie folgten dem Gehweg fast zwei Kilometer, ehe er sich in einem Sandweg verlor, der aus der Stadt hinaus führte. Das Anwesen der Wichmanns lag gute 3 Kilometer abseits und war einzig und allein von Wald umgeben. Der richtige Ort für ihr Volk.
Die junge Frau löste die Leine vom Halsband des Hundes und hielt die Nase in den Wind. Ein Schatten legte sich über ihre sanften Züge, als sich eine Wolke vor die Sonne schob.

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Am Ausgang des Harkeranwesens hatte sich eine schwarz gekleidete Person postiert. Ihr Blick schien auf den Boden gerichtet und ihre lockere, an eine Ziersäule gelehnte Haltung gab ihr etwas überhebliches. Während die Situation alle aufzuregen und zu beschäftigen schien, war jene Gestalt die Ruhe selbst. Eine unangenehme kalte Ruhe.
Schlielich fiel einer ihrer viel zu weiten Ärmel zurück, während sie die Hand hob, um ihre Zigarette vom Mund zu nehmen, Sicherheitspersonal auf sie zutrat und sie eindringlich auf das geltende Rauchverbot an dieser Stelle, hinzuweisen schien.
Alle beteiligten konnten ihr abwärrtendes Schnauben hören, doch als einer der Männer anstalten machte ihr zu Nahe zu kommen, entschied sie sich die Zigarette aus zu treten.
"Bleib locker." raunte sie schließlich Es war offenbar eine Frauenstimme mit einem unverkennbar rauchigen Klang.
"Ihr Narren habt sowieso keine Ahnung. Diese Pressekonferenz hat meine Zeit verschwendet."
Sie spuckte auf den Boden, wehrte mit einem gekonnten Handgriff einen Sicherheitsmann ab, der sie offenbar hinaus befördern wollte und ging dann freiwillig.
"Ich finde die Tür alleine." zischte sie.
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Beitrag von Kitty am So Jan 15 2017, 09:34

Danke das ist sehr zuvorkommend von Ihnen Herr Schmidt." Lächelte Mina aufrichtig, es war ihr anzumerken, dass ihr die ganze Sache doch nicht ganz so leicht viel. "Ich habe um 9:25 Uhr den Rechner runtergefahren. Unten in der Lobby tauschten der Nachtwächter und ich einige Höflichkeitsfloskeln aus, sie wissen schon, wo geht es der Frau, den Kindern, sowas eben. Um 10:30 bediente ich das Terminal." Mina verdrehte die Augen. "Ja furchtbar altmodisch, nicht wahr? Aber mein Vater steht auf so ein Zeug." Sie räusperte sich entschuldigend. "Verzeihen sie, ich schweife ab. das tue ich gern, so habe ich wenigstens mal meine Ruhe. Beweisen, können dies die Aufzeichnungen der Kameras. Die Aufnahmen werden 48 Stunden gespeichert, dann gelöscht. Wenn sie wollen können sie sich die Aufnahmen gleich ansehen. Dann können sie meinen Fahrer befragen, er hat mich nachhause gefahren. Dort habe ich einige Stunden..." sie lächelte und ihr Blick ging zu Victor hinüber und errötete ein wenig. "Nun ich, wir waren eben privat." Mina räusperte sich und sah wieder zum Detektiv. "Genüg dies?" Sie wartete seine Antwort ab.

Als der Mann dann seinen Notizblock weg legte und sein Handy ausschaltete, ahnte Mina das da noch mehr kommen würde. Er wusste von den Wesen. "Ihr seid ein aurenleser, richtig?" Stellte Mina eher fest als dass es eine Frage sein sollte. "Es sind alle gewaltig am durchdrehen. Soweit meine Kenntnisse gehen, will es keiner gewesen sein, aber alle schieben sich die Schuld zu. Die Wölfe werden sich sicher eine Versammlungen abhalten und mein Vater den Rat zusammen rufen. Victor gibt es schon irgendwelche Nachrichten?" Sie blickte zu dem anderen Vampir hinüber. Dieser zückte sein Handy und checkte seine Nachrichten. Sein Gesicht verfinsterte sich. "Wir müssen uns eilen. Der Rat sammelt sich bereits." Seine stimme war tief und umschmeichelte das Gehör wie ein guter Whisky. Mina stand abrupt auf und stemmte die Hände in die Hüfte. "Es gilt Herr Schmidt. Wir arbeiten zusammen, dass heißt auch ihre Informationen sind die Meinen." Mina hielt dem Detektiv ihre Hand hin.

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Die Kameras hatten die Person und die Situation aufgenommen. Die Sicherheitskräfte schauten der seltsamen Person nach. Später vermerkten sie den Vorfall in ihrem Bericht. Mister Harker hatte die höchste Alarmstufe ausgerufen, also müsstet jeder noch so kleine Vorwahl dokumentiert werde.
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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Re: Kapitel 1 - Sie sind unter uns

Beitrag von Erayi am Sa Jan 21 2017, 17:15

Sobald die Journalisten ins Gebäude der Zeitung zurückgekehrt waren, setzten sie alle sich wieder an die Arbeit.
Magda hatte Elaine die Aufgabe, über Mina Harkers Mitteilung zu berichten "abgenommen" und ihr blieb nichts anderes übrig, als sich mit ihren üblichen Themen zu beschäftigen.
Kultur, junge Leute, Wo verbrachte man dieses Wochenende seine Abende am besten? Ein kleiner Teil Klatsch und Tratsch war auch dabei, aber nur angedeutet, hier wurde sehr viel Wert auf Seriösität gelegt.

Während Elaine vor ihrem recht altersschwachem Computer saß und wieder an einem Bleistift kaute, fiel ihr Blick auf einen Ausdruck der Photomanipulation des Ungeheuers, das am Morgen Thema gewesen und nun als Aufgabe auf Elaines Schreibtisch gelandet war. Na, wunderbar.
Zögernd griff sie nach dem DINA4-Blatt und musterte die Abbildung.
Wenig später begann die junge Frau damit, in die Tasten zu hämmern und kreierte ein paar Zeilen Text, die sie unter eine kleine Ausgabe des Bildes in die Ecke ihrer Rubrik setzte.
Dann packte sie ihre Sachen und verließ das Büro. Den restlichen Tag würde sie zu Hause verbringen - geliebtes Home-Office. Die laute Lästereien von Magda gingen ihr unglaublich auf den Keks.
Sie verabschiedete sich von einigen Kollegen, die sie gern hatte, darunter Alexa, und nahm dann den Aufzug ins Erdgeschoss.


Twilight-Fans flippen aus - Werwolf treibt sein Unwesen im Netz

Jeder, der nicht hinter dem Mond lebt, hat es gesehen: Das Bild des furchteinflößenden Ungeheuers, das natürlich völlig real und im besten Fall sogar für die blutrünstigen Morde in unserer Stadt verantwortlich sein soll.
So können wir die Augen verschließen vor den Abgründen unserer eigenen Spezies und einfach eine Neue erfinden, die für solche Grausamkeiten zur Rechenschaft gezogen werden kann. Es ist selbstverständlich, dass wir nicht in Angst vor unseren Mitmenschen und Nachbarn leben wollen, und wahrhaben wollen, dass wir Menschen zu solchen Taten imstande sind, doch damit der Mörder gefasst werden kann, sollten wir der Polizei eine Hilfe sein, wachsam sein und die Augen stets offen halten - und nicht unsere Zeit mit geschmacklosen Photoshop-Montagen verschwenden.
Das Team Ihrer Tageszeitung appelliert an die Vernunft aller Leser: Nutzen Sie diese dunklen Zeiten nicht aus, um Ihren Mitmenschen böse Streiche zu spielen und lassen Sie solche Bilder nicht erneut zum viralen Hit der Woche werden.
Die Polizei arbeitet hart, um den Fall zu klären. Niemand kann hier Fake-AUfnahmen - egal wie offensichtlich - gebrauchen!
Lassen Sie die Werwölfe dort, wo sie hingehören - in den Märchenbüchern!
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Beitrag von _Thalia_ am Fr Feb 17 2017, 21:42

Ein kleines, rotes Auto hielt vor dem Anwesen. Luna schaute auf die Uhr, als sie den Motor abstellte: 17:45 Uhr.
Sie war erstaunlich pünktlich. Besser war es, denn Alphas mochten keine Unpünktlichkeit.
Luna hoffte, das die Zusammenkunft nicht so lang dauern würde. Denn es gab einige Sachen,
mit denen sie ihren Abend lieber verbringen würde.
Nach einer Weile griff sie seufzend nach ihrer Jacke, stieg aus und ging langsam in Richtung Eingangstor.
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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Re: Kapitel 1 - Sie sind unter uns

Beitrag von Schattenmond am Fr Feb 17 2017, 23:38

Artos hatte seine Tochter bereits erwartet. Das schwere Tor zum Innenhof stand bereits offen und zwei Werwölfe, engste vertraute ihres Vaters, begrüßten sie an der Tür zur Eingangshalle mit einer Ausladenden verbeugung.
"Willkommen junge Herrin."
Es waren Betawölfe in Gestalt zweier gutaussender junger Männer, mitte Zwanzig. Der eine hatte halblanges schwarzes Haar, der andere einen langen braunen Pferdeschwanz. Sie waren muskulös, gut gebaut, hoch gewachsen. So wie Betawölfe eben sein sollten, so als Verteidiger des Rudels.
Die Werwölfin schenkte den beiden ein sanftes Lächeln.
"Ich Grüße Euch." Sie bedachte sie mit einem anerkennenden Kopfnicken.
"Artos erwartet Euch."
Ihre Züge wurden Härter, dann kämpfte sie sich durch einige Flure und Treppenaufgänge, bis ins Arbeitszimmer ihres Vaters. Das Anwesen selbst war prunkvoll aber altertümlich eingerichtet. Es wirkte fast ein wenig mittelalterlich, eben so wie es auch der Umgang der Werwölfe miteinander war. Sie scheinen etwas in der Zeit stehen geblieben zu sein.
"Vater?"
Sie schloss die Tür hinter sich und blickte sich um.
"Hach, mein Töchterchen" Er wandte sich von einem Bücherregal ab und sah sie mit leuchtenden Augen an. Er war ein kräftiger Mann, mit langen grauen Haaren. Seine Eckzähne waren deutlich verlängert, ebenso wie seine Nägel. Sein Schritt strahlte eine alles überschattende Entschlossenheit aus. Er duldete keine Widerrede, niemanden, der nicht hinter ihm stehen würde. Seine Meinung war jene, die alle zu vertreten hatten und gerade deshalb war Lydia nicht unbedingt begeistert, wenn sie auf ihn traf. Ihr Welpenschutz war nur bedingt intakt und je älter sie wurde, desto mehr musste sie sich seinem Willen beugen.
"Setz dich." Er deutete auf einen Sessel und nahm selbst platz.
"Ich freue mich, dass du bei mir bist."
"Die Freude ist ganz meinerseits." Sie brachte ihm ein freundliches Lächeln entgegen.

Das Gespräch selbst war mit bedeutungslosen Floskeln gefüllt. Lydia achtete darauf, ihn nicht zu verärgern. Dann war es endlich soweit... 17:55 Uhr... Zeit sich in den Keller zu begeben.

Der Keller untergrub beinahe das ganze Anwesen und war gut ausgebaut. Ein Irrgarten, in welchem man schnell den Überblick verlieren konnte. Aber ein Ort, an dem die Werwölfe werwölfe waren. Nahezu alle hatten ihre Werwolfsgestalt angenommen. Die beiden Betawölfe vom Eingang hinterliesen dabei einen besonderen Eindruck. Sie überragten ihren gigantischen Vater fast um eine halbe Kopflänge. Das dunkle Fell mit dem kräftigen Stiernacken und den bernsteinfarbenen Augen, erzeugte einen bedrückende Ausstrahlung der Übermacht.
Als der große Graue das Wort erhob, verstummte das aufgeregte gemurmel.

"Ich grüße euch, meine Brüder und Schwestern.
Dies sind dunkle Tage in den Zeiten der Werwölfe. Niemanden sind all diese Vorfälle entgangen, selbst den Menschen nicht. Sie beginnen, ihre Sicherheit zu verlieren. Und auch ich befürchte, dass diese Vorfälle uns mehr angehen, als es uns lieb ist. Aus sicheren Quellen weiß ich, dass alles darauf hindeutet, dass der Mörder aus unseren Reihen stammt...
ICH WERDE NICHT DULDEN, DASS JEMAND AUS MEINEM RUDEL, DIE GESETZE VERLETZT!"
Er machte ein kleine Pause, während sein Knurren von den Wänden wiederhallte.
"Es ist im Interesse ALLER, den Frieden zu wahren! Zum Schutz unserer aller! Und ich werde alles daran sätzen, denjenigen zu fangen, welcher das alles aufs Spiel setzt."
"ARTOS! Du sprichst von Frieden und dem Interesse aller. DU WIRST ALT! Wir sind es leid uns zu verstecken, vor einer Rasse, die der unseren nicht im geringsten das Wasser reichen kann."
Es war ein Dunkelbrauner, recht großer Werwolf, Sam. Es war nicht das erste mal, dass er ihren Vater in Frage stellte. Je länger ihr Vater das Rudel führte, desto öfter erhob sich Sam und seine Anhängerschaft vermehrte sich stetig.
Ihr entfuhr ein leichtes Knurren, während sich Sam auf die Viere stellte und knurrend aus den Massen herraus trat. Ihr Vater reagierte gemäßigt, stellte die Rute auf, erwiederte das Knurren und warf dem Kontrahenten einen scharfen Blick zu.
"Du unterbrichst mich?!" Er fletschte die Zähne und hob die Klauen zum Angriff. Sam schien sich daraufhin zu besinnen, denn er zog den Schwanz ein, legte die Ohren an und brach den Blickkontakt ab.
"Gut." Ein tiefes Grollen lies das gemurmel in den Reihen verstummen.
"Nun, der Frieden ist ein Gut, dass einige offenbar erst zu schätzen wissen, wenn der nächste Rassenkrieg unserein nahe der Auslöschung zwingt?!" Er schritt die Reihen der Werwölfe ab.
"Weiß irgendjemand etwas darüber? Hat etwas gesehen? Abgesehen von diesen Bildern, die kursieren?"
Er wartete... die Reihen blieben stumm. Natürlich würde sich niemand selbst verurteilen.
"Hmm, natürlich... IHR KÖNNT GEHEN!"
Er fletschte die Zähne, knurrte einige Namen, die im Keller verbleiben sollten und verteidigte seinen Standpunkt. Seine Autorität war nicht mehr die, die sie einmal war.

Ausgewählte Wächter:
Während sich der Saal leerte, verblieben nur 12 der Getreuen bei ihrem Leitwolf. Jene, von denen Artos glaubte, dass sie ihn nicht hintergehen würden. Lydia war nicht unter ihnen. Stattdessen waren es Luna Blair, die beiden genannten Betawölfe und einige weitere, ven denne nicht alle so stattlich wirkten, wie man es vermutet hätte.
"Ihr seid jene, denen ich vertrauen kann. Es beschämt mich, dass ich Verrat aus den eigenen Reihen erwarten muss." Er seufzte getroffen.
"Eure Aufgabe soll es sein, diese Mitglieder zu überwachen." Er nannte einige Namen. "Ich habe kein Vertrauen in sie und würde ihnen einen Menschenmord zutrauen. Luna?!" Er sah die junge Wölfin eindringlich an. "Ich setze große Hoffnungen in Euch. Ich hörte, dass man Euch mit meiner Tochter sah. Habt ein Auge auf sie. Sie zieht Schwierigkeiten nur so an. Sie darf sich auf keinen Fall weiter mit diesen Umständen befassen. Wie Ihr dies anstellt, ist mir gleich."

So löste sich die Versammlung der Werwölfe auf, wenn auch nicht zum Wohlgefallen. Lydia war angespannt. Auch als sie zuhause ankam und sich ins Bett fallen lies, rasten ihre Gedanken nochimmer.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Am Morgen war natürlich die Zeitung das morgendliche Ärgerniss der meisten. Der Täter war nochimmer nicht gefasst.
Immerhin ein Artikel, welcher die Werwölfe etwas beruhigte. Ein Reporter der für sie schrieb. Märchen. Ein kleines Lächeln für Lydia, welche kaum geschlafen hatte und missmutig vor ihrem Laptop hockte.
Es regnete bereits und Loki schob seinen Futternapf gelangweilt über den Fliesenboden, sodass Lydia die Augen verdrehte.

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Hier will wer gefunden werden:
Der Regen prasselte unablässig auf den sich vor Schmerzen krümmenden Leib. Es war ein Wunder, dass er noch nicht verblutet war. Unter ihm hatte sich eine dunkle Blutlache gebildet, welche dank des Regens zu einem Blutbad führte und sämtliche Spuren davon wusch. Quer über seinem Rücken verlief 4 riesige Schnitte, welche parallel zueinander angeordnet waren. Seine Kleidung war vom Kampf zerfetzt und an den Händen hatten sich Brandblasen gebildet, deren Ursprung unklar war. Heute morgen würde sich kaum jemand hinaus wagen, keine guten vorraussetzungn das zu überleben, hämmerte es in dem Kopf des kräftigen Kerls. Es war eine Gasse, mitten in der Stadt und er hatte seinen Angreifer nichteinmal gesehen. Es musste dieser irre sein. Offenbar hatte er ihm mit dem Messer das Gesicht auf geschlitzt, einmal quer rüber. Sein Atem ging schwer und er zog die Linke zu seinen Augen empor. Blind... das Blut quoll über seine Augen hinweg und er war nicht sicher, ob es das Blut war, oder die Augen selbst, welche ihn erblinden liesen.
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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Luna

Beitrag von _Thalia_ am Sa Feb 18 2017, 03:31

Luna traute ihren Ohren kaum. Was sollte sie tun? Sie sollte ernsthaft auf die Tochter des Alphas aufpassen? Wie sollte sie das denn bitte anstellen? Seufzend stimmte sie zu. Luna war nicht in der Position, um widersprechen.
Im Auto ließ Luna den Kopf auf das Armaturenbrett fallen "Warum? Warum ich?"
Ich setze große Hoffnungen in Euch. hatte er gesagt Sie zieht Schwierigkeiten nur so an hatte er gesagt.
Ja aber Luna war doch die Katastrophe in Person! Sie konnte doch ihren eigenen Hintern kaum aus Schwierigkeiten raushalten, wie sollte sie das bitte mit Lydias schaffen?
Seufzend drehte Luna den Schlüssel im Zündschloss. Sie holte unterwegs noch Essen vom Asiaten und fuhr dann nach Hause.

Die Nacht war für Luna sehr unruhig, dennoch quälte sie sich aus dem Bett, als der Wecker klingelte. Schließlich musste sie zur Arbeit.
Nach einer Dusche und einem kleinen Frühstück führ sie los.
Als sie auf dem Parkplatz des Fitnessstudios aus ihrem Auto stieg, zog ihr ein merkwürdiger Geruch in ihre feine Wolfsnase. Und obwohl sie eigentlich das Fitnessstudio auf die Öffnung vorbereiten, entschied sie sich dem Geruch zu folgen.
Einige Straßen weiter wurde der Geruch immer stärker und sie verfiel in einen leichten Laufschritt. Schließlich bog sie um eine Ecke und ihr entfuhr ein lauter Fluch, als sie die Ursache fand: In der Gasse Lag ein schwer verletzter Mann in einer Blutlache. Er war regelrecht zerfetzt worden.
Zitternd zog sie ihr Handy aus der Tasche und wählte den Notruf.
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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Re: Kapitel 1 - Sie sind unter uns

Beitrag von Jad am Sa Feb 18 2017, 11:23

Eine blasse Hand blätterte die Seite der Zeitung um. Die Finger waren lang die Nägel ausgeprägt aber keine Klauen. Durch das dünne Papier fielen Sonnenstrahlen vom großen Fenster des Schlafzimmers von Aiden Holmwood der an Selbigem stand und die Schlagzeilen durchging. Schon wieder ein Artikel über diesen Mord. Jetzt wollen die Journalisten sogar einen Werwolf auf einem Foto gesehen haben. Er stand nur mit einer leichten Stoffhose, die von einer Kordel zusammengehalten wurde, bekleidet am Fenster und betrachtete abwechseln den großen Lustgarten des Anwesen und die Artikel. Das Licht zeichnete durch den Papierfilter schwammige Buchstaben auf seinen muskulösen Oberkörper. Die Luft war stickig und voller Staub. Allgemein wirkte der ganze Raum als wäre dies nicht sein erstes Jahrhundert. Ein schweres Himmelbett, schwere Schränke, Kommoden und Bilderrahmen aus dunklem Holz, dessen Inhalt verschiedene Portraits seiner Familie zeigte. Eines zeigte seine Eltern in jungen Jahren noch vor sein Geburt. Sein Vater saß in seinem großen Stuhl mit Armlehen die Wellen nachempfunden waren und seine Mutter stand schräg hinter seiner rechten Seite, beide Hände auf die Schulter ihres Mannes gelegt. Er mochte das Gemälde sehr. Es war mit Abstand sein Lieblingsbild in diesem Haus. Wohl auch weil es eines der Größten war, fast die Originalgröße und durch das Licht der Kerzen an der Wand zu den Flanken des Gemäldes, dieses in ein eine lebendige Atmosphäre getaucht wurde. Doch nun waren alle Kerzen erloschen. Auch die Lampen waren aus und die Vorhänge aus schwerem Stoff zugezogen. Einzig das Fenster an dem Aiden stand ließ Licht in das große Zimmer und webte mit Staubpartikeln und dem Geruch nach altem Holzpflegeöl und Stoffen ein herrschaftliches Bild von schläfrigem Prunk. Als würde der Raum selbst noch im Schlummer liegen.

Ein müdes Knurren einer Frauenstimme ertönte aus seinem seidenen Bettzeug. "Aiden..?" Der Vampir antwortete nicht. Müde Glieder regten sich und das Geräusch von Seidenstoff an Seidenstoff drang an sein Ohr. "Aiden.. du bist schon auf?" Der junge Mann ließ die Zeitung sinken und drehte den Kopf. "Ich muss früh aufstehen, wenn ich meinen Arbeitstag schaffen will. Die Termine lassen mir keine Wahl." Seine tiefblauen Augen schauten auf einen wohlgeformten Frauenkörper der nackt in seinem Bett lag und sich nun auf einen Arm aufstützte. Ihre lange schwarze Mähne fiel ihr über die Schulter. Ihre Haut schien mit dem Bettzeug um die größere Samtheit zu buhlen. Sie schaute ihn aus großen, grünen Augen an. Die Decke verhüllte gerade mal genügend Haut, dass die männliche Fantasie ordentlich angekurbelt wurde. "Gestern Nacht hattest du da ganz andere Gedanken. Du hattest dich auf nichts konzentriert was über dieses Bett hinausging." Sie ließ ihre filigranen Finger gespreizt über die Seide gleiten um die Bettkante fest zu greifen. Dabei biss sie sich verstohlen auf die sinnliche Unterlippe und schaute ihn frech an. Der Vampir erwiderte den Blick und grinste knapp über einen Mundwinkel, faltete die Zeitung zusammen und legte sie auf einer Kommode neben dem Fenster ab, bevor er zu ihr herüber ging. "Ich muss in die Kanzlei. Mein Vater ist bestimmt schon dort und er mag es nicht wenn man ihn warten lässt." Er beugte sich zu ihr hinunter und stützte sich neben ihr mit den Händen ab. Sie knurrte wieder leise. "Wer fragt denn was ich mag?" Damit drückte sie ihre Lippen fest auf seine und umschlang ihn um ihn wieder ins Bett zu ziehen. Aber er blockte ab. "Wirklich. Ich muss mich fertig machen. Du kannst gerne in in unserem Speisezimmer frühstücken und vorher in meinem Badezimmer duschen gehen wenn du möchtest." "Hm.. alleine? Wir würden viel Zeit sparen wenn wir gleichzeitig duschen würden." Aiden musste kurz lachen. "Schlagfertiges Argument. Geh schon mal vor. Ich komme gleich." Damit erhob er sich und ging zur Zeitung zurück, um seinen Artikel zu Ende zu lesen. Sie stand mit Decke auf, wartete bis er sie betrachtete und ließ diese dann an ihrem Körper zu Boden gleiten. Das Morgenlicht setze ihren sinnlichen Körper gut in Szene. "Lass mich nicht warten." Damit schlüpfte sie durch die Tür neben dem Bett.

Währenddessen las Aiden wie Mina Harker von der Presse über den Mord ausgefragt wurde. Sie gab keine ausführlichen Antworten und war schneller verschwunden als den Reportern lieb war. Typisch Mina Harker.. nie darum verlegen klarzustellen wie die Sachen laufen werden. Aiden hatte sie bisher nur einmal kurz gesehen auf einem Empfang letztes Jahr, bei dem sich alle großen Sippen der Vampire trafen. Offiziell war es eine Party der Reichen, aber inoffiziell traf sich im Geheimen der Rat der Vampire um einige Dinge zu klären die zu lange vor sich hergeschoben wurden. Aiden war froh noch nicht den Platz seines Vaters einnehmen zu müssen, auch wenn es eine große Ehre für ihn war dies einen Tages tun zu dürfen. So konnte er sich an der Feier ergötzen und so auch eine Weile an Mina. Sie war zweifelsohne eine schöne Frau, aber nach außen unnahbar und sehr auf Distanz bedacht, auch auf dieser Feier. Außerdem streunte die ganze Zeit der Sicherheitschef der Harkers um sie herum und Aiden wusste genügend über Verlangen und Leidenschaft, dass er aus der Ferne sah worum es den beiden ging. Nun ja.. jetzt war sie in der Zeitung und er hatte so eine Gefühl warum sein Vater Aiden schon heute Morgen sehen wollte. Harker Industries war ein guter Kunde von Holmwood + Partners und es haben immer beide davon profitiert.

"Aiden...?", rief es aus dem Badezimmer. "Sag mal hast du mich gebissen?" Der Vampir ließ bei der Frage von der Zeitung ab und ließ sie offen auf der Kommode liegen. "Wie kommst du darauf?", rief er ins Nebenzimmer zurück. "Ich habe eine kleine Wunde am Hals." Der barfüßige Mann ging auf die Badezimmertür zu. "Das werden wohl meine Nägel gewesen sein. An deinem leckeren Po hast du auch welche." Er drückte die Tür auf und betrachtete seine Bettgespielin, die sich gerade vor dem Spiegel drehte. "Hm.. stimmt, habe ich gar nicht gemerkt." "Wahrscheinlich weil du zu dem Zeitpunkt ganz andere Gefühle hattest." Sie schaute ihn fordernd an und trat dann in die große Dusche ein, die mit hellem Marmor gefliest war. Ihr Zeigefinger lockte ihn heran. "Dafür werde ich mich nun revanchieren!" Er schmunzelte und ging ihrer Forderung folgend zur Dusche herüber. Ihr Blut war wirklich köstlich gewesen.
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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Re: Kapitel 1 - Sie sind unter uns

Beitrag von Odys am Sa Feb 18 2017, 20:33

Ulysses stand mit verschränkten Armen hinter der milchigen Fensterscheibe seines Geschäftes und schob die selbstgedrehte Zigarette von einem Mundwinkel in die andere, kaute nach jedem Zug ein wenig darauf rum und gab grummelnde Geräusche von sich, die jedoch niemand bei dem prasselnden Regen hören würde. Zudem keiner im Geschäft war.
Er fuhr sich über die falte Stirn und kratzte sich hinter dem linken Ohr. Wenn  es regnet, dann tat er das öfter. Wetterfühl’g, sagte mein Vater immer, nich? Wie angewurzelt stand er hinter der Scheibe und sah dem Tanz der Wassertropfen auf dem nassen und rissigem Asphalt vor dem Geschäft zu, schwach beleuchtet von der Straßenlaterne auf der anderen Seite. Mis’wetter.
Er drehte sich um und stieß dabei einen von unzähligen Papierstapeln an, der sich über eine der wenigen nicht in Beschlag genommenen Flächen auf seinem Schreibtisch…. seiner Theke…seinem Thresen….seinem Frühstückstisch…. einerlei… über die einzig ebene sichtbare Fläche des Raumes ergoss. Er grummelte ein wenig mehr, schob die Zigarette von links nach rechts, richtete den Stapel wieder auf, strich die herabgefallene Asche beiseite und beschwerte den Papierstapel mit einer halbvollen Tasse. Passt.
Er sah sich um und atmete die rauchige und papierne Luft ein, nahm einen letzten tiefen Zug seiner Zigarette…. von rechts nach links… und ließ den Stummel in die Tasse fallen. Er könnte mal wieder aufräumen, hatte doch tatsächlich gestern nicht das richtige Manuskript gefunden. Musste suchen. Verzögerte alles… und dann war da heute noch so ein Kunde…. Jungspund … Schmock…. Wollte was gebunden haben…. ausgedruckt von seinem USB-Stick. Ulysses sah sich um und blickte auf den elfenbeinfarbenen Bildschirm in einer Ecke des Raumes der über einen gleichfarbigen Tower thronte, aus dessen Laufwerk die Hälfte einer Floppydisk herausragte. Eingebil’ter Schmock.
War ein stressiger Tag. Die ganze Kundschaft, das Wechseln der Farbrolle seiner Schreibmaschine, das Stöbern in Wäldern aus Papier und Zettel. Und die Nachbarin aus dem Nebenhaus war auch dagewesen. Frau Turner, weißhaarig, alt, langsam…. Ulysses ließ ein leises, glucksendes Lachen von sich, das einsam und irgendwie traurig im leeren Raum verhallte…. Er fuhr durch sein Haar, über seine Furchen im Gesicht… Bis‘ alt geword’n, nich‘?

Er griff sich seinen abgetragenen Mantel, drehte den Petroleumhahn neben der Tür herunter und überließ das Geschäft in Dunkelheit, dunkel wie sein gemüht. Und vielleicht genauso einsam… und alt. Die Tür hinter sich schließend zog er den Mantel bis unter das Kinn, besah den sternenlosen wolkenverhangenen Abendhimmel, dessen Mond das flackernde Laternenlicht von Gegenüber darstellte, spuckt auf den Gehweg und machte sich daran, seine allabendliche Runde zu drehen. Trau nich‘ der Polizei, alles Natschalniks, nich‘?
Er folgte dem rissigen Beton und dem monotonen Geplätscher und dem gelgentlichen Gurgeln des Wassers im Rinnstein. Seine Füße trugen ihn unbewusst die Strecke, die er sich als sein Gebiet abgesteckt hatte... die Grenzen, in denen er sich als Kind ohne Fragen aufhalten durfte, in denen Recht und Ordnung herrschte.
Er besah sich die triste Umgebung: geschlossene Ladenzeilen, heruntergekommene Häuser und alte Autos, die einen Diebstahl nicht zu fürchten hatten. Im Hintergrund ragten die am oberen Ende beleuchteten Schlote des Industriegebietes über sein Viertel. Mis'wetter.

Es war spät am Abend... oder früh am Morgen? Noch graute nicht das zwarte Rot der Eos Finger am Horizont, noch war mehr Grau als Morgenrot zu sehen und die Lampen schienen und summten im Dunkel.... Ulysses befand sich auf dem Rückweg seiner Runde, auf dem Rückweg aus Lews Kneipe... oder Wohnzimmer... als er in einer der vielen dunklen Gassen etwas hörte. Ein Keuchen, ein Schlurfen.... Doch nich' Kinders in Wollus'? Ein Jammern. Er sah sich um... bis zu seinem Geschäft war es noch eine ganze Strecke, er hatte die schäbigen Randgebiete verlassen, um bei Lew über das Elend der Welt zu debattieren...alles Schuld der Robotniks... und war nun im nicht ganz so schäbigen, aber immer noch nicht wirklich sauberen, Übergangsgebiet zu den moderneren Vierteln. Auch hier lebten viele Arbeiter, alle ruhig schlafend, wenn er den unbeleuchteten Häusern um sich herum Glauben schenken durfte. Ein Stöhnen, unartikulierte Laute. Ulysses hielt inne, bewegte sich langsam und vorsichtig in die zunehmende Dunkelheit. "Pass'n Se ma' auf, ich bin bewaff'et, nich." Er tastete sich, Schritt für Schritt in die Dunkelheit, in der sich etwas bewegte. Ein Schemen, irgendwo zwischen Liegen und Straucheln, an die Wand gelehnt. Er griff nach seinem schweren Schlüsselbund, bereit dem betrunkenen Idioten eine Lehre zu erteilen.... liegt da in der Kotze und stört ehrbare Bürger... als er näherkam, erkannte er, dass es sich nicht um Erbrochenes handelte, sondern um Blut. Verdammt... sollte er jetzt Hilfe holen oder in sein Geschäft gehen und abschließen, schlafen und an nichts denken? Der Kerl würde es nicht lange mehr machen, das konnte er sehen.... Ulysses sah sich um...warum musste ausgerechnet jetzt alles schlafen, warum konnte kein anderer hier sein? Er ging zwei Schritt rückwärts, tastete nach seinem Flachmann und nahm mit weiten Augen einen großen Schluck. "Scheiße."
Er ging noch zwei Schritte zurück, stolperte gegen Mülleimer die blechern scheppernd zu Boden gingen und taumelte an der Wand entlang, sein Flachmann entglitt seinen tauben Händen. Die Person blickte.... nein... das war kein Blicken mehr... hob...flehend?... den Kopf in die Richtung des Geräusches. "Scheiße." Ulysses wusste nun, was er zu tun hatte. Er drehte sich um und rannte.

"Hier is'n Unfall...nein, Miss, nich' mir, wem anders, nich'? Ja, komm' Se schnell. Was? Ja, Blut un' so... und das Auge... wo? Also..."
Nachdem er am alten Münztelefon alles gesagt hatte, was er sagen musste, legte er auf, egal was die Frau auf der anderen Seite der Leitung dazu sagen mochte. Er stand neben dem Telefon, lehnte sich an den Holzpfahl an dem es angebracht war und schloss die Augen und lauschte dem Prasseln der Nacht und dem Rasen seines Herzens. Als er in der Ferne das zuckende Blau an den Wänden tanzen sah und das schrille Tönen einer Sirene hörte, fühlte er sich besser und zog den Kragen hoch.
Ab nach Hause. Er spuckte aus. "Scheiße."

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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Re: Kapitel 1 - Sie sind unter uns

Beitrag von Kitty am So Feb 19 2017, 11:04

Nachdem Mina und Victor auf dem Polizeirevier fertig waren, kehrten sie zum Harker-Anwesen zurück. In der Eingangshalle wurden sie von dem stellvertretenden Sicherheitschef empfangen. "Frau Harker, Sir." Grüßte er knapp, sein Blick war gehetzt und er wirkte sehr nervös. "Bitte kommen sie mit, sie müssen sich unbedingt etwas ansehen." Die drei Vampire eilten ohne ein weiteres Wort in die Sicherheitszentrale. Dort zeigte man ihnen den Ausschnitt der Überwachungsaufnahme auf der die schwarzgekleidete Frau zusehen war. Victor runzelte die Stirn. "Ist sonst noch etwas über diese Frau bekannt?" "Nein Sir." Die Männer fingen an einige Möglichkeiten zu diskutieren.
Mina starrte den Monitor an auf dem die Aufnahme immer wieder abgespielt wurde. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und überlegte. Kannte sie diese Person vielleicht? Sie schaute sich genau die Hand an, die mit der Zigarette um Mund geführt wurde um irgendein Merkmal entdecken zu können. Diese Situation war gar nicht gut. Das Treffen der Räte stand kurz bevor uns ein solch störender Faktor war äußerst unpassend. Zu all dem Ärger musste sie Victor mit dieser Aufgabe allein lassen, sie musste dem Treffen beiwohnen und dafür war sie eindeutig falsch gekleidet.
"Victor, ich muss gehen." Unterbrach sie die beiden Männer. Diese nickten nur. Mina ging in ihre Wohnung im ersten Stock. Dort machte sie sich für das bevorstehende Ereignis zurecht.
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Dem Chefanwalt von Holmwood & Partners lag ein Brief vor. Eine Einladung zur Ratssitzung. Dies würde er mit seinem Sohn heute besprechen.


Zuletzt von Kitty am Mo Feb 20 2017, 11:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Kapitel 1 - Sie sind unter uns - Seite 2 Empty Re: Kapitel 1 - Sie sind unter uns

Beitrag von Jad am So Feb 19 2017, 14:46

Aiden war der Erste der Beiden der durch die große Flügeltür schritt an der wie immer zwei Sicherheitsleute postiert waren. Anwälte hatten viele Feinde, besonders wenn sie Konzerne vertraten. Er hatte einen schwarzen Anzug und eine dunkelblaue Seidenkrawatte an, dazu Gürtel und Schuhe aus edlem, schwarzen Leder. Die Haare waren gestylt und er roch nach einer Note von herben Männerparfüm. Als er ins Speisezimmer trat stand schon Jeffrey der Butler für diesen Bereich mit einem Tablett bereit. Der Tisch war reich gedeckt mit allerlei Brötchen, Brot, sogar Kuchen und jedwede Art von Käse, Wurst, Marmelade und Obst den es gab. Auch verschiedene Sorten von Ei und Gemüse waren aufgetischt. "Ich wünschen einen guten Morgen Sir. Ihr Frühstück steht bereit und Ihr Herr Vater bat mich Ihnen dies dringend zu geben." Aiden schaute auf das Tablett auf dem ein Espresso, ein Croissant und ein Brief lag. "Jeffrey, wie oft muss ich dich noch bitten mich Aiden zu nennen. Du kennst mich seit meiner Geburt." "Dies würde sowohl Sie als auch meinen Berufsstand kompromittieren und kann keinesfalls zugelassen werden Sir. In einer vertrauten Stunde des Abenddämmerung ließe ich mich vielleicht zu einem Master Aiden hinreißen, doch selbst dies wäre ein absoluter Ausnahmefall, drückte es doch eine Vertrautheit aus die unprofessionell verstanden werden würde, besonders von Ihrem Herr Vater, Sir." Der junge Vampir lächelte Jeffrey an. Er hatte ihn seit seiner frühen Kindheit schätzen gelernt. Inzwischen war sein Gesicht mit einigen Falten umrahmt und sein braunes, leicht ergrautes Haar wurde lichter, doch für einen Mann an die 70 hatte er sich erstaunlich gut gehalten und würde ohne Weiteres als Ende 50 durchgehen. Aiden fragte sich manchmal ob es an den Vampirgenen lag, hatte aber selten Zeit für derlei philosophische Betrachtungen. Er nahm Gebäck und Brief und setzte sich an einen der 12 Plätze des großen Esstischs. Sofort entblätterte er Ersteres und biss in Zweiteres. In dem Brief stand, dass es eine dringende Angelegenheit gab die keinerlei Aufschub duldete. Der Termin bei seinem Vater wurde eine Stunde vorverlegt. So etwas hatte er befürchtet. Aiden wusste genau, dass so eine Änderung des Tagesplans bei der personifizierten Organisation im Körper seines Vaters nicht leichtfertig getan wurde. Es musst wirklich dringend sein. Er stopfte sich den Rest des Croissant in den Mund, stand auf, und hob die Espressotasse direkt von der Untertasse auf dem Tablett um sich den Inhalt in den Schlund zu gießen. "Vielen Dank Jeffrey, ein vorzügliches Frühstück wie immer." Damit ließ der Anwalt den Brief in einer Innentasche seines Jacketts verschwinden und stellte die Tasse wieder zurück. "Wenn Sie einmal Zeit finden würden ein richtiges Frühstück einzunehmen, könnte ich beruhigter meinen anderen Pflichten nachgehen Sir." Die Sorge entlockte Aiden ein Lächeln. "So bleibt mehr für Lucy und meine Begleiterin." Wie hieß sie gleich... hat sie mir gesagt wie sie heißt? Der Butler räusperte sich. "Miss Lucy ist nicht im Anwesen" Aiden stockte. "Was denn? Sollte sie tatsächlich mal vor mir aufgestanden sein?" Wieder ein Räuspern, was leichtes Unwohlsein in Aiden aufstiegen ließ. "Miss Lucy war nicht mehr im Anwesen seit sie es gestern verlassen hatte." Der junge Vampir wurde ernst. "Die ganze Nacht?" "Ja Sir, ich bedauere Ihnen das mitteilen zu müssen." Aiden seufzte. Was hat sie jetzt wieder gemacht. "Danke Jeffrey. Ich werde mit Vater darüber reden,... wenn Zeit dafür ist. Sag bitte Elia Bescheid. Meine Begleiterin darf Frühstücken so lange sie möchte und er soll sie dann dahin fahren wohin sie will. Ich muss los. Ich bin ohnehin schon zu spät dran." Der Butler machte eine galante Verbeugung ohne dass das Tablett auch nur wackelte. "Jawohl Sir, ich werde mich gut um Miss Monica kümmern." Aiden schnippte mit den Fingern. "Richtig... ich wusste sie hatte mir ihren Namen gesagt." Damit verließ er das Anwesen, wo vor der Tür schon sein Fahrer Tommy wartete. Er wurde Aiden vor ungefähr 10 Jahren von Charles Holmwood zugeteilt und unterstand seit dem keinem anderen Mitglieder der Familie mehr. Er war absolut verschwiegen und hatte in gewisser Weise mehr Einblicke in Aidens Privatleben bekommen als dessen Vater. Inzwischen verband sie eine gewisse Freundschaft, wenn auch immer unter dem professionellen Abstand der verschiedenen Stände. "Guten Morgen Sir, Ihr Vater bat mich Sie auf dem schnellsten Wege in die Kanzlei zu bringen." Aiden klopfte ihm zur Begrüßung knapp an die Schulter und stieg in die Limousine durch die offen gehaltene Tür. Dann setzte er seine schwarze Sonnenbrille auf gegen die grelle Morgensonne und warf einen Blick auf den kleinen Bildschirm der wie eine Sonnenblende per Knopfdruck von der Autodecke klappte. Per Fingerabdruckscan wurde sein persönliches Profil des Firmennetzwerks geöffnet und er überprüfte Maileingänge und Neuigkeiten der Kleinstadt. Währenddessen startete Tommy den Motor und fuhr ihn ohne Umwege in die Kanzlei.

Aiden hatte während der Fahrt zwei Mails beantworten können und eine dritte an seinen Vater geschrieben, dass er unterwegs zu ihm sei. Das Gebäude von Holmwood + Partners war eines der höchsten Hochhäuser der Stadt und vielmals schon von der Presse 'Holmwood Tower' genannt. Es war ein architektonisches Meisterstück, war doch die Fassade wie eine Schraube einmal um die eigene Achse gedreht. Trotz der frühen Morgenstunden waren schon viele Angestellte dabei ihrer Arbeit nachzugehen. "Der Aufzug der Geschäftsführung Sir?", fragte Tommy über einen Lautsprecher. Aiden drückte den Sprechknopf. "Ja, ich habe heute keine Zeit für Tete-a-tete in der Lobby." "Sehr wohl Sir." Damit fuhr Tommy nicht in die normale Tiefgarage, sondern eine Abzweigung weiter in einen anderen Eingang des Parkdecks. Hier erwarteten sie eine Reihe von einfahrbaren Pollern und neben den vier bewaffneten Sicherheitsleuten dahinter auch noch vier in den beiden Häuschen an den Seiten. Als die Limousine vorfuhr waren sie sofort in Alarmbereitschaft. Diese Sicherheitsleute gehörten zu persönlichen Sicherheitstruppe von Aidens Vater und waren speziell geschult. Allesamt Ex-Militärs, allesamt mit Medaillen versehen. Tommy ließ die Scheibe runter und kündigte sie an. Die Sicherheitsleute kannten sowohl ihn als auch Aiden gut und auch das Nummernschild war ihnen bekannt. Trotzdem gingen sie mit Wachhunden um das Auto, überprüften mit Spiegelstäben die Unterseite und baten den Fahrer den Kofferraum zu öffnen. Aiden kannte die Prozedur und auch wenn er wusste warum sie notwendig war, sah er es jedes mal als Form der Provokation, dies beim Sohn und Erben des Konzern durchführen zu lassen. Doch dieser Befehl kam direkt von seinem Vater und es wurden alle Wagen mindestens so hart kontrolliert. Es war schon ein Zugeständnis, dass die Sicherheitsleute nur den Fahrerbereich sichteten und nicht den hinteren Passierbereich. Nach drei Minuten war alles vorbei und gut verlaufen. Tommy hielt kurz vor dem Fahrstuhl. Bevor er Anstalten machen konnte um auszusteigen und Aiden die Tür zu öffnen, war dieser schon mir den Worten "Lass nur, nicht notwendig" ausgestiegen und auf den Lift zugelaufen. Die Sonnenbrille verschwand neben dem Brief in der Innentasche. So fuhr der Privatchauffeur auf den Parkplatz und überließ Aiden seinen Geschäften. Dieser drückte den einzigen Knopf im Lift, welcher in direkt zum Bürobereich seines Vaters brachte. Als sich die Türen öffneten empfingen in wieder zwei Sicherheitsleute die ihm respektvoll zunickten und die Türen öffneten. Aiden ging rasch durch das Vorbüro an dem die beiden Sekretärinnen seines Vaters arbeiteten und grüßte höflich zurück, nach beide aufgestanden und ihn begrüßt hatten. Dann endlich war es soweit und er öffnete die letzte Trennwand zwischen ihm und Charles Holmwood Chefanwalt und Inhaber von Holmwood + Partners.

Das Büro war riesig. Hier und da standen große exotische Palmengewächse in großen Töpfen und wurden von indirektem Licht angestrahlt. Daneben gab es eine geräumige Sitzecke mit Tisch und auf der anderen Seite ein durch Glaswände abgetrennten Verhandlungsbereich in dessen Eckwand ein großes Aquarium mit allerhand kleiner Ozeanfischen eingelassen war. Zum Fenster hin stand ein altmodischer Kamin in dem besonders in den Abendstunden selbst im Sommer ein Feuer brannte. Aidens Vater war da anscheinend nostalgischer als er. Eingerahmt wurde der Kamin von einer Wand aus Bücherregalen, dessen Inhalte auf den ersten Blick unmöglich alle gelesen sein konnten, doch Charles hatte dies tatsächlich gemacht. Fast alle waren dabei Bände über Wirtschaftsrecht, oder Nachschlagewerke über Gerichtsfälle, Gesetze und andere weiterführende Themengebiete. Sein Vater saß an der großen Fensterfront an seinem großen Schreibtisch und las gerade ein Schriftstück. Neben ihm stapelten sich mehre Akten und es standen ein großer Breitbandmonitor und eine Tastatur auf der anderen Seite. an der Vorderseite war eine kleine goldene Statur der Justitia. Doch weder Bilder noch Fotos seiner Familie suchte man auf dem Schreibtisch, oder gar dem Büro vergebens. Nichts Privates, nichts was Rückschlüsse auf seine Familie aufzeigen könnte. Aiden hatte als Grund nur knapp eine mögliche Ablenkung bekommen, aber er hatte schon immer vermutet das mehr dahinter steckte. Doch er hatte weder einen passenden Zeitpunk, noch großartig das Gefühl dass es erwünscht ist um genauer nachzufragen. Man fragt Charles Holmwood nicht zweimal die gleichen Dinge, selbst wenn man sein Sohn ist ...besonders wenn man sein Sohn ist. Er ging auf den Schreibtisch seines Vaters zu und setzte sich in einen der drei edlen Stühle, die vor Selbigem standen. "Vater, sei mir gegrüßt. Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte." Schweigen. Kein Lächeln, keine Umarmung, keine Erwiderung. Charles schaute noch nicht mal auf. Aiden linste etwas verstohlen auf das Schriftstück welches sein Vater so sehr studierte. Wenig überrascht erkannte er oben das Logo von Harker Industries. Doch bevor er mehr erkennen konnte sah sein Vater auf. Er war ein in Würde gealterter Vampir, fast keine Falten, weiße, fast schulterlange Haare. sehr schlank, von der Sohle bis zum Scheitel gut gepflegt, ein kurzer Vollbart zierte sein Gesicht, was angesichts seiner Art eine Leistung war. Charles hatte die Augen eines Raubtiers, selbst als Mensch. Seine Nägel waren länger als gewöhnlich wie bei Aiden, erschienen aber durch die dürren Finger unnatürlicher. Seine Eckzähne waren deutlich ausgeprägt und gaben seinem Blick neues Futter durchzusetzen was sie wollten. "Aiden. Du bist spät!" Der Sohne wusste nicht so recht was er darauf sagen sollte, hatte er sich doch schon beeilt. Rechtfertigungen kamen bei seinem Vater nicht besonders gut an. Selbst wenn sie nur die Wahrheit wiedergaben, klangen sie in den schlanken Ohren von Charles fast immer wie Ausreden. Ohne ein weiteres Wort drehte er seinem Sohn den Brief hin und schob ihn zur oberen Tischkante neben die kleine Statuette  der Justitia. Aiden lehnte sich vor um den Brief zu lesen, während sein Vater sich aus seinem großen Sessel mit übergroßer Rückenlehne erhob und mit verschränkten Armen hinter dem Rücken der Fensterfront zuwandte. Der junge Vampir erkannte sofort, dass dies kein gewöhnliches Schreiben eines guten Kunden war. Dies war ein Brief direkt an seinen Vater. Er überflog die Zeilen. Dann tauchten sehr schnell Worte auf die ihn stutzig machten. Der Rat? Moment... Seine tiefblauen Augen wurden zur Unterschrift geführt. Harker? Draco Harker? "Das ist eine Einladung zur einer Ratsversammlung." Er schaute ungläubig auf. "Der Rat trifft sich?"

Sein Vater nickte stumm ohne den Blick von der Stadt zu nehmen, die er schon eine Weile betrachtete und wie die Sonnenstrahlen sich immer mehr Gassen und Straßen eroberten. "Draco Harker ruft den Rat nicht ohne Grund so kurzfristig zusammen. Dahinter stecken diese Morde. Er wandte sich seinem Sohn zu. "Ganz gleich was die Presse schreibt. Die Harkers hängen da nun mit drin. Weder der Ruf ihrer Familie noch ihrer Firma darf irgendeinen Schaden davon tragen." Er schaute Aiden mit dem berühmten Blick der männlichen Hollywoods an der ein 'Nein' nicht duldete. "Gewiss Vater. Du brichst also gleich auf? Das Treffen ist für in einer Stunde angesetzt." Schweigen. Noch immer hafteten die Augen von Charles am Blick seines Sohnes. Aiden hatte es im Gefühl das ihm die Antwort sowohl überraschen, als auch nicht gefallen würde. "Wir brechen auf." Es brauchte einen Moment bis der Sohn verstand was sein Vater ihm da mitteilte. Gerade als er zu einer Antwort ansetzen wollte, fiel ihm das Ratsmitglied ins Wort. "Du bist alt genug um neue Pflichten zu deinen üblichen ergreifen zu können. Es wird viel Arbeit für dich geben in den nächsten Tagen und wenig davon wird mit der Kanzlei Zutun haben. Das Gesetz des Wesenrates wurde gebrochen und irgendjemand erlaubt sich mehr als gut für ihn ist. Dieses Verhalten gebietet hartes Durchgreifen und strengste Verurteilung und die Arbeit dafür hat ab sofort höchste Priorität. Dein Platz im Rat wird erst in Erwägung gezogen werden wenn meine Kräfte dafür schwinden, aber bis es soweit ist hast du dich mindestens so gut in ihm einzugliedern wie ich. Unsere Art ist auserkoren und der Verstand hat immer über den Instinkt zu herrschen. Diese Wahrheit hat dir bisher immer in der Kanzlei geholfen unsere Interessen zu vertreten, auch die unserer Familie. Im Rat jedoch sind sie sowohl Voraussetzung als auch selbstverständlich. Niemand der dort sitzt hat irgendeinen Zweifel daran." Er trat vor und stützte sich auf der Tischplatte ab. "Du wirst mich begleiten und dieser Sitzung beiwohnen. Viele im Rat befürworten dies, einige schlugen es mir sogar schon vor Wochen vor. Doch ich bin es der darüber entscheidet und ich entscheide mich jetzt dafür. Dies wird sowohl dafür Sorgen dass andere der Sippen dort merken wie ernst ich es mit diesem Posten meine, als auch dass unsere Familie diese Angelegenheit absolut ernst nimmt. Du wirst mich nicht enttäuschen. Du wirst mir nicht widersprechen. Du bist ein Holmwood. Auch wenn du ein Privatleben mit deinen Festlichkeiten und Frauengeschichten schätzt wirst du merken was dieser Name bedeutet und welches Vermächtnis dir unsere Ahnen hinterlassen. Deine Erfolge als Wirtschaftsanwalt haben unserer Kanzlei Ansehen und Reichtum verschafft. Ich erwarte, das du das Gleiche gegenüber den anderen Vampiren für unsere Familie tust."
Aiden schluckte. Es war klar was er nun denken und tun würde. Es gab keine Abweichung dabei. Dennoch musst sein Kopf das erst mal verarbeiten. Es war der nächste Schritt und auch wenn er soweit es erlaubt war schon einiges über diese Versammlungen von seinem Vater gehört hatte, so war es etwas gänzlich anders Teil davon zu sein. Charles trat um den Schreibtisch herum und reichte ihm die Hand. Aiden sah in an. Kein Lächeln, keine Herzlichkeit. Stattdessen Erwartungen, Stolz und Ernsthaftigkeit fand er wieder. Er stand auf und erwiderte den Handschlag. "Danke Vater. Harker Industries und die Familie Harker werden ohne Schaden aus der Sache rauskommen. Dafür werde ich alles tun." Er spürte wie sein Vater ihm die andere Hand auf die Schulter legte und... War das ein kurzes Lächeln eben? Seine Stimme unterbrach die Gedanken. "Hol deine Sachen aus dem Büro. Ich warte im Wagen auf dich." Damit entließ er einen nachdenklichen Aiden Holmwood aus dieser Sitzung. Teil der Ratsversammlung... ich werde Teil der Ratsversammlung sein... Er beeilte sich seinen Aktenkoffer zu holen und sie mit den nötigen Dingen zu füllen, sofern nicht schon darin verstaut. Kurze Zeit später stieg er zu seinem Vater in die Limousine die sich in Bewegung setzte.
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Beitrag von Schattenmond am Mi Feb 22 2017, 21:03

Lydia's Schlaf war unruhig. Immer wieder wurde sie von ihren wirren Träumen geweckt, warf sich schweißnass von einer Seite auf die andere. Wenn sie erwachse, setzte sich die Werwölfin schwer atmend auf und streichelte Loki, welcher sie aus treuen Augen anblickte.
"Es ist nichts" murmelte sie ihm dann zu, trank einen Schluck Wasser und lies sich erneut ins Bett fallen.

Doch dann drang ein alt bekanntes Geräusch an ihr Ohr. Ein Krankenwagen? Sie legte die Stirn in Falten. Sie hasste dieses Geräusch und es war verdammt nah. Auch Luna und Ulysses konnten den näher kommenden Lärm hören. Dann mischte sich ein weiteres Sirenenjaulen hinzu. Polizei.

Die Werwölfin trat zum Schlafzimmerfenster, doch aus ihrer Position, konnte sie keinen der Einsatzwagen sehen. Ein bitterer Geschmack lag auf ihrer Zunge und sie versuchte ihn mit einem weiteren Schluck hinfort zu spülen.
"klingt nicht gut." Sie warf einen Seitenblick auf Loki, welcher sie aus den selben treudoofen Augen anstarrte, wie er es immer tat.

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Schließlich wurden die Sirenen so laut, dass auch der Mann am Boden keuchend aufstöhnte. Sein Gesicht war aschphal, als der Rettungswagen in der Gasse hielt und der Notarzt auf ihn zu stürmte. Als sein Blick jedoch auf den übel zugerichteten Mann fiel, stolperte er einige Schritte zurück, nahm eine kalksteinartige Gesichtsfarbe an und warf einen Blick auf Luna. Er war jung, vermutlich noch nicht lange fertig mit dem Studium. Der dreitagebart lies ihn vermutlich sogar etwas älter wirken, als er wirklich war. Dabei lag in seinem Blick eine Mischung aus Ensätzen, Furcht und Hilflosigkeit.
Schließlich rang sich sein Kollege dazu durch, die Situation zu ignorieren und dem Mann zu helfen, welcher ein neuerliches Stöhnen hervor presste. Er schien sich einen Überblick zu verschaffen, packte einige Medikamente aus, die er dem Mann verarbreichte und versorgte die Wunden notdürftig, während sich der kalksteinfarbende zu dem üblichen prozedere durchrang.
"Haben... haben sie den Notruf gewählt?"
Endlich schien er seine Fassung zurück zu gewinnen. Dann wandte er sich ab und half seinem Kollegen den röchelnden auf eine Trage zu hiefen. Mitlerweile hatten sie ihm einen Tubus eingeführt, ein Defibrillator war zur Überwachung angebaut worden.
Dann brachten sie das Opfer in den Rettungswagen.
Währenddessen hatte die Polizei das Geschehen erreicht. Ein Beamter stürmte auf Luna zu.
"Sie haben angerufen? Was ist passiert?"
Einige weitere Beamte waren bereits dabei mögliche Beweismittel sicher zu stellen, ehe der Regen die Letzten davon schwemmte.
Die Türen des Rettungsswagens wurden geschlossen, die Sirene ging an und er rauschte davon. Offenbar waren sie davon überzeugt, dass sich die Polizei um die Frau kümmern würde. Und sie scheinen nicht länger als nötig an diesem Ort verbleiben zu wollen.

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Rat der Vampire:
Obwohl es noch keine öffentlichen Nachrichten über den neuen Vorfall gibt. Sind aus internen Quellen bereits Informationen zum neuen Opfer durch gedrungen. Trotz aller bemühungen war es den Ärzten nicht möglich den Mann zu retten. Er hatte bereits zu viel Blut verloren und verstarb nach mehreren Reanimationsversuchen. Erneut wurden Spuren von Krallen gefunden. Die Polizei ermittelt bereits....
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Es besteht der verdacht, Werwölfe könnten an den Vorfällen schuldig sein, da die Verletzungen beider Opfer nicht unbedingt für ihre Unschuld sprechen. Man ist jedoch nicht darauf aus, einen Streit mit ihnen zu entfachen, was zu Unstimmigkeiten führen könnte.
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Die Situation ist angespannt.

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Presse:
Bisher ist es verboten worden, weitere Informationen bezüglich der Mordfälle zu veröffentlichen. Man brennt darauf, endlich eine Sendeerlaubnis zu erhalten, denn der Presse ist bekannt, dass das neue Opfer im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag, welche ähnliche Spuren aufweisen, wie die des ersten. Im Gesicht wurden Verbrennungen gefunden.

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Beitrag von Jad am Do Feb 23 2017, 18:44

Als die Limousine von Charles Holmwood beim Anwesen der Harker vorfuhr, waren schon einige andere Familien da, Sicherheitspersonal und misstrauisches Beäugen wohin man schaute. Eine Sitzung des Rates wurde nie einfach so einberufen, noch dazu ohne einen genauen Ablauf. Dieses Verhalten ist völlig untypisch für ihre Art. Schon als der Wagen die Auffahrt hochfuhr wandte sich Charles mit deutlichen Worten an seinen Sohn. "Es werden mehr Familien kommen als bei der letzten Versammlung. Dabei war diese ordentlich angekündigt worden und das Wochen im Voraus. Hier ließ man sich nicht mal drei Tage Zeit. Entweder hat Draco beachtliche Kräfte in Bewegung setzen müssen, oder aber die allgemeine Lage der Familie trieb die Sippen her." Aiden sah aus dem Fenster. Ihr Wagen unterschied sich nicht von den Anderen: schwarz, groß, Xenonlicht. Doch irgendwie schien es den anderen Vampiren möglich zu sein durch die verdunkelten Scheiben zu erkennen wer darin saß. Holmwood+Partners war nicht nur einer der größten Konzerne der Stadt, sondern auch der Vampire in einem sehr großen Areal. Mann musste schon ein gutes Stück fahren um eine Familie mit ähnlichem Reichtum zu finden. Dennoch. Es ging hier vor allem um das Ansehen der Holmwood und ihre Meinung zu den Themen. Diese hatte viel Gewicht, besonders bei den Vampiren die sich gerne gut stellen mit Kanzlei und Sippe. Aiden hatte schon früh gelernt einen Verbündeten von einem Schnorrer zu unterscheiden und inzwischen gab es viele Familien die in seiner Nähe eine gewisse Probleme mit dem Schlucken bekamen. Dennoch war er noch immer ein fast unscheinbares Licht gegenüber seines Vaters. Charles konnte allein mit dem Betreten eines Raumes sämtliche Personen darin für sich einnehmen indem er einfach nur dastand und in die blassen Gesichter schaute. Aiden wünschte sie eines Tages die gleiche Wirkung bei so vielen Leuten auf einmal zu haben. Dabei sprach er vor allem von einem Raum voller Wesen und weniger von Menschen, welche ohnehin meistens einfach zu beeindrucken waren, besonders wenn sie etwas von einem wollten. Naja nicht alle... Seine Gedanken wanderten für einen Augenblick zu seine Assistentin Carrie Caviness, die er nur kurz gesehen hatte, als er seinen Aktenkoffer geholt hatte. Natürlich hatte sie wieder seinen ganzen Tag im griff und schaffte es eine unangekündigte Abwesenheit einfach so zu begradigen. Dabei hatte er heute zwei Termine mit laufenden Kunden und einen mit einem möglichen Interessenten der gerade jemanden sucht um die juristischen Vorgaben seiner Firma neu zu strukturieren. Doch für Carrie war es kein Problem alle drei zu vertrösten, ohne dass auch nur einer abgesprungen wäre.

Der Wagen hielt vor der Tür und den beiden wurden die Türen geöffnet. Aiden wollte aussteigen als die Hand seines Vaters ihn zurückhielt. "Denk dran. Kühl, entschlossen, kein Schaden für die Harkers oder andere Familien. Wir werden sauber aus der Sache rauskommen." Aiden nickte und sofort verwandelte sich sein Gesicht in die ernste, selbstbewusste Miene, aus der ein Paar tiefblaue Augen schauten die durch Mark und Bein gingen und sein Gegenüber wohl über eine Antwort zweimal nachdenken ließen bevor sie ausgesprochen wurde. Auch sein Vater schaute ähnlich, hatte jedoch viel mehr Charme dabei. Er stieg aus und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Sein Blick schweifte langsam über das Panorama des Anwesens vor ihm und die Personen die sich vor dem Haus befanden. Aiden ging ruhigen Schrittes an die Seite seines Vaters. Keiner der beiden sagte ein Wort und doch wurde die lockeren Gespräche hier und da gedämpfter. Zwei weibliche Vampire stellten ihr Gespräch sogar ganz ein solange der Blick der Holmwoods auf ihnen ruhte. Es kam ihnen wie eine Ewigkeit vor, dabei waren es nur wenige Wimpernschläge. Schließlich landete Charles Blick bei Aiden und nickte ihm zu. Dann setzen sich beide in Bewegung. Das Sicherheitspersonal nahm Haltung an, als sie an ihnen vorbei gingen. Aiden konnte einen Funkspruch eines Sicherheitsmannes mitbekommen: "Charles und Aiden Holmwood sind eben angekommen." Daraufhin traten beide durch die große Haustür des Anwesen. Die Sitzung würde bald losgehen.
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Beitrag von _Thalia_ am Do Feb 23 2017, 20:18

Nachdem Luna aufgelegt hatte rannte sie zurück zu ihrem Auto, um ihren Erste-Hilfe-Kasten zu holen. Sie fand auch eine Decke, aber keinen Regenschirm. Den hatte sie so gut wie nie dabei. Dann rannte sie zurück.
"Okay, bleib ganz ruhig. Der Rettungswagen ist unterwegs und kommt bestimmt gleich." sprach sie mit sich selbst oder dem Opfer? Vermutlich beides. Sie versuchte, die Wunden irgendwie Notdürftig zu Versorgen, was ihr mehr schlecht, als recht gelang. Nicht, das sie keine Ahnung hatte, ihr Studioleiter schickte sein Personal regelmäßig zu Erste - Hilfe - und anderen medizinischen Schulungen. Sie war also durchaus in der Lage einen Druckverband anzulegen. Die Verletzungen waren schlichtweg so massiv, dass das Material in dem kleinen Köfferchen nicht ausreichte. Aber zumindest war die Rettungsdecke groß genug, um den ganzen Körper zu bedecken und ihn so ein wenig vor Regen zu schützen. Die andere Decke legte sie darüber. Danach faltete sie ihre Jacke so, dass sie als Kopfkissen verwendet werden und die Kapuze trotzdem ein wenig über den Kopf gezogen werden konnte.

"Na endlich!" murrte Luna als sie die Sirene hörte und der Krankenwagen endlich um die Ecke bog. Vermutlich war die Zeitspanne gar nicht so groß, doch für Luna fühlte es sich ewig an.
"Ja.....ja ich hab den Notruf abgesetzt" antwortete Luna und zog sich dann zurück, um den Rettungskräften nicht im Weg zu stehen.
Sie nutzte den kurzen Moment, um im Fitnessstudio anzurufen und Ihr fehlen zu begründen. Immerhin hatte vor einer halben stunde ihr erster Termin bekommen. Sie sagte nur, dass sie als Ersthelferin in einen Unfall verwickelt wurde. Stimmte ja auch.....irgendwie.
"Nein ich weiß nicht wie lange das hier noch dauert..." sagte sie zu ihrer Kollegin am Telefon "ja, das wär vielleicht gut." ... "Du, ich muss Schluss machen. Ja, ich komme, sobald ich ihr weg kann. Bis dann." Sie beendete das Telefonat, als sie dem Polizeibeamten auf sich zukommen sah.
"Ja ich habe angerufen. Ich arbeite hier um die Ecke im Fitnessstudio und bin auf dem Weg zur dorthin hier vorbei gekommen und hab den armen Kerl so gefunden." erklärte sie dem Polizisten.
Luna war mittlerweile völlig durchnässt und fror. Sie hoffte, das die Befragung nicht allzu lange dauerte.
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