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Beitrag von Miss Raten am Do Mai 14 2015, 19:59

Fine

Abwarten.

"Abwarten… und nichts tun? Ist das nicht gefährlich?" Fine glaubte auch nicht an einen Zufall. Der Rabe war nun mal keines natürlichen Todes gestorben, er war getötet und platziert worden, das stand für sie nach reiflicher Überlegung fest.
"Soll das eine Warnung darstellen? Wenn ja, dann von wem? Habt ihr Forderungen erhalten oder gibt es überhaupt einen Anhaltspunkt, dass jemand der Gilde schaden will? Habt ihr… also haben wir im Augenblick Feinde? Ich meine, richtige Feinde? Hat jemand Ärger, hast du was gehört?"

Fine jagten viele Fragen durch den Kopf, doch sie vermutete, dass Dinivan ihr keine Antwort würde geben können. Er war ja selber erstaunt gewesen.

"Vielleicht sollte jemand den Eingang beobachten. Zumindest für eine kleine Weile und schaden würde es niemanden… aber uns warnen, wenn derjenige, der den Raben getötet hat, wiederkommt." Vielleicht war sie auch übervorsichtig und letztendlich war sie das taufrische, jüngste Mitglied in der Gilde. Eigentlich nicht mal das, denn sie war Rekrutin, bewährt hatte sie sich nicht. Noch nicht.

Ein Geräusch, das aus dem Hinterhof kam, vor dem sie rein zufällig angehalten hatten, ließ ihren Kopf herumfahren, um zu sehen, was da war. Drei Männer gingen über das Hofinnere, sie trugen etwas, das offensichtlich in einen Teppich gewickelt worden war, auf ihren Schultern und kamen direkt auf Dinivan und sie zu. An dem ihnen zugewandten Ende konnte man in das Innere der Teppichrolle sehen, doch das, was sie erkennen konnte, war pechschwarz, regelrecht verkohlt.
Fine musterte die Männer, denen deutlich anzusehen war, dass sie völlig neben sich standen. Schweiß rann ihnen über die von irgendeinem Schrecken gezeichneten, schmutzigen Gesichter, sie wirkten müde und erschöpft. Ihre Kleidung war nicht sehr sauber und Fine war sich nicht sicher, aber hatten die sich eingemacht? Sie schüttelte den Kopf, das konnte nicht sein und sie täuschte sich, ganz sicher.

Vielleicht sollten sie besser gehen, sich keinen möglichen, zusätzlichen Ärger einhandeln, doch Fine blieb wie angewurzelt stehen und starrte die Männer an. "Was machen die da?", fragte sie Dinivan, ohne jedoch den Blick von den seltsamen Kerlen zu wenden.

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Beitrag von Schattenmond am Do Mai 14 2015, 20:05

Minara schien nicht lange über eine Antwort nachzudenken, aber sie lächelte bitter.
"Nun, eine Welt ohne Lügen, das wäre eine Welt in der weder für Menschen, noch Elfen, noch unsere schuppigen Freunde ein Platz frei wäre."
Sie streichelte Schatten sehr sanft.
"Ihr nennt es Naiv, weil ihr unwissend seid. Natürlich folgen Hunde ihrem Herren Bedingungslos und Vertrauen auch dann, wenn es kein vertrauenswürdiger ist, aber habt ihr jemals einen Wolf gesehen? Ein Wesen, dass in einer Gemeinschaft lebt, in der es Lüge und Verrat nicht gibt? Eine Gemeinschaft in dem jedes Wort bedeutet, wie es gesagt wurde? Warum also, sollte man nicht naiv sein, wie Ihr es nennt? Die Wahrheit ist, dass diese Wesen uns Zweibeinern nicht trauen und auch Schatten traut den Zweibeinern nicht. Er vertraut seinem Alphatier, weil es ihm zeigt, dass es weiß, was zutun ist. Vermutlich ist er ein Hybrid und ich kann ihn zu einem gewissen maß lenken, aber vergesst nicht, er ist für uns Zweibeiner nicht berechenbar. Wer weiß schon, wie es in ihm aussieht. Ich weiß nichteinmal ob er mit Hunden zurecht kommt. Hybriden sind sonderbare Geschöpfe, aber ich kann Euch vergewissern, naiv sind sie nicht."
Sie schloss mit einem leichten Lächeln und nahm den Armreif wieder auf.
"Nun, ich denke das geht in Ordnung, meine Kunden haben sicher Interesse an Eurer Arbeit."
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Beitrag von Adrian Kane am Fr Mai 15 2015, 03:14

Aryn Vyrell

Lordregent Teryn Ishna'kel war sichtlich ungehaltet. Sein langes weisses Haar rahmte ein scharfkantiges, faltenlosen Gesicht mit braunen Augen und einem schmalen, blassen Mund, welcher sich soeben oeffnete um die Neuankoemmlin in seinem luxurioesen Dienstzimmer zu begruessen. "Sonderermittlerin", er nickte der Frau, die etwa 420 Jahre juenger war als er, zu. "Was ist das fuer ein Gerede, dass ihr die Lieblingsdienerin meines Sohnes an euch genommen habt?", sein Blick bohrte sich in smaragdgruenen Augen, die sich davon nicht beeindrucken liessen. "Mein Lord", Aryns Stimme klang beherrscht und sie verbeugte sich gerade genug um keinen politischen Affront loszutreten, "Euer Sohn froehnt seltsamen....Geluesten dieser Tage, ich hielt es fuer besser ihm diese Versuchung fuers erste zu nehmen. Zudem, die menschlichen Diener des Praefektoriums haben nunmal einen Anspruch auf koerperliche Unversehrtheit."

Der aeltere Mann dachte mehrere Herzschlaege lang nach bevor er antwortete: "Eure Zunge ist so spitz wie euer Dolch, Vyrell. Ich erwarte dennoch, dass ihr meinen Sohn am Abend des Sonnenfestes begleitet", er trat vor, legte die rechte Hand auf Aryns Gesicht und betrachtete es eindringlich, dabei den Kopf hier und da schiefliegend. "Ich weiss zwar nicht, was er an euch findet", er wandte seine Aufmerksamkeit dem  grossen Gemaelde zu, welches ueber seinem Schreibtisch hing, das letzte Gefecht vor den Toren der ewigen Stadt. "Selbst euer Haus hat bessere Frauen hervorgebracht, aber immerhin seid ihr nuetzlich", sinnierte er, waehrend seine Hand nach einem edlen Glas mit einer braeunlichen Fluessigkeit griff. Die Miene der Frau war eine kalte, steinerne Maske. "Als ich sie das letzte Mal sah, wehte immer noch das Banner des Silberadlers an den Mauern der ewigen Zitadelle", ihre Worte schnitten durch die stickige Luft des Zimmers und liessen Teryn ansatzweise laecheln. "Wir wissen beide, dass der Einfluss eures Hauses schwindet", er setzte das Glas an und nippte genuesslich. "Ihr waeret gut beraten euch an uns zu binden solange ihr noch etwas zu bieten habt", unverhohlen warf er einen Blick auf ihren Brustkorb bevor er fortfuhr, "Nun denn, zum geschaeftlichen. Ich habe hier einen Bericht, welcher..."

Als die Gruenaeugige spaeter in ihr Quartier zurueckkehrte marschierte sie schnurgerade ins Bad, wo sie akribisch ihre rechte Gesichtshaelfte wusch bis die Haut sich roetlich faerbte und ihr die Arme von der monotonen Bewegung schmerzten. Einige Zeit verging bis sich ihr Atem und Herzschlag soweit beruhigt hatten, dass sie aus dem Raum trat und ihre neue Dienerin betrachtete, welche sie unsicher aus der Ecke des Raumes anblickte. "Hherrin, ein Bote hat diesen Brief fuer euch dagelassen", sie huschte zu der Elfe hinueber und uebergab den weissen Umschlag, auf dem das Symbol eines Adlers auf silbernem Siegel prangte. Aryn nickte. "Kannst du lesen?", das Maedchen schuettelte unsicher den Kopf, "Nnein", antwortete sie. Nachdenklich starrte die groessere Frau auf das Wappentier. "Hat Lord Teryn eine Dienerin?", wollte sie wissen. Die Menschfrau nickte: "Bella, glaube ich, wir essen zusammen zu Abend, hin und wieder, meine ich."
"Wie ist dein Name?"
"Marie, Herrin."
Langsam und bedaechtlich schlenderte die Elfe durch den Raum, wie ein Raubtier, welches sich seiner Beute sicher war. Sie ging leicht in die Hocke, sodass sie besser in die runden Augen des Maedchen schauen konnte. Sie roch nach Kastanien und Gras, ungewohenlich fuer eine Kurzlebige, deren Geruch Aryn oft nicht ausstehen konnte. "Marie, weisst du, was ich mit Leuten tun werde, die dir von nun an weh tun?", sie deutete auf den Arm der Schwarzhaarigen, welche nur den Kopf schuettelte. Aryn beugte sich langsam vor und fluesterte ihr ein paar gehauchte Worte ins Ohr. Dann zog sie sich etwas zurueck bis sich der smaragdgruene Blick wieder auf das ueberraschte Gesicht der Kleinen legen konnte. "Wuerde dir das gefallen? Du darfst ehrlich zu mir sein", ihre Stimme war kaum hoerbar, die Braunaeugige nickte nur, erst zoegerlich, dann schneller. "Gut", ein kuehles Laecheln stahl sich auf ihr Gesicht waehrend ihre Finger der Menschenfrau eine schwarze Straehne hinters Ohr schoben. "Moechtest du im Gegenzug etwas fuer mich tun?", fragte sie. "Was immer ihr wuenscht, Herrin", sprudelte es aus ihrer Dienerin hervor. "Dann hoer gut zu..."

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Beitrag von Quinn am Fr Mai 15 2015, 23:19

"Natürlich ist es gefährlich", zischte Dinivan. "Aber wir haben nun mal keinen Anhaltspunkt, der auf irgendetwas hindeuten würde. Auch ist mir niemand anderes außer den Schwarzfüchsen bekannt, der explizit uns schaden will. Und die setzen mehr auf Muskelkraft, anstatt auf Raffinesse, also ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Warnung, sofern es eine ist, von ihnen kommt. Das ist nicht ihre übliche Vorgehensweise", überlegte er laut vor sich hin. Dann wandte er sich an Fine. "Du hast doch selbst mitbekommen, dass der Eingang zum Dämmerweg nicht so leicht zu finden ist. Wir sind bei weitem nicht die Einzigen, die den Weg in die Kanalisation benutzen. Aber niemand außer uns kennt den geheimen Tunnel zum Dämmerweg, der von der Kanalisation abzweigt. Den kann man nur finden, wenn man weiß wo er ist. In der Hinsicht besteht also keine Gefahr."

Nachdenklich betrachtete er Fine. "Aber vielleicht stelle ich wirklich einen Rekruten für die Beobachtung des Eingangs ab. Wäre zumindest ein gutes Training." Das Grinsen, welches er ihr danach zuwarf bekam Fine allerdings nicht mehr mit, denn irgendetwas anderes erregte in dem Moment ihre Aufmerksamkeit. Auch Dinivan richtete seine Aufmerksamkeit in die Richtung, in die Fine schaute, und beugte sich leicht zur Seite, um besser sehen zu können. Doch was er sah, gefiel ihm nicht besonders. Drei erschöpfte schmutzige Männer trugen einen Teppich auf ihren Schultern, in den etwas noch schmutzigeres eingewickelt war. In einem solchen Moment hätte Dinivan den Fokusring definitiv nicht aufhaben wollen. Er konnte sich denken, was in dem Teppich eingerollt war - was sonst in dieser Form sollte man in einen Teppich einwickeln und war außerdem so schwer, dass es von drei Männern getragen werden musst? - aber genauer würde er es nicht sehen wollen. Ein unangenehmer Geruch von Schweiß, Urin und Exkrementen wehte zu ihnen herüber, als die Männer näher kamen. Schnell unterdrückte Dinivan einen Brechreiz, bevor er Fine an den Schultern fasste und sie zu sich herum drehte. "Schau lieber nicht genauer hin", murmelte er nur, anstatt auf ihre Frage zu antworten.

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Beitrag von Adrian Kane am Sa Mai 16 2015, 18:26

"Lass die Finger von religioesen Artefakten", hoerte der Myl'ir sich mit zunehmend schwerer Zunge sagen, ganz zum Amuesement seines Gegenueber, der auch nicht mehr voellig Herr seiner Sinne war. Kerzenlicht beleuchtete das Hinterzimmer, welches mit mehreren Sitzkissen, Teppichen und anstoessigen Gemaelden verziert war und ueber allem lag schwer der exotische Geruch von Raeucherstaebchen, von denen Lorac gar nicht erst wissen wollte, wo sie herkamen oder aus was sie gemacht waren. "Nur ein Gedanke...nur ein Gedanke", beschwichtige der Elf immer noch kichernd. "Auf die freien Gedanken dann", der helle Klang ihrer anstossenden Glaeser ueberlagerte fuer einen Moment die anderen nicht jugendfreien Geraeusche, die von den anderen Zimmern her an ihre Ohren klangen. Der hintere Bereich des Wettbueros war ein Ort fuer Leute, die entweder Privatsphaere suchten oder ganz spezielle Vorlieben hatten und zudem das Gold um dafuer zu bezahlen. Freilich waren nicht alle diese Vorlieben auf fleischlicher Basis, so gab es stets eine neue Mischung des immer beliebteren Morgentau, dass ausprobiert werden wollte.

"...mit dir?", er blinzelte durch eine Rauchschwade und starrte Jeleth an, dessen Zuege sich in diesem Moment zu verformen begannen. Was hatte er gefragt? Du hast zuviel genommen, Idiot. Nein, es war genau die richtige Menge. Die Schwerelosigkeit machte ihm zu schaffen. Waere er draussen in der Stadt, wuerde ihn der naechste Windhauch wahrscheinlich bis ins Gebirge und womoeglich darueber hinaus tragen. Lorac umklammerte sein Getraenk wie einen Rettungsanker. Die Berge konnten ihm gestohlen bleiben. Sie waren zu hoch, zu kalt und generell zu...bergig, alsdass er dort verweilen wollte. Nein, er war eine Kreatur des Dschungels, wie alle seiner Rasse urspruenglich. Der Dschungel. Warum lebte er eigentlich in einer Stadt? Er blickte seinen aeltesten Freund fragend an: "Was?", fragte er wortgewandt bevor er sich auf dessen Frage besann. Jemand hatte seine Gedanken mit Honig beschmiert, er wusste nicht wer, aber er wuerde es herausfinden, gleich nachdem..., egal eigentlich. "Denkst du noch manchmal darueber nach?", Lorac nickte nur stumm als Antwort. "Es ist schlimmer in letzter Zeit, seit ich *sie* wieder gesehen habe", seine Stimme klang rau waehrend er in den Inhalt seines Glases starrte. Irgendwo auf dem Boden des Behaelters lag das Vergessen, nach dem er begehrte, auch wenn es nur temporaerer Natur war. Der Elf begann ihm den ueblichen Vortrag zu halten. Gut gemeint, aber leider vergebens. Er unterbrach ihn mit einer Handbewegung. "Du bittest den Dunklen nicht um Beistand und wendest dich dann von ihm ab um ein normales Leben zu fuehren", er liess die Worte eine Weile lang im Raum stehen bevor er fortfuhr: "Wir alle sind mit den Geschichten aufgewachsen von Ehre, Tapferkeit, dem ganzen Scheiss", ein trockenes Lachen entfuhr ihm, "Die Wahrheit ist, nichts davon hat den Krieg gewonnen, sondern eiskalte Kalkulation gepaart mit einer ruecksichtslosen, animalischen Abschlachterei", er lehnte sich in seinem Kissen zurueck und spuerte wie der Schlaf sich ueber ihn zu legen drohte, "Davon spaziert man nicht einfach davon mein Freund", murmelte er.

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Beitrag von Quinn am Do Mai 21 2015, 23:01

"Wir sollten besser nicht hier sein. Es geht uns nichts an", murmelte Dinivan weiter. Was auch immer die Männer mit der Leiche zu schaffen hatten, er wollte es lieber nicht herausfinden. Nicht, dass er oder Fine zum Schluss selbst noch in so einem Teppich landeten. Da wäre es ihm sogar lieber, am Galgen zu sterben, sodass jeder sehen konnte, dass er wenigstens existiert hatte, anstatt einfach so unbemerkt von der Bildfläche zu verschwinden. Wenn es nach ihm ginge, würde er sich natürlich für keine der beiden Möglichkeiten entscheiden. Außerdem fand er, dass er noch ein wenig zu jung war, um jetzt schon abzutreten. Natürlich konnte er sich das genauso wenig aussuchen, wie derjenige, der nun im Teppich eingewickelt auf die nächstbeste heimliche Art entsorgt wurde, aber man musste es ja nicht auch noch provozieren.

Also zog er Fine mit sich fort, indem er sie am Arm packte, damit sie nicht auf die Idee kam, die Männer weiterhin so neugierig anzugaffen. Sobald sie etwas Abstand zu dem abgelegenen Hinterhof gewonnen hatten, ließ er sich jedoch gleich wieder los. Er hatte keine Lust, in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erregen, falls Fine es ihm übel nahm, dass er sie einfach so mitgezogen hatte, und dies mit einer erneuten Box-Attacke äußern wollte. Jedoch schien das diesmal nicht der Fall zu sein, und so konnten sie ohne große Verzögerung weitergehen.

Der restliche Weg zur Schmiede verlief ereignislos. Wie zuvor schwiegen die Beiden auch diesmal wieder. Im Moment gab es einfach nichts zu sagen. Jeder hing seinen eigenen Gedanken hinterher. Dinivan dachte über den Tod nach, und was danach wohl kommen würde. Schon vor ein paar Jahren hatte er sich aus gegebenem Anlass exzessiv mit dieser Frage beschäftigt, war jedoch zu keiner Antwort gelangt. Und auch heute fand er keine, zumal er sich nach kurzer Zeit mit einem leichten Kopfschütteln ermahnte, nicht immer über so düstere Themen nachzudenken und sich lieber auf das zu konzentrieren, was vor ihm lag. Und das war in erster Linie Andres Schmiede, welche sie nun betraten. "Seid gegrüßt, Meister Andre. Wir sind wieder wegen unserer Aufträge hier. Oder benötigt ihr doch mehr Zeit?", begrüßte Dinivan, der als Erster eingetreten war, mit einer leichten Verbeugung den Herrn der Schmiede.

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Beitrag von Miss Raten am So Mai 24 2015, 10:15

Malte

Die Lösung war so einfach, sie war die ganze Zeit direkt vor seinen Augen gewesen und er Trottel hatte sie einfach nicht erkannt. Einst von seinem Oheim eingewiesen hatte er die elfischen Schriftzeichen lange und intensiv studiert, sodass es für ihn mittlerweile keinerlei Zweifel über deren Bedeutung im Bezug auf die Gemeinsprache der Menschen gab, die sich im Gegenzug zur elfischen plump und guttural anhörte.
Zwar ging es Malte in seinen Studien um die richtige Aussprache, dennoch verfolgte er nicht den Zweck der Völkerverständigung. Das war bei der riesigen Kluft, die zwischen Elfen und Menschen herrschte, eh kaum möglich. Nein, sein Bestreben hatte einen ganz anderen Hintergrund.

Wieder beugte er sich vor und las leise murmelnd die Schriftzeichen - nun nicht mehr in der normalen Reihenfolge, sondern nach dem Geheimcode, den er gerade entdeckt hatte. Plötzlich begann sein Körper zu erstarren und selbst sein Atem erstarb. Ein heftiges Kribbeln, das von den Fingerspitzen ausging, die noch auf dem Papyrus des Buches lagen, erfasste ihn. Maltes Blick löste sich von den Schriftzeichen, nur um sich irgendwo im Nichts kurz darüber zu verlieren, während sich ein fiebriger Glanz in seinen Augen ausbreitete und die Iris aufglühte. Sein Blut fraß sich zäh und lavagleich durch seine Venen und ein heftiges Zittern breitete sich in ihm aus, das er nicht unterbinden konnte, selbst wenn er es gewollt hätte.
Sein Blick hatten sich an den Papyrusrollen festgesogen, von denen urplötzlich winzige Rauchsäulen aufstiegen. Kleine Flammen züngelten hervor und nur wenige Augenblicke später standen sie lichterloh in Flammen. Malte starrte völlig geistesabwesend auf sie, streckte sogar seine unverletzte Hand aus und hielt sie mitten in das kleine Feuer hinein… ohne sich zu verbrennen oder überhaupt deren Hitze zu spüren.

Der Tisch, der aus Eichenholz gefertigt worden war, fing kein Feuer und so versiegten schon kurze Zeit später die Flammen, nachdem ihnen die Nahrung ausgegangen war. Das Ganze hatte nur wenige Augenblicke gedauert, doch Malte sog heftig den Atem ein, als wäre er kurz vorm Ersticken gewesen.
Er wirkte wieder völlig normal, nur eben ungewohnt erschöpft und das Haar hing ihm verschwitzt und wirr ins Gesicht. Dennoch blickte er fasziniert auf die verkohlten Überreste seiner Papyrusrollen. Diese waren unwiederbringlich verloren, doch wen kümmerte das schon, wenn man den ersten, vagen Zauber seines Lebens gewirkt hatte!



Nils, Ole und Pit von der Gilde der Schwarzfüchse

Es war später Nachmittag und die ersten Händler begannen ihre Stände zu sortieren und abzubauen, denn viel würden sie heute wohl nicht mehr verkaufen. Nils und Ole, die beiden Zwillingsbrüder, die sehr schwer auseinander zu halten waren und Pit, das dritte Bandenmitglied hatten nur magere Beute gemacht und waren dementsprechend missgestimmt. Einzig Ole freute sich an dem hellen Sonnenschein und de trotz des langsam ausklingenden Tages noch immer bunten Treiben auf dem Markt und verstand nicht so ganz, warum sein Bruder und Pit lange Gesichter machten.
Und so war es auch Ole, der auf das junge, hübsche Mädchen mit der großen und ziemlich schweren Kiste mit Gemüse aufmerksam wurde. Die Kleine gefiel ihm und als sie sich auf den Weg in eine der Gassen machte, vermutlich, um die Kiste nach Hause zu bringen, folgte er ihr, ohne weiter darüber nachzudenken.

Nils und Pit sahen sich kurz an, nickten sich zu und folgen Ole und dem Mädchen. Wenn sie schon keine Beute gemacht hatten, wollten sie wenigstens ihren Spaß haben. Und wer wusste es schon, ob nicht mit etwas Glück ein Geldbeutel am Gürtel der Kleinen hing?

Gerade wollte Ole dem Mädchen seine Hilfe anbieten, als sein Bruder und Pit ihn beiseite drängten und sich zu beiden Seiten des Mädchens platzierten, ihr unter die Arme griffen und sie hochhoben, umso schneller in die Gasse zu Gelangen.
Das Mädchen quietschte erschrocken auf und wurde bleich, als es sah, dass bis auf die große, wenig Vertrauen erweckende Gestalt, die den Hut tief in das Gesicht gezogen hatte und in einen dunklen Umhang gehüllt lässig an die Häuserwand gelehnt das Treiben auf dem Markt beobachtete, niemand mehr hier war.

"Verpiss dich, aber schnell!", knurrte Nils den Mann an, den er ebenfalls entdeckt hatte und so gar nicht gebrauchten konnte.


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Beitrag von Frank1606 am So Mai 24 2015, 16:13

Milan
"Na ja...nicht in diesem Ton.", antwortete ich nach zwei, vielleicht drei Sekunden. "Aber desselbe würde ich euch vorschlagen. Junge und hilflose Frauen beklaut man nicht. Sucht euch was in eurer Größe." Wobei sie da bei der Frau eigentlich gar nicht so falsch waren. Aber das musste man ja nicht sagen. Ich schob den Hut wieder etwas aus dem Gesicht und ließ den Blick zwischen den drei Schwarzfüchsen wandern. Aber mit der Flucht der drei rechnete ich nicht. Meine Hand fand den Griff eines schon leicht rostigen Küchenmessers, das ich mir am Gürtel hing. Bis auf etwas Geld, dass ich einem der Händler stibitzt hatte, waren meine Taschen leer. Aber einer schönen Frau half man doch gern.
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Beitrag von Miss Raten am So Mai 24 2015, 16:37

Nils, Ole und Pit

Für den Moment konzentrierte sich die Aufmerksamkeit von Nils und Pit auf den Kerl an der Wand. Das Mädchen ließ die Gemüsekiste fallen, die auf dem Fuß des einen Halunken fiel, dass dieser sie losließ. Mit etwas Glück gelang es ihr nun, sich aus den Händen des anderen zu winden und zu flüchten. Ole sah ihr betrübt hinterher, getraute sich jedoch nicht, ihr zu folgen und blickte stattdessen etwas dümmlich ob der Situation um den Fremden und Nils und Pit drein.

Pit war wütend, sein Fuß schmerzte und obendrein war ihnen das Mädchen entwischt. Keine Beute, kein Weibsstück und einen lädierten Fuß… das war mehr, als er haben und ertragen wollte oder konnte. So fokussierte sich sein Zorn auf den Verursacher vom größeren Teil ihres Pechs. Ein kurzer Blick zur Seite sagte ihm, dass er auf Ole nicht würde zählen können, doch auch mit Nils allein sollten sie dem Fremden einen Denkzettel verpassen können. Niemand spuckte den Füchsen ungefragt in die Suppe und so bauten sich Pit und Nils mit gezückten Dolchen vor dem Mann ihnen gegenüber auf.
"Ach, nicht in dem Ton, sagst du? In welchem denn dann?", sprach Pit den Kerl mit hohntriefender Stimme und nur mühsam seine Wut unterdrückend an.

Im nächsten Augenblick machte er einen Schritt nach vorn, um ihrem Gegner den Dolch in die Seite zu rammen.


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Beitrag von Frank1606 am So Mai 24 2015, 17:04

Milan
Dem Dolch konnte ich zwar gerade noch so ausweichen, aber der Dolch stach glatt durch meinen Umhang durch. "So jedenfalls nicht.", antwortete ich verärgert, drückte mich von der Mauer ab und trat diesem frechen Geschöpf vor die Brust, dass er zurückstolperte, seinem Kollegen direkt in die Arme. Dieser fuchtelte jetzt zwar auch mit seinem Dolch in meine Richtung, aber ich hatte mich schon außer Reichweite gebracht. Bevor sich der redselige der Beiden wieder ganz gefangen hatte, riss ich ihm den Dolch aus der Hand und schubste ihn, dass beide zu Boden stürzten. Ich schnappte mir die Kiste und eilte der Frau nach. Als sich die Streithähne wieder aufgerappelt hatten, war ich schon hinter der nächsten Ecke verschwunden. "Das lief ja glatt...", murmelte ich, wurde aber nicht langsamer. Nicht, dass sie mich doch noch erwischten. Nur die Frau konnte ich nirgendswo mehr entdecken. Ich hätte das Gemüse zwar wiedergegeben, aber so war das schwierig. Und bevor es schlecht wurde...Ein paar Tage wurde ich davon bestimmt satt.
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Beitrag von Adrian Kane am Mi Mai 27 2015, 20:00

Wie jedes Jahr war er erstaunt ueber die Masse an Koerpern, die wie ein schwerfaelliges Tier am spaeten Nachmittag des Tages gen Marktplatz draengten, woher bereits die ersten entfernten Klaenge von Musik und anderen Festivitaeten ihren Weg in sein Ohr fanden. Lorac grinste von seiner kleinen Aussichtsplattform auf alle herab, es war wohl doch etwas dran, dass Leute in schweren Zeiten sich noch mehr dem kollektiven Vergessen hingeben wollten. Selbstverstaendlich machte er keinem von ihnen einen Vorwurf, war er doch selbst ein Meister in diesem ganz speziellem Fach.

Seine Hand tastete nach dem kleinen Beutel Tau, wie sie es viele Male zuvor schon getan hatte, bald, sehr bald. Grosse Ereignisse waren fuer den heutigen Abend geplant und er musste, nein er wollte, zunaechst nuechtern und Herr seiner Sinne bleiben, es durfte nichts schief gehen nur weil er sich wieder einmal die Droehnung geben musste. Gluecklicherweise hatte er stets, woher auch immer, die noetige Disziplin in sich heraufbeschwoeren koennen. Seine Gedanken schweiften ueber die windigen Daecher hinab zur gruenaeugigen Menschenfrau, ein wahres Prachtexemplar und Zierde ihrer Rasse, auch wenn andere das wohl nicht so sehen wuerden. Eine Schande nur, dass diese Rasse so kurzlebig war.

Dennoch, das musste ihn ja von nichts abhalten. Ganz im Gegenteil, so wuerde er sich in 40 Jahren oder so keinen Kopf mehr darueber machen muessen einer ehemaligen Geliebten ueber den Weg zu laufen. Alles zu seiner Zeit. Zunaechst einmal wuerde er sich unter die Leute mischen und ein paar Haende schuetteln, sein Gesicht zeigen, leere Konversation betreiben. Der Verdacht wuerde sofort auf ihn fallen und je mehr Zeugen ihn auf dem Fest sahen, desto besser. Mit einem Satz sprang er auf den naechstbesten Dachvorsprung, welcher dies mit einem nicht vertrauenserweckendem Knarzen kommentierte, und machte sich auf den Weg.

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Beitrag von Mordador am Sa Jun 06 2015, 05:07

Raron
"Das könnte interessant werden", dachte ich mir, als ich einen Blick in die Gasse warf, in der das Mädchen und meine "Freunde" gegangen waren. Sie wussten nichts über mich, vielleicht nicht einmal von meiner Existenz. Aber ich wusste einiges über sie. Genug, um zu ahnen, was gleich passieren würde. Aber ich musste warten, sonst würde einer fliehen können. Ich bog also langsam um die Ecke, während sie einen Mann anpöbelten. 2 Tote also, na toll. Plötzlich zog der eine der drei eine Dolch und stach auf den Mann ein. Vorhersehbar, anders als die Reaktion des Mannes:

Er trat den Angreifer weg, welcher den Dolch verlor, und stieß dann alle drei zu Boden. Danach floh er. Das Mädchen war schon weg. Gerade war der Tag tatsächlich interessant geworden.
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Beitrag von Frank1606 am Sa Jun 06 2015, 12:38

Milan
Heute hatte ich den Mantel zuhause gelassen, es war schlicht und ergreifend zu warm. Die Sonne brannte hinab, und die vielen Menschen um einen herum taten ihr Übriges. Gerade hatte ich das letzte Gemüse verputzt und trottete jetzt gelangweilt durch die feiernden Massen. Musik, Gaukler, Verkäufer und Diebe - alles war vertreten. Mal sehen, vielleicht ergab sich für mich ja auch noch eine Gelegenheit. Und das nicht nur in Bezug auf Geld oder anderem Materiellen - auch einige junge und hübsche Damen gehörten zum Bild der Festivitäten. In der Nähe eines Brunnens ließ ich mich nieder und ließ den Blick schweifen.
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Beitrag von Mordador am Sa Jun 06 2015, 22:42

Raron
Eine Woche nach dem Zwischenfall in der Gasse sah ich eines meiner Ziele wieder. Pit, so hieß er, hatte mein Auftraggeber gesagt. Das Fest hatte also auch den Abschaum angelockt... eigentlich tat ich das alles nur, weil ich Diebe verabscheute und gleichzeitig Geld machen konnte. Ich verfolgte den Dieb weiterhin unauffällig, bis er wieder in der Menge untertauchte. Es war recht leicht, sich selbst in der Menge zu verbergen, und ihn gleichzeitig zu verfolgen. Wenige Meter trennten mich und den kleinen, mageren Kerl. Ich machte mich fertig, einen Dolch in seine Rippen zu stechen, als mir auffiel, das die Verfolgung zu einfach war. Irgendetwas stank hier gewaltig. Ich hielt mich bereit, mein Schwert zu ziehen, und wartete auf das, was da kommen mochte.


Zuletzt von Mordador am Do Jun 11 2015, 01:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Miss Raten am So Jun 07 2015, 19:38

Fine

Fine schob sich an der Seite von Dinivan durch die Menschenmassen. Noch agierten sie gemeinsam, doch es war nur eine Frage der Zeit, wann sie sich trennen würden, um einigen der Feiernden etwas von der Bürde ihrer Barschaft abzunehmen. Ihr neuer Freund und Pate hatte ihr in den letzten Tagen bereits Dinge beigebracht, auf die sie bisher nie geachtet hatte. Mittlerweile war sie sich sicher, dass sie bisher riesiges Glück bei ihren Unternehmungen gehabt hatte, dass sie nie erwischt worden war – ein Glück, welches sie nicht weiter herausfordern sollte und auch wollte.

Mit neu geschärften Blicken sah sie sich um, hakte sich lächelnd und kichernd bei Dinivan ein, während sie den ohnehin schon winzigen Raum zu dem in teure Kleidung gehüllten Elfenpärchen fast schlossen, damit sie beim Vorbeidrängen mit ihren geschickten, schlanken Fingern in die geradezu einladend geöffnete Gürteltasche der Frau greifen konnte, um ein paar Münzen herauszufischen. Dinivan und Fine schoben sich sofort weiter und es war Oric, dem sie beim Vorbeigehen sofort ihre Beute in die Hand drückte. Denn auch das hatte sie lernen müssen: Niemals Diebesgut bei sich zu behalten.  
Schon war Oric wieder verschwunden, als hinter ihnen Gezeter losging. Die eben noch so vornehm wirkende Elfe hatte wohl den Verlust des Teils ihrer Barschaft bemerkt und schimpfte nun lauthals auf das Diebespack der Stadt, die ihrer Meinung nach alle an den Galgen aufgeknüpft gehörten.

Fine kicherte schadenfroh, die Elfe hatte nicht so ausgesehen, als würde sie nun am Hungertuch nagen müssen.
"Kaufst du uns etwas zu trinken?" Dinivan nickte grinsend, auch er schien seinen Spaß zu haben und steuerte den Stand an, an dem ein Händler mit einem unglaublich dicken Bauch Gewürzwein und Apfelküchlein verkaufte. Fine hatte sich währenddessen – wie von Dinivan vorgeschlagen - an den ein paar Schritte entfernten Brunnen gestellt, damit sie sich im Gedränge nicht ungeplant verloren.
Musikanten spielten irgendwo in der Nähe gerade auf und Fine hatte die Hände um die Taille gelegt und drehte sich dazu leicht hin und her. Sie trug eine blitzsaubere, weiße Bluse, einen weinroten, wadenlangen Rock, ein schwarzes Mieder und leichte Schuhe. Ihre langen, dunklen Haare hatte sie offen gelassen und ein schmales, schwarzes Samtband schmiegte sich um ihren Hals.
Kurz striff Fines Blick über den Mann, der sich ebenfalls an den Brunnen zurückgezogen hatte, doch schon nahm sie die Musik wieder gefangen und sie stellte sich auf die Zehenspitzen, ob sie nicht einen Blick auf die Fiedler erhaschen konnte. Leider war sie zu klein.

"Zu dumm aber auch.", seufzte sie.

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Beitrag von Adrian Kane am Mi Jun 10 2015, 21:31

Aryn Vyrell

Ihren Arm eingehakt in den ihres Begleiters trug sie eine dunkle Galauniform mit hohem Kragen und silbernen Manschettenknoepfen, eine elegante Loesung, welche ihr das Abendkleid ersparte, zumal sie nicht zu ihrem persoenlichen Vergnuegen an den Festivitaeten teilnahm, zumindest inoffiziell. Zudem musste das Praefektorium Praesenz zeigen, subtil. Teryn der Juengere war das Ebenbild seines Vaters, scharfkantige Gesichtszuege, der blasse Mund, die braunen Augen, die Haarfarbe, allerdings waren seine geistigen Faehigkeiten im Vergleich zu denen seines Erzeugers geradezu unterentwickelt. Er war impusliv, unkontrolliert und dachte selten laenger als zwei Stunden voraus, kurz: ein ueberpriviligierter Heranwachsender im Koerper eines erwachsenen Mannes. Sie schenkte ihm ein gespieltes Laecheln als Reaktion auf den Scherz, den er gerade gemacht hatte. "Aber mein Vater war schon immer uebervorsichtig, daher habe ich meine Wachhunde fuer den heutigen Abend weggeschickt", endete er seine Rede und fuhr sich mit der rechten Hand durch das kurze Haar. Nickend kommentierte die Gruenaeugige das Gesagte und nippte schweigsam an ihrem Wein. Es war ein hervorragender Jahrgang, leicht suesslich mit einer wuerzigen Note und einem fruchtigen Nachgeschmack. Der Weinhaendler, eine edel gekleideter Myl'ir mit einem feinen Hut, blickte sie fragend an, es war einer der besseren, im Kuenstlerviertel beheimateten und eine Flasche seines besten Rebensaftes kostete wahrscheinlich mehr als viele Handwerker in einem Jahr bekamen.

"Sehr gut", sagte sie und meinte es auch so, was ihr eine angedeutete Verbeugung des Haendlers einbrachte. Ein paar der naeher stehenden Elfen, offenichtlich sehr wohlhabende Buerger der Stadt, nickten zustimmend und gesellten sich zu dem Paar. Die Frau mit kastanienbraunem Haar und einem hautengen, blauen Kleid ergriff das Wort: "Lord Teryn, so gut euch hier zu sehen und mit so einer bezaubernden Begleitung", es folgte ein belangloses Gespraech ueber Finanzen, das Theater und sonstige Themen, welche Aryn so wenig wie moeglich kommentierte. Stattdessen schweifte ihr Blick ueber die schier endlose Menge an Koerpern, die sich fuer den heutigen Abend auf dem festlich gestalteten Marktplatz eingefunden hatten. Das Sonnenfest war traditionsgemaess gross und gewaltig, doch dieses Jahr schien man, allen Umstaenden zum trotz, ein ganz besonderes Spektakel abhalten zu muessen. Angesichts der zunehmenden Unruhen innerhalb der Bevoelkerung eine wohldurchdachte Idee, sie warf ihrem Begleiter, der scheinbar immer naeher rueckte, einen Seitenblick zu. Es war ausserordentlich dumm von ihm gewesen den Personenschutz nach Hause zu schicken, aber nichts anderes hatte sie von ihm erwartet. So lastete die Verantwortung auf ihr allein und erschwerend gesellte sich hinzu, dass es ihr im Grunde egal war ob er im naechsten Moment mit durchgeschnittener Kehle auf dem Boden lag und sein wertloses Leben aushauchte. Eine Schande fuer ihre Rasse weniger. Die Dunkelblonde nippte erneut an ihrem Wein, stets darum bemueht an den richtigen Stellen der Konversation zu Laecheln. Leider wuerde der Vater wohl ungehalten reagieren, wenn seinem Sohn etwas zustossen wuerde.

Zwei weitere Personen hatten sich mittlerweile hinzugesellt, ein menschliches Paar, wohlhabend, die Frau klein und zierlich, der Mann hatte einen sorgfaeltig getrimmten Bart und eine Glatze, seine Arme zeugten davon, dass er nicht vor koerperlicher Arbeit zurueckschreckte. Es war offensichtlich das die andere Elfe die Anwesenheit der Menschen nur schwerlich ertragen konnte. "Sagt, ihr habt im Krieg gekaempft nicht wahr? Habt ihr viele Menschen getoetet?", alle Augen richteten sich auf die Sonderermittlerin, welche sich fast am Wein verschluckt haette. Sie raeusperte sich. "Ich habe meinen Teil zur Verteidigung der Heimat geleistet", antwortete Aryn diplomatisch, was ihr ein Nicken des Menschenmannes und einen enttaeuschten Blick der Elfe einhandelte. "Ihr muesst die Dame entschuldigen Rokhar", begann sie, an ihn gewandt, "Der Wein laesst manche ihre Manieren vergessen. Das Praefektorium weiss eure Dienste fuer diese Stadt mehr als zu schaetzen", bevor die andere Frau etwas erwidern konnte beugte sich einer ihrer Begleiter vor und fluesterte etwas. Sicher erinnerte er sie daran, dass der Mensch die Haelfte der Verteidigungsanlagen der Stadt konzipiert hatte, denn sie schwieg den Rest der Konversation an dessen Ende die Gruenaeugige sich laechelnd bei Teryn einhakte, bei den Anwesenden entschuldigte und ihn in Richtung eines anderen Standes steuerte bevor er noch auf die Idee kam seine wirren politischen Ansichten zu aeussern und das ganze Praefektorium schlecht dastehen zu lassen.

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Beitrag von Quinn am Mi Jun 10 2015, 23:10

Dinivan beobachtete Fine mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, während er mit verschränkten Armen vor dem Stand des Händlers darauf wartete, dass er an der Reihe war. Er unterwies sie erst sein einer Woche, doch es hatte sich herausgestellt, dass sie eine Art natürliche Begabung für die Diebeskünste aufwies. Sie war nicht schlecht in dem, was sie tat. Ihr fehlten nur zum Teil die richtigen Methoden.
"Achte auf deine Umgebung. Schärfe deinen Blick. Sehe die Dinge hinter den Dingen. Du musst alles um dich herum wahrnehmen können, alles, jede noch so kleine Kleinigkeit. Und das mit nur einem einzigen Blick. Manchmal sogar in Sekundenbruchteilen", hatte er ihr erklärt. Am Anfang war es noch etwas schwierig gewesen, doch Fine lernte schnell und gut, wie sie ihm heute auf dem Marktplatz bewies.
An ihren grundlegenden kämpferischen Fähigkeiten würden sie noch etwas üben müssen, doch nachdem Shad ihr die grundlegenden Techniken gezeigt hatte, war sie inzwischen in der Lage sich ganz passabel mit ihrem Kampfstab selbst zu verteidigen.
Auch im Ablenken war sie sehr gut, dafür würde sie noch üben müssen, sich unbemerkter zwischen anderen zu bewegen und wie ein Schatten aufzutauchen und wieder zu verschwinden. Dafür war sie noch etwas zu impulsiv und stürmisch. Und bis sie zu seiner Königsdisziplin, dem Werfen von Wurfmessern, kamen, würde es auch noch eine Weile dauern. Aber Dinivan war zuversichtlich.

Nachdem er für sich ein Glas Würzwein und für Fine Wasser mit fruchtigem Sirup gemischt - er wusste ja, was sie vom Alkohol hielt - erworben hatte, begab er sich ebenfalls zu dem Brunnen, auf dem Fine wieder zu tanzen begann, nachdem sie ihren Blick einmal suchend über die Menge schweifen lassen hatte. "Hast du irgendetwas interessantes gesehen? Oder bist du zu klein, um etwas zu sehen?", fragte er grinsend, während er ihr die Schorle reichte und dann geschickt ebenfalls auf den Brunnen stieg. Er trug wie so oft seine dunkle Lederhose mit einem weiten schwarzen Hemd, unter welchem sich an einem Gürtel fünf seiner neuen Wurfdolche versteckten. Die anderen fünf waren an der Innenseite seiner ebenfalls dunklen Lederweste befestigt, die den einzigen Unterschied zu heute und seiner normalen Alltagskleidung darstellte. Auch seine Haaren waren verstrubbelt, wie immer. Doch auf dem Teil des Festplatzes, auf dem sie sich bewegten, fielen sie dennoch nicht mehr auf, als alle anderen Gestalten, die um den Brunnen herum standen. "Willst du noch etwas weiter hinauf? Vielleicht kannst du dann den ganzen Platz überblicken", bot er ihr lächelnd an und deutete auf seine Schultern.

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