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Beitrag von Elodriel am Do Aug 13 2015, 00:46

Der Abenteurer schaute angestrengt durch das beschlagene und verschmutzte Glas, konnte aber nicht erkennen. "Sie wer'n uns andocken und dann vermutlich versuchen rauszufind'n, wer wa sind. Man wird uns ufffordern, alle Waffen abzulejen und androh'n uns ins All zu befördern, sollten wa fiesimatenten versuch'n. Schutzmaßnahme jejen Piraten. Jedenfalls dann, wenn dit jetzt eene normale Rettungsmission is'. Sollt'n wa da nu' wirklich die Kumpels von dem falschen Fuffzijer vor uns ham, könnt'n wa in ne ernste Bredulje komm. Dann werden die vermutlich frajen, wo der is. So oder so sollt'n wa erstma nix davon ausplaudern, dit wa wiss'n, dit unsere Rostschüssel sabotiert wurde."

Er blickte sich nach ihr um und hätte das vermutlich nicht tun sollen. Mit dem Blick fest auf das Problem vor ihnen war er ganz in seinem Element gewesen, nun räusperte er sich aber wieder und kratzte sich am Hinterkopf. Also...hm...wat könnt Ihr tun? Also...hm...erstma' allet dafür jeben, dit wa da uff dit Schiff jelassen werden. Ihr seed doch Navigatorin, wa? Sowat kann bestimmt jedet Schiff jebroochen...denk ick." Bei den Worten blickte er sich immer wieder in der Kapsel um, als halte er Ausschau nach etwas...dabei konnte er ihr nur nicht so lang in die Augen schauen, weil ihn das nervös machte.
Er löste seinen Revolvergürtel und packte ihn in die Kiste mit ihren anderen Sachen, aber so, dass er gut daran kommen konnte, wenn die da draußen sie bis auf das Schiff ließen und dann irgendwelche krummen Dinger drehen wollte. Einem würde er dann die Kiste auf den Fuß werfen, wie Helena das mit dem Mechaniker ihres Schiffes getan hat und dabei seinen Revolver ziehen und die anderen angreifen. Ein wahnwitziger Plan, aber immerhin ein Plan. Da fühlte man sich doch gleich besser.
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Beitrag von Leo am Di Aug 18 2015, 01:09

Ja, wollen wir’s hoffen“, murmelte Hagen.
In der Tat, es war eine berechtigte Frage, wer oder was in dieser Rettungskapsel saß. Allerdings war es sein Job, das herauszufinden. Es behagte ihm nicht recht, dass er auch Azah würde beschützen müssen, und als überraschend noch Kate zu ihnen stieß, war er kurz davor, sich einmal Autorität zu verschaffen und die Köchin laut polternd zurück in die Küche zu schicken.
Trotzdem entschied er sich dagegen. Stattdessen bedachte er die Köchin nur mit einem strengen Blick. „Du solltest lieber zurückgehen. Wir sind auf dem Weg zur Rettungskapsel, das könnte gefährlich werden.
Das musste reichen. Wenn Kate unbedingt ihren Hals riskieren musste, war das nur bedingt sein Problem, deshalb kümmerte es ihn nur wenig, ob sie ihn begleiten würde.
Dummerweise war es sein Problem, wenn sie dabei zu Schaden kam.
Hagen seufzte. Sein Job war echt kein leichter.

Obwohl es nicht das erste Mal war, dass er einen Außenbordeinsatz mit ansah, verfolgte Hagen aufmerksam die Bewegungen des Mechanikers draußen; allerdings mehr um mitzubekommen, wann es Zeit für seinen Part war. Er selbst war noch nie im Weltraum gewesen, doch es musste wirklich ein ganz besonderes Gefühl sein. Komplette Schwerelosigkeit … endlose Leere zu allen Seiten …
Er schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben und sich konzentrieren zu können, während er in die Schleuse trat. Jetzt, wo das grobe erledigt war, war sein Part gefragt. Wer wusste schon, wer die Geretteten waren und wie sie waren? Womöglich völlig durch den Wind … oder aber überströmend glücklich. In diesem Moment war Hagen wirklich glücklich über die Halteklammern, welche die Kapsel vorerst verschlossen hielten. Er hatte keine Erfahrung in derartigen Situationen, aber ein kühler Kopf war sicher ein guter Anfang.
Er sah sich in der Schleuse um und salutierte dem Mechaniker kurz zu, bevor er an die Sprachvorrichtung herantrat, durch welche er direkt mit den Insassen der Rettungskapsel kommunizieren konnte. Wie gut, dass es Techniker gab, die sich auf den Bau derartiger Wunderwerke verstanden … er selbst wäre dazu bestimmt zu ungeschickt gewesen.
Er wusste nicht recht, wie er dieses sonderbare Gespräch beginnen sollte, doch spielte das momentan eine Rolle?
Vermutlich nicht. Nach einem Schulterzucken drückte Hagen kurz entschlossen den Spracheingabe-Knopf.
Guten Tag! Sie sprechen mit Hagen Larsson, erster Sicherheitsoffizier der Nautilus. Meine Aufgabe ist es, diese Operation so sicher wie möglich über die Bühne zu bringen, daher bitte ich Sie vorerst, mir ein Zeichen zu geben, ob Sie mich verstehen und mir Informationen über die momentane Lage in Ihrer Kapsel geben. Ich kann Ihnen versprechen, dass niemand hier an Bord feindliche Absichten hegt. Vielen Dank.
Hoffentlich sprachen die Insassen dieser Kapsel nicht irgendeine seltsame Sprache oder einen Dialekt, sonst hätten sie ein Problem. Hagen beherrschte neben der Weltsprache nur Dänisch; doch dass es ausgerechnet Dänen an Bord der Kapsel waren, das war wohl schwerlich zu erwarten. Und einen Dolmetscher hatten sie an Bord, soweit er wusste, nicht.
Toll.
Doch nun hieß es vorerst, auf Antwort aus der Kapsel zu warten. Oder gegebenenfalls die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

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"Stardust" - Seite 6 Empty Azah Shakti Ziris Talzu bint Sherazade aka Thar

Beitrag von Netade am Di Aug 18 2015, 12:05

Einiges mochte Ázah in ihrem jungen Leben schon gesehen haben, sicherlich wesentlich mehr als die meisten ihres Alters, doch auf den Anblick Cecils, des Mechanikers im Raumanzug war sie nicht vorbereitet gewesen. Das es vollkommen unnötig war, ich 'in den Gang zu drücken' mochte ihr von der Logik her klar sein, aber Emotionen ließen sich nicht lenken. 'Was für ein Koloss! Was für ein Monster!' Nie hatte sie darüber nachgedacht wie jemand in einem solchen Schutzanzug aussehen mochte. Beeindruckend war dafür eine harmlose Umschreibung, einschüchternd, Angst verbreitend war da wesentlich treffender. Mit den Augen folgte sie dem Mechaniker, bis er schließlich aus ihrem Blickfeld entschwunden war. "Wow..." Sie blickte zu Kate. "Mmh... wie werden wir wohl in so einem... einem Ding aussehen? Da brauchen wir keine Puderdose mehr um zu beeindrucken." Es war ihre Art, die Art eine Sherazade mit dem fertig zu werden, was sie gerade gesehen hatte, der Klang der eigenen Stimme konnte einen wieder mit sich selbst in Einklang bringen, jedenfalls für den Moment. Noch eines war ihr bewusstgeworden, der Weltraum war schwarz, schwarz wie die Nacht und manchmal war es auch hier im Schiff schwarz wie die Nacht oder annähernd so finster, wenn nur genügend Leute im selben Gangbereich waren. Auf ihrem linken Auge konnte die Sherazade erst wieder sehen, als die Armaturen auf der Innenseite des Schott zum eben erwarten. Soweit es ihr möglich war beobachtete sie das Andockmanöver, das mit einem dumpfen Ton erstmal seinen Höhepunkt und Ende fand. Die Rettungskapsel war vertäut, lag an Leine. Sie verspürte eine leichte Übelkeit die in ihr aufstieg, etwas, das sie nun gar nicht gebrauchen konnte.

Die Sherazade versuchte sich zu konzentrieren und die Übelkeit aus ihrem Kopf zu verbannen. Richtig gelang ihr das erst wieder als Der Sicherheitsoffizier mit der Kommunikation begann. Ablenkung und Neugier waren immer eine gute 'Waffe' gegen das Aufmucken des Körpers. Die Nervosität von Hansen konnte sie beinahe riechen, die Entspannung die Eintrat nachdem er nun endlich selbst handeln konnte ebenfalls. Da lag Unsicherheit in seiner Stimme. 'Warum? Bisher war alles gut gegangen und für sie gab es keinen Zweifel, warum dies sich ändern sollte. Ein kurzes, tiefes Durchatmen ließen sie sich weiter entspannen. Es würde schon alles gut gehen, falls nötig würde sie ihn unterstützen können.
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Beitrag von Chirda am Mi Aug 19 2015, 12:17

Helena fand es sehr freundlich, dass Kanter seine Gedanken mit ihr teilte und sich die Zeit nahm verschiedene Szenarien für sie durch zu überlegen. Nicht jeder hätte so reagiert, viele dachten einer Frau so etwa zu erklären wäre Zeitverschwendung. Und noch dazu war er ehrlich und erwähnte auch Risiken, ohne zu glauben sie würde dadurch hysterisch. Sie versuchte sich auszumalen wer auf der anderen Seite war, aber sie hatten ja gar keine Anhaltspunkte bisher. Eigentlich waren aber die Möglichkeiten begrenzt, sie waren im Weltall und hier kam nicht alle Nase lang jemand vorbei. Entweder Militär oder eine vom Militär bezahlte Mission, vermutete sie. Sie konnte nicht an Piraten glauben, aus rein praktischen Gründen. Erst müssten die ein Schiff stehlen oder selbst bauen, dann lernen es zu steuern und am Laufen zu halten und am Ende wen konnten sie schon überfallen? Militärische Schiffe die sich gut zu wehren wussten und selbst wenn es dort etwas zu holen gäbe, auf welchem Schwarzmarkt wurde man das wieder los?

Sie hörte aufmerksam zu als er dann überlegte wie sie in dieser Situation nützlich sein konnte. Er wirkte nun etwas unsicherer, war es weil sie im Grunde nicht wirklich etwas Hilfreiches beisteuern konnte? Oder war er einfach nur nervös weil die Begegnung mit der anderen Crew nun unmittelbar bevorstand? Sie war mehr Kartografin als Navigatorin, wobei das eine Können das andere bedingte.
Sie sah, dass er seine Waffe ablegte und sich bereit machte. Sie selbst zog sich langsam nach oben, sicherlich würde man sie durchsuchen ehe man sie an Bord ließ und vielleicht musste sie auch ans Fenster treten um sich zu zeigen.

Es dauerte noch einmal eine Weile bis ein Knacken aus dem Lautsprecher kam, gefolgt von der festen Stimme eines Mannes. Ganz instinktiv machte sie sich ein Bild von dem Menschen den sie nicht sehen konnte, der aber ruhig und gleichzeitig zielorientiert wirkte. Der Name des Schiffes war ihr unbekannt, aber ihr fiel auf, dass er weder einen Rang genannt hatte noch eine Schiffsklasse wie es beim Militär üblich war. Absicht oder Irreführung?
Sehr knapp übermittelte er die Informationen zum weiteren Vorgehen und was er von Ihnen erwartete. Und er betonte, dass sie keine feindlichen Absichten hegten. Dies trug dazu bei, dass sich Helena ein wenig entspannte.

Ich denke wir sollten antworten und wie er unsere Namen, Positionen und unser Schiff erwähnen. Und bestätigen, dass wir auch nicht auf Ärger aus sind.“ schlug sie vor, überließ aber Kanter das reden.
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Beitrag von Elodriel am Mi Aug 19 2015, 18:24

Vermutlich sprach er mit ihr deswegen so offen über alles, weil er sich eben gerade keine Gedanken zu ihrem Geschlecht gemacht hat, bis es eben darum ging, wie sie ihm helfen konnte.
Doch das alles war ja nun müßig zu bedenken, denn schon traten die Leute von dem anderen Schiff mit ihnen in Kontakt. Er hätte vermutlich geschmunzelt, hätte er gewusst, dass seine Leidensgenossin zu einem ähnlichen Schluss kam, als sich dieser Sicherheitsoffizier ohne genaueren Rang und den Schiffsnamen auch ohne weitere Konkretisierung abgab.
Er ging schon eher davon aus, dass es auch Piraten geben konnte, immerhin war ja auch ihr Kapitän ursprünglich ein 'selbstständiger' Raumfahrer gewesen. Und die Vorkehrung mit den Kapseln ging ja auch darauf zurück, sich vor Piraten zu schützen. Aber es fiel ihm auch auf, dass da auf der anderen Seite nicht sofort nach dem Mechaniker gefragt wurde, der ja eigentlich hier drin hätte sitzen sollen und vermutlich der Saboteur war. Das ließ doch shconmal hoffen, dass es nicht seine Freunde waren. Oder es gab doch mehrere Kapseln und sie probierten jetzt alle durch. Aber selbst dann hätten sie wohl gezielt gefragt. Alle, die ihnen nicht passten, konnten sie ja auch wieder ins All stoßen.
Da Helena meinte, er solle mit den Leuten reden, tat er das nun auch. Das war ja auch sinnvoller, immerhin war er ja schon am Schott. Er betätigte den Schalter für das Sprachrohr. "Juten Tach, Sicherheitsoffizier Hajen. Hier drin sind wa zwee Überlebende von der 'Mary Rose' Erkundungsschiff im Ufftrach des Königreichs Ulm. An Bord dieser Kapsel sind die Navigationsoffizierin Leutnant Helena Nowak und der Sicherheitsberater Wilhelm Kanter, dit bin ick. Uff unser'm Schiff war'n Feuer jewesen, dit sich rasend schnell ausjebreetet hat. Wir sind beede verletzt und ham keenerlei feindliche Absichten." 'Es sei denn dit ihr die Halunken seid, die für den Brand verantwortlich sind.', setzte er noch in Gedanken nach.
Dann fiel ihm noch etwas ein und er aktivierte nochmal das Sprachgerät. "Ick will noch daruff hinweesen, dit wa Waffen in der Kapsel ham, aber davon keenen Jebrooch machen woll'n. Nur um da Missverständniss'n vorzubeujen." Er sah sich zur Kartographin um, ob diese noch etwas anzumerken hatte.
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Beitrag von Leo am Mi Aug 19 2015, 19:18

Hagen blinzelte ein paar Mal, als er die Stimme des Mannes aus der Kapsel hörte. Dann runzelte er die Stirn.
Was redete der da nur?!
Der Akzent des Mannes war derart stark, dass Hagen schlussendlich nicht sicher war, alles richtig verstanden zu haben. Gedanklich wiederholte er, was Wilhelm Kanter ihm gerade erzählt hatte: Helena Nowak und Wilhelm Kanter, zwei Verletzte von der Mary Rose, die vermutlich inzwischen nur noch ein Haufen Asche war. Zwei Verletzte … Kanter hatte nichts weiter zu den Verletzungen gesagt, also konnten sie nicht allzu schlimm sein, trotzdem war Hagen froh, Azah an seiner Seite zu wissen.
Noch etwas? Nein, das müsste das Wichtigste gewesen sein.
Also dann.
Hagen wartete noch ein paar Sekunden, doch als Kanter nichts hinzufügte, betätigte er erneut den Schalter. „In Ordnung, ich danke Ihnen, Wilhelm Kanter. Bitte harren Sie und Ihre Kollegin noch einen kurzen Moment aus, während ich mit dem Kapitän die Sache bespreche. Danach werden wir Ihnen beiden so schnell wie möglich helfen können, davon bin ich überzeugt.
Eigentlich wirkte Whorn nicht wie jemand, der zwei Menschen so einfach dem Tod überließ, wenn sie versicherten, friedlich zu sein. Hagen selbst hätte nun die Luke geöffnet, doch diese Entscheidung konnte und wollte er nicht allein tragen, also entfernte er sich von der Kapsel und machte sich auf dem Weg zum Kapitän.
Käpten Whorn? Ich habe Kontakt zu den Leuten in der Kapsel aufbauen können. Sie sind Ulmer aus einem havarierten Erkundungsschiff namens Mary Rose und beide verletzt.“ Er kratzte sich nachdenklich am Kinn. „Sie beteuern, friedliche Absichten zu hegen … ich traue ihnen. Ich wäre dafür, so schnell wie möglich die Kapsel zu öffnen, um den zweien erste Hilfe zukommen zu lassen.

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Beitrag von Chirda am Do Aug 20 2015, 13:08

Helena hörte aufmerksam zu was Kanter durch die Sprechanlage denen auf der anderen Seite mitteilte. Er blieb ruhig und sachlich, gab die notwenigen Informationen weiter, war ehrlich und verschwieg doch die Sache mit der Sabotage. Sie fand er meisterte den Drahtseilakt sehr gekonnt, ob er dies nun gelernt hatte oder nur ein Talent für Diplomatie hatte konnte sie nicht sagen. Er hielt kurz inne und schien zu überlegen. Dann erwähnte er noch die Waffen die er bei sich hatte. Das war ein interessanter Schachzug, zwar ging ihnen so das Überraschungsmoment verloren aber es war sowieso fraglich ob ihnen das etwas genützt hätte. Beide waren verletzt und Helena hatte praktisch keine Erfahrung mit Waffen. Die anderen hatten alle Vorteile und so war es bestimmt das klügste Vertrauen aufzubauen.

Sie nickte Kanter zu, er hatte seine Sache gut gemacht und schenkte ihm ein Lächeln, denn er hatte wieder einmal die ganze Arbeit übernommen. Und nun wusste sie auch endlich seinen Vornamen. William. Das klang irgendwie zu förmlich und steif in ihren Ohren. Ob er einen Spitznamen hatte? Sie würde ihn fragen, sollten sie all das hier überstehen.
Es dauerte einen Moment, dann kam die Antwort über Funk, sie mussten warten bis sie Entscheidung gefallen war. Da sie keine Ahnung hatte wie lange das dauern konnte, setze sie sich erst mal vorsichtig wieder hin. „Na das klang doch gar nicht mal so schlecht, oder?“ meinte sie. „Denkst du die haben eine Möglichkeit unsere Geschichte zu überprüfen, vielleicht anhand des Schiffsnamen?“ fragte sie ihn um die Wartezeit zu überbrücken.
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Beitrag von Elodriel am Fr Aug 21 2015, 12:18

Auch der Abenteurer setzte sich wieder hin und lehnte den Kopf zurück, die Augen geschlossen. Nur schon, um ihr Lächeln erstmal auszublenden, weil er merkte, dass er sich reichlich dämlich und unsicher vorkam. Er hatte noch versucht, es zu erwidern, aber das sah dann vermutlich reichlich dümmlich aus, mehr wie ein blödes Grinsen, mit etwas Glück auch nur gequält, was man ja auf die Verletzungen schieben konnte. So, mit geschlossenen Augen konnte er sich auf andere Dinge konzentrieren. Seine Haut juckte und brannte immer noch an so vielen Stellen. Die Salbe, die im Erste-Hilfe-Koffer gegen Verbrennungen enthalten waren, hatten zwar die argsten Auswirkungen beseitigt, aber eben nicht alles. Das war zwar nicht, worauf er sich konzentrieren wollte, aber es drängte sich eben erstmal auf. Aber da waren ja noch ihre Fragen, beziehungsweise Anmerkungen. "Dit klang scho'ma' jut, dit stimmt. Die ham nich' jezielt nach dem Mechaniker jefracht, also kann's jut sein, dit die da drin nich' zu dem jehör'n. Dann hamwa aber och verdammt'n Dusel." Immerhin war es nicht sehr wahrscheinlich, dass all zu bald gerade hier jemand vorbei kam. Er schüttelte leicht den Kopf und bereute auch das bereits, den Kopfschmerzen breiteten sich von der Kopfwunde aus. Die war zwar versorgt, aber damit ja leider nicht verschwunden. "Der Sicherheitsoffizier klang nich' nach Ulmer. Vom Namen her würd' ick uff Skandinavier tipp'n. Und ick nehm nich' an, dit die ulmsche Rejierung anderen von ihren Versuchen berichtet, im All uffzuhol'n. Aber vielleicht kennse dit Schiff von den Jeschichten über all die Heldentaten des Kapitäns. Dit der nu n Säufer war und sein Schiff ne Rostlaube, dit hat sich ja noch nich' rumjesproch'n" Nur deswegen war er ja auf das Schiff gekommen. Warum der Sicherheitsoffizier nun aber noch irgendwelche Genehmigungen einholen muss, wusste er auch nicht. Aber vielleicht hatte er auch einfach keine weitreichenden Kompetenzen. Vielleicht war der Kapitän des anderen Schiffs ja ein Kontrollfreak. Wobei der dann doch auch selbst hätte kommen können, um das gleich zu klären. So kostete das doch jetzt alles noch mehr Zeit.
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Beitrag von Leo am So Aug 23 2015, 19:18

Hagen behielt Recht mit seiner Einschätzung – Whorn verwehrte sich den Neuankömmlingen nicht, sondern erlaubte ihm, die Luke zu öffnen. Hagen fiel ein Stein vom Herzen. Er hätte es schwierig gefunden, jemanden von der Nautilus abzustoßen, dessen Namen er sogar schon wusste. Helena Nowak … zudem noch eine Frau … so etwas brachte bestimmt Unglück. Umso besser also.
Es benötigte nur ein paar Knopfdrücke, dann ertönte ein Zischen, das ankündigte, wie sich die Sicherheitsklammern lösten; mit einem weiteren Knopfdruck stellte Hagen erneut die Sprachverbindung her.
Wilhelm Kanter, Helena Nowak, wie erwartet können wir Sie nun aus ihrer Kapsel befreien. Die Sicherheitsvorrichtungen habe ich gelöst. Sie können an Bord kommen, doch seien Sie sich bewusst, dass, sollten Sie Übles im Sinn haben …“ Er stockte. Ja, was war dann eigentlich? „… Sie auch mit den Konsequenzen rechnen müssen. Doch nun: Willkommen an Bord der Nautilus.
Ein letzter Hebel, dann öffnete sich die Türöffnung der kleinen Rettungskapsel und Hagen wartete gespannt auf die Neuankömmlinge.

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Beitrag von Chirda am Di Aug 25 2015, 13:07

William schien ihre Einschätzung zu teilen, dass es nun etwas länger dauern könnte. Die Kapsel war gesichert, nun würde auf der anderen Seite entschieden werden, wie man weiter mit Ihnen verfahren würde. Das konnte sehr schnell gehen oder sich auch über Stunden hinweg ziehen. Man konnte nur hoffen, dass die Entscheidung zu ihren Gunsten ausfiel und sich hoffentlich ein Arzt an Bord befinden würde. Sie beide konnten Versorgung brauchen, denn auch wenn er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, auch er hatte genug abbekommen.

Helena versuchte sich auszumalen wie hoch die Chancen waren hier draußen einfach so jemanden zu treffen. Das All war verdammt groß und relativ leer und dennoch waren sie verhältnismäßig schnell geborgen worden. Sie stimmte William also zu – sie hatten großes Glück gehabt.
Ob die Crew an Bord wirklich den Namen ihres Schiffes kannte und diesen Kapitän? Sie hatte nicht so viel gehört oder gewusst als sie angeheuert hatte. Sie wollte nur so schnell wie möglich ins All und mit der Suche beginnen.
Sie verfielen in Schweigen und jeder hing seinen Gedanken nach bis Geräusche von der Schleuse sie aufschauen ließen. Es gab ein Zischen und Knirschen und da Helena sich nicht auskannte wusste sie nicht ob es ein gutes oder schlechtes Zeichen war. Fragend sah sie zu William und erhob sich wieder langsam von ihrem Sitz. Kurz herrschte eine gespannte Stille in dem winzigen Raum, doch dann erklang wieder die Stimme des Sicherheitsmannes der ihnen erklärte sie dürften an Bord.

Erleichtert atmete Helena tief ein und spürte wie die Anspannung von ihr wich. Sie waren tatsächlich gerettet! Trotz allen Wahrscheinlichkeiten und dem was ihnen passiert war, standen sie nun beide hier und konnten gleich an Bord gehen. Das Stechen in ihrer Seite schien ihr auf einmal weniger schlimm zu sein und das pochen der Kopfwunde war fast vergessen. Sie strich sich einmal über den Zopf aus dem sich bereits einige Strähnen gelöst hatten. Einen besonders beeindruckenden Anblick boten sie beide nicht gerade, die Kleidung hatte im Feuer gelitten genau wie Williams Haut. Mehrere Blut- und Rußflecken verunzierte das, was noch übrig war. Abgerundet wurde alles von dem betörenden Duft als wären sie zu lange an einem Lagerfeuer gesessen. Einem Lagerfeuer aus Ölfässern und Gummireifen.
Im Grunde boten einen bemitleidenswerten Anblick, doch zum Glück nahmen sie ja nicht an einer Modenschau teil. Und das meiste würde eine Dusche und eine Nacht Schlaf wieder hinbiegen.

Allerdings würde beides wohl noch auf sich warten lassen. Sie nahm an, erst würde man sie durchsuchen, ausführlich befragen und dann hoffentlich medizinisch versorgen. Und danach? Das kam auf die Mission des Schiffes an, vielleicht brachte man sie direkt zurück zur Erde, vielleicht würde man sie in Gewahrsam nehmen oder sie mussten blieben bis die Aufgaben des Schiffes erledigt waren.

Soll ich zuerst gehen oder willst du?“ fragte sie William der sich in solchen Situationen besser zurecht fand. „Oder kommen die erst rein?
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Beitrag von Elodriel am Di Aug 25 2015, 20:48

Wilhelm genoss die Ruhe, die herrschte. So konnte man sich noch einmal entspannen, um vorbereitet zu sein für das, was da kommen würde. Irgendwann meldete sich der Sicherheitschef der Nautilus dann wieder und verkündete ihnen die gute Nachricht. Er begab sich zum Schott, als er hörte, dass die Schutzmechamismen entriegelt wurden. "Ick jeh erstma' kieken, falls die doch irjendwelche Fiesimatenten versuch'n."
Er schnappte sich die Kiste und trug sie vor sich her bis zum Schott, wo er sie nochmal abstellte und dann das Schott von innen entriegelte, um es aufzuziehen. Er schaute vorsichtig hinaus, bereit, die Tür wieder zuzuschieben, falls sie nun doch mit Waffen da draußen warteten.
Aber das wirkte alles soweit ungefährlich aus, also trat er beiseite und deutet nach innen auf Helena. "Nochmal persönlich juten Tach. Dit is' Leutnant Nowak, ick bin Wilhelm Kanter."
Nun bedeutete er der Offizierin, dass sie vorausgehen sollte. Das kam ihm nun doch richtiger vor. Zugleich deutete er auf die Kiste. "Dit is' die Kiste mit meenen Waff'n." Nun wartete er ab, ob seine Begleiterin voraus ging. Ansonsten würde er das eben doch tun.
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Beitrag von Chirda am Mi Aug 26 2015, 10:48

William hatte sich bereits zum Schott gestellt und blockierte so zwar ihre direkte Sichtlinie, aber sein Köper würde sie auch schützen, sollten die Leute auf dem Schiff wider erwarten doch feindliche Absichten haben. Helena sah ihm zu, wie er das Schott entriegelte und die schwere Tür dann aufzog. Mit ihrer verletzten Seite hätte sie das gar nicht zustande gebracht und so wartete sie ruhig ab. Was auch sonst sollte sie tun?
William bewies mal wieder, bewusst oder nicht, diplomatisches Geschick, indem er die Kiste demonstrativ dort abstellte. Zum einen hatte er seine Waffen so näher bei sich, gleichzeitig offenbarte er sie der anderen Crew und zeigte seine guten Absichten. Und scheinbar warteten auf der anderen Seite keine Gauner mit Gewehren im Anschlag, denn er bedeutete ihr nun vorzugehen.

Sie ging die paar wenigen Schritte zum Schott und musste sich unter der niedrigeren Türschwelle hindurch ducken. Die eine Hand hatte sie auf die verletzen Rippen an ihrer Seite gepresst, die andere hing einfach herab, die Handfläche nach vorne, sodass man sehen konnte sie war unbewaffnet. Sie warf einen kurzen neugierigen Blick in die Runde, ehe sie plötzlich stutze. Vor ihr stand der Sicherheitswachmann, er trug wie erwartet eine Waffe, hatte sie aber zu ihrer Beruhigung nicht gezogen. Doch er war es nicht, der sie große Augen machen ließ. Auch nicht die beiden Crewmitglieder die hinter ihm standen, zu ihrer Überraschung zwei Frauen. Sie kannte wenige Frauen im Militär und noch weniger die sich für die Raumfahrt interessierten oder qualifizierten. Auf einigen Schiffen hatte man sie nur aufgrund ihres Geschlechtes abgelehnt, auf der Mary Rose war sie so eine Art Kuriosität gewesen und nun waren hier gleich zwei?

Aber was sie wirklich in Erstaunen versetze war der…Berg der hinter diesen dreien fast den ganzen Gang blockierte. Erst auf den zweiten Blick erkannte sie den Mann in dieser seltsamen Apparatur aus Metall, Stoff und Schläuchen. Unwillkürlich musste sie an das Bild eines Tiefseetauchers denken, dass sie einmal gesehen hatte. Auch er hatte einen ähnlichen Helm getragen und hatte gewirkt als sei er nicht ganz von dieser Welt. Doch da das nächste Gewässer sehr weit entfernt war, musste es sich dabei wohl um einen Anzug für das „tauchen“ im Weltall handeln. Die Vorstellung sich dem Nichts und der Kälte nur mit einem solchen Anzug als Schutz auszusetzen, faszinierte und erschreckte sie gleichermaßen.

Doch dann merkte sie, dass sie stehen geblieben war und unhöflich diesen Mann anstarrte und senkte den Blick. Sie trat noch einen Schritt nach vorne, damit Kanter ihr folgen konnte und betrachtete die drei, die sie bisher kaum angesehen hatte noch einmal in Ruhe.
Vor ihr stand der Sicherheitsmann, seine Haare militärisch kurz, seine Haltung aufrecht und aufmerksam. Er trug keine Uniform die sie kannte, sondern scheinbar eine Mischung aus verschiedenen, an einigen Stellen geflickt und ergänzt. Seine Kleidung und die Tatsache, dass er keinen Rang genannt hatte, ließen sie glauben er wäre ein privater Sicherheitsbeauftragter oder ein Söldner. Was nichts negatives sein musste, denn im Grunde war Kanter dasselbe auf der Mary Rose.

Schräg hinter ihm stand eine Frau mit auffallend roten Haaren und einer Art lässig da zu stehen, die Helena nie hinbekommen hätte. Alles an ihrer Erscheinung wirkte, als wäre sie entspannt und hätte jederzeit alles im Griff. Auch ihre Kleidung war eindeutig die einer Zivilistin.
Die zweite Frau wirkte ganz anders, nicht unbedingt angespannt, aber fokussiert und konzentriert. Jedes Detail ihrer Erscheinung, von der Kleidung, über die Haare und ihren Gesichtsausdruck wirkte gezielt arrangiert. Sie war eine sehr schöne Frau, aber auf eine fast unnahbare Weise, die viele Männer sicher einschüchterte.

Helena war inzwischen mehr als gespannt wer diese Leute waren und worum es sich bei der Mission des Schiffes handelte – einen Sonntagsausflug konnte man wohl ausschließen. Unsicher was sie sagen sollte zögerte sie einen Moment und ihre Stimme klang ein wenig belegt als sie dann doch sprach. „Hallo und wir danken euch für die Rettung. Wir hatten wirkliches Glück, dass ihr uns gefunden habt.“ Meinte sie und fand dann, dass dies alles zu salopp klang. Weder in ihrem Elternhaus, noch beim Militär würde man so sprechen. „Wie ist das weitere Vorgehen, ich nehme an, Sie erwarten zuerst einen Bericht?
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Beitrag von Netade am Mi Aug 26 2015, 15:18

Azah, die Sherazade beäugte was da aus der Kapsel kam. Es war eine Mischung aus Neugier und Professionalität. Die Motorik war gezeichnet vom Aufenthalt in der Kapsel und hier und da konnte sie auf der Kleidung Flecken erkennen. Blut, Brandwunden, die die da kamen hatten eine Menge durchgemacht. Die Sherazade straffte sich, sprach den Sicherheitsoffizier an. "Wenn es eRlaubt ist, wüRde ich beiden geRne einmal medizinische Hilfe zukommen lassen, dann etwas zu tRinken und etwas zu essen." Langsam und stark akzentuiert hatte die junge Frau gesprochen.

Den Koffer mit den medizinischen Utensilien in der Hand haltend stand sie da und wartete ab. Sie mochte klein, zierlich sein, doch sie stellte etwas da. Ihre Präsenz hätte den Raum, so sie es gewollt hätte vollkommen füllen können, doch eine Sherazade tat das nicht und sie hielt sich daran was sie gelernt hatte. Ihre Rüstung war für diesen Moment die Uniform des huatlanischen Expeditionscorps, der sie so jemand überhaupt militärische Kenntnis hatte sie als Cantiniere auswies. Die Bezeichnung war mehr als irreführend, den Schankmaid war sie bei Leibe nicht und das flicken von Menschen hatte sie auf dem Schlachtfeld gelernt, weil es notwenigs war und weil es ihr ermöglichte etwas für sich zu tun, damit sie im Wahnsinn eines Krieges hatte überleben können.
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Beitrag von Thorgrimm am Do Aug 27 2015, 21:02

Innerlich unruhig aber nach außen hin vollkommen gefasst wirkend, hatte Kate sich das ganze Schauspiel angeguckt und einige blöde Kommentare gerade noch unterdrücken können. Am liebsten hätte sie Cecil ein sarkastisches "Hey! Netter Anzug!" hinterhergerufen, um sich selbst zu beruhigen aber im letzten Moment hatte sie sich doch dann dagegen entschieden. Die Worte Hagens hatte sie einfach in die Luft geschlagen. Es war immerhin ihr eigenes Leben, dass sie aufs Spiel setzte und außerdem konnte sie sich sehr wohl verteidigen. Nicht unbedingt gegen eine feindlich gesinnte, außerirdische Lebensform aber gegen andere Menschen durchaus. Das hatte sie mehrfach unter Beweis gestellt.
Nachdem der Vorgang des Andockens endlich vorbei war und Hagen direkt mit den Insassen kommunizierte - "Erster" Sicherheitsoffizier. Ha! Da konnte sie nur lachen. Er war der Einzige weit und breit und sollte sich mal nicht so wichtig machen - beruhigte sich Kate wieder etwas. Eigentlich seltsam aber sie hatte tatsächlich mehr Angst davor, dass das Schiff irgendwie kaputt ging, als vor den Dingen, die in der Kapsel auf sie lauerten. Ein Schiff konnte sie nicht reparieren aber ein Messer in irgendetwas reinstechen schon. Sie fing sogar an, die Situation zu genießen. Schon immer waren brenzlige oder gefährliche Situationen ihr Treibstoff gewesen, der sie im Leben immer weiter getrieben hatte und dieses mal war das nicht anders. Das ging sogar so weit, dass sie freudig auf das wartete, was auch immer da kommen mochte.
Gespannt verfolgte sie den Austausch an Formalitäten und Informationen, die durchaus auch gelogen sein konnten. Welcher Pirat würde schon ehrlich zugeben, dass er vorhatte das Schiff zu kapern? Ihre Hände behielt sie immer in der Nähe der versteckten Messer und bewegte sich unauffällig ein Stück hinter Hagen. Man konnte sie ruhig egoistisch nennen, damit hatte sie keinerlei Probleme. Ihr Leben war ihr immer noch am wichtigsten. Sollte doch der Sicherheitsoffizier bei der Verteidigung der Nautilus draufgehen - sie würde garantiert nicht im Schussfeld stehen.
Dann war es auch schon soweit. Kate konnte ihre Neugierde nicht zurückzuhalten und beugte sich ein Stück weit vor, um zu beobachten, was für Personen da aus der Kapsel steigen würden. Als Erstes betrat die Frau - wenn sie dem Sicherheitsoffizier der Mary Rose glauben schenken durfte, war ihr Name Helena Nowak - die Nautilus. Navigationsoffizierin und auch noch ein Leutnant. Soso. Das sah man ihr auch direkt an. Sie konnte die Frau allein aufgrund dieser Tatsache schon nicht leiden aber sie gab ihr eine zumindest eine Chance sich zu beweisen.
Hinter ihr konnte Kate auch den Sicherheitsoffizier erkennen. Groß, braun gebrannt und dazu auch noch sauber und durchtrainiert. Wäre sein Dialekt nicht so lächerlich, dann würde sie sich mit ihm gerne mal unterhalten. Die Stimme über das Sprachrohr zu hören war schon schlimm genug gewesen aber jetzt, da er vor ihr stand - zumindest mehr oder weniger - war die Kombination nur noch lachhafter. Hoffentlich fing er nicht so bald wieder an zu sprechen. Sie wollte nicht unhöflich sein und den Mann auslachen.
"Ach was, der Bericht kann warten. Zieh erst mal den Stock aus dem Arsch - wir sind hier nicht beim Militär." platzte es schließlich aus Kate heraus. Sie machte eine wegwerfende Handbewegung. "Und dann macht euch auf den Weg in den Mannschaftsraum, da könnt ihr auch ärztlich versorgt werden. Ihr kommt übrigens gerade richtig. Ich hab einen kleinen Happen zu Essen gemacht." Mit diesen Worten machte sie sich auch schon daran, in Richtung der Küche zu verschwinden. Die Sorgen, dass es sich bei den beiden um Piraten handelte, waren wie weggeblasen. Kate erkannte ihresgleichen und die beiden hatten nicht den Schneid für so ein Geschäft.


Zuletzt von Thorgrimm am Do Aug 27 2015, 21:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag von Elodriel am Fr Aug 28 2015, 19:55

Sobald Helena nach draußen getreten war, schnappte er sich die Kiste und betrat ebenfalls die Nautilus. Was für ein Kontrast zu der Rostschüssel, mit der sie zuletzt unterwegs gewesen waren. Da fühlte er sich gleich viel sicherer. Man konnte sehen, dass er sein eines Bein weniger belastete. Jetzt, da er ein Stück ging, spürte er den Schmerz darin viel deutlicher. Da hörte er nur zu gern, dass es auf dem Schiff medizinische Hilfe gab. "Ne Behandlung fänd ick jut." Er sah dabei den Mann an, den er nun als Hagen einschätzte...immerhin der einzige Mann vor Ort. Dessen uniform wirkte zusammen gewürfelt und ließ keinen eindeutigen Schluss zu, welcher Fraktion er angehörte. Da wurde die Piratenvariante wahrscheinlicher. Den Frauen nickte er kurz zu, sagte aber nichts. Ihm wollte einfach nicht einfallen, was er sagen könnte. Vor allem die Frau in der Uniform verunsicherte ihn irgendwie. Sie wirkte so...er wusste gar nicht genau wie, aber es machte ihm den Hals trocken. Es war nicht allein der Umstand, dass sie eindeutig gut aussah, aber auch das spielte wohl mit rein. Die andere Frau verabschiedete sich dann ja auch schon, mit einem recht frechen Spruch an Helena. Ob sie wohl die Köchin war? Wenn sie Essen zubereitet hatte, war das wohl wahrscheinlich. Warum war sie dann wohl überhaupt hier? Vermutlich die Neugier, das konnte er gut verstehen. Doch nun galt es wohl erstmal abzuwarten, wie Hagen entschied, wie weiter vorzugehen sei. Aber nachdem sich nun gezeigt hatte, dass sie beide wirklich keine Angreifer waren, würde er ihnen wohl kaum die medizinische Versorgung verweigern. Das hoffte Wilhelm zumindest.
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Beitrag von Netade am Sa Aug 29 2015, 07:05

Noch auf die Antwort des SOs wartend, begann sie sich vorzubereiten. Azah rollte die die Ärmel auf, langsam, akribisch und doch irgendwie hübsch anzuschauen. Ihre Schürze versah sie mit einer neuen Schleie. Als sie wieder hoch schaut, schenkt sie den beiden Ankömmlingen ein freundliches Lächeln.

Das also war von nun an ihre Arbeit. Sie würde sich daran gewöhnen.
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Beitrag von Chirda am Mo Aug 31 2015, 13:47

Helena hatte erwartet, dass der Sicherheitsoffizier zuerst einige Fragen mit Ihnen durchgehen würde, es gab sicherlich ein Handbuch für solche Fälle mit genauen Anweisungen. Doch es war eine der beiden Frauen die zuerst sprach. Ihr Akzent war ungewohnt, exotisch und stand im krassen Gegensatz zu der Art und Weise wie William zu sprechen pflegte. Doch sie redete gar nicht zu ihnen sondern mit ihrem Vorgesetzen und deutete das weitere Vorgehen aus ihrer Sicht an. Erstaunt hob Helena eine Augenbraue, das war also die Medizinerin des Schiffes? Nicht dass Helena glaubte eine Frau könnte keine gute Ärztin sein, sie hatte die Person vor sich einfach anders eingeschätzt. Eher wie eine Künstlerin, nicht jemand der in Eingeweiden und Blut wühlte. Doch sie hatte gelernt, dass man einem Menschen oft nicht ansehen konnte, zu was er in der Lage war.

Aus der hinteren Reihe meldete sich auf einmal die andere Frau zu Wort und das auf eine so saloppe Art, dass Helena einen Moment nicht wusste wie sie darauf reagieren sollte. Ihre Sprache war vulgär und sehr bildhaft, aber gleichzeitig auch direkt. Auch wenn sie selbst nicht so sein konnte, bewunderte sie Menschen die immer offen und ehrlich das aussprachen, was sie dachten. Keine Lügen oder raffinierten Halbwahrheiten. Und es war mehr als nur Interessant zu erfahren, dass es sich wie die Rothaarige gesagt hatte, um kein militärisches Schiff handelte. Was war seine Mission und wer waren diese Leute nur? Die Frau die sich schon wieder zu gehen gewandt hatte konnte alles sein, eine Piratin, eine Köchin laut ihrem Kommentar oder auch die Frau vom Kapitän.

Hinter ihr kam nun auch William immer noch mit der Kiste an Bord, seine Waffen mussten ihm wirklich wichtig sein. Und sie war ihm dankbar das schwere Ding zu schleppen, denn darin waren auch ihre Aufzeichnungen. Neugierig was nun als nächstes passieren würde, bleibt sie einfach dort stehen. Sie bemerkt das freundliche Lächeln der Ärztin und versucht es zu erwidern. Doch ihre Seite tut weh und sie fühlt sich erschöpft, sodass es etwas müde wirkt.
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Beitrag von Leo am Mo Aug 31 2015, 20:01

Hagen warf Kate einen irritierten Blick zu. Ihr verhalten war wirklich seltsam … er wurde nicht so recht schlau aus ihrer neuen Köchin. Ganz abgesehen davon, dass sie hier eigentlich gar nichts zu suchen gehabt hätte.
Ist gut. Gesundheit geht vor …“ Er nickte Azah gedankenverloren zu, während er Kate hinterherstarrte. Was hatte Whorn (beziehungsweise sein Mittelsmann) wohl für einen Grund, eine so seltsame Frau für diese Mission anzuheuern? Welche Qualitäten hatte sie? Womöglich waren ja alle Meisterköche derart verschroben …
Tja, nun ging sie ja eh wieder, also warum sich darüber noch Gedanken machen?
Eine Frage habe ich allerdings noch.“ Kanter wirkte gerade etwas abwesend, daher wandte sich Hagen an seine weibliche Begleiterin. „Frau Nowak, wissen Sie, ob es von der Mary Rose noch weitere Überlebende gibt? Wir wollen hier draußen ja niemandem seinem verfrühten Tod überlassen.

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Beitrag von Netade am Di Sep 01 2015, 09:32

Kurz wandte sie sich Hagen zu. "Vielen Dank, Hagen. Bitte sei doch so fReundlich und begleite mich mit den beiden in die KRankenstation. Vielleicht deponieren wir die Kiste des HeRRn zuvor. ER sollte eh im Moment nichts heben." Mit der Eleganz einer Tänzerin wandte sie sich den beiden Neuankömmlingen zu. "Bite begleiten Sie mich zur KRankenstation. Bitte sagen Sie mir wie sie sich fühlen und ob sie alleine in der Lage sind einen weiteRen Weg zu gehen." Sie hielt kurz inne. "Verzeihung, ich vergaß mich voRzustellen. Ich bin Azah Shakti Ziris Talzu bint Sherazade, die SanitäteRin an BoRd des Schiffes." Dabei legte sie ihre recht Hand auf ihr Herz und neigte kurz ihr Haupt. Eine Grazie hätte es kaum schöner machen können.
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Beitrag von Chirda am Di Sep 01 2015, 12:57

Der Sicherheitsoffizier gab sein ok, dass sie medizinisch versorgt werden durften. Aber erst nachdem er der rothaarigen Frau einen langen Blick nachgeworfen hatte. Dies konnte tausend Dinge bedeuten, dass die Frau die Befehlskette nicht korrekt eingehalten hatte, dass er mit ihrem Vorschlag die beiden in die Messe zu bringen nicht einverstanden war, dass ihm ihr Kommentar nicht gefallen hatte, dass sich die Mannschaft noch nicht richtig kannte oder dass er sie einfach attraktiv fand und auf ihren Hintern starren wollte. Es machte keinen Sinn sich jetzt über solche Kleinigkeiten Gedanken zu machen, Helena legte sich eine geistige Notiz darüber an und wandte dann ihre Aufmerksamkeit wieder den aktuellen Dingen zu.

Der Sicherheitsoffizier wandte sich dann direkt an sie und seine Frage nach anderen Überlebenden verblüffte sie. Sie hatten die letzten Stunden, oder waren es gar Tage, in einem kleinen Blecheimer gesessen mit einem Fenster so winzig, dass man kaum etwas erkennen konnte. Wenn dieses Schiff keine anderen Kapseln gesichtet hatte, wie sollten sie dann? Doch dann wich ihr verwunderter Gesichtsausdruck und sie verstand, er meinte natürlich ob sie wussten ob es andere bis zu den Kapseln geschafft hatten. Sie hatte ja noch nichts berichten können, daher konnte er sich kein Bild der Situation an Bord machen.

Es tut mir leid, aber wir können Ihnen diese Frage nicht wirklich beantworten. Wir hatten die Nachtschicht und wurden auf der Brücke von einer Explosion überrascht. Der Weg zu den Mannschaftsräumen und dem hinteren Lagerraum sowie auch in die unteren Bereiche war von dem Feuer abgeschnitten. Wir konnten uns nur in die andere Richtung zu der Rettungskapsel wenden. Das Feuer breitete sich unglaublich schnell aus, ich bin kein Mechaniker, aber ich glaube die Sauerstoffleitung wurde getroffen. Kanter hat noch versucht das Feuer einzudämmen, aber der Löscher hat versagt und wir mussten die Schotten schließen. Nachdem wir vom Schiff abgesprengt wurden, haben wir es aus den Augen verloren und seitdem keine andere Kapsel gesehen.“ Sagte sie und lieferte damit doch einen knappen Bericht ab.

Im Anschluss übernahm die Ärztin das Kommando, freundlich aber bestimmt. Helena hatte das schon öfter beobachtet, ein Arzt konnte klein oder unscheinbar sein, aber dieser Berufsstand strahlte eine gewisse Autorität aus. Selbst ihr Vater, ein wahrhaftig einflussreicher Mann, hatte immer nur brav genickt und den Worten des medizinischen Personals bedingungslos gehorcht. Ob man das lernte? Oder war es einfach notwendig den Ton anzugeben um Menschenleben zu retten? Formuliert in eine Bitte lag eine direkte Aufforderung an den Sicherheitsoffizier und doch klangen ihre Worte wie in Honig getaucht. Helena fragte sich ob diese Frau eine andere Karriere gehabt hatte, bevor sie sich um Kranke und Verwundete gekümmert hatte.

Sie fragte nach ihrem Befinden und auch ob sie es bis zur Krankenstation schaffen würden. Helena fühlte sich zwar nicht wohl genug um auf einem Ball zu tanzen, aber ein Raumschiff zu durchqueren würde sie noch schaffen. Und auch William nickte zustimmend, obwohl er ein Bein weniger belastete. „Wir werden es schaffen!“ versicherte sie deshalb und fügte dann knapp hinzu „Ich habe mich an der Seite verletzt, vielleicht eine Prellung der Rippen, dazu die Wunde am Kopf, Kanter ist dem Feuer zu nahe gekommen, sein Bein hat was abbekommen und auch sein Kopf.“ Danach lauschten sie der Vorstellung ihrer Ärztin. Der Name klang mehr wie eine Aneinanderreihung von Titeln, fremdartig und doch ging es ihr sehr leicht über die Lippen. Helena allerdings hatte sich nur Aza und etwas wie Sheherezade gemerkt und war nicht in der Mitte noch ein Zizalu?. Einen Moment herrschte schweigen, dann wagte Helena zu fragen „Und ähm mit welchem Namen werdet ihr bevorzugt angesprochen?
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Beitrag von Netade am Di Sep 01 2015, 15:27

"Bitte, nenne Sie mich einfach nur Azah." Kurz schaute sie zu Hagen, nickte ihm kurz zu. "Bitte folgen Sie mir, wenn Sie ihren Namen mir noch einmal sagen könnten? Falls es für sie zu schwierig wird, sagen sie mir bitte Bescheid ich kann einen Rollstuhl holen oder aber bei bedarf Hilfestellung geben beim Gehen. Langsam wandte sie sich um, musterte kurz Kanter wollte ihn nicht in Verlegenheit bringen in Bezug auf seine Fähigkeit sich fortzubewegen. Männer waren da immer etwas empfindlicher. "Wenn sie erlauben, gehe ich voran." Die Sherazade machte eine einladende Handbewegung und ging langsam gemessenen Schrittes in Richtung der Krankenstation, immer dabei ihre Schäfchen im Auge behaltend, sie wollte nicht das auch nur einer mehr litt als sein musste. "Da haben sie beide eine Menge mitgemacht. Ab jetzt wird alles gut."
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Beitrag von Fade am Di Sep 01 2015, 19:55

Cecil hatte passiv, wie eine übergroße atmende Rüstung, die Unterhaltung verfolgt. Nicht, dass sie ihn über die Maßen interessiert hätte. Er hielt sich lediglich bereit, wenn die Situation geklärt war, um die Kapsel in den wohlverdienten Ruhestand ins All zurück zu kicken, oder wenigstens aufzupassen, dass dabei nichts schief ging.
Die offenen Worte der Köchin imponierten dem großen, wobei sie sich den Bonus recht abrupt mit ihrem selten dämlichen Herausplauderns des Schiffsstatuses wieder verspielte. Cecil hätte den fremden zumindest eine wilde Geschichte über ein militärisches Geheimprojekt untergeschoben, was für eine Weile gereicht hätte um keine falschen Fragen von deren Seite zu bekommen, wobei sich wohl jeder Erklärungsversuch durch den schweren Raumanzug wie eine Drohung angehört hätte. Dies wiederum wäre vielleicht noch nichteinmal das schlechteste gewesen, kamen ihm schließlich die Ausführungen der jungen Frau mit dem Offiziersgrad doch sofort etwas seltsam vor. Feuer auf dem Schiff von solcher Intensität, dass es außer ihnen niemand mehr heraus geschafft hatte? Naja unglaubwürdig war die Schilderung nicht direkt, waren die meisten Schiffe heutzutage ja die reinsten Todesfallen. Auch die Nautilus würde schweren Schaden in einem vitalen System nicht überstehen und auf dem Schiff befanden sich alle Anwesenden nüchtern betrachtet auf einem schmalen Grad zwischen Heldenruhm und Grab.

Die Nautilus begann sich langsam wieder in Bewegung zu setzen. Cecil ging davon aus, dass Rogers die Pause genutzt hatte um die Umgegend nach weiteren Signalen auszuspähen. In defekten Kapseln hätte niemand länger als eine Stunde wegen Kälte und Sauerstoffmangel überlebt und offenbar war das Unglück schon deutlich länger her und von daher machte Rogers seine Arbeit wohl vergleichsweise professionell. Der große gefiel Cecil nicht besonders wegen seinem erklärten Hang zu den eigenen Waffen. Was die Frau anging, so wirkte sie attraktiv, was jedoch ihr Dienstgrad irgendwie wieder zunichte machte. Offiziere waren dem Schiffsingenieur schon zu oft ein Dorn im Auge gewesen und solche Eierköpfe litten chronisch entweder unter zu hohem Pflichtbewusstsein, oder waren penibel. Jedenfalls konnten der Leutnant und ihr Wachhund echten Ärger bedeuten, wenn sie den Auftrag des von der Köchin erklärten Zivilschiffes hinterfragten. Wenigstens bis zum Sprung sollte man sie nach Cecils Meinung sicher verwahren, damit sie nicht auf die Idee kamen, die Kontrolle an sich zu reißen und die Nautilus navigationsunfähig zu machen oder Richtung Erde zurückzufliegen. Whorn war in diesem Bezug ein zu guter Kerl. Einerseits war das wohl der Grund, warum Cecil überhaupt auf ihn hörte, andererseits konnte zu viel Vertrauen doch auch nur ins Verderben führen. Der harte Kern würde sich jedenfalls neu besprechen müssen, nachdem sie so früh und unverhofft Zuwachs bekommen hatten.

John Rogers verfolgte ähnliche Gedankenspiele wie der Maschinist. Die Überlebenden brachten weiteres Risiko in ihr Unterfangen. Von den Ressourcen hatten sie sich auf die Aufnahme, etwaiger Überlebender eingestellt, wobei dies nicht sehr wahrscheinlich erschienen war. Nachdem, was er über die Kommunikationsrohre mitbekommen hatte, war die Situation zumindest nicht gleich eskaliert. Alles war rasch und reibungslos verlaufen, so dass sie den alten Kurs wieder aufnehmen konnten. Die Zeit hier arbeitete gegen sie und auch wenn sie offenbar keine direkten Verfolger hatten, waren sie nach dem Sprung derartige Sorgen zumindest los. John verzichtete auf eine allgemeine Ansage der Ankunftszeit, solange er vom Cap oder Hagen keine Freigabe wegen der Überlebenden hatte. Sie würden wohl in knapp zwanzig Minuten außerhalb des Gravitationseinflusses des Systems und damit Sprungbereit sein.

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Beitrag von Chirda am Di Sep 08 2015, 11:31

Helena nickte, ein wenig dankbar, sich den umständlichen Namen und vor allem die herausfordernde Aussprache nicht merken zu müssen. Es war ein freundliches Entgegenkommen der Ärztin, denn sie hätte auch auf ihrem Titel oder ihrem Nachnamen bestehen können. So mancher Beamter oder Erbsenzähler war so stolz selbst auf den unwichtigsten Titel, dass eine Nichterwähnug in mindestens jedem zweiten Satz einer Beleidigung glich.
Sie sah diese Art der professionellen Sorge in ihrem Gesicht, wie sie sie genau musterte und höflich anbot, dass sie die Strecke nicht laufen mussten. Doch sie beide konnten sich gut auf den Beinen halten und so ging die zierliche Frau vor um Ihnen den Weg zu weisen.

Mein Name ist Helena Nowak“ sagte sie zum ersten Mal selbst, da William bisher die Vorstellung übernommen hatte. „Ich glaube wir hatten Glück und ohne Kanter hier hätte ich es auch nicht geschafft.“ meinte sie ehrlich und fügte dann noch als Erklärung hin „Er hat mich gestützt und wusste den richtigen Weg zur nächsten Kapsel“. Das gehen war mit ihren Wunden nicht angenehm, aber besser als zu sitzen und ihr Kopf dröhnte nur noch ein wenig. „Wir haben uns gegenseitig verbunden, so gut wir konnten und Kanter hat uns in Schlaf versetzt, damit wir weniger Sauerstoff verbrauchen – nur falls Sie das für die Behandlung wissen müssen.“ teilte sie ihre Gedanken etwas ungeordnet mit.
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Beitrag von Netade am Di Sep 08 2015, 11:44

Die Sherazade lächelte freundlich. "Ahrrr, ich veRstehe. FRäulein Nowak und ja, es ist sehr wichtig, dass ich weiß was gemacht woRden ist. Wie es aussieht war der Schlaf die richtige TheRaphie um Sauerstoff zu sparen." Mit dem Blick einer Kennerin beobachtete sie die Motorik von Helena. "Wenn Sie eRlauben..." Dann sie ihre Schulter vorsichtig unter die Helenas damit sie das Bein entlasten konnte. "Das sollte besseR sein. WiR sind gleich da."

Wenig später erreichten sie die Krankenstation.

"Herr KanteR, wenn Sie hier bitte waRten wüRden? Vielen Dank." Die junge Frau brachte Helena direkt in den Behandlungsraum und schloss die Tür hinter sich. "Bitte legen Sie sich auf die Liege, damit ich Sie untersuchen kann. Wenn Sie Hilfe brauchen, stehe ich geRne zuR VeRfügung. Vorsichtig setzte sie ihre Patientin auf der Liege ab. Während sie auf die Antwort wartete, legte sie die Instrumente und Materialien zurecht.
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Beitrag von Chirda am Mi Sep 09 2015, 14:09

Helena war ein wenig erleichtert, dass sie die arme Frau nicht unnötig mit ungeordneten Informationen überschüttet hatte. Sie wusste noch aus ihrer Schwangerschaft, dass plötzlich Gewohnheiten und die Ernährung in einem Maße wichtig wurden, die vorher ohne jeden Belang waren. Und vielleicht vertrug sich das Schlafmittel ja nicht mit einem Schmerzstiller oder so etwas?
Gemeinsam gingen oder humpelten sie durch das scheinbar leer Schiff, welches sich wieder in Bewegung setzte. Sofort vielen ihr viele Unterschiede auf, wie sauber und geordnet alles schien. Kein Rost und keine Teile am Boden. Die Markierungen an den Wänden waren gut leserlich und logisch angelegt.

Zielsicher wurden sie von Azah geführt doch als sie schon einige Meter gegangen waren, fing die Seite mit den verletzten Rippen wieder an zu schmerzen, erst nur ein leichtes pochen, doch dann immer heftiger. Helena presste ihre Hand darauf und versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, doch an ihrem bleichen Gesichtsausdruck musste es deutlich zu sehen gewesen sein. Die Ärztin sah sie nur einmal genau an und bot ihr dann Hilfe an, indem sie sie geschickt stütze. Sie konnte so die verletzte Seite entlasten und einen Teil ihres Gewichts an Azah abgeben. Sie schenkte ihr ein Lächeln tiefster Dankbarkeit.
Nun da sie ihr so nahe war, spürte sie wie kräftig die zierliche Person war, ihre Haut weich und zart, doch ihr Griff unerschütterlich. Und sie roch sehr gut. Dagegen musste sie wie ein Auspuffrohr stinken.

Die Krankenstation war zu ihrem Glück nicht mehr weit und entpuppte sich als sauberer und geräumiger Raum, der praktischerweise in mehrere Abschnitte unterteilt war. Azah bat Kanter zu warten und führte sie weiter in den Teil, der für Untersuchungen gedacht war. Leise schloss sie die Tür hinter Ihnen um ihr etwas Privatsphäre zu geben. Ob Kanter nun befragt würde? Würde er seine Waffen abgeben müssen und würde sie ihre Aufzeichnungen und Karten zurück erhalten? Auch hatten sie von der restlichen Crew noch nichts gesehen, es musste ja mindestens noch einen Kapitän und einen Piloten geben.

Azah bat sie auf die Liege und Helena setze sich vorsichtig darauf. Sie nahm an sie würde alle ihre verletzten Stellen sehen wollen und machte sich ganz instinktiv daran ihr Oberteil auszuziehen. Es war eine so nebensächliche Bewegung, eine die sie über Jahre kannte, dass sie gar nicht nachdachte. Sie packte den Saum unten mit überkreuzten Armen und wollte es nach oben ziehen. Doch dies war zu viel für die angeknacksten Rippen und ein heißer, brennender Schmerz fuhr ihr in die Seite. Sie gab einen erstickten Laut von sich und presste die Lippen fest aufeinander. Sie war halb in der Bewegung erstarrt und wartete mit geschlossenen Augen, dass der Schmerz abklang. Sie konzentrierte sich auf ihre Atmung, wie sie es von der Hebamme gelernt hatte. Als es wieder einigermaßen ging, ließ sie die Arme sinken. „Ich glaube ich schaffe es nicht allein, könnten sie es hochziehen?“ bat sie die Ärztin. Unter ihrem dunklen Standardhemd der Ulmer Armee trug sie erst ein grobes und verwaschenes Tshirt, ebenfalls aus Armeebeständen. Doch darunter kam ein feines Unterhemd zum Vorschein, aus einem Seiden-Leinen gemischt, welches teuer aber absolut angenehm zu tragen war. Der Verband war zwar mit großem Enthusiasmus aber auch sichtbar von einem Laien angelegt worden.
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