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Beitrag von Leo am Sa Mai 16 2015, 12:36

Der Abwehrturm also. Hagen mochte das Ding einerseits, andrerseits auch wieder nicht. Die Aussicht da oben war kaum zu überbieten – jedenfalls, wenn dieses Schiff so ähnlich gebaut war, wie das, in dem er das letzte Mal mitgeflogen war – andererseits konnte es in diesen Türmen unangenehm eng und stickig werden. Aber er würde den Befehl natürlich ausführen … das war immerhin sein Job. Mit einem Nicken machte er sich zügig auf den Weg.
Die Türme zu finden war nicht schwierig, und Hagen betrat den ersten, auf den er stieß. Der Turm ähnelt tatsächlich denen, die er gewohnt war, und mit einem entspannten Seufzer ließ er sich auf einem schmalen Sitz nieder. Die Aussicht war tatsächlich beeindruckend. Der klare, hellblaue Himmel lag ihm zu Füßen, mitsamt seinen schleierigen Wolkengebilden.
Hagen widerstand dem Drang, seine Füße auf die empfindlichen Armaturen hochzulegen. Jetzt ein gutes Buch … aber er war ja leider nicht zum Spaß hier. Er sah sich kurz nach dem Sprachrohr um und fand es links neben seinem Kopf – wunderbar, so würde er gleich mitbekommen, falls er seinen Posten wieder verlassen durfte. Ob er John einen kleinen Witz erzählen sollte, um ihn aufzumuntern?
Nein, eher nicht. Jetzt war etwas Ernsthaftigkeit angebracht. Er bemühte sich, sein Grinsen etwas einzudämmen, aber die Euphorie über den Raumflug steckte noch in ihm.
Es war einfach toll, wieder hier oben zu sein. Aus welchen Gründen auch immer … und mit was für verkorksten Leuten auch immer.

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Beitrag von Fade am Mo Mai 18 2015, 21:22

John konzentrierte sich auf den Plan und wählte eine Route, welche von der Flotte fortführte, wobei die Nautilus, immer noch unter dem Einfluss des Erdmagnetfeldes stetig beschleunigte. Verglichen mit dem Start verlief dieser Teil ihres Aufbruchs fast schon zu einfach. Erst als John schließlich die mächtigen Sonnensegel ausfuhr, welche jeweils gut dreimal so Breit waren wie der Schiffsrumpf, kam ernsthafte Bewegung in die Flotte und drei kleinere Schiffe nahmen Kurs in ihre Richtung. John konnte sich ein schiefes Lächeln nicht vergleichen. Sie waren inzwischen weit außerhalb der Waffenreichweite ihrer Verfolger und mit Sicherheit auch deutlich schneller. Pflichtgemäß öffnete John das Kommunikationsrohr zu Kapitän Whorn und gab kurz den Status durch. „Die Brücke hier Kapitän. Wir haben die Erde hinter uns gelassen und sind auf Kurs zum ersten Sprungpunkt. Die Flotte ist zumindest auf uns aufmerksam geworden und auch wenn sie uns sicher nicht einholen, müssen wir den ersten Sprung wohl halbwegs zügig durchführen, was ein exaktes anpeilen unserer Zielkoordinaten wohl unmöglich macht. Nach kurzer Orientierung sollten wir mit einem zweiten Sprung allerdings unser Zielgebiet vor dem schwarzen Nebel erreichen. Nach gegenwärtigen Kurs schätze ich die Zeit bis zum ersten Sprung noch auf knappe zwei Stunden ein.“
John lehnte sich im Pilotensitz etwas zurück. Ein kurzer blick auf die Bugteleskope bestätigte ihm, dass sie ihre Verfolger rasch hinter sich ließen. Die eigentliche Herausforderung, der schwarze Nebel lag aber noch vor ihnen. Buddy hatte diese galaktische Mauer noch nie mit eigenen Augen gesehen, aber die Geschichten reichten, um auch dem routinierten Piloten Sorgenfalten ins Gesicht zu zeichnen. Es war richtig, dass die Sonde zwangsläufig auf dem von ihnen errechneten Kurs den Nebel schadlos passiert hatte, jedoch sagte das noch lange nicht aus, ob es inzwischen immer noch der Fall war, oder wie lange sie dafür gebraucht hatte. Den Informationen über den Erzfrachter nach und aus der Auswertung der gefundenen Unterlagen durch Whorn konnte sie Tage, aber auch Wochen unterwegs gewesen sein, nachdem Sie ihren geheimnisvollen Ursprungsort hinter dem Nebel verlassen hatte. Eigentlich erstaunlich, wie ruhig die Crew bisher reagiert hatte. Abgesehen von der Köchin schätzte John keinen von ihnen als tollkühn ein und der Nebel würde die Ansichten einiger über ihre Absichten womöglich ins wanken bringen.

-

Cecil genoss die kleine Achterbahnfahrt, welche ihnen die Gravitation gewährte und wäre fast von seinem Stuhl gerutscht, als die Nautilus unter lautem Getriebegeräusch schließlich die Sonnensegel ausfuhr. Ein Blick auf die Druckanzeige des Hauptkessel offenbarte, dass sich dieser immer noch im mittleren Bereich der Roten Skala befand. Cecil ließ das verhältnismäßig kalt. Wenn er nicht seiner eigenen Hände Arbeit vertraute, was sollten sie dann von der gesamten Mission halten? Er erhob sich mit leisem eher gespielten ächzen und drehte das Druckventil etwas zurück. Aus dem Bullauge war die Royale Flotte zu sehen und mit einem Paffen an seiner Zigarre verharrte der große Mechaniker einen Augenblick in stiller Ehrfurcht vor dem über zwei Kilometer langen Koloss, welcher eigentlich nur noch einen teuren Haufen Weltraumschrott darstellte. Der Bau hatte mehrere Jahre gedauert und hatte direkt im Orbit stattgefunden. Die beteiligten Konstrukteure hatten sich dabei selbst übertroffen, nur ging der technologische Wettlauf zu dieser Zeit bereits so flott voran, dass man das Schiff bei seiner Vollendung eigentlich bereits wieder hätte modernisieren müssen. Da es jedoch als billiger kalkuliert wurde, ein völlig neues Schiff zu bauen und so viel der „Krone von Britania“ mehr eine symbolische Rolle als mobile Kommandostation und Verteidigungseinrichtung des Landes zu.
Cecil erinnerte sich, dass er vorhin gehört hatte, dass einer der Abwehrtürme ausgefahren worden war und wohl immer noch in diesem Zustand sein musste. Eigentlich ja unnötig, da sie ja bereits mit Hilfe der solaren Winde auf eine Geschwindigkeit kamen, die die Eskortschiffe mit ihren konventionellen Antrieben unmöglich erreichen konnten. Neugierig geworden verließ Cecil den Maschinenraum und bog in den Gang rechts ein, wo es zu den Türmen ging. Er erkletterte die Leiter zum Turm auf der Schiffsoberseite und öffnete dessen Bodenluke. Aus Höhe der Füße des Kanoniers blickte der rohe Maschinist mit dem zotteligen schwarzroten Haar zu Hagen hinauf. „Hey Cowboy. Heute schon was in Sternenstaub zerlegt?“

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Beitrag von Leo am Di Mai 26 2015, 14:57

Hagen beobachtete gebannt das Geschehen außerhalb der Scheiben – doch zu seinem Bedauern musste er feststellen, dass sich dort nicht viel tat. Er saß zwar in den Verteidigungsturm, doch John hatte Recht gehabt: es war nur zu Sicherheitszwecken. Momentan sah es nicht danach aus, als müsste er auch aktiv werden.
Er lehnte sich zurück und betrachtete die vielen Knöpfe und Hebel, die ihn umgaben. Er wusste mit ihnen umzugehen, das war immerhin Teil seiner Ausbildung gewesen, aber wie sie da so vor ihm lagen, erschienen sie ihm mehr wie ein bizarres Muster aus bunten Farben mit Lichtern hier und da, fast wie ein exotisches Sternbild. Nicht wie etwas, das zum Zweck hatte, Schiffe abzuschießen und, wenn nötig, viele Menschen in den Tod zu schicken.
Es überraschte ihn, als er mit einem Mal eine Stimme vom Boden vernahm; es war eine unbekannte Stimme, und sie sagte merkwürdige Dinge. Instinktiv griff Hagens Hand zum Gürtel, wo er seine Waffe trug, doch der Mann wirkte auf den ersten Blick nicht allzu bedrohlich (vielleicht aber auch nur, da er nicht mehr als den Kopf sehen konnte).
Hagen setzte ein irritiertes Grinsen auf. „War bisher nicht nötig, nein. Bestimmt hat die britannische Flotte furchtbare Angst vor uns.“ Er rutschte sich auf seinem Stuhl zurecht, warf noch einen Kontrollblick durch die Scheiben, dann senkte er den Kopf zur Luke hin. Es war ein seltsames Gefühl. Der Kopf des Mannes sah aus, als wäre er geradewegs aus dem Boden gewachsen wie eine äußerst merkwürdige Pflanze.
Mit wem habe ich denn eigentlich die Ehre? Sind Sie mein Vorgesetzter oder gehörst du zu meiner Crew?

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Beitrag von Thorgrimm am Fr Mai 29 2015, 01:14

Während das Luftschiff immer mehr an Höhe gewann und sie schließlich doch noch entdeckt und sogar angegriffen wurden, versuchte Kate zumindest so zu tun, als würde sie in irgendeiner Weise eine Hilfe sein. Auch wenn sie nach wenigen Minuten die grundlegende Steuerung des Teleskopes verstanden hatte, wusste sie trotzdem nicht, wie sie am besten vorgehen sollte. Was versprach bei der Überprüfung eines Gebietes mithilfe eines Teleskops am meisten Erfolg? Systematische, zirkelnde Bewegungen oder einfach nur ein wahlloses Durcheinander? Kate wusste es nicht und entschied sich für Letzteres. Ob das nun eine sinnvolle Beschäftigung war oder nicht - was sollte sie schon tun? Kochen? - war Kate egal. Zumindest der Eindruck von Hilfe sollte entstehen und abgeschossen werden wollte sie sowieso nicht. Es schien allerdings so, dass der Rest der Crew alles im Griff hatte und so genoss sie die wilde Flucht in den Weltraum. So viel Spaß und Spannung hatte sie das letzte Mal gehabt, als sie den roten Stern geklaut hatte.
Als sie schließlich aus dem Gröbsten heraus waren, atmete Kate einmal tief ein und aus. "Hui! Hätte nich gedacht, dass das soviel Spaß machen würde!" sagte sie schließlich breit grinsend an niemand bestimmtes gerichtet. "Nach der Aufregung brauch ich jetzt erstmal was ordentliches zu trinken. Noch wer?" fragte sie in die Runde und sprang regelrecht aus ihrem Kontrollsitz, als sie sich mit Schwung davon lösen wollte. Sie hatte nicht mit der künstlichen Schwerkraft gerechnet. Im letzten Moment konnte sie sich an einer der Konsolen festhalten, lächelte gut gelaunt und ging leichten Schrittes zur Küche, ohne die Antworten auf ihre Fragen abzuwarten. Für Kate war klar, dass so etwas gefeiert werden musste. Schließlich lebten sie noch und hatten die ersten Schwierigkeiten überstanden. In der Küche suchte die falsche Köchin die nächstbeste Flasche Wein, einige Gläser und verstaute diese in einer kleinen Holzkiste, die sie dann zurück auf die Brücke trug. Mit fast schon tänzelnden Schritten betrat sie den Raum. "Also: Wer will diesen ersten Erfolg feiern?" Das Alkoholkonsum im Dienst verboten worden war, hatte sie bereits vergessen.
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"Stardust" - Seite 4 Empty Azah Shakti Ziris Talzu bint Sherazade aka Thar

Beitrag von Netade am Fr Jun 05 2015, 19:32

Als Kate etwas von feiern äußerte hatte Azah aufgehorcht. "Nun gegen ein Glas wiRd niemand etwas einwenden. Ich nehme geRne ein Glas." Es war immerhin mal etwas, das etwas für die Gemeinschaft bzw. deren Bildung tun konnte. Die Sherazade hoffe, dass nicht ein übereifriger Vorgesetzter einfach dazwischen gehen würde. "Was hast Du denn für einen Wein, Kate? Wollen wir nicht alle in die Messe rufen, die keinen Dienst haben?" Aus ihrer Sicht eine hervorragende Idee. Sie hatte ihre Erfahrungen gemacht was so ein Zusammenkommen bewirken konnte.
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Beitrag von Fade am Fr Jun 05 2015, 21:26

Whorn`s Visite durch sein Labor verlief soweit erfolgreich, dass er zunächst nichts zerstörtes, oder heruntergefallenes finden konnte. Natürlich war die Ausrüstung, nicht wie auf den terrestrischen Einrichtungen frei in den Raum gestellt, sondern sorgfältig verankert, bzw. in entsprechenden Haltevorrichtungen verstaut, wie im Rest der Nautilus auch. Sogar die Terrarien schienen soweit unbeschädigt, auch wenn das Innenleben bei dem Geschüttel wohl teils neu angeordnet war. Seine Insekten hatten die Angst und Panik während dem Startvorgang wohl mit ihm geteilt und verstanden ihn dabei vielleicht besser, als die junge und zusammengewürfelte Besatzung. Etwas ließ den Capitän dann aber dennoch kurz aufhorchen. Ein metallenes Klopfgeräusch, welches nicht zu den normalen Schiffsgeräuschen zu passen schien und sich nach wenigen Momenten wiederholte. Beim dritten mal schien sich eine gewisse Regelmäßigkeit des Klopfens abzuzeichnen und wenn der Rumpf der Nautilus ihm keinen Streich spielte, so kam es aus dem Zwischenwänden mit den Wartungsschächten. Vom Hall her mochte es sich um eine Zu- oder Ableitung vom Maschienenraum handeln, was naheliegend erschien, da die meisten Rohre ihren Ursprung dort hatten. Nur war nicht zu erkennen, ob das Geräusch nun auf die Länge des Rohres hallte, oder von einem bestimmten Punkt ausging.


Cecil registrierte wie Hagen zur Waffe griff und sah für den Moment davon ab, weiter zu reden. Offenbar war der Kerl der Sicherheitsoffizier und damit wohl die eine Person neben dem Cap, welche den Spaß an der Reise empfindlich zu stören vermochte. Wenn Cecil es richtig in Erinnerung hatte, bestand der Rest der neuen lediglich aus Frauen, wobei er nicht ganz sicher war, wie viele Buddy nun eigentlich rekrutiert haben sollte. Der Typ schien nun wiederum weder besonders bedrohlich noch verbissen. Besser so jemanden auf seiner Seite zu haben. Schließlich mochte er John Rogers nicht sonderlich und mit dem Cap würde er sich aufgrund seines hochprozentigen Vorrats womöglich noch einigen Ärger einhandeln.

Cecil nahm sich zusammen und setzte sein freundliches Gesicht auf, was wiederum einer etwas gemein dreinblickenden Clownsvisage ähnelte. „Na die Flotte wird ihre zweite Chance bekommen, wenn wir wieder nach Hause wollen, sollte es uns nicht vorher schon erwischen. Wenn du nicht weißt wer ich bin, dann bin ich dein Admiral und nun komm mit, lass uns Karten spielen. Hier gibt es nun nichtmal mehr nen Trostpreis abzuschießen.“ Mit kurzer, winkender Handbewegung machte sich Cecil auf den Rückweg aus der Luke und spitzte kurz in sein Quartier, um die Karten und eine Schnapsflasche zu holen, was nur einen Moment Zeit in Anspruch nahm, da er beides griffbereit gelagert hielt. Vor der Gabelung zwischen Maschinenraum, den Geschütztürmen und dem Aufenthaltsraum wartete er schließlich, mäßig geduldig auf seinen neuen 'besten Kumpel' an Bord.


John winkte schmunzelnd mit einer Hand ab, als Kate ihr Angebot in die Runde rief. „Tut mir leid, der Captain wäre mäßig begeistert, wenn ich vor dem Sprung schon Siegertrunk zu mir nehme. Aber lasst euch nicht stören. Bin sicher im Gemeinschaftsraum lässt es sich gut aushalten und wenn wir erst im freien Raum sind hole ich das Anstoßen noch nach.“
Tatsächlich war es nun nicht so, dass John seine Konzentration für den Moment gebraucht hätte, jedoch würde der Sprung einiges an Fokus abverlangen und Fehler konnten sie sich dabei absolut nicht gestatten.

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Beitrag von Leo am Mi Jun 10 2015, 16:33

Hagen fühlte sich unwohl. Der seltsame Kopf (mit Kerl unten dran, vermutete er) hatte sich wieder verzogen – und ihn mit einem Tonfall zum Kartenspiel eingeladen, der eigentlich keine Widerrede erlaubte.
Das dumme war nur – noch war er im Dienst.
Eigentlich war Hagen kein allzu diensteifriger Offizier, und das war er auch nie gewesen. Doch wenn er sich ungefragt von seinem Platz entfernte und das jemand mitbekam … dann hatte er gewaltigen Ärger am Hacken.
Es war nicht unbedingt etwas, das er für jemanden riskieren wollte, den er seit einer Minute kannte. Überhaupt hatte der Mann seltsam gewirkt. Fast so, als ginge es ihm gar nicht recht um ein freundliches Gespräch. Was wollte er, sich einschmeicheln?
Hagen war fast gewillt, das anzunehmen, erst recht, wen es ein paar Stunden Erholung bedeutete. Doch der Mann hätte sich kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt aussuchen können, ihn zu kontaktieren.
Nachfragen musste er wohl. Mindestens.
Er drehte den Kopf zur Sprechanlage hin.
John? Hier oben sind keine Schiffe mehr. Es sieht aus, als würde die Flotte von uns ablassen.“ Vorerst, zumindest. „Soll ich auf Position bleiben?

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Beitrag von Thorgrimm am Di Jun 16 2015, 04:08

"Was das für Wein ist?" fragte Kate etwas verwundert. Sie hatte keine Ahnung und es interessierte sie auch recht wenig, was sie für Alkohol trank. In der Küche hatte sie sich einfach die nächstbeste Flasche genommen, ohne auf das Etikett zu achten. Sie warf einen kurzen Blick auf die geschwungene Schrift und lächelte dann Azah zu. "Na, das ist ein echter aslekanischer Weißwein von 489." erklärte die selbsternannte Köchin stolz, ohne zu wissen, ob es sich um einen guten oder schlechten Wein handelte.
Das John das Angebot ablehnte war zwar schade aber nicht weiter schlimm. Der Gemeinschaftsraum hörte sich soweit gut an und sie konnte sich auch sicherlich gut mit Azah alleine unterhalten. "Hört sich gut an. Ich werde dich dran erinnern." antwortete sie John und zwinkerte dem Mann zu. Schließlich ging sie einige Schritte in Richtung Ausgang und drehte sich ein letztes Mal nach Azah um. "Kommst du mit? Vielleicht treffen wir auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum ja noch jemanden."


Zuletzt von Thorgrimm am Fr Jun 19 2015, 00:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Netade am Di Jun 16 2015, 09:02

"AslekaischeR Weißwein... hmm.. den habe ich schon lange nicht mehr getrunken. Ich hoffe wir haben die richtigen Gläser für solch einen edlen Tropfen!" Azah schaute sich kurz um. "Bis später dann, hakte sich bei Kate ein und schritt mit ihr hinüber zum Gemeinschaftsraum. "Vielleicht hast Du noch was Salzgebäck im petto, Kate? Das würde die Laune noch um einige heben. Hast Du einen Grammophone-Spieler im Gemeinschaftsraum gesehen? Vielleicht haben sie den huanischen Marsch. Der ist lustig und heitert auf und wir können dazu tanzen." Die Sherazade war guter Dinge, denn das erste 'Stückchen' des gemeinsamen Weges, welches sehr gefährlich war hatten sie hinter sich gebracht, was hieß bisher hielt das Schiff den Bedingungen des Weltraumes stand und sie waren unter den Augen der imperialen Marine ohne Schaden zu nehmen unterwegs! "Ob der Captain auch noch vorbei schaut? So ein Anlass sollte doch gefeiert werden. Ist Dir irgendwas an ihm aufgefallen? Weißt Du da war etwas, etwas mit seiner Motorik, aber was genau kann ich nicht sagen. Naja ist ja eh unwichtig. Wichtig ist, dass wir uns alle kennenlernen und uns vertrauen zu lernen oder wie Colonel Danjou immer sagte: VeRtrauen wird nicht gegeben! VeRtrauen muss man sich eRwerben!" Azah kicherte als sie Danjou imitierte.
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Beitrag von Fade am Mi Jun 17 2015, 19:11

Cecil wartete etwas ungeduldig auf den Mann im Gefechtsturm. Vielleicht fiel es ihm ja nur schwer, von der Waffensteuerung abzulassen. Cecil hätte es längst einmal wieder in den Fingern gejuckt etwas Weltraumschrott zu produzieren, aber er hatte ein gutes Gefühl, dass er dazu auf der Reise wohl noch kommen würde.


John musste schmunzeln, als Kate ihm Zuzwinkerte. Mit den Frauen würden sie etwas aufpassen müssen, vor allem wenn unplanmäßiges die Reise erschweren würde. Letztendlich schien die Crew jedenfalls tauglich zu sein und die erste Phase der Anspannung hatten sie ohne viele Querelen überstanden. Ein Sprachrohr signalisierte Kontakt und John vernahm Hagens leicht verfälschte Stimme über das Gerät. Mit routiniertem Blick versicherte der Pilot sich, dass tatsächlich nichts mehr hinter ihnen her war und auch der Weg vorraus schien frei. John betätigte seinerseits das Sprechrohr zum zu antworten. "Aye. Alles im grünen Bereich. Danke für deine Aufmerksamkeit Hagen du kannst den Posten Verlassen. Solltest du einen, im kurzen Abstand klingenden Pfeiffton im Schiff vernehmen, ist dass ein Näherungsalarm und du müsstest den Turm so schnell wie möglich wieder besetzen."

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Beitrag von Thorgrimm am Fr Jun 19 2015, 01:57

Für diese richtige Einschätzung, musste Kate sich selbst auf die Schulter klopfen. Azah bestätigte nämlich ihre Wertung des Weins und damit blieb die Tarnung als Köchin recht glaubhaft. Kate hatte auch nichts anderes von der echten Köchin erwartet. Es schien so, das alles was sie mitgebracht hatte, von höchster Qualität war. Sicherlich hatte die Frau auch an Gebäck oder ähnliches gedacht. "Klar, dann müssen wir nur einen Abstecher in die Küche machen." Sie wechselte in einen angrenzenden Gang und machte sich auf langsam auf den Weg in ihr Reich. Kate verstand die Hälfte von dem, was Azah erzählte, nicht aber nickte freundlich. "So genau hab ich nicht geguckt aber wir finden schon was passendes." Weder der huanische Marsch, noch Colonel Danjou sagten Kate etwas aber es hörte sich militärisch an, was sie nicht gerade beruhigte. Wer sagte ihr denn, dass Azah nichts im Schilde führte? Vielleicht sollte sie ja auch dafür sorgen, dass sie ihre Mission nie abschließen können. Kate zuckte auf die Fragen Azahs mit den Schultern "Der Captain ist alt... find es schon erstaunlich, dass er überhaupt noch lebt. Da gibts bestimmt ein paar Dinge, die nicht mehr so funktionieren, wie sie sollen." Aber es war etwas anderes, dass Kate wirklich interessierte. "Colonel Danjou... war das dein Vorgesetzter? Lehrer? Hat zumindest nen guten Spruch auf Lager." kommentierte sie und machte sich schließlich daran, die Küche nach Knabberzeug zu durchsuchen.

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Beitrag von Netade am Fr Jun 19 2015, 16:54

"Colonel Danjou war eineR deR OberkommandierRnden des huatlanischen Expeditionscorps und ja somit auch mein Vorgesetzter, Kate. Sprüche, ja er konnte eine Menge Sprüche klopfen." Die junge Frau folgte Kate. "Ja, das mit dem Salzgebäck bekommen wir bestimmt geregelt. Was den Captain angeht, er ist ein Mann in den besten Jahren, wie man so sagt, Kate. Was immer es war, das kriege ich schon noch raus. Vielleicht kannst Du noch ein paar Kanapees machen oder ein paar Schnittchen mit Gurke und Kresse."
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Beitrag von Fade am Sa Jun 20 2015, 00:46

In den Küchenschränken fanden sich reichlich, ordentlich zusammengepackte Vorräte, welche dem gesunden Menschenverstand zu folgen, vermutlich eher Monate für die Besatzung ausreichen würden. Nach frischen Zutaten suchte Kate zumindest vergebens. Der Großteil der Nahrung war in Dosen, oder zumindest luftdicht oder getrocknet verpackt. Ein Regal war vollständig mit Zwieback vollgestopft und in zwei weiteren fand Kate zumindest eingedostes Obst vor. Die Gewürze waren genau bezeichnet, jedoch die Trockennahrungspakete trugen beinahe technisch wirkende Bezeichnungen und entsprangen wohl militärischer Praxis.

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Beitrag von Umbra am Sa Jun 20 2015, 22:26

Ein Rundgang durch sein Labor, sei es sein Heim-, Feld- oder Alllabor, hatte stets eine beruhigende Wirkung auf Professor Edgar Mendelius Whorn – so schaffte er es auch dieses Mal, ganz unbewusst die stressigen Umstände des Starts zu vergessen. Ihn hätte es sogar nicht geärgert, wenn irgendetwas das Geruckel nicht überstanden hätte (solange es nicht gerade eins seiner sündhaft teuren Mikroskope war), denn er reparierte und flickte durchaus gern Zerbrochenes und Durchlöchertes. Auch dies war sehr entspannend… Konkrete, sinnvolle Beschäftigungen konnten nicht schaden, um sich damit die Wartezeit hier an Bord zu vertreiben. Besser war es aber eindeutig, wenn gar nicht erst Reparaturbedarf bestand.
Dieses metallene Klopfgeräusch, jedoch, dass an seine spärlich weiß-behaarten Ohren drang, brachte ihn dazu, missfallend die Augen zu engen Schlitzen zu verengen. Was war das? Mmh… prinzipiell könnte dieses Klopfen von allem Möglichen herrühren. Jedoch sprach die Regelmäßigkeit des unheilvollen Hallens in den Zwischenwänden eher gegen Ungeziefer. Einen blinden Passagier mit Langeweile schloss Whorn ebenfalls aus. Blieb ein technischer Defekt bei einem sich regelmäßig bewegenden, mechanischen Bauteil der Nautilus. Der Captain schätzte, es könnte ein Bauteil sein, dass sich durch die Belastungen der Austritts aus der Atmosphäre gelockert hatte und nun einem Ventilator des Lüftungs- und/oder Heizsystems zu nahe kam. Aber das würde Cecil wohl genauer beurteilen können – und, noch wichtiger: überprüfen.
Whorn eilte los… und stürzte fast hin. Gerade noch gelang es ihm, nach der Kante seines Schreibtisches zu greifen und sich beidhändig daran festzuhalten, bevor sein Leib auf dem Boden aufschlug. Nachdem der erste Schreck überwunden war, zog sich der Professor, leise fluchend und ächzend, auf die Beine.
Diese verdammte künstliche Schwerkraft! Die hatte er ganz vergessen. Was auf der Erde funktionierte, weil er daran gewohnt war, funktionierte bei verminderter Anziehungskraft des Bodens nicht unbedingt. Gerade seine ohnehin schon beeinträchtigte Gehfähigkeit machte es ihm schwer, sich an die neuen Verhältnisse zu adaptieren.
Whorn humpelte vorsichtig auf die Tür zum Flur zu… wurde schneller… Ja, das sollte funktionieren. Er musste nur darauf achten, dass seine Beine nun weniger Gewicht trugen und auch, dass eine Fußprothese etwas leichter war als gewohnt. Seinen Stock ließ er dort, wo er ihn zurückgelassen hatte (wo auch immer das war). Keine Zeit, um das Ding zu holen.
Whorn huschte, so schnell er konnte, Richtung Maschinenraum.
„Cecil!“, rief er aufgebracht, in der Hoffnung, der Maschinist würde ihn hören und ihm schon ein Stückchen entgegenkommen. Dann fiel ihm allerdings ein, dass es vielleicht nicht gut war, die Crew zu beunruhigen.
„Cecil!“, wiederholte er, eindringlich, aber darauf bedacht, dabei äußerst emotionslos zu sein. Das klang nicht unbedingt beruhigender.
Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn das Lüftungs- und/oder Heizsystem ausfallen würde. Würden sie alle zuerst erfrieren oder zuerst ersticken? Das war nicht leicht zu beantworten. Whorn dachte eingehender darüber nach, auf wissenschaftlicher Basis, während er weiterhumpelte.

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dann muss circa 25,806 die Wurzel allen Übels sein. Denker
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Beitrag von Thorgrimm am Sa Jun 27 2015, 02:20

Wieder einmal verstand Kate nur einen Teil von dem, was Azah erzählte. Kanapees? "Was zum Teufel sind Kanapees?" Zumindest gab ihr die Frau noch eine Wahl und mit dem Begriff Schnittchen konnte sie wenigstens etwas anfangen. Die falsche Köchin atmete erleichtert auf. "Wir wollen die Besatzung doch nicht direkt verwöhnen. Ein paar einfache Schnittchen reichen für den Anfang." Kate fing an, in den Schränken nach entsprechenden Zutaten zu kramen und hielt schließlich das Zwieback und einige Dosen in den Händen. "Tja... Brot können wir wohl lange suchen. Hast du schon Gurken oder Kresse gefunden?" Was konnte man wohl statt Gurken nehmen, falls sie keine finden würden? Während sie versuchte die seltsamen Bezeichnungen der Vorräte zu entziffern, hatte sie eine Idee. Kate schlenderte langsam an einen der Küchentische und lehnte sich mit einem Grinsen dagegen. "Zeig mir mal, was du drauf hast, Thar. Was würdest du an meiner Stelle mit diesem ganzen Zeug anfangen? Gurken gibt es wohl keine und Kresse können wir auch eine halbe Ewigkeit suchen. Vielleicht kannst du eine Meisterköchin wie mich überraschen." Ja, das war perfekt. So musste sie sich nicht die Blöße geben, keine Ahnung zu haben und konnte sich gleichzeitig zurücklehnen und keinen Finger rühren. Das Grinsen wurde breiter und breiter. "Wieder einmal hat die Meisterdiebin Katherine Rowe den perfekten Plan. Hehe."

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Beitrag von Leo am Sa Jun 27 2015, 12:05

Näherungsalarm. Notiert!“ Hagen erhob sich, so gut das in dem doch recht engen Turm eben ging, tastete mit einem Fuß nach der Leiter, trat ins Leere und machte sich schließlich an den Abstieg.
Er war nicht sicher, ob er den Vorschlag des seltsamen Mannes annehmen sollte, aber es schien ihm keine schlechte Idee, sich mit seinen Crewmitgliedern gutzustellen. Durch Sympathie ließen sich Unruhestifter auch sehr viel besser im Zaum halten, als durch Strenge – zumindest war das seine Erfahrung, und wenn der Kerl mit ihm Karten spielen wollte, warum nicht. Immerhin trug er ja auch sein Stück Glückskohle bei sich (ein vierblättriges Kleeblatt hatte er vor dem Aufbruch leider nicht mehr auftreiben können), also was sollte schon schiefgehen?
Unten angekommen, sah er sich kurz um, grinste, als er den Mann erblickte (seinen Namen hatte er nicht genannt) und war mit einigen Schritten bei ihm. „Nun denn. Lass uns ein paar Partien wagen – und hoffen, dass Fortuna auf meiner Seite stehen möge!
Hmm. Eigentlich sah dieser Kerl nicht aus, als könne er mit römischen Göttinnen etwas anfangen.
Egal. Das wurde schon noch.

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"Stardust" - Seite 4 Empty Azah Shakti Ziris Talzu bint Sherazade aka Thar

Beitrag von Netade am Sa Jun 27 2015, 12:16

"Kate, ich bin keine Köchin... das ist nicht mein Ding." Plötzlich strahlte Azah ging in die Hocke und 'tauche' kurz darauf wieder auf. "Hier sind sie!" Strahlend reckte sie mit der Linken den Karton mit dem Salzgebäck und den Crackern in die Höhe. "Tada!!! und hier die Gurken!" Die Sherazade stellte die Sachen auf den großen Tisch. "Weißt Du Kate, wer immer das hier eingeräumt hat, der war bei Militär gewesen, da bin ich mir sicher. Alles geordnet und in Reih und Glied! Mich erinnert das sehr an die Feldküche für Offiziere, kein Vergleich mit der für die Mannschaft. Dann walte Deines Amtes. Wenn ich Handreichungen machen soll, gerne, allerdings brauche ich eine Schürze, damit meine Kleidung keinen Schaden nimmt." Azah war auch im Feld immer stets adrett gekleidet gewesen und hatte Wert darauf gelegt immer gepflegt aufzutreten, sie war eine Sherazade mit Leib und Seele und dazu gehörte eben auch immer 'perfekt' auszusehen. "Die anderen werden begeistert sein von dem was Du zauberst! Das wird ein guter Start für Dich!"
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Beitrag von Fade am So Jun 28 2015, 21:02

Cecil war ein wenig ungeduldig gewesen, oder vielleicht hatte sich Hagen auch wirklich soviel zeit gelassen, aber wie so häufig im Leben musste just in dem Moment, als sie in den Mannschaftsraum aufbrechen wollten natürlich etwas dazwischen kommen. Er legte seinem zukünftigen Saufkumpanen die Bärenhafte Hand kurz auf die Schulter, nachdem das Rufen des Captains nicht mehr überhörbar war. „Halte mir einen Platz frei, ich komme nach. Wie es scheint bin ich eben doch unverzichtbar.“ Ganz zu schweigen davon, dass er eigentlich Dienst hatte, aber streng genommen war er ja sowieso für jede Notlage an Bord zuständig.
Während Hagen so richtung Mannschaftsraum verschwand, fing der rothaarige Riese Professor Whorn auf halben Weg zum Maschineneraum ab. „Was gibt’s Captain? Irgendetwas beim Start zu Bruch gegangen?“

In der Küche war von den Gesprächen und den Herumlaufenden nichts zu hören. Für ein relativ kleines Schiff war die Nautilus recht modern konstruiert und abgesehen von den unvermeidbaren Maschinenegeräuschen, welche durch die zahllosen Rohr und Getriebesysteme durch das gesamte Schiff verliefen, war es auf den einzelnen, abgeschlossenen Stationen angenehm ruhig. Azah fiel beim Auffinden der Gurken im kleinen Seitenschränkchen wohl auf, dass von den Verderbbaren Waren nur geringe Mengen zur Verfügung standen, was wohl vor allem dem Platzbedarf und Gewicht der Flüssigkeitshaltigen Nahrung geschuldet war.

Eine leichte Erschütterung ging durchs Schiff, was nicht zum ersten Mal, seit dem Verlassen der Atmosphäre geschehen war und denjenigen mit Erfahrung im modernen Raumflug auch als Regelungsausgleich der Kessel bekannt war. Nichts wirklich beunruhigendes also, jedoch ein Ärgernis, sofern man gerade mit filigranen Tätigkeiten beschäftigt war.

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Beitrag von Umbra am Do Jul 02 2015, 20:12

Captain Whorn atmete erleichtert auf, als Cecils riesige Gestalt vor ihm im Gang auftauchte. Etwas außer Atem kam er vor seinem Maschinisten zum Stehen. Scheinbar ahnte Cecil schon, dass etwas im Argen lag. Allerdings ging, als der Professor gerade zu seiner aufgeregten Antwort darauf, ob etwas beim Start zu Bruch gegangen sei, eine Erschütterung durch das Schiff.
Whorn machte einen (bedachte man sein Handicap) erstaunlich geschickten Satz zur Seite und stand mit einem Mal mit dem Rücken an der Wand – oder, besser ausgedrückt: Er presste sich angespannt dagegen (eine fast schon reflexhafte Reaktion, denn er hatte sich schon oft genug in Erdbebengebieten aufgehalten, wo einem die Nähe zu Wänden unter Umständen das Leben retten kann – und das wackelnde Schiff kam, zumindest von der Erschütterung her, einer solchen Naturgewalt recht nahe). Jedoch blieb das Befürchtete Ende der Nautilus und ihrer Crew aus.
Scheinbar war es nur ein Regelausgleich des Kessels gewesen. So etwas war dem Captain natürlich nicht unbekannt. Aber Whorn war recht schreckhaft seit dem Schicksalshaften Tag im Jahre 467… Allein der Gedanke daran ließ ihn erschaudern… Aber nun war keine Zeit, um ihn grauenvollen Erinnerungen zu schwelgen.
„Ähm...“, sagte der Professor etwas irritiert, als er nun erneut zu einer Antwort ansetzte. Kurz war ihm tatsächlich entfallen, worüber sie gerade gesprochen hatten. Doch dann fiel es ihm wieder ein und er regte sich wieder auf.
„Cecil“, sprach er eindringlich, aber in gedämpfter Lautstärke, „du musst dringend im Wartungsschacht B nach der Lüft- und Heizeinheit sehen. Da ist so ein metallenes, trommelndes Klopfen im Rohrsystem. Ich fürchte, es könnte ein defektes Gebläse sein. Beeil dich!“

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Beitrag von Thorgrimm am Di Jul 07 2015, 02:16

"Verdammt!" Das wäre ja auch zu schön gewesen, um wahr zu sein. Na gut, dann musste sie sich eben etwas anderes überlegen und tatsächlich ihre ersten Handgriffe in der Küche tun. Zum Glück war nur Thar da, die mit ansehen konnte, wie Kate elendig dabei versagte. "Man muss eben Platz sparen. Ich glaube nicht, dass das was mit einem militärischen Hintergrund zu tun hat... na dann wollen wir doch mal." murmelte die falsche Köchin und sah sowohl die Packung Cracker, als auch die Gurke kritisch an, als würden diese durch bloßes, böses Anstarren, schon noch ihre Geheimnisse preisgeben. Leider taten sie das nicht. "Scheiße..." Was sollte sie damit nur anfangen? Was erwartete Thar jetzt von ihr?
Es gab wenigstens eine Sache, die Kate tun konnte, um etwas von ihrer völligen Talentlosigkeit in der Küche abzulenken. "Sieh mal!" sagte sie und nahm eines der Küchenmesser in die Hand. Einige Male wiegte sie das Werkzeug in ihrer Hand, bevor sie es probeweise hochwarf und dabei zusah, wie sich die Klinge in der künstlichen Schwerkraft umdrehte, herunterfiel und schließlich in das Brett vor ihr bohrte. Anschließend warf sie das Küchenmesser ein weiteres mal hoch und fing es in der Luft wieder auf, ohne sich dabei zu verletzen. Das wiederholte sie einige Male - in der Hoffnung währenddessen auf eine gute Idee zu kommen. Doch die blieb aus.
So fing Kate einfach damit an die Gurke in Schreiben zu schneiden und diese Scheiben auf den Crackern zu verteilen. Sie nahm einige Zahnstocher zur Hand und spießte damit die Scheiben auf die Cracker. "Tadaa!" sagte sie schließlich völlig überzeugt. Sie würde einfach auf die enttäuschten Kommentare Thars warten und hoffte darauf, dass sie dabei verriet, was noch fehlte. Schließlich konnte sie das ganze noch als Witz verkaufen und dann die Schnittchen durch die Kommentare doch noch richtig machen.

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Beitrag von Netade am Di Jul 07 2015, 10:59

Thar schaute zu was Kate mit den Crackern veranstaltete und auch was sie zuvor mit dem Messer machte. Irgendwie erinnerte sie das an Leberecht Blitzfurt, einem ehemaligen Zirkusartisten und Messerwerfer, der sich dem Expeditionscorps angeschlossen hatte. Aufgrund seiner hervorragenden Fähigkeiten mit dem Messer wurde er zu diversen Geheimoperationen herangezogen. Die Sherazade blickte auf den Cracker. "Das ist... ist sehr rudimentär, Kate. So ein wenig Frischkäse unten drunter und Kresse 'on top' würden da schon einen Quantensprung bedeuten. Und das mit dem Zahnstocher wirkt ein wenig martialisch, so als ob Du den Cracker erlegen wolltest..."
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Beitrag von Fade am Mi Jul 08 2015, 21:29

"Aye, Captain.“ Gab Cecil brav mit einer halbwegs anständigen Salutierbewegung zurück. „Ich werde mir den Schaden gleich ansehen. Im Maschinenraum laufen alle Geräte dabei optimal und Druckverlust konnte ich auch keinen Ausmachen. Ist womöglich nur irgendein loses Metallteil oder etwas in der Art.“
Da Cecil seinen Werkzeuggürtel praktisch immer umgeschnallt hatte, wenn er nicht gerade im Bett lag, machte er sich direkt auf zum Lüftungsschacht. Tatsächlich konnte er hinter der Wartungsluke direkt schon ein metallisches Geräusch hören, welchem er mit detektivischem Gespür zu folgen begann.

Auf der Brücke bekam John von alledem nichts mit. Er freute sich über die sagenhafte Geschwindigkeit, welche die Nautilus auf ihrem Jungfernflug durch die neuartigen Solarsegel erreichte. Sie würden früher, als vorhergesehen am Rand des Sonnensystems sein und dann galt es, den ersten Sprung zu vollführen. Im Gegensatz zum Folgenden würde er sich mit der Berechnung beeilen müssen, nachdem zwischen den erkennbaren Sonnen ein geeigneter Korridor ausgewählt war. Selbst wenn sie inzwischen weit hinterher hingen, waren sicher noch ein paar Patrouillienschiffe hinter ihnen, was wohl vor allem der Hoffnung anzurechnen war, ihr Schiff würde mit technischem Defekt vor dem Sprung liegen bleiben.

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Beitrag von Thorgrimm am Fr Jul 17 2015, 01:54

"Das wollte ich auch." offenbarte Kate. Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen und tat so, als sei das alles nur ein Witz gewesen. "Man kann nie wissen, ob so ein Cracker nicht doch ein Monster ist." Sie grinste breit. "Vielleicht habe ich gerade unser Leben gerettet. Das der gesamten Crew. Du solltest mich feiern und nicht verbessern." tadelte sie lächelnd. "Ich bin Meisterköchin und weiß genau was ich tue."
Sie dachte nach und versuchte den Schwindel zu erklären. Egal was sie sagte - sie musste nur überzeugend rüberkommen, dann würde Thar ihr schon glauben. "Die Reihenfolge ist das wichtigste." fing sie mit der Lügengeschichte an, nahm sich ein Brotmesser, öffnete eine der luftdicht verschlossenen Verpackungen und strich etwas Frischkäse auf die Gurkenscheibe über Cracker. "Das werden Gurken-Frischkäse-Türme. Deshalb der Zahnstocher." Kate improvisierte nur aber die Erklärung hörte sich in ihren Ohren nicht schlecht an. Auf den Frischkäse spießte sie mithilfe des Zahnstochers noch eine Gurkenscheibe und dann folgte wieder Frischkäse. Zum Schluss legte sie das Kraut obendrauf und zog den Zahnstocher wieder heraus. "Einfache Cracker kann jeder dahergelaufene Kantinenkoch machen aber Türme - darauf muss man erst mal drauf kommen, nicht wahr?" Innerlich jubelte Kate. Sie war sich sicher, dass die erste Schlacht damit gewonnen war.

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Beitrag von Netade am So Jul 19 2015, 13:09

"Kate, Du solltest keine Groschenromane lesen... Cracker sind niemals Monster... es sei denn das sie sich als Hüftgold bemerkbar machen." Azah schaute aufmerksam zu wie Kate die Cracker herrichtete. "Wie kriegst Du denn den Zahnstocher in den Cracker, ohne dass dieser zerbricht?" Fragte sie neugierig nach, wie sie denn sicherstellen wollte, das der Turm auch ein Turm blieb. So ein wenig verwundert war sie schon, denn einen Turm konnte man kaum so essen, das es elegant war. Ja, sicher Azah war ein Kind der Sherazade, sonst hätte sie einen solchen Gedanken wohl kaum gehabt.
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Beitrag von Fade am So Jul 26 2015, 18:39

John verfolgte den Flug der Nautilus vom Cockpit aus ruhig und konzentriert. Je weiter sie sich von der Sonne entfernten, desto mehr ließ die Wirkung der Sonnensegel nach. Bald schon hätten sie ausreichende Sprungdistanz erreicht um allen Einfluss der alten Heimat hinter sich zu lassen. Es kitzelte John in den Fingern die über das Steuer strichen. Die Vakuumsprünge waren immer wieder eine Gelegenheit der Realität zu entkommen, trotzten sie ja allen früheren Physikalischen Erkenntnissen. Ja was war schon ungewiss? Selbst auf der Erde war wenig wirklich sicher oder stellte sich nach vielen Jahren als Trug heraus. Sie aber würden weiter gehen und Pioniere sein, wenn es gelang, den schwarzen Nebel zu durchqueren. Die Augen des Piloten verengten sich mit einem Mal und er richtete eines der Frontteleskope neu aus. Waren das Trümmerteile in der Ferne? Bruce betätigte vorsichtig das Steuer um eine Kurskorrektur zu vollziehen, als es auch schon einen harten Schlag tat, der sich vom äußeren der Schiffsseite über den Rumpf ins innere Übertrug. Die Nautilus kam leicht von der Bahn ab und Rogers fluchte in sich hinein.
Es musste ein Sonnensegel erwischt haben. Vielleicht ein kleines Trümmerteil von den weiter im Raum verteilten. Reflexartig riss er einen Hebel nach vorne und einen anderen Zurück. Die Nautilus verlor schnell an Geschwindigkeit, während die Sonnensegel einfuhren und Rogers betätigte das Sprechrohr. „Kapitän, bitte umgehend auf die Brücke. Kapitän, bitte umgehend auf die Brücke. Es gibt Schwierigkeiten.“ Etwa 30° abseits des Zentrums des Trümmerfeldes konnte John ein schwaches Lichtsignal ausmachen, welches wohl zu einer bemannten Rettungskapsel gehören musste. Zumindest, wenn es sich um ein Reguläres Schiff handelte, war die Kapsel so konstruiert, dass Sie nur mit dem Gewicht wenigstens eines Menschen aktiv blieb, um in Unglücksfällen keine Zeit mit der Bergung leerer Kapseln zu verschwenden.


Cecil hatte vom Aufprall nichts mitbekommen, welcher die andere Schiffsseite betroffen hatte und bemerkte auch den Geschwindigkeitsverlust dank der künstlichen Schwerkraft nur schwach. Die Druckmesser hier schienen zumindest alle in Ordnung zu sein und demzufolge hatten Sie auch weder ein Leck noch eine Undichte Leitung, doch das metallene Klingen sorgte für Unmut beim hochgewachsenen Mann. Er schlug mit seinem Schraubenschlüssel gegen eine der Leitungen um den Klang zu erwidern, ohne dadurch irgendeine neue Reaktion zu erwirken. Im Halbdunkel war außer seinen Schritten und dem vertrauten Maschinengeräusch hinter sich nichts zu vernehmen und dem Schlaggeräusch kam er auch mit jedem Schritt näher. Cecil war sich uneins was er vorzufinden erwartete, wo die Anzeigen doch in Ordnung waren und lief nun auch endlich etwas zügiger. Dem Klang nach musste sich die Ursache hinter einer Stauraumausbuchtung befinden, welche ihm die direkte Sicht auf den Verlauf der Rohre nahm und welche er bei seiner Größe etwas umständlich umturnen musste. Der Blick des rothaarigen Hünens zog sich zusammen als er das letzte Hindernis genommen hatte.

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