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Beitrag von Chirda am Mi Sep 23 2015, 20:51

Helena sah wie sich der Gesichtsausdruck der Köchin nach ihrem einfachen Kompliment veränderte und sich ein freudiges, vielleicht auch stolzes Lächeln über ihre Züge malte. Ob sie selten Lob bekam? Beim Militär ging es oft rau zu und obwohl dies scheinbar ein ziviles Schiff war, so konnte sie sich dennoch vorstellen, das man es in der Küche nicht leicht hatte. Vielleicht war sie bisher immer als reines Dienstleistungspersonal gesehen worden oder ihre Leistungen als selbstverständlich und nicht weiter erwähnenswert. Jedenfalls schien es ihr wichtig zu sein, zu betonen, dass sie ihr Handwerk gut beherrschte.

Helena fand einen Ortswechsel angebracht, zwar wollte sie sich nicht über Gebühr bewegen, gleichzeitig aber auch nicht die Krankenstation belegen. In einem neutralen Raum zu warten und sich mehr mit der Crew anzufreunden schien ihr eine gute Idee. Sie richtete sich langsam auf und griff ihr Buch. Den restlichen Inhalt der Kiste würden sie wohl hier lassen, sie konnten das sperrige Ding ja nicht überall hin mitnehmen.
Sie hatte sich gerade aufgerichtet als sie Kanter ansah und breit grinsen musste. Er mochte ein guter Kämpfer sein und in Gefahrensituationen die Nerven behalten, aber mit dem Cracker im Mund, die Backen weit aufgeblasen sah er einfach aus wie ein Schuljunge am ersten Tag. „Ich glaube ihm schmeckt es sogar noch besser!“ meinte sie zu Kate. "Und etwas zu trinken wäre wirklich angenehm"
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Beitrag von Umbra am So Sep 27 2015, 16:36

Der Kapitän der Nautilus hatte sich an der Aufnahme der Schiffbrüchigen erst einmal nicht beteiligt, sondern die Verantwortung Hagen überlassen. Der Umgang mit der Situation sollte die erste Bewährungsprobe der noch jungen Crew, die noch nicht aufeinander eingespielt war, sein. Außerdem würde sich nun bald zeigen, ob sich auf den Sicherheitsbeauftragte Larsson verlassen werden konnte. Da Cecil dabei war, um den Außeneinsatz im All durchzuführen und den Andockungsvorgang der Rettungskapsel zu beenden, vertraute der Professor darauf, dass zumindest technisch alles reibungslos von Statten gehen würde.
Da Edgar Mendelius Whorn von der Brücke aus Stimmengemurmel vernahm, aber keinen Lärm, der auf ein Gefecht hindeutete, schienen sich die Überlebenden, sollten welche vorgefunden worden sein, zumindest friedlich zu verhalten.
Als die Stimmen jedoch leiser wurden und schließlich nicht mehr zu hören waren, wurde er ungeduldig. Seine Neugier nahm schon nach wenigen Augenblicken überhand, sodass er, auf seinen Gehstock gestützt, loshumpelte, um nach dem Rechten zu schauen. Zu seiner Verwunderung traf er Hagen dabei allein am Waffenschrank an.
„Ah, da sind Sie ja“, gab sich Whorn zu erkennen, um sich nicht wortlos anzuschleichen. „Wie lautet Ihr Bericht, Larsson?“

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Beitrag von Thorgrimm am Mo Sep 28 2015, 04:36

Wieder grinste Kate über beide Ohren aber statt anzugeben und sich weiter aufzuplustern, nickte sie nur und ging dann einige Schritte den Gang runter. Bevor sie um eine Ecke bog, drehte sie sich noch einmal um. "Der Gemeinschaftsraum liegt dahinten." Sie zeigte auf eine Wand, am Ende des Ganges. "Hier vorne rechts, dann geradeaus den Gang durch und dann zwei mal links. Oder war es zwei mal rechts, zwei mal links und dann geradeaus?" Kate dachte nach aber dieses Schiff verwirrte sie noch immer etwas. So genau wusste sie den Weg zum Gemeinschaftsraum nicht. "Ihr werdet ihn schon finden. Ich hole was zu trinken und Kleidung für den Mann mit vollem Mund." Wie war noch gleich sein Name gewesen? War ja auch egal - früher oder später würde sie den schon erfahren.
So machte sie sich wieder auf den Weg in die Küche, wo sie in einer kleinen Holzkiste Wasser, Wein und Gläser verstaute und anschließend wieder zum Lagerraum ging, um Kleidung für den Neuen zu holen. Sie schätzte seine Größe ein, nahm aber zur Sicherheit zwei volle Monturen mit und ging dann anschließend zum Gemeinschaftsraum. Dort angekommen, stellte sie die Kiste auf den Tisch in der Mitte, flätzte sich dann auf einen Sessel und wartete auf die Anderen.

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Beitrag von Elodriel am Mo Sep 28 2015, 10:06

Fast hätte Wilhelm sich verschluckt, als er Helenas Worte hörte und dann auch noch die Köchin...Kate hieß sie wohl. Wo waren die Erdlöcher, in denen man sich verkriechen konnte, wenn man sie brauchte? Vermutlich auf der Erde, wo sie hin gehörten. Also musste er da nun irgendwie durch. Er kämpfte sich ab, um den Mund frei zu bekommen, aber da war die Köchin nach einer verwirrenden Wegbeschreibung auch schon weg. Er atmete erstmal tief durch, als er den Crackerturm den Weg allen essbaren hinabgeschickt hatte. "Die wirken ja janz schnieke, da ham wa janz schön Dusel jehabt, wa?" Viellecht konnte er so ja davon ablenken, wie er sich gerade benommen hatte.
Er schnappte sich dann auch schonmal die Kiste, um sie mit in den Gemeinschaftsraum zu nehmen. "Ick hoff ma, dit ne Navigatorin mit der Wegbeschreibung zum Jemeinschaftsraum wat anfang' kann." Sollte wohl heißen, dass sie nun vorgehen solle. Er wollte ihr dann zum Gemeinschaftsraum folgen.
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Beitrag von Chirda am Mo Sep 28 2015, 15:41

Helena sah zwischen Kate und William hin und her, die eine grinste immer breiter und der andere wurde immer röter im Gesicht. Es war ein lustiger Anblick und es tat ungemein gut, mal nicht in Gefahr zu schweben, Schmerzen zu leiden oder Ängste über die nahe Zukunft auszustehen. Ein bisschen bedeutungsloses Geplänkel und ein paar Scherze. Noch ehe William sich wieder gefasst hatte, verabschiedete sich Kate, da sie noch Sachen für William suchen wollte. Zunächst fand Helena die Aussage „da hinten“ etwas unpräzise und war froh, dass die junge Frau noch Gänge und Richtungsangaben hinzufügte. Doch je mehr Kate versuchte den Weg zu skizzieren, desto verwirrender wurde es und manches wiedersprach sich gegenseitig.
Helena öffnete den Mund um ihr etwas nachzurufen und schloß ihn dann wieder. Entweder Kate wollte sie testen, dann sollten sie es alleine schaffen oder Möglichkeit zwei, sie kannte sich selbst nicht wirklich aus- dann konnte sie ihnen auch nicht helfen.

Einen Moment schloss sie die Augen um sich möglichst viel von dem Einzuprägen was die Köchin gesagt hatte, vielleicht eine dämliche Methode die Augen zumachen zu müssen, aber es half ihr. Dann sah sie William an und zuckte mit den Achseln. „Ich kann nicht behaupten, dass ich alles verstehe was hier vorgeht, einiges finde ich auch höchst seltsam, aber wir wurden freundlich und fair behandelt und das ist viel mehr als wir erwarten konnten.“

Sie sah zu, wie William die Kiste an sich nahm, es schien ihm keine Schmerzen zu bereiten sie zu tragen. Sie blickte ernst drein, als er sein Vertrauen in sie setzte, dass sie trotz der verworrenden Angaben den Weg finden würde. „Ich tue mein Bestes und bei unserem Glück ist das Schiff gar nicht groß genug sich dauerhaft zu verirren“ sagte sie und hatte dies aus der Breite der Gänge, der Andockluke und den bisher zurückgelegten Wegen geschlossen. Sie ging langsam voraus, damit er sich mit der Kiste nicht abmühen musste Schritt zu halten. Der erste Teil war noch klar, an der Abbiegung rechts und entweder kam dann ein gerades Stück oder wieder eine Kreuzung. „Ich bin ja mal gespannt ob der Spitzname bleibt, Mann mit vollem Mund“ knüpfte sie an das Erlebnis gerade an.
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Beitrag von Leo am Di Sep 29 2015, 00:15

Nachdem seine Arbeit vorerst getan war und die Schiffbrüchigen vorerst in Richtung Krankenzimmer davonzogen, blieb Hagen reichlich ratlos allein vor der Luftschleuse zurück. Whorn und er Typ im Raumanzug mussten auch irgendwo stecken, doch Hagen entschied, dass es gut wäre, zuerst seine Arbeit zu machen. Die Kiste mit den Waffen stand noch immer am selben Platz, und um die musste sich schließlich auch jemand kümmern.
Hagen tippte mit dem Zeigefinger siebenmal auf den Deckel, bevor er ihn öffnete. Unklar, ob es an diesem Glücksomen lag, doch nichts explodierte. In der Kiste waren tatsächlich Waffen, Kanter hatte die Wahrheit gesagt. Und das bedeutete wohl auch, dass die beiden nicht gefährlich sein konnten, sonst hätten sie sicher nicht ihren ganzen Waffenvorrat bereitwillig abgegeben.
Wunderbar. Nicht, dass er etwas anderes vermutet hätte.

Mit der Kiste unter dem Arm machte sich Hagen zum Waffenschrank auf und summte dabei das dänische Liedchen, das er auch schon bei seiner Ankunft an der Nautilus von sich gegeben hatte. Es schien schon furchtbar lange her zu sein. Trotzdem sehnte er sich nicht nach festem Boden. Alles eine Sache der Gewöhnung, und bisher waren sie ja gut durchgekommen. Wenn sie nun bald sprangen, würden alle Pläne – vorerst – glattgehen, und das war bestimmt ein gutes Vorzeichen.
Er war gerade damit beschäftigt, die Kiste im Schrank zu verstauen, als er hinter sich Schritte wahrnahm, doch es war nur Whorn mit seinem Stock. Hagen drehte sich so hastig um, dass er sich den Kopf an der metallenen Schrankwand anstieß, doch er ließ sich nichts anmerken. Während er salutierte hielt er misstrauisch nach einer Katze Ausschau (eine Angewohnheit von seinem letzten Raumflug), doch es war weit und breit keine zu sehen. Gut so. Vielleicht war sein neuer Arbeitgeber ja umgänglicher als der alte.
Mein … Bericht, Sir?“ Hagens starre Haltung lockerte sich. Er runzelte verunsichert die Stirn. Jetzt schon ein Bericht? Sie waren noch keine zwei Stunden unterwegs, und er hatte sich noch keine wirklich tiefgreifenden Gedanken über die Situation gemacht. Er hatte nur getan, was getan werden musste. Wie immer, eigentlich.
Hagen nahm die Hand von der Stirn. In seinem Kopf spielte noch immer die Melodie aus seiner Heimat und machte es schwer, sich zu konzentrieren. Seine Mutter hatte das beim Stricken doch immer gesungen …
Ich, äh … also … die Aufnahme der Schiffbrüchigen ist gut verlaufen, Sir. Die beiden scheinen mir nicht gefährlich zu sein. Sehen Sie!“ Er trat einen Schritt zur Seite und wies auf die geöffnete Kiste im Waffenschrank. „Sie haben uns bereitwillig eine nicht unbeträchtliche Menge an Waffen überlassen, Sir. Natürlich können wir nicht sicher sein, dass es alles ist, doch ich bezweifele ernsthaft, dass sie Böses im Schilde führen. Ich denke, auch ihre Geschichte entspricht der Wahrheit.“ Er selbst kannte dummerweise weder das angeblich verbrannte Schiff, noch dessen Captain, aber vielleicht verfügte Whorn ja über mehr Informationen.

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Beitrag von Elodriel am Mi Sep 30 2015, 20:57

Wilhelm humpelte hinter ihr her, da sein Bein ja nunmal nicht sofort geheilt war. Aber es ging soweit gut genug, dass er sie nicht zu lang aufhalten sollte. Dazu kam noch, dass sie ihm erstmal das Gefühl gab, seine 'Ablenkung' hätte funktioniert und das Thema mit seinem Schlingen hätte sich erledigt. Doch dieses Gefühl der Erleichterung war schnell dahin, als sie nun auf diesen vermeintlichen Spitznamen einging. Er seufzte gedehnt und wurde schon wieder rot. Das würde man ihm ja wohl nicht wirklich antun. "Ick...also...ick hatte Muffensausen, dit dit Ding zerfällt." Er konnte ja wenigstens versuchen, zu erklären, wie es dazu gekommen war. Auf dem Weg versuchte er sich gleich mal einzuprägen, wo sie lang gingen. So schwer konnte es dann ja auch nicht sein, immerhin mussten Raumschiffe doch Platz sparen, soweit er wusste.
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Beitrag von Umbra am Do Okt 01 2015, 20:36

Captain Whorn runzelte seine Stirn und zog dabei seine buschigen Augenbrauen zusammen, als Hagen begann, herumzustammeln.
„Immer mit der Ruhe, Junge. Sie brauchen nicht nervös zu sein. Ich bin kein Drillsergeant“, sagte er gutmütig und hörte sich dann doch, mit wachsender Skepsis, an, was sein Sicherheitsbeauftragter von sich gab.
„Nun, vielleicht sollten Sie doch nervös sein“, widerrief er sein anfängliches Urteil.
„Was heißt ‚natürlich können wir uns nicht sicher sein‘?“, erkundigte er sich, obwohl er sich schon denken konnte, was das bedeutete?
„Haben Sie etwa auf eine Leibesvisitation verzichtet?“
Der Professor seufzte. Das erinnerte ihn alles an seine eigene Marinezeit. Das waren noch Zeiten…
„Ich weiß noch, damals im hochtiberanischen Krieg, da hätten wir uns so eine Schlampigkeit nicht erlauben dürfen“, schwelgte er plötzlich in der Vergangenheit. Da wurde ihm ganz warm ums Herz.
„Ich kann mich noch zu gut daran erinnern, wie einfallsreich die Gefangenen darin waren, ihre Waffen mit an Bord zu schmuggeln. Selbst in allen möglichen Körperöffnungen haben sie ihre Messer, Munition und Handgranaten versteckt. Wissen Sie, damals war ich Fregattenarzt und unglücklicherweise habe ich mich nicht rar gemacht, als ein Zuständiger für die Durchsuchungen ausgelost wurde. Immerhin hatte ich meine Handschuhe…“
Er schüttelte, mit einem Schmunzeln auf den Lippen und mit abwesendem Blick den Kopf, bevor er ins Hier und Jetzt zurückkehrte.
„Aber nun haben wir ja Sie, nicht wahr?“, meinte er in bestärkendem Tonfall.
„Für Sicherheitsfragen sind sie schließlich angeheuert worden. Apropos… warum sind Sie eigentlich nicht bei unseren Gästen und achten darauf, dass sie keinen Schabernack anstellen?“

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Beitrag von Netade am Do Okt 01 2015, 20:48

Ihr war immer noch übel und auch der Tee den sie zu sich nahm, half ihr nicht wirklich. Sie konzentrierte sich so gut es ging und machte die beiden Berichte für Captain Whorm fertig. Sie war froh die beiden Berichte noch einmal bevor sie diese an den Kapitän schickte gelesen zu haben und damit die Chance zu haben, diese zu korrigieren. Die Sherazade rollte die Berichte zusammen und steckte sie in die automatisierte Dampfraketenrohrpost.

Sie setzte sich in den Sessel, nahm die Füße hoch und versuchte sich so gut es ging zu entspannen. Alles wäre gut, wenn es ihr nicht so verdammt übel wäre.
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Beitrag von Leo am So Okt 04 2015, 10:37

Ähm …“ Hagen trat von einem Fuß auf den anderen. Whorns Worte trugen nicht gerade dazu bei, dass er sich entspannte, im Gegenteil. Leibesvisitation? Verdammt … da hatte er nicht dran gedacht. Warum auch? Die beiden Schiffbrüchigen hatten so freundlich gewirkt … er war froh, dass Whorn zu einer Geschichte ausholte, denn das ersparte ihm, sich dazu äußern zu müssen. Andererseits wusste er nicht recht, was er darauf eigentlich antworten sollte. Das klang echt ekelig.
Äh … ja, Sir.“ ‚Ja, Sir‘. Das ging immer. Das hatte er im Militär gelernt. Immerhin.
Ja, nun haben wir mich. Aber wollen sie jetzt, dass ich … also … dass ich …?
Nein.
Oder? Nein! verdammt, bitte nicht! Was wäre, wenn Nowak tatsächlich eine Granate in ihrer … und wenn er sie dann …
Fürchterliche Bilder geisterten durch seinen Kopf, dazwischen immer wieder Whorn, wie er dasselbe tat. Durchsuchungen. Das war ja ekelhaft!
Sir, das ... das kann ich doch nicht machen! Das bringt bestimmt Unglück!“ Hagen riss die Augen auf und nickte unheilvoll, wie es ein Prophet bei Verkünden des Weltunterganges täte. Er wusste nicht, ob es wirklich Unglück brachte, in anderer Leute … Körperöffnungen Waffen zu suchen, aber er war sich fast sicher. Vor allem aber war die Vorstellung so widerlich, dass ihm davon fast schlecht wurde.

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Beitrag von Fade am So Okt 04 2015, 22:26

Tatsächlich war der große Gemeinschaftsraum im Zentrum des Hauptdecks nicht zu schwer zu finden, da die Nautilus alles in allem bestenfalls dem Innenleben eines mittleren Wohngebäudes gleichkam. Als Wohnzimmer hätte man ihn wohl nicht bezeichnen können, obgleich das eigentümliche royale Design der Möblierung durchaus einigen Komfort für die raumfahrenden Pioniere bereitstellte. Neben bequem gepolsterten Sitzgelegenheiten und dem großen zentralen Tisch fanden sich an den Wänden auch ein paar Sternenkarten und der Schiffslageplan, der alle übrigen Räume Verzeichnete.

Auf der Brücke konzentrierte John sich darauf, die Nautilus nach erreichter Nominaldistanz zum Sprung, gleichmäßig auf Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen, um der Vakuumboje und dem Schiff selbst die geringstmögliche Belastung beim eigentlichen Sprung zuzumuten. Von der Technologie her funktionierte die Boje nach einem ähnlichen Prinzip, wie der Gravitationsbrunnen im Schiffsinneren, welcher an Bord für die künstliche Schwerkraft sorgte. Sie sog die spärliche Materie im freien Raum vor sich an, was sie nach physikalischen maßen nahezu unbegrenzt beschleunigen konnte. Physiker sprachen dabei zuhauf von Raumkrümmung, wobei John davon Abstand nahm, diese Technologie bis ins Detail verstehen zu können.
Mit steigender Geschwindigkeit, welche sich im Raumschiff selbst aber nur schwer erfühlen ließ, machte Rogers schließlich seine Ansage an die Crew. „Hier spricht der Pilot. Wir haben die Sprungdistanz nun erreicht und werden in kürze den Hochvakuumsprung vollziehen. 10, 9, 8...“
Im Grunde hatte die Crew dabei nichts zu beachten, es würde eine bestenfalls leichte Erschütterung im Schiff geben und dann waren sie auch bereits in einem so gut wie unbewegt gefühlten Zustand. Nun war es also endlich soweit. Eigentlich hätten sie sich noch etwas Zeit nehmen können, um den Kurs exakter auf ihr Ziel abzustimmen, da anscheinend kein unmittelbarer Verfolgungsdruck bestand, aber der Plan sah einen Zweipunktesprung vor und im Zweifelsfall war es der sicherere Weg.
Der Moment, in dem John den Auslöser betätigte, war alle Vorbereitungen zum Trotz einer, in dem der routinierte Pilot die Luft anhielt. Die Sonde schoss Planmäßig vom Schiff aus nach vorne davon, während eine runde Wölbung, wie die einer Linse um sie herum ausbreitete, welche sogar das Sternenlicht im Sichtkegel brach. Die Nautilus steuerte exakt hinterher und wurde auch fast augenblicklich in den Sog fühlbar hineingezogen. Es war ein seltsames Gefühl von Schwerelosigkeit und doch auch fast wie das Eintauchen in Wasser, welches durch die Körper der Crew zog. Kurz darauf normalisierte sich alles und wirkte beinahe zu ruhig, während über die Bullaugen deutlich zu erkennen war, wie die Sterne begannen sich zu bewegen und immer schneller vorbeizuziehen, bis sie schließlich von einem Schleier aus Farben und Grautönen ersetzt wurden.

Cecil hatte mit einem kurzen fast kreischenden Geräusch die Halterung der Kapsel gelöst und sie somit zurück ins All befördert. Anschließend machte er sich zurück zum Maschinenraum um ersteinmal die Konservendose loszuwerden, welche innerhalb des Schiffes doch reichlich unpraktisch war und danach wieder die Instrumente zu überprüfen, ob es dem Schiff auch noch gut ging. Rogers Ansage über den Sprung kratzte den großen Maschinisten nur geringfügig. Es ging alles in allem doch recht rasch voran. So war er noch gar nicht dazugekommen, die Crew genauer in Augenschein zu nehmen und streng genommen waren die Angeworbenen ihm gegenüber noch genauso fremd, wie die schiffbrüchigen Neulinge. Einige Momente lang betrachtete Cecil das Farbenspektakel durchs Bullauge, was auch bei wiederholter Betrachtung immer noch auf eine seltsame Weise faszinierend wirkte. Wenn er hier fertig war, würde er sich ersteinmal im Mannschaftsraum unter den neuen umsehen und feststellen wer es wert war seine kostbaren Vorräte und Zeitfenster mit ihm zu teilen. Außerdem sollte die neue Köchin einmal zeigen, ob sie ihren Anteil auch wert war.

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Beitrag von Elodriel am Di Okt 06 2015, 20:43

Die beiden Schiffbrüchigen kamen gerade im Mannschaftsraum an, als die Durchsage des Piloten ertönte. Und zumindest Wilhelm nahm das durchaus als Warnung hin und positionierte sich so, dass er sich festhalten konnte, wenn der Sprung durchgeführt wurde. Er war dann fast enttäuscht, als man kaum etwas spürte. Dabei war dieses erste Gefühl, dass da aufkam sehr eigenartig und so verwunderte es umso mehr, als es dann so schnell wieder verschwand.
Als sich alles wieder so anfühlte, wie es sich eben noch angefühlt hatte, sah er sich nach Helena und auch nach der Köchin um. Immer noch sonst niemand zu sehen. Aber zumindest der Pilot schien ja noch anwesend zu sein. Sonst hätte man langsam das gefühl bekommen können, dass außer denjenigen, die sie aus der Kapsel geholt hatten, sonst niemand auf diesem Schiff war. Dabei wirkte das Schiff bisher durchaus groß genug, um deutlich mehr Leute zu fassen.
Aber vielleicht kam ja der Kapitän nun, nach dem Sprung zu ihnen.
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Beitrag von Chirda am Mi Okt 07 2015, 14:51

Helena stand an der Kreuzung zweiter Gänge und blickte jeden von ihnen aufmerksam entlang. Sie bemerkte nicht, wie rot oder verlegen Kanter wurde. „Du hast recht, es war etwas krümmelig, aber immerhin erträgliche Weltraumnahrung“ meinte sie. Nachdenklich war sie an dieser Kreuzung stehen geblieben und überlegte schweigend. Sie hatte noch den Weg von der Luke zur Krankenstation im Kopf, dazu die Ausmaße der bisherigen Gänge und Räume. In ihrem Geist legte sie sich eine große Karte des Schiffes an, die Teile die sie schon kannte und ergänzte sie mit der wahrscheinlichsten Form und Ausdehnung. Sie kam zu dem Schluss, dass die Beschreibung der Köchin nicht hilfreich war und sie diese am besten komplett vergessen sollte. Stattdessen verließ sie sich auf ihr eigenes Können, die bisherigen Daten und vor allem ihren Instinkt. Man sah ihr an, wie konzentriert sie war als ihr Verstand sich einen eigenen 3D Plan zurechtlegte, studierte, Gänge einzeichnete und wieder verwarf. Es war beruhigend, vertraut und entsprach ihren Talenten. Immer wenn sie so fokussiert war, zwirbelte sie unbemerkt eine Haarsträhne zwischen den Fingern. Es war wie ein Fixpunkt um den ihre Gedanken kreisen und sich drehen konnten. Dann plötzlich drehte sie sich um und deutete in die andere Richtung. „Ich glaube wir müssen hier entlang“ sagte sie überzeugend und ging wie zuvor voran. Logik, Intuition und die einfache Tatsache, dass sie den Gemeinschaftsraum in diesen Teil des Schiffes gebaut hätte, führten sie kurz darauf an den gewünschten Ort.

Der Raum war relativ geräumig, bedachte man die Raumfahrer Doktrin Platz zu sparen wo es nur ging. Die Möbel wirkten ausgesucht, fast handverlesen und boten wesentlich mehr Komfort als man an diesem Ort erwarten würde. Mit einem Lächeln begrüßte sie die Köchin und wollte dann direkt zu den Karten an der Wand gehen, die sie magisch anzogen. Doch dann erschallte eine Durchsage aus einem Rohsystem, welches ihr bisher noch nicht aufgefallen war. Die Stimme kannten sie bisher noch nicht und als er einen Sprung ankündigte, blieb sie mitten im Raum verwundert stehen. Einen Sprung? Wohin? Zur Erde war es doch viel zu nahe, sie konnten nicht so weit abgetrieben sein in der Kapsel. Sie griff nach der Lehne eines der Sessel, spürte Leder und Holzintarsien unter ihren Fingern. Die Welt veränderte sich ein klein wenig um sich den neuen physikalischen Gegebenheiten anzupassen, aber außer einem Ruck blieben sie von weiteren Auswirkungen verschont.
Wohin springen wir?“ fragte sie Kate kaum war das erste Vibrieren verklungen.
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Beitrag von Thorgrimm am Do Okt 08 2015, 05:06

Kaum hatte es sich Kate in dem extravaganten Sitzmöbel gemütlich gemacht, da tauchte auch schon Helena, gefolgt von Kanter, auf. Anscheinend hatte sie den Weg zum Gemeinschaftsraum gut genug erklärt. Zumindest das konnte sie anscheinend ganz gut - im Gegensatz zum Kochen. Sie erwiderte das Lächeln Helenas und begrüßte auch Kanter mit dem selben Gesichtsausdruck. Bevor sie sich allerdings erheben konnte, um den beiden einen Schluck Wein anzubieten, kam die Durchsage von John, dass sie in wenigen Sekunden springen würden. Das wollte sich Kate nicht entgehen lassen aber leider befand sich im Gemeinschaftsraum kein Bullauge, sodass sie lediglich eine kurze Erschütterung spürte. Sie hatte wirklich mit mehr gerechnet und war etwas enttäuscht, dass sie sich das Schauspiel nicht ansehen konnte.
Doch die Situation hatte auch etwas Gutes. Jetzt war endlich Zeit, ganz entspannt etwas zu trinken und die beiden Neuen besser kennen zu lernen. Die Frage Helenas überging sie mit einem saloppen "Wird dir der Captn sagen, wenns soweit is." Es war vermutlich keine gute Idee, viel über die Mission loszuwerden, ohne dass Whorn sein Ok dazu gegeben hatte. Kate musste sich ihren Aufenthalt auf dem Schiff ja nicht noch schwerer machen, als er überhaupt schon war oder noch werden würde. Wenn sie genauer darüber nachdachte, dann war so eine Herausforderung schon ganz interessant. Allein der Gedanke daran erfreute Kate. Für den Moment sollte sie sich allerdings erst mal etwas zurückhalten. Wenn Whorn in den nächsten Minuten nicht auftauchte, konnnte sie das Thema ja immer noch ansprechen.
"Wir sind auch garnich hier, um über Arbeit zu reden, sondern um uns zu entspannen." Bei diesen Worten stieg sie mühsam aus dem Sessel, in den sie versunken war und ging zum Tisch in der Mitte des Raumes. Sie nahm die Weinflasche zur Hand und einige Gläser. "Erstmal wird gefeiert. Darauf, dass ihr noch am Leben seid und darauf, dass wir unterwegs sind." Vorsichtig entkorkte sie den Wein und hielt ihn über die Gläser. "Wer möchte ein Schlückchen aslekanischen Weißwein von 489? Ganz edler Tropfen. Is aus meinem eigenen Sortiment." Sie hatte zwar keine Ahnung ob das ein guter Wein war oder nicht aber es war Alkohol und das war alles, das für Kate zählte.

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Beitrag von Elodriel am Do Okt 08 2015, 21:21

Sobald er sicher war, dass da wirklich keine weiteren Beeinflussungen durch diesen Sprung kamen, ging er das letzte Stück zu der Stelle, wo die Köchin nun den Wein ausschenkte. "Sollten wa bei ner Sause für dit Leben nich' Roten trinken?" Weißwein kam ihm da reichlich unpassend vor irgendwie. Aber er war auch nicht der große Weinexperte.
Und trotz seiner Kritik, nahm er ein Glas entgegen, denn anderer war ja nun nicht da. Und bei alle dem sah er sich scheinbar interessiert in dem Gemeinschaftsraum um, statt die Köchin direkt an. "Die Durchsaje, war dit dieser Kapitän? Wie heeßt der nochma?" Irgendwie hatten immer nur alle vom Kapitän gesprochen, ohne seinen Namen zu erwähnen, wenn Wilhelm sich richtig erinnerte...es hätte sich also auch noch um eine Frau handeln können.
Aber nun hatte ja eine doch wohl als männlich einzustufende Stimme diese Durchsage gemacht. Und es war ja auch durchaus sinnvoll, dass der Kapitän des Schiffes solche Dinge, wie einen Sprung durchführte. Doch nun, da dies geschehen war, konnte man ihn gewiss treffen. Er wollte endlich herausfinden, was es mit diesem Schiff hier auf sich hatte.
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Beitrag von Netade am Fr Okt 09 2015, 19:47

Das war fürchterlich, das Hochlegen der Füße schien eher noch alles schlimmer zu machen und dann war da dieses komische Gefühl das ein weiterer Ruck durch das Schiff ging. Die Sherazade reagierte für ihren Zustand mehr als blitzschnell. Ruckzuck hielt sie die Nierenschale in der Hand. Keinen Moment zu früh, denn sie spie, auch wenn sie es nicht wollte.

Danach fühlte sie sich erleichtert, die Übelkeit war zwar noch da, aber fühlte sich an, als wenn sie hinter einem Schleier verborgen wäre. Erleichtert ließ se sich in den Sessel zurücksinken, nachdem sie sich zuvor die Nierenschale samt Inhalt entledigt hatte.
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Beitrag von Chirda am Di Okt 13 2015, 14:50

Helena zögerte einen Moment, unsicher wie sie auf die Aussage reagieren sollte. Der Kapitän dieses Schiffes war schon mehrfach erwähnt worden, aber bis jetzt nicht aufgetaucht. Ob er ein genauso unfähiger Säufer war wie der letzte? Oder gab es auf der Brücke einfach zu viel zu tun? Der Sprung mit unbekanntem Ziel verunsicherte sie mehr als sie zugeben wollte und die gelassene Fröhlichkeit der Köchin konnte daran nichts ändern. Sie war in diesen Dingen etwas eigen, sie wusste gerne wo sie war und wohin es ging. Doch was sollte sie tun, einen Aufstand proben oder herumschreien? Das würde ihr auch keine Antworten sondern nur Ärgern bringen. Also seufzte sie, setze ein freundliches Gesicht auf und ließ sich von der Köchin den Wein einschenken.
Es erstaunte sie, dass so eine Flasche an Bord war und noch mehr, dass er jetzt geöffnet wurde. Der Jahrgang war in Kennerkreisen wirklich hoch geschätzt, ein warmes Jahr mit vielen Früchten und reichhaltigen Aromen. Ihr Vater hatte einen eigenen kleinen Weinkeller gehabt, aus Prestigegründen. Und aus diesem Jahrgang hatte er zuletzt eine Flasche geöffnet anlässlich….ihrer Verlobung. Unangenehme Erinnerungen stiegen in ihr hoch und verdarben ihr den Geschmack selbst an diesem guten Wein. Kanter begann Fragen zu stellen und Helena nutze die Gelegenheit nun doch die Karten an der Wand eingehend zu studieren.
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Beitrag von Thorgrimm am Mo Okt 19 2015, 04:00

Auf die Anmerkung Kanters, ob sie nicht einen Rotwein trinken sollten, zuckte Kate lediglich mit den Schultern. "Schätzchen, ich weiß schon was ich tue. Ich bin ne verdammte Gourmet-Köchin - vertrau mir einfach." erwiderte sie mit einem Lächeln, um den Worten ihre Schärfe zu nehmen. Sie konnte es einfach nicht lassen und musste immer wieder angeben. Irgendwie war das in ihr verankert. Es machte spaß, obwohl sie wusste, das es irgendwann ein böses Erwachen geben würde.
Sie schenkte sich großzügig ein, trank einen Schluck und füllte diesen Schluck sofort wieder nach. Erst dann stellte sie die Flasche auf den Tisch und ging zurück zu ihrem Sessel, in den sie sich sofort fallen ließ. Der Inhalt des Glases schwappte zwar gefährlich aber verabschiedete sich nicht. "Whorn heißt er. Istn alter Sack aber ganz in Ordnung, denk ich." antwortete sie schließlich auf Kanters Frage. Kate trank noch einen Schluck Wein und wechselte dann das Thema. "Wieso seid ihr ins All geflogen? Abenteuerlust? Flucht? Berufung? Oder wars was ganz anderes?"

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Beitrag von Elodriel am Mo Okt 19 2015, 21:42

Kurz schaute Wilhelm in sein Glas, ehe er dann einen Schluck von dem Wein nahm. Sie hatte ja schon recht. Sie war die Expertin, also würde sie shcon wissen, was sie tat. Auch Helena trank davon, ohne irgendwelche Anmerkungen, also hatte er da vermutlich einfach nur falsche Vorstellungen gehabt. Und der Wein war ja auch wirklich gut. Die Art, wie die Köchin davon trank, kam ihm dann aber auch wieder...unschicklich vor. Aber ihre ganze Art sprach ja davon, dass sie ein sehr...lockeres Wesen zu haben schien. Doch all das war dann verdrängt, als sie den Namen nannte. "Whorn? Professor Whorn? Dit is der Kapitän von dit Schiff hier?" Konnte es wirklich sein? Er hatte schon von einigen abenteuerlichen Expeditionen gehört, die der Gelehrte durchgeführt hatte.
Aber er rief sich selbst ein wenig zur Ruhe. Immerhin war der letzte Kapitän, dem er sich angeschlossen hat auch eine Legende. Eine Legende, die sich selbst überlebt hatte. Doch die Vorfreude ließ sich nicht ganz vergraben, zumal dieses Schiff hier, die Nautilus, ja einen deutlich besseren Eindruck machte, als die alte Schrottmühle, mit der sie zuvor unterwegs gewesen waren.
Er musste sich kurz in Erinnerung rufen, was Kate gefragt hatte, da er es in seiner Überraschung fast übergangen hätte. "Also...ick...nun, ick bin ins All, weil dit ne große Herausforderung darstellt, wa? Ick hab viele Kontinente bereest und viel erlebt, Da war's in meenen Ojen nur foljerichtig, dit ick mir ner Expedition ins All anschließ'." Für die Navigatorin konnte er ja nicht antworten und selbst, wenn er gekonnt hätte, hätte sich das wohl kaum gehört.
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Beitrag von Netade am Mi Okt 21 2015, 09:16

Azah schlug die Augen auf, für einen Moment war sie wohl eingenickt. Die Übelkeit war noch da, wenn auch nicht mehr so stark wie zuvor. 'Nur nicht bewegen' dachte sie, doch dann fiel ihr ein, dass sie sich eigentlich alle hatten treffen wollen. Sie atmete tief durch und erhob sich danach ganz langsam und behutsam. Es war eher ein Staksen als ein Gehen, wie sie zu dem Medizinschrank sich bewegte. Ihre Augen suchten nach einer der braunen Glas Tiegel. "Ah... ja, das ist es." Sie entnahm dem Tiegel mit der Aufschrift Ingwer einen Löffel mit dem Pulver und schüttete ihn in ein Glas das sie mit Wasser auffüllte. Ein Seufzer entfuhr ihr. "Das sollte helfen!" machte sie sich selbst Mut. ehe sie los ging richtete sie ihre Kleidung noch einmal und überprüfte den Sitz ihrer Frisur.

Wenig später betrat sie den Raum. Freundlich grüßte sie die Anwesenden, ehe sie Platz nahm. Der Geruch des Weines war nicht das, was sie wirklich brauchte, aber er machte es nicht schlimmer und das war schon eine ganze Menge.
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Beitrag von Umbra am Do Okt 22 2015, 18:31

Irgendwie amüsierte es Kapitän Whorn, dass sein neuer Sicherheitsmann sich so zierte. Larsson wollte ihn wohl verschaukeln. Aber einen Scherz konnte er dem Skandinavier wohl kaum übel nehmen. Sie waren hier nicht beim Militär, also mussten sie nicht alles todernst nehmen. Allerdings war die Sicherheit der Crew durchaus nicht zu vernachlässigen. Der Professor genoss es gerade, mit dem jungen Mann zu reden. Die Erinnerungen an die guten, alten Zeiten wurden wieder frisch.
„Ach was, keine falsche Scheu!“, meinte er und war schon wieder tief in seiner Gedankenwelt versunken, sodass er begann, über den Sachverhalt zu philosophieren.
„Unglück bringt es höchstens, wenn Sie dabei aus Versehen einen Granatenstift ziehen. Dann regnet es nicht nur Innereien… Nein, selbst wenn Sie es schaffen, rechtzeitig in Deckung zu gehen, reißt die Detonation vermutlich ein Leck in das Lüftungssystem oder sogar in eine Außenwand. Durch den Unterdruck ins All gesogen zu werden und dort zu krepieren, wenn man nicht schon durch die Explosion im Jenseits ist, ist sicher keine angenehme Erfahrung… Aber dann immerhin die letzte. Man stirbt mit der Gewissheit: Schlimmer kann’s nicht werden.“

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Beitrag von Leo am So Okt 25 2015, 23:42

Ich … ich …
Hagen war sprachlos. In seinem Kopf spielten sich die wildesten Fantasien ab, und er wollte nicht eine davon sehen. Er wollte nicht einmal Kanters Hintern sehen, geschweige denn … mit seiner Hand …
Das war einfach unglaublich ekelhaft. Hagen war beim Militär gewesen. Er hatte sich durch stacheliges Geäst gekämpft, er war durch Schlamm gekrochen, wenn seine Vorgesetzten es ihm gesagt hatten. Er hatte es sogar mehrere Wochen lang mit einem Haufen schwarzer Katzen an Bord eines Raumschiffs ausgehalten!
Na schön. Fast.
Aber DAS … das überstieg ganz einfach seine Schmerzgrenze. Das konnte er nicht tun! Das ging einfach nicht. Was für ein furchtbar schlechtes Omen! Ausgerechnet jetzt fiel ihm ein Witz ein, den er vor Jahren mal beim Militär gehört hatte und den nicht einmal er lustig gefunden hatte. Was sagt ein Mann, der mit der Hand in einem Hintern festklemmt? - ‚Scheiße!‘
Igitt.
Er war fast schon froh, dass Whorn wieder ins Erzählen kam – es bestand ja noch die Hoffnung, dass der Alte so ins Schwärmen kam, dass er ganz einfach vergessen würde, worum es ihm eigentlich ging. Also stand er einfach da, nickte und schwitzte, während er fieberhaft überlegte, wie er dieser furchtbaren Situation entkommen sollte. Dummerweise hatte sie vor allem einen Haken: Der Typ da vor ihm war der Kapitän. Und seinen Befehlen war Folge zu leisten … und zwar anstandslos.
Aber … das war doch kein Befehl! Das war eine Menschenrechtsverletzung!
Nachdem Whorn geendet hatte, wartete er noch ein paar Sekunden, doch der Alte sagte nichts mehr. Verdammt.
Ich … Sir, also … das kann ich nicht tun. In den … Körperöffnungen von Schiffbrüchigen nach Waffen zu suchen … das wäre ein schreckliches Vorzeichen!“ Die Angst und der Ekel vernebelten seinen Kopf so sehr, dass Hagen gar nicht recht wusste, was er da eigentlich redete. Und ob es Sinn ergab. „Ein grausiges Unglücksomen, verstehen Sie! Wie soll es danach weitergehen? Es kann nur schlimmer werden. Wenn ich das tue … dann wird keiner von uns lebend nach Hause kommen!
Er holte tief Luft. Argumente, Hagen. Such Argumente. Er hatte die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen nicht an derartige Dinge glaubten – törichte Narren – und mit vorgetäuschten Argumenten besser zu überreden waren, und dass Whorn ein solcher Fall war, daran zweifelte er nicht.
Außerdem, Sir … das wäre schrecklich unhöflich. Und misstrauisch. Mit Verlaub, Captain Whorn, aber … unsere Crew ist nicht sehr groß. Vielleicht ist es Schick-“, er stockte, „äh, großes Glück, dass diese beiden zu uns gefunden haben. Vielleicht können sie uns im entscheidenden Moment helfen! Doch das werden sie sicher nicht tun, wenn wir es ihnen mit derartigen …“ … Abartigkeiten „… Aktionen danken."

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Beitrag von Thorgrimm am Do Okt 29 2015, 05:36

"Hört sich nach nem guten Grund an." kommentierte Kate die Antwort Kanters. Sie selbst hätte sich wohl aus einem ähnlichen Grund einer solchen Expedition angeschlossen, wenn sie nicht gerade vor dem Gesetzt fliehen müsste. Kanter war also ein Mann, der sich gerne einer Herausforderung stellte. Das war gut. Vielleicht war es sogar ein Glücksfall gewesen, dass sie ihn und Jo aufgegabelt hatten. Sie konnten ihnen sicherlich bei ihrer Mission helfen.
Was Kate allerdings richtig überraschte, war die ungläubige Nachfrage ihres Gesprächspartners. Der tat ja gerade so, als wäre der alte Sack irgendetwas besonderes. "Jop, isser. Wieso? Muss man den kennen? Hat der irgendwas besonderes vollbracht, als der noch jung und knackig war?"
Kurz nachdem sie diese Fragen gestellt hatte, betrat Azah den Raum. Als auch Kate sie gegrüßt hatte, folgte direkt eine weitere Frage. "Auch ein Schlückchen?" Sie unterstrich das Angebot mit dem Schwenken ihres bereits beträchtlich geleerten Glases.

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Beitrag von Elodriel am Do Okt 29 2015, 20:35

Der Abenteurer setzte sich gerade hin, als die Sanitäterin den Raum betrat, weshalb er dann auch gleich wieder aufstand und ihr zunickte. Er überlegte auch, ob er irgendwas sagen sollte, aber ihm wollte nichts einfallen und dann war zu viel Zeit verstrichen, so dass er sich dämlich vorgekommen wäre, noch etwas zu sagen.
Also wandte er sich wieder Kate zu und nickte. Professor Whorn war beim Militär von Britannia. Jenauer jesacht bei der Marine und war bei so manch interessanten Fahrt und Erkundung dabee, soweit ick dit jehört hab'. Ick hab ma ne Zeit lang mit nem ehemalijen Mariniesoldaten von Britannia in Afrika zusammen jearbeitet, der hat mir von Whorn erzählt. War mit ihm uff eener Fregatte und war bejeistert von dem Mut, mit dem der Schiffsarzt, eben Whorn, an allet ran jejangen war. Später hab ick den Namen nochmal uffjeschnappt, hat wohl so manche Forschungsreisen jeleitet." Als Mensch, der selbst gern die unbekannten Bereiche der Welt erkundete, war es nur verständlich, dass ihn solche Leute, die das ebenfalls taten imponierten. Dass es sich da nun gerade um einen Britannier handelt, war ihm reichlich egal. Zwar hatte er gewiss so manches Vorurteil über diese Leute, aber im Großen und Ganzen war es ihm egal, wo jemand her kam, so lange es ein anständiger Mensch war.
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Beitrag von Netade am Fr Okt 30 2015, 13:40

Freundlich nickte sie den anderen zu, war angenehm überrascht, dass Herr Kanter ausgesprochen gute Manieren hatte und sich wie ein Gentleman benahm. Sie beugte sich zu Kate und sprach leise."Danke, Kate, bitte für mich im Moment keinen edlen Tropfen, ich fühle mich etwas... etwas unpässlich." Das war zwar untertrieben, allerdings wesentlich besser als die Wahrheit auszusprechen, das sie unter der Raumkrankheit litt. Sie hoffte inständig, dass sich das geben würde. Jedenfalls schien ihr Hausmittel zu helfen. Es war interessant zu hören, was Kanter über Whorm sagte. Ihr war nichts von dem zuvor bekannt gewesen.
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