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Beitrag von Quinn am Mo Apr 13 2015, 22:17

Dinivan musste unwillkürlich lächeln, als er das Mädchen da so verdattert sitzen sah.
So musste er wohl auch ausgesehen haben, als er damals Rion bestehlen wollte und ihm dieser danach ebenfalls eine Lektion erteilt hatte. Naja, vielleicht nicht mehr ganz so unversehrt wie das Mädchen, schließlich hatte Rion ihm nicht gerade sanft beigebracht, was es bedeutete, sich beim Diebstahl erwischen zu lassen. Das war wohl einer der wenigen Momente in Dinivans bisherigem Leben gewesen, in denen er wirklich Todesangst gehabt hatte. Umso verwirrter war er dann auch gewesen, als Rion ihm dann urplötzlich angeboten hatte, ihn in den heimlichen Künsten zu unterrichten.
Genau so, wie er es jetzt mit dem Mädchen tat.
Seufzend verschränkte er wieder die Arme und sprach dann ganz gelassen weiter.
"Erstens: Ich bin Dinivan, und wir sind uns vielleicht ähnlicher, als du denkst. Und zweitens: Ich will gar nichts von dir. Ich habe dir lediglich ein Angebot gemacht. Ob du es annimmst oder nicht, ist deine Sache, ich zwinge dich zu nichts. Wenn du mein Angebot ablehnst, dann kannst du unbeschadet hier raus spazieren und jeder von uns geht wieder seinen eigenen Weg. Wenn du dich aber entschließt, mein Angebot anzunehmen, dann... nun, darüber reden wir, falls es soweit kommen sollte. Ganz egal wie du dich entscheidest, ich werde mich danach richten."
Dinivan seufzte abermals leise. Auch wenn das Mädchen ihm nicht glauben sollte, es stimmte, dass er niemanden zu etwas zwingen wollte. Jeder sollte das Recht haben, für sich selbst zu wählen. Schließlich war auch er damals der Gilde aus eigenem Willen beigetreten. Was würde es denn schon bringen, jemanden dazu zu zwingen? Im schlimmsten Fall könnte derjenige die gesamte Gilde verraten.
"Wenn du etwas Bedenkzeit möchtest, dann ist das auch okay", bot er dem Mädchen schließlich als dritte Möglichkeit an, als er ihren immer noch verwirrten Gesichtsausdruck sah. Es würde wohl etwas dauern, bis sie sich wieder komplett gefangen hatte.

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Beitrag von Adrian Kane am Di Apr 14 2015, 05:43

Waehrend er noch die Holzbretter kritisch betrachtete und sich insgeheim ueber den staerker werdenden Regen ereiferte, stolperte der Myl’ir ueber etwas metallenes und fand sich im weiteren Verlauf der Dinge zum zweiten Mal an diesem Tag auf dem nun leicht nassen Boden wieder. Dieses ungute Gefuehl heute morgen, er haette in der Tat im Bett bleiben sollen. Schnell hatte er den Schuldigen ausgemacht, ein alter Stahlgriff mitsamt einer schmutzigverkrusteten Luke, die sich wenig vom sie umgebenden Dreck unterschied.

Die Vibrationen im Boden kuendigten vom gewaltsamen Umsturz einer nicht unbeachtlichen Anzahl von Kisten und sonstigem Kram, nur wenige Meter von ihm entfernt. Mit einem stillen Fluch auf der Lippe und angespannten Muskeln riss er gleichzeitig die Oeffnung des Abflusstunnels auf, aus welchem er sogleich mit allerlei widerlichen Geruechen konfrontiert wurde. Dieses selbstlose – unbezahlte - Heldentum war einfach nichts fuer einen Mann seines Kalibers, dachte er immer wieder als er entgegen besseren Wissens in das Loch herabstieg. Gleichwohl hatte er die schemenhaften Bewegungen innerhalb der Lagerstaedte fuer tote Flussbewohner richtig gedeutet, denn wenige Meter vor ihm zappelte der Rotschopf wie einer der hier hausenden Fische, hilflos mit den Armen.

Aeusserst unsanft riss Lorac das junge Ding aus ihrem Dilemma und schob sie, bevor sie sich versah oder etwas erwidern konnte, aus der Oeffnung zurueck ans Tageslicht, wo er sich wenige Atemzuege spaeter selbst auch wiederfand. Ein lauter Ruf ertoente, um Gors Laune war es nicht gut bestellt. Mittlerweile hatte sich das Maedel aufgerappelt und starrte ihn an. „Wenn das mit uns beiden klappen soll musst du dich auf jeden Fall waschen“, entfuhr es dem Myl’ir, der es sich nicht nehmen liess naseruempfend die junge Frau von oben bis unten zu mustern, wobei er einen Moment laenger auf die Stelle starrte, wo er den Ring oder was auch immer es war vermutete. Innerlich seufzte er, es waere wohl einfach ihr das Ding einfach zu rauben und sie dann hier liegen zu lassen. Ein kurzer Griff und schon – regnete es Holzsplitter ueber die Beiden, deren Blicke sich dann synchron in Richtung Lagerhaus wendeten, wo sie gerade noch Zeuge davon wurden, wie Gor mit einem wuetenden Schnauben erneut zum Schlag ausholte. Da Ersterer bereits ein ansehliches Loch in die Holzwand geschlagen hatte, bestand wenig Zweifel daran, dass der Koloss sich in Kuerze seinen Weg nach draussen gebahnt haben wuerde. Die Blicke der Myl’iri trafen eine Sekunde lang aufeinander, die sich laenger anfuehlte als sie in Wirklichkeit war. Immer noch drogenbenebelt zwinkerte Lorac dem Kaempfer zu und zuckte beinah entschuldigend mit den Schultern, dann wandte er sich im beilaeufigen Tonfall in Richtung der jungen Elfe: „Renn“, sagte er und nahm seinerseits die Beine in die Hand.

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Beitrag von Miss Raten am Di Apr 14 2015, 11:11

Fine

Wie lange willst du ihn noch so anstarren? Langsam wurde ihr bewusst, wie dümmlich sie wirken musste. Dennoch hatte sie noch immer Mühe, die Worte des Mannes zu erfassen und deren Sinn zu verstehen. Was war nur los mit ihr?
Langsam begann Fine zu begreifen, dass sie heute wohl mit einem blauen Auge davonkommen würde. Mehr noch, ihr wurde ein Angebot gemacht, das sie nicht einfach so ausschlagen sollte, auch wenn das ihre erste Regung gewesen war.
Dennoch war diese Erfahrung, bei einer ihrer Diebereien erwischt zu werden, zu neu und das war es wohl, was sie so verwirrte. Immer war sie sich der Gefahr gewiss gewesen, doch es war nie etwas passiert und so hatte sie die Gedanken an die möglichen furchtbaren Konsequenzen stets beiseite geschoben.

Fine musste dringend nachdenken, das alles überdenken und sie musste raus aus diesem Raum, dessen Enge sie erdrückte.
"Herr… Dinivan…." Sie stockte, zu selten redete sie mit anderen, was die ganze Situation nicht leichter für sie machte. "Ich danke Euch für Euren Großmut und möchte mir Bedenkzeit erbitten, um über das, was Ihr mir gesagt habt, nachdenken zu können. Es wäre unklug von mir, gleich zu antworten."

Bei den Göttern, hatte sie das etwa eben gesagt? Fine erhob sich hastig, sie musste hier raus, unbedingt. Doch sie war nicht so dumm, diesen Wink des Schicksals – denn als solchen begann sie diese Begegnung zu betrachten – zu missachten. Das war in diesem winzigen Zimmerchen jedoch unmöglich, zumal die Präsenz dieses Dinivan den Raum vollkommen auszufüllen schien. Einhundert Schritte Abstand und frische Luft würden das alles ungemein erleichtern, jedenfalls für sie.
Ich möchte gehen und nachdenken, wenn Ihr gestattet. Fine machte einen Schritt auf den Mann zu und zögerte. "Wo kann ich Euch finden, Herr Dinivan, wenn ich damit fertig bin?"

Während sie zu ihm aufsah, hatte sie noch immer dieses unbestimmte Gefühl, ihm schon einmal begegnet zu sein, doch sie konnte sich einfach nicht darauf besinnen, wo und wann. Es war definitiv nicht ihr Tag, sie hätte daheim und im Bett bleiben sollen.

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Beitrag von Schattenmond am Di Apr 14 2015, 15:46

"Hmm so schlecht sieht es gar nicht aus..."
Sie lächelte etwas amüsiert. Dann musterte sie sich selbst und ihren Gefahrten.
"Ich auch nicht. Rot ist nicht unsere Farbe."
Sie musterte ihn erneut.
"Gibt es einen Grund, dass gerade ihr ziel des Angriffes wart oder wart ihr nur zur falschen Zeit am falschen Ort?"
Fast beiläufig bestellte sie ein zweites Bier, bezahlte es und schob es der neuen Bekanntschaft zu.
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Beitrag von Taku l Artworks am Di Apr 14 2015, 17:41

Andre nahm das Bier mit dankender Geste an, senkte seinen Kopf und machte einen kurz nachdenklichen Eindruck. Konnte einer der Gäste wirklich etwas gegen ihn haben? Unmöglich, da er mit keinem einzigen der Gäste nur ansatzweise gesprochen hatte. Nach kurzen nachdenken hob Andre seinen Verletzen Kopf und antworte mit bedacht betonter Stimmlage.

„Einen Grund kann es immer geben.Nur ist er mir in diesen Fall nicht bekannt. Anscheinend habe ich mir heute einen schlechten Tag ausgesucht mir frei zunehmen. Man rechnet halt nicht so ‚Einschlagenden Ereignissen‘ wie diesen und nicht jeder hat einen so gut ausgebildeten Beschützern wie Sie.“

Andre deutete mit einer anerkennenden Geste auf den immer noch wachestehenden Wolfshund, der jegliche mögliche nur mit einem Knurren fernhielt. Dann sprach er weiter und musterte seinen Gesprächspartner dabei etwas genauer.

„Sie müssen wirklich eine außergewöhnliche Person sein wenn Sie ein so prachtvolles Tier erziehen konnten. Wie lange trainieren sie ihn schon?“

Andre ließ immer wieder den Blick über die Menge schweifen auf der Suche nach den Übeltäter, der ihn diese Wunde zugefügt hatte. Doch was sollte er machen sobald er ihn gefunden hatte?

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Beitrag von Quinn am Di Apr 14 2015, 19:49

Dinivan lachte leise. "Einfach nur Dinivan, Kleine. Und rede einfach ganz normal mit mir, da wo ich herkomme drückt sich auch niemand so gewählt aus." Dann wurde er wieder ernst. "Aber du hast recht, es wäre unklug, dich jetzt sofort zu entscheiden", stimmte er ihr zu und stieß sich von der Tür ab. "Du kannst solange darüber nachdenken, wie du willst. Solltest du mein Angebot annehmen, dann frag einfach die Wirtin oder den Wirt hier nach dem goldenen Raben, sie wissen dann schon Bescheid. Falls du das nicht tust, dann weiß ich, dass du mein Angebot abgelehnt hast und wir uns heute zum ersten und letzten Mal getroffen haben."
Er drehte sich um und legte eine Hand auf den Türgriff. "Denk in Ruhe drüber nach. Es ist eine einfache Entscheidung, aber keine leichte." Mit diesen Worten verschwand er in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Die Tür ließ er offen, damit auch das Mädchen nach Belieben gehen konnte.

Zurück im Gastraum ging er nicht zurück zu seinem bisherigen Platz - zumal dieser nun eh von einem jungen Mann mit Platzwunde am Kopf besetzt worden war - sondern steuerte einen der kleinen Tische im hinteren, etwas leereren Teil der Wirtschaft an. Offenbar war die Schlägerei in der Zeit, in der er mit dem Mädchen beschäftigt gewesen war, doch noch etwas ausgeartet. Nicht, dass es ihn irgendwie kümmern würde.
Sofort nachdem er sich an einen der noch wenigen tische gesetzt hatte, kam auch schon Thia zu ihm herüber gewuselt. "Schon fertig?", fragte sie ihn mit etwas verblüfftem Gesichtsausdruck.
"Ja, schon fertig!", blaffte Dinivan zurück. Einerseits war er zwar froh, dass er nun nicht extra zur Theke gehen musste, um sich etwas zu trinken zu bestellen, aber andererseits wäre ihm Bramir im Moment lieber gewesen.
"Und jetzt hör auf über Dinge zu reden, die dich nicht das geringste angehen, und bring mir lieber noch ein Bier."
Thia machte zwar einen unzufriedenen Eindruck, nickte aber und verschwand hinter der Theke.

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Beitrag von Schattenmond am Di Apr 14 2015, 19:49

"An diesen Ort und vorallem in diesen Zeiten sollte man mit allem rechnen."
Ihre Stimme klang kühl, betont ernst.
Aber schon im nachstehenden Moment hatte sie wieder ein leichtes Lächeln auf den Lippen und lachte dann amüsiert.
"Ich bin nur die Frau von nebenan, nicht mehr und nicht weniger. All das ist lediglich ein Zeitfaktor."
Sie nippte an ihrem Bier und dachte nach.
"Nicht lange genug."
Obwohl sie stets eine Antwort gab, waren viele wenig hilfreich, auch war die Kapuze noch immer so tief ins Gesicht gezogen, dass man kaum etwas erkennen konnte.
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Beitrag von Taku l Artworks am Di Apr 14 2015, 21:02

Wenn Andre je eine Miene verzogen hätte, würde sich jetzt ein breites Lächeln auf seinem Gesicht abzeichnen. Auch wenn er nicht wusste woran es genau lag, entweder an dem Blutverlust oder an seinem jetzt dritten Bier, irgendetwas an dieser Elfin war ihm sympathisch.

„Dann hoffe ich, dass auf die schlechten Zeiten gute folgen werden. Zumindest sollten sich dann nicht irgendwelche Leute sich gegenseitig mit Gegenständen niederschlagen.“

Die Blutung hatte für den Moment aufgehört und Andre konnte seine Hand mitsamt seinem Taschentuch wieder herunternehmen. Dabei fiel ihm auf das er sich noch gar nicht vorgestellt hatte. Zudem war bald Zeit für die Ausgangssperre.

„Nun werte Frau von nebenan erlaubt mir mich vorzustellen. Mein Name ist Andre, ich bin ein Meisterschmied, der in der Stadt die Geisterschmiede führt und trotz des Namens spukt es dort zum meinem Glück nicht …ansonsten hätte ich einige Probleme mehr … Und ich merke gerade das, dies wohl einer der komischsten Vorstellungen war die je meine Lippen verließen.“

Andre nahm einen kurzen Schluck von dem Bier bevor er weiter sprach.

„Wie dem auch sei, ich schreibe es mal dem Blutverlust und dem Alkohol zu. Und mit wem habe ich das Vergnügen?"

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Beitrag von Schattenmond am Di Apr 14 2015, 21:22

"Hmm, ich denke ich hörte schon von euch und euren Taten. Nur gutes, wenn ich mich recht entsinne."
Sie trank ihr Bier aus.
"Ihr solltet vorsichtig sein. Ihr scheint nicht viel zu vertragen. Die Lage in der Gegend ist angespannt und ihr solltet nicht jedem vertrauen. Jetzt wärt ihr schon ein leichtes Ziel."
Tatsächlich sorgte sie sich immer ein wenig um Leute wie ihn. Dennoch War ihr Ton eher etwas spöttisch. Es War nicht gut sich anmerken zu lassen, das man jemanden schützen wollte.
"Minara, wer ein Problem mit seinem tierischen Gefährten hat, der kommt zu mir."
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Beitrag von Taku l Artworks am Di Apr 14 2015, 22:21

Andre machte einen leicht nachdenklichen Eindruck. Hatte er den Namen schon einmal gehört?
Mit kühler bedacht betonter Stimme ergriff er das Wort.

„Nun ich habe schon früh in meinem Leben gelernt das Vertrauen eine wichtige Sache ist. Es ist wichtig und muss in vielen Fällen verdient werden. Doch wo kommen wir heute hin wenn jeder Angst hat den ersten Schritt zu tun? Meist kann man schon an den Freunden erkennen ob man einer Person vertrauen kann. Handeln sie aus Angst, oder aus Respekt? Wenn das erstere der Fall ist, sollte man bei dieser Person lieber vorsichtig sein. Doch wenn ich mir deinen Begleiter so anschaue, kann ich bei weitem keine Angst erkennen. Dies zeigt mir noch am besten, das du eine Person bist, der man trauen kann.“

Andre griff abermals in seine Manteltasche und holte einen eigens erstellten, abstrakt aussehenden Ring heraus. Der Ring war mit vielen kleinen Runen verziert und bestand aus einem grünlichen Metall. Andre betrachtete ihn kurz bevor er ihn überstreifte. Die Runen auf dem Ring flackerten dabei kurz gelblich auf. Kurz darauf stand Andre auf und machte abermals einen Versuch die Taverne zu verlassen. Als er an Minara vorbeikam, gab er noch ein paar letzte Worte von sich.

„Du hast sicher ein gutes Herz Minara, Tiere haben dafür ein besonderes Gespür.Es hat mich gefreut deine Bekanntschaft zu machen. Ich muss jetzt gehen, ansonsten gerate ich noch in die Ausgangssperre und das hätte mir heute noch gerade so gefehlt. Keine Sorge, den Weg nach Hause schaffe ich sicher alleine. Komm am besten Morgen mal zu Besuch in meine Schmiede … dann kann ich mich wenigstens angemessen für das gute Bier bedanken.“

Nach diesen Worten verließ Andre die Bar, ohne noch einmal von einem Fremden niedergeschlagen zu werden und machte sich auf den Weg zurück zu seiner Schmiede, die nahe der Taverne, aber doch versteckt lag.

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Beitrag von Miss Raten am Di Apr 14 2015, 23:11

Malte

Malte bedankte sich bei Berte, der Kräuterfrau, dass sie ihm umgehend geholfen hatte. Es war nicht das erste Mal, dass sie das tat und besonders in Frauendingen, von denen er keine Ahnung hatte, konnte er sich auf sie verlassen. So unzugänglich Fine sich ihren Mitbewohnern gegenüber auch verhielt, Bertes Anweisungen und Ratschläge hatte sie stets befolgt. Zum Glück für ihn.
Nachdenklich betrachtete er den dicken Verband um seine Linke. Er konnte sich kaum noch erinnern, wie das hatte passieren können, als ihm plötzlich der kalte Stahl des extrem scharfen Schnitzmessers in die Hand gefahren war. Ein paar Tage würde er nicht weiter arbeiten können, erst wenn sich die Verletzung geschlossen hatte und er sicher war, dass sich kein Wundbrand einstellte, durfte er sich wieder an sein gewohntes Tagewerk machen.

Die Alte wehrte ab, doch Malte entlohnte sie gut und gern. Er wusste, dass sie etlichen Waisenkindern dieser Stadt ein Mahl bescherte und er war sich sicher, dass die Münzen dazu dienen würden, hungrige Kindermäuler zu füllen.

Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen. Kurz überlegte er, in sein Haus zurückzukehren, doch dann entschied er sich dagegen. Es war ihm zu einsam, wenn Fine nicht da war und so beschloss er, die Taverne aufzusuchen. Es würde sicher voll in der "Schwarzen Feder" sein, doch er würde schon ein Plätzchen finden und vielleicht sogar ein bekanntes Gesicht erspähen.
Seine Hoffnung wurde nicht enttäuscht, kaum hatte er die Tür zu dem tatsächlich gut besuchten Gasthaus aufstieß, entdeckte er Dinivan, der an einem der Tische saß.

"Sei gegrüßt. Hast du einen Platz frei für einen Freund?" Fragend sah Malte auf Dinivan herunter und lachte ihn freundlich an.




Fine

Noch eine ganze Weile stand sie regungslos da, nachdem Dinivan längst gegangen war und sah ihm hinterher. Die Tür hatte er offen gelassen, sie hätte ihm unbehelligt folgen und ihrer Wege gehen können. Obwohl er ein Fremder war, sagte ihr ihr Bauch, dass sie seinem Wort Glauben schenken konnte und er sie nicht betrügen würde.

Entgegen ihrem Wunsch, dieses kleine Zimmer schnellstmöglich zu verlassen, machte sie einen Schritt auf die Tür zu und schob diese ins Schloss. Dann ging sie mit ruhigen Bewegungen zurück zu der Bettstatt und setzte sich. Wie leblos wirkte sie und ihr Kopf war wie leergefegt. Nur langsam setzten die Gedanken wieder ein und sie versuchte zu begreifen, was da eben passiert war. Was wirklich passiert war.
Sie hatte einen Mann bestehlen wollen, was an sich nichts Ungewöhnliches war. Nur dass dieser Mann sich nicht hatte bestehlen lassen wollen. Im Gegenteil. Und anstatt sie zur nächsten Wache zu schleifen und sie zur Bestrafung zu übergeben, sagte er ihr, dass sie sich gar nicht so ungeschickt angestellt hätte, sie aber noch lernen müsse und obendrein bot er ihr an, ihr Lehrmeister zu sein.
Ein Lehrmeister im Stehlen.

Langsam dämmerte es ihr, wen sie da hatte um seine Barschaft erleichtern wollen. Also nicht genau, wen. Aber er musste ein Dieb sein, vielleicht sogar ein Meisterdieb und ganz sicher gehörte er zu dieser Diebesgilde, von denen immer wieder mehr oder weniger eindrucksvolle Gerüchte, die durch die Gassen der Stadt getragen wurden, vernahm.
Ohne darüber nachzudenken, streckte Fine sich auf der Bettstatt aus und verschränkte die Arme unter dem Kopf. Ein paar graublaue Augen begannen sich in ihre Gedanken zu schleichen und sie höchst eindrucksvoll zu beherrschen, während seine Worte in ihrem Kopf widerhallten.

Er….

Er heißt Dinivan, du Dumpfnuss!, hallte es spöttisch in ihrem Hinterkopf.

Fine kicherte. "Dinivan.", sagte sie leise. Es war gar nicht so schwer, seinen Namen auszusprechen und sie gab zu, dass der Mann sie beeindruckt hatte. Aber sollte sie sich wirklich auf ihn einlassen? Ihr Leben würde sich ändern, so viel stand fest und wie es am Ende ausgehen würde, war nicht abzusehen. Nur was hatte sie zu verlieren? Momentan liebte sie ihr Leben nicht sonderlich und vielleicht würde sie sogar etwas finden, das ihr ein wenig inneren Frieden schenkte, sie mit dem Leben, das sie hier führte und nie gewollt hatte, aussöhnen. Und wenn nicht… nun, dann hatte sie es wenigstens versucht.
Sie rollte sich auf die Seite und zusammen, wie ein Kätzchen auf der Fensterbank, das gerade einen Sahnetopf leergeschleckt hatte und schlummerte völlig entspannt und mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen ein.

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Beitrag von Schattenmond am Mi Apr 15 2015, 18:02

Sie nickte nur, doch ihr Gesicht war wohlwollend.
Nett, vielleicht würde sie tatsächlich vorbei schauen.
"Schatten. Komm her."
Obwohl sie recht leise sprach, kam der Hund brav wie ein Lamm angetrottet und setzte sich, woraufhin ihn die Herrin krauelte.
Eine kurze stillere Sekunde konnte sie den Regen hören. Nicht das wahre um jetzt zu gehen.

Sie ergriff das Bier und setzte sich an einen leeren Tisch und gab dem Hund ein Zeichen indem sie auf ihren Schoß zeigte, woraufhin sich der schwarze mit Pfoten und Kopf darauf Platz nahm und sich sichtlich entspannte.
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Beitrag von Quinn am Mi Apr 15 2015, 20:55

Dinivan sah auf, als er eine ihm bekannte Stimme vernahm. "Malte!", entfuhr es ihm überrascht. "Für dich immer. Setz dich doch!" Dabei stieß er mit dem Fuß den zweiten Stuhl so nach hinten, dass sich Malte nur noch bequem zu setzen brauchte. Schnell gab er Bramir noch ein Zeichen, dass er ihnen noch zwei Krüge Bier bringen sollte, und wandte sich dann wieder seinem Gegenüber zu.
"Was treibt dich hierher, alter Freund? Dich hab ich schon eine ganze Weile nicht mehr in der Feder gesehen.  Und was ist mit deiner Hand passiert?" Fragend deutete er auf den Verband um Maltes Hand, während er mit schnellen Schlücken das Bier leerte, welches er immer noch vor sich stehen hatte.

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Beitrag von carver am Mi Apr 15 2015, 21:34

Pepelle rannte so schnell wie ihre Füße sie tragen konnten. Dabei achtete sie darauf, von der breiten Hauptstraße so schnell wie möglich wegzukommen und die zahllosen, Labyrinth artig angeordneten Seitenstraßen für die Flucht zu benutzen. Sie kletterte über Zäune in verlassene Hinterhöfe, vorbei an weiteren Lagerhäusern des Hafenviertels, vorbei an den träge vor sich hin schaukelnden Schiffen und an einer schier unerschöpflichen Anzahl an Gerüchen, die ihr beim Rennen entgegenschlugen. Es roch nach seltenen Gewürzen, nach feuchtem Holz des Piers, nach dem frischen, schäumenden Meerwasser, an dessen Horizont sich die Sonne immer tiefer zu einem Kuss neigte.

Den Myl'ir hatte sie längst aus den Augen verloren. Sowohl den Guten, der sie buchstäblich aus dem Schlammassel gezogen hatte, als auch den wilden Durchgeknallten, der mit bloßen Händen Mauern einreißen konnte. Ohne es riskieren zu wollen hatte Pepelle ihren Schritt nicht verlangsamt, selbst dann nicht, als die Wege und Häuser immer vertrauter wurden. Der Marktplatz müsste ganz in der Nähe sein. Von dort aus würde sie ohne Hindernisse in der "Feder" untertauchen können. Dort war immer reges Treiben. So geheimtuerisch, wie sich die zwei Schurken verhalten haben, würden sie es bestimmt nicht riskieren ein Aufsehen an einem dermaßen belebten Ort zu erregen.

Noch ist die Ausgangssperre nicht in Kraft, stellte sie erleichtert fest und betastete ihre Hemdtasche um sicherzugehen, dass der wertvolle Inhalt immer noch an seinem Platz war. Der Weg war frei und ihre Mission erfolgreich. Jedoch war ihr nicht bewusst, dass genau in diesem Augenblick finstere, verborgene Kräfte ihre neugierigen Augen aufrissen.
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Beitrag von Miss Raten am Do Apr 16 2015, 05:47

Malte

Malte nahm seinen Umhang ab, legte ihn über die Stuhllehne und nahm Platz. Er freute sich, Dinivan zu sehen, denn er mochte den Mann, auch wenn er wusste, welcher Art von Arbeit dieser nachging. Also er wusste nicht viel, nur, dass er ein Dieb war. Aber er wusste auch, dass Dinivan nur den gut betuchten Leuten dieser Stadt in die prall gefüllten Taschen griff und oft genug davon anderen etwas zusteckte, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hatte. Das wiederum fand sein Gefallen, außerdem trug Dinivan – so wie jeder Anhänger seines Gewerbes – ein hohes Risiko. Denn wer erwischt wurde… nun ja, Malte würde nicht mit demjenigen tauschen wollen.

Ich habe viel zu tun. Einige Bewohner dieser Stadt scheinen ihre Häuser mit besonderen Möbelstücken ausstatten zu wollen. Jedenfalls kann ich mich über mangelnde Aufträge nicht beklagen. Ich denke sogar schon über einen Gehilfen nach., erklärte Malte auf Dinivans Frage hin. Thia kam vorbei und brachte bereits einen Krug Bier für ihn mit, was ihr ein besonders freundliches Lächeln von Malte einbrachte. Er mochte die etwas rundliche und nicht mehr ganz junge Wirtin, die die Taverne gut im Griff hatte, gern leiden.

Malte sah auf seine Hand und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. "Ich war ungeschickt und das Schnitzmesser ist verdammt scharf. Aber ein Gutes hat die Sache, ich habe endlich mal wieder Zeit für ein gutes Bier." Er hob seinen Krug, stieß kurz gegen den von Dinivan und nahm einen langen Zug des kühlen Gebräus. Dann nickte er. "Das zumindest war die richtige Entscheidung.", grinste er. "Ansonsten ist alles beim Alten: Viel Arbeit und eine kleine Schwester, die mich nach wie vor fast in den Wahnsinn treibt. Ich sollte sie langsam verheiraten. Willst du sie nicht haben?" Malte winkte grinsend ab. "Kennst du sie überhaupt? Aber besser nicht, du würdest mir die Freundschaft aufkündigen. Und wie geht es dir? Was machen die Geschäfte? Siehst gut aus, hungern tust du jedenfalls nicht.", meinte er nach kurzer Musterung des Freundes.

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Beitrag von Adrian Kane am Do Apr 16 2015, 07:09

Obwohl ein Strom fluessigen Feuers durch seine Beine und Brust rann hielt der Myl‘ir nicht inne bevor er das mittlerweile fast voellig regungslose Marktviertel und die grosse Bruecke hinter sich gebracht hatte. Vielleicht war es keine besonders gute Idee gewesen die eigene heroische Ader vor einem Kerl wie Gor zu entdecken, doch hatte er sich nicht zurueckhalten koennen und war nicht alles gut ausgegangen? Er nickte. Zumindest gut genug fuer seinen Geschmack. Den Rotschopf hatte er auf der wilden Flucht zwar verloren, aber das Handelsdistrikt war, obwohl von beachtlicher Groesse, doch ein Ort, an welchem man sich meist zweimal ueber den Weg lief.

Hinter ihm erklangen die Glockenschlaege der grossen Turmuhr des Marktes, es war an der Zeit die Strassen zu verlassen. Jede Minute trat die Ausgangssperre in Kraft und er konnte nicht noch mehr Aerger gebrauchen, denn zu allem Ueberfluss begann die Wirkung des Morgentaus abzuebben. Der kalte Regen, der mittlerweile stetig auf ihn niederprasselte, tat sein uebriges um die Wolken um seinen Verstand zu lueften. Lorac verzog das Gesicht. Die Aussicht auf Nuechternheit war ihm zuwieder. Nein, er wuerde sich erstmal etwas hartes zu trinken bestellen. Dann wuerde er nach den Bruedern Ausschau halten, die beiden Bastarde schuldeten ihm noch eine nicht unbeachtliche Summe, die er gedachte zu kassieren. Er bog um eine Ecke und sah in der Ferne die schwach blaeulich beleuchtete „Feder“. Keine verdammten Dragoner weit und breit, vielleicht hatte er doch mal Glueck. Dann beschleunigte er seine Schritte und trat schliesslich erleichtert durch die Tuer, wo ihm sogleich die vertraute Atmosphaere der Taverne entgegenschlug.

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Beitrag von Quinn am Do Apr 16 2015, 14:54

Dinivan hörte Malte schweigend, aber mit aufrichtigem Interesse zu. Er war einer der wenigen Menschen, die nicht zur Gilde gehörten, die Dinivan guten Gewissens als Freund bezeichnen konnte. Er war zwar nicht sehr begeistert von Dinivans Arbeit, akzeptierte ihn aber dennoch so wie er war. Das rechnete er Malte sehr hoch an. Nicht wenige Freundschaften zerbrachen, sobald herauskam, dass jemand dem Diebeshandwerk nachging. Die Angst, als Mitwisser selbst betraft zu werden, war meistens zu groß. So wurde Furcht vor Loyalität und Freundschaft gestellt, und ehe man sich versah, blieb der betroffene Dieb alleine zurück, ohne Freunde, ohne Familie, an die man sich noch wenden konnte. Denn auch viele Familie zerbrachen an demselben Grund. Und ganz auf sich allein gestellt war es meist auch für Diebe schwer, über die Runden zu kommen. Wenn man an diesem Punkt angelangt war, konnte man meistens nur noch hoffen, in eine der Diebesgilden aufgenommen zu werden, wo sie wenigstens auf Gleichgesinnte trafen und vielleicht sogar neue Freunde finden konnten.

Dinivans Gedanken wanderten unwillkürlich zurück zu der Kleinen, die ihn hatte bestehlen wollen. Ob es ihr genauso ergangen war? Schließlich war dieses Schicksal auch nicht wenigen Mitgliedern der Nachtigallen widerfahren. Dinivan hatte das Glück, dass er sich nicht zu dieser Gruppe zählen musste. Er hatte es dafür auf eine andere Weise eben so wenig leicht gehabt. Schließlich hatte alles und jeder seine eigenen Probleme, auf welche Art und Weise auch immer.

So war Maltes größtes Problem, wie unschwer zu erkennen war, seine kleine Schwester. Es war fast wie eine Art Teufelskreis, in der sie sich bewegten. Als würden sie immer Beide auf derselben Seite lesen, jedoch in völlig verschiedenen Büchern. Dinivan wusste, wie nahe Malte das ging, schließlich liebte er seine Schwester über alles. Er hatte sich schon oft gewünscht, ihm dabei irgendwie helfen zu können, doch bisher sah er da keine Möglichkeit. Und sie ihm abzunehmen kam da überhaupt nicht erst in Frage.

"Tut mir Leid, aber falls ich einmal heiraten sollte, dann möchte ich Diejenige auch kennen", lehnte Dinivan Maltes Angebot grinsend ab. "Deiner Schwester bin ich wohl schon ein paar Mal begegnet, doch kann ich mich im Moment weder an ihren Namen, noch an ihr Gesicht erinnern. Außerdem habe ich gerade viel zu viel zu tun, da kann ich im Moment einfach keine Frau gebrauchen." Womit er schon bei Maltes nächster Frage angelangt wäre.
"Die Geschäfte laufen ganz ordentlich und mir geht es ganz gut, obwohl ich in letzter Zeit sogar etwas abgenommen habe, glaube ich", meinte er mit einem Blick auf sein Hemd, dass locker an ihm herunterfiel. "Sollte vielleicht wieder mehr in den Außeneinsatz gehen." Er warf Malte einen vielsagenden Blick zu, nahm einen tiefen Schluck aus seinem Krug und beließ es dabei. Mehr sollte und wollte er Malte auch gar nicht sagen.

"Wobei die Konkurenz immer größer wird. Erst vorhin hat so ein junges Ding versucht, mir meinen Gedlbeutel zu klauen..." fügte er nachträglich noch hinzu und starrte nachdenklich in seinen Bierkrug. Was die Kleine wohl gerade trieb? War sie vielleicht gerade schon wieder dabei, die Taschen von jemand anderem zu erleichtern? Oder hatte sie sich noch gar nicht von dem Schock, beim Klauen erwischt zu werden, erholt?

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Beitrag von Adrian Kane am Do Apr 16 2015, 18:47

Stickige, schweiss- und alkoholgeschwaengerte Luft drang ihm entgegen wie eine unsichtbare Mauer. Unbewusst ueberpruefte Lorac den Sitz seiner Waffen und vor allem den seines Geldbeutels, an diesem Ort konnte man Letzteren schneller verlieren als eine Jungfrau ihre Unschuldigkeit beim Sonnenwendenfest. Mit einer raschen Handbewegung wischte er sich Regenwasser von der Stirn und manoevrierte durch die gut besuchte Taverne in Richtung der Theke. Vereinzelte schnappte er hier und da Gespraechsfetzen auf. Schlechte Geschaefte, Sorgen wegen der Barriere, Hass auf die Obrigkeit, wer hatte mit wem wann, der uebliche Kram.

Der braunaeugige Wirt, der gerade einen Krug abtrocknete, nickte ihm zu als er an die hoelzerne Theke herantrat. „Bramir“, begruesste er ihn, „Gib mir was von deinem selbstgebrannten Schnaps“, fuhr er sogleich fort und bemerkte das Grinsen im Gesicht seines Gegenueber. „Raue Nacht, eh“, fragte der Wirt und kam der Bestellung nach. Lorac seufzte theatralisch: „Du sagst es oh Wirt der aufrechten Buerger“, das Grinsen des aelteren Mannes wurde breiter. Obschon der geschuppte Myl'ir einen gemischten Ruf als Spinner, Schwerenoeter, oder gar als kaeufliche Klinge hatte, wusste man doch, dass er mit der Obrigkeit im allgemeinen nicht gut konnte.  

Er hatte lange genug ueberlebt um zu wissen in welche Angelegenheit er seine Nase stecken konnte und bei welchen er sein Riechorgan womoeglich verlieren wuerde. Nun ja, zumindest meistens, er grinste innerlich, man lernt ja nie aus. Generell war er vor allem kein Myl’ir, der sich durch besonderen Menschenhass auszeichnete. Sicher hatte er seinen Teil der Kurzlebigen damals getoetet, die Erinnerung daran lag aber weit zurueck und verblasste im Nebel der Zeit. Ausserdem glaubte er nicht an Erbschuld, die Suenden der Vaeter, blabla, er verzog das Gesicht beim Gedanken an die Misstaten seines eigenen Erzeugers. Andere seiner Rasse und der der Elfen waren da wesentlich nachtragender.  
„Danke“, sagte er und stuerzte den wohlschmeckenden Schnaps, der so angenehm in der Kehle brannte, hinunter. Im Ernst, wer konnte Menschen hassen die so guten Alkohol brauten? „Sag, hast du heute schon die Brueder gesehn?“, fragte er im beilaeufigen Plauderton. Bramir zoegerte, sein angedeuteter Blick zu Thia, die in der Naehe einen Krug fuellte und sicherlich ganz Ohr war, blieb dem Dunkelhaeutigen nicht unverborgen. „Kurz“, antwortete er schliesslich, „sind schon vor einiger Zeit wieder verschwunden.“

„Mhmm zu schade“, kommentierte er und tappte sich dabei scheinbar geistesabwesend auf eine seiner Handmusketen. Er wusste, dass die beiden Elfen Geschaefte mit den Nachtigallen machten - er tippte auf Morgentau - und Letztere hatten ihre Finger und Augen ueberall in der „Feder“ verteilt, soviel war ihm klar. Auch war klar: Er konnte nichts gegen die Brueder machen solange sie in der Gunst der Diebe standen. Ah, er hasste Politik und gleichzeitig genoss er doch auch diese kleinen Spielchen. Seine Geste und seine Frage wuerde nicht unbemerkt bleiben und was immer man ueber ihn sagte, so wusste man aber auch, dass er sich stets an Abmachungen hielt. Er hatte geliefert, die beiden Elfen wuerden bezahlen, entweder mit Gold oder mit Blut, es war ihm an diesem Punkt einerlei.

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Beitrag von Schattenmond am Do Apr 16 2015, 19:09

Minara begann dem Hund liebevoll den Kopf zu kraulen und legte die andere Hand an seinen Hals um ihn sanft an sich zu drücken. Dabei verloren sich ihre Hände in dem Gewirr aus Fell.
Ein musternder Blick strich durch die Taverne, während der Hund seine wohlverdiente Pause genoss.
Es waren mittlerweile viele verschiedene Personen. Die meisten hatte sie schon häufiger etwas flüchtig gesehen, einige wenige kannte sie nicht.
Sie sah die Dinge immer gern etwas neutral. Der Rasseunterschied spielte keine Rolle.
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Beitrag von Miss Raten am Fr Apr 17 2015, 17:54

Malte

Das Grinsen in Maltes Gesicht war breit… und ehrlich. "Dabei ist sie ein ganz hübsches Ding und ihr Zwei wäret ein schönes Paar. Wenn da nur ihr vermaledeite Dickkopf nicht wäre. Aber nichts für ungut, mein Freund, lieber nicht. Und das Verkuppeln überlassen wir eh besser den alten Vetteln, die sich darauf verstehen. Außerdem hast du Recht, ich an deiner Stelle würde mir auch erst ein Weib suchen, wenn ich dich zur Ruhe gesetzt habe."

Erneut musterte Malte Dinivan und bei seinen Worten wurde er ernst. Dann senkte er die Stimme, dass ihn Dinivan gerade eben noch verstehen konnte. "Ich wollte dir schon lange etwas sagen. Sollte es einmal nötig sein, einen Platz zu finden, um sich vor allzu neugierigen Augen zu verstecken, scheue dich nicht, an meine Tür zu klopfen. Du oder deine Freunde, ihr seid willkommen und es wird sich in meinem Haus ein verschwiegenes Plätzchen finden." Auch wenn er die Dieberei nicht goutierte, so hatte er dennoch seine eigene Meinung darüber und die Pfeffersäcke der Stadt verdienten genug an der Arbeit anderer. Da war es nur recht und billig, ihnen davon etwas abzunehmen und mit genau diesen anderen zu teilen.

Sag mal, hast du etwas gehört, ob sich nicht bald etwas an der Ausgangssperre ändert? Meine Holzvorräte müssten aufgefüllt werden und ich habe da noch immer dieses Angebot eines Händlers für besondere Sorten aus einem anderen Distrikt. Ich hätte zu gern gewusst, wie lange wir hier noch eingesperrt bleiben müssen.

Verschiedene Gäste der Taverne gingen und neue kamen wieder hinzu. Es war ein reges Treiben hier und sie konnten froh sein, einen Tisch für sich zu haben. Gerade eben war einer der wenigen Myl'ir eingetreten, die sich freiwillig unter Menschen mischten. Malte hatte diesen hier schon öfter gesehen und wusste sogar dessen Namen. Es wurde gemunkelt, dass man ihn als ausführende Klinge für gewisse Geschäfte mieten konnte, er aber ansonsten als seltsamer Kauz verschrien war.
"Seltsame Wesen diese Myl‘ir.", meinte Malte zu Dinivan und bestellte bei Thia, die gerade mit zwei Händen voll leerer Krüge vorbeirauschte, zwei frische Bier und zwei Branntwein. "Hast du schon einmal mit einem von ihnen zu tun gehabt?"

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Beitrag von Gast am Fr Apr 17 2015, 18:21

Arvon stand im Regen und starrte ins Leere. Nicht mehr lange und die Ausgangssperre würde beginnen. Es wäre nicht das erste Mal, dass er sich nach Sonnenuntergang noch draussen rum trieb, aber heute hatte er keine Lust auf irgendwelche Scherereien. Er blickte zum Himmel hinauf und kniff dabei leicht die Augen zusammen. Der Regen fühlte sich gut an.
Der Grund warum er immer noch draussen war und einfach nur dort stand war, weil er sich eigentlich mit einem potentiellen Arbeitgeber treffen wollte. Ein Mensch.
Diese Kinder waren so kurzlebig und doch verspäten sie sich ständig, dachte er sich während er den grauen Abendhimmel betrachtete.
Vielleicht war dem Kerl etwas zugestossen. Den Menschen ging es inzwischen viel besser als noch vor einer Weile und doch war es keine Seltenheit, dass einer von ihnen einfach verschwand. Es war natürlich auch möglich, dass er sich einfach  um entschieden hatte und seine Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen wollte. Bei dem Auftrag wäre es darum gegangen ein paar Leuten die Schutzgeld von ihm erpressten eine Lektion zu erteilen.
Arvon schnalzte mit der Zunge. Egal was der Grund war, der Mensch würde nicht mehr kommen.
„Ach was soll’s“, dachte der Myl’ir plötzlich. „Ich gehe in die Feder.“
Es war nicht sein bevorzugtes Schankhaus, aber es war billig und vor allem nicht weit entfernt von seinem jetzigen Standtort.

Als er die Taverne betrat, schlug ihm nicht nur der Geruch von Alkohol ins Gesicht. Arvon rümpfte kurz angeekelt die Nase und schaute sich dann um ob ein Tisch frei war. Da die Ausgangsperre inzwischen eingetreten war und einige wohl nach Hause gegangen waren, hatte er sogar Glück.
Während er sich auf den Tisch zubewegte musterte er ein paar der Gäste. Die typischen Betrunkenen, ein paar Kerle von denen er wusste dass sie miese, kleine Diebe waren, eine Elfe mit einem Prachtexemplar von einem Hund zu ihren Füssen, sogar ein anderer Myl’ir war hier. Er beachtete ihn nicht weiter. Nur weil man zur gleichen Rasse gehörte musste man ja nicht gleich einen auf Kumpel machen.
Als er sich seufzend hingesetzt hatte, nickte er dem Schankwirt höflich zu. Er war kein Stammgast, aber doch oft genug hier, dass ihn der eine oder andere kannte. Zumindest wussten die Inhaber was er trinken würde, da er immer das Gleiche bestellte. Apfelwein und dazu auch gleich noch ein Krug mit Wasser.
Als die Bedienung ihm seine Bestellung gebracht hatte, sah er sie kurz eindringlich an. Den meisten Leuten war direkter Augenkontakt mit ihm unangenehm, aber wenn es ihr auch so ging, konnte sie es gut verstecken. „Stellt dem Hund auch eine Schale mit Wasser hin, sofern es seiner Besitzerin nichts ausmacht“, sagte er ihr ruhig.
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Beitrag von Schattenmond am Sa Apr 18 2015, 08:42

Minara war immer noch mit ihrem Gefährten beschäftigt, als die bedienung an sie heran trat, in den händen hielt sie eine Schüssel Wasser.
"Ich habe kein Wasser bestellt?."
Ihre Stimme hatte einen freundlichen Tonfall angenommen.
Die Erklärung, wie sie nun also zu diesem Wasser kam, war jedoch noch überraschender. Ein Myl'ir also, seltsam.
Ein Grund mehr sich nocheinmal ausführlichst zu erkundigen woher das Wasser kam.
"Das Wasser kommt aber aus der Feder? Sprich, das Wasser ist nicht direkt durch die Hände des Gönners gegangen?"
Als sie aufgrund der antworten sicher gestellt hatte, dass kein Fremder mit dem Wasser in Kontakt getreten war, lies sie es auf dem Boden abstellen und lies den Hund trinken.
"Verzeiht, dass ich euch das Wasser nicht gleich abgenommen habe. Ich gehe gern sicher, dass ihm niemand etwas ins Futter oder Wasser mischt."

Als Schatten seinen durst gestillt hatte, stand sie auf, da in der Schale noch etwas verblieben war, nahm sie diese mit, zur Sicherheit.
Ihre Schritte führten sie in Richtung des Gönners, welcher ihr gezeigt worden war, schließlich war es nur höflich sich angemessen zu bedanken. Ihr Hund trottete hinter ihr her, genau so, dass seine Schnauzenspitze immer auf Höhe ihres Beckens war.

"Ich Grüße Euch. Habt Dank, für Eure Großzügigkeit."
Sie strich dem Gefährten sanft über den Kopf.
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Beitrag von Quinn am Sa Apr 18 2015, 09:31

Dinivan lächelte schwach. Ein fast wehmütiger Ausdruck trat auf sein eben noch fröhliches Gesicht. "Falls ich überhaupt einmal heiraten sollte", kommentierte er Maltes Aussage mehr zu sich selbst gewandt. "Ich kann einer Frau nichts bieten, außer ein Leben voller Verschwiegenheit und in ständiger Angst."
Das war wohl der Preis, den er damals gezahlt hatte, als er sich der Gilde angeschlossen hatte. Thia war da eine der wenigen Ausnahmen. Doch Dinivan wusste, dass auch Bramir in der ständigen Sorge lebte, sie an die Obrigkeit zu verlieren. Das war das Risiko, das jeder von ihnen einging. Aber dieses Risiko war es Dinivan wert. Was er war, das war er mit Leib und Seele - ein verdammter Dieb.

Malte hingegen war ein guter, ehrlicher Arbeiter. Umso überraschter war Dinivan, als dieser ihm sein Haus als Versteck anbot. "Das... äh... ja, gerne, ich... äh... danke", war alles, was er darauf eriwdern konnte. Mit soetwas hatte ernun wirklich nicht gerechnet. Schließlich hatte Malte nichts für den ganzen Diebeskram übrig. Dinivan wusste gar nicht, was er nun eigentlich sagen sollte. Da kam es ihm gerade recht, dass Malte von sich aus das Thema wechselte.

"Nein, es ist wohl immer noch keine Aufhebung der Ausgangssperre in Sicht. Ich an deiner Stelle würde das Angebot annehmen. In diesen Zeiten muss man nehmen, was man kriegt", riet er seinem Freund und widmete sich wieder seinem Bier, bis Malte in auf die Myl'ir ansprach, von denen sich in der Zwischenzeit zwei in der feder eingefunden hatten.

"Ich hatte schon mit ein paar Myl'ir... geschäftlich zu tun", meinte er etwas zögernd. Ja, er hatte schon ein paar von ihnen beklaut, und auch in der Gilde selbst fand sich der ein oder andere Myl'ir oder Elf, aber das musste Malte nicht unbedingt wissen. "Für gewöhnlich kommen Elfen und Myl'ir selten in die Feder."

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Beitrag von Miss Raten am Sa Apr 18 2015, 19:19

Malte

Malte nickte bedauernd zu Dinivans Worten, was das Nehmen eines Weibes betraf. "Die Liebe ist nichts, wenn der Kopf klar bleiben sollte. Leider.", pflichtete er ihm bei. Dinivan mit abgehackter Hand oder schlimmsten Falls am Galgen baumeln zu sehen, nur weil er bei seiner gefährlichen Arbeit nachlässig handelte, weil er in Gedanken einem Weibsbild nachhing… nein, das würde auch ihm nicht gefallen. Dann lieber verzichten und eines der Hurenhäuser aufsuchen, wenn, nun ja, wenn es nötig war. Ein bisschen Zärtlichkeit für eine Nacht ohne anschließende Verpflichtung war da genau das Richtige.

Dass Dinivan verblüfft über sein Angebot ob eines sicheren Versteckes war, ließ ihn schmunzeln. Er hatte nun einmal eine Schwäche für den Mann, auch wenn mancher Bürger dieser Stadt das anders sehen dürfte. Aber seit der ihm einmal bei einer Schlägerei beigestanden hatte und dass ohne ihn zu kennen, war im Laufe der Zeit eine gute Freundschaft zwischen ihnen entstanden und Freunde halfen sich. So war das nun einmal. Mehr war dazu nicht zu sagen.

Mittlerweile hatte ein zweiter Myl’ir die Taverne betreten, gesellte sich zu seinem Erstaunen jedoch nicht zu dem anderen, sondern zu der Elfe an der Theke, zu deren Füßen ein großer Hund saß. "Dann frage ich mich, was die hier wollen. Ob das Zufall ist?" Aber vermutlich hatte Dinivan darauf auch keine Antwort.

Malte leerte seinen Bierkrug und genoss die herbe Würze des schaumigen Gebräus. Es tat gut, auch mal nichts zu tun, auch wenn diese Pause von der Arbeit nicht freiwillig entstanden war. Als er unbewusst seinen Blick über die Besucher der Taverne streifen ließ, fiel ihm eine ungewöhnlich hübsche Frau mit kupferroten Haaren auf, die plötzlich prüfend zu ihnen herüber sah. Malte neigte grüßend den Kopf und sah zu Dinivan.

"Kennst du die Frau dort hinten? Die mit den langen roten Haaren schräg hinter uns, die, die zu uns herüber sieht. Also ich würde sie nicht von der Kante meiner Bettstatt stoßen.", grinste er.

Da er sich gerade Dinivan zugewandt hatte, entging ihm, dass die Fremde schon wieder verschwunden war.

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Beitrag von Gast am Sa Apr 18 2015, 19:53

„Ich Grüße Euch. Habt Dank, für Eure Großzügigkeit.“
Es war die junge Elfin mit dem Hund, die an ihn herangetreten war. Er sah sie sich kurz an und nickte ihr höflich zu. Viel erkannte man von ihrem Gesicht nicht gerade, da sie die Kapuze so tief ins Gesicht gezogen hatte. Dann betrachtete er den Hund und nickte auch ihm höflich zu, während ein Lächeln seine Lippen umspielte. In letzter Zeit hatte er viel zu selten einen Grund gehabt zu lächeln.
„Ist schon in Ordnung.“, antwortete Arvon ihr. „Ich hatte vor vielen Zyklen selbst einen Hund. Wenn man sie richtig erzieht, sind sie loyale Gefährten.“ Er machte eine kurze Pause, dann seufzte er leicht. „Sie sind nur viel zu kurzlebig.“
Sie sah ihn kurz an und da er ihr Gesicht nicht richtig erkennen konnte war es schwer einzuschätzen was sie dachte.
„Wo bleiben meine Manieren. Ich bin Arvon Valandir.“
„Mein Name ist Minara und mein Begleiter heißt Schatten.“, antwortete ihm die Elfin.
Viele hielten Hunden die Hand hin, damit sie daran schnüffeln konnte. Ein typischer Fehler. Zuerst fragte man immer den Besitzer ob es in Ordnung war sich dem Hund zu nähern.
„Darf man ihn berühren?“, fragte Arvon sah dabei wieder in die Richtung von Schatten.
Minara zögerte. Sie wollte anscheinend nicht unhöflich sein. Sie liebte das Tier, das war eindeutig. Außerdem schien sie sehr vorsichtig zu sein wenn es um ihn ging. Oder war sie allgemein eine solch vorsichtige Person? Er hatte sie erst kennengelernt und konnte es daher nicht einschätzen.
Der Myl’ir erkannte anhand ihrer Körpersprache, dass sie es nicht wirklich wollte und wartete die Antwort deswegen nicht ab. „Ich verstehe schon. Das ist in Ordnung.“
Bisher wirkte die Elfe nett. Nett aber distanziert. Ihren Hund Schatten mochte Arvon jedoch jetzt schon.
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