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Beitrag von Elli Di Nov 27 2012, 16:08

Als plötzlich Riya ins Zelt trat, ärgerte sich Fay kurz. Sie hätte gerne etwas als Druckmittel gegen Wilbur in der Hand gehabt, außer Gewalt. Sie war sich ziemlich sicher, dass er kein ernst zu nehmender Gegener war, aber immerhin hatte er auch Alor schaden können. Sie trat zurück, warf ihm einen eindringlichen Blick zu und schritt an Riya vorbei aus dem Zelt. Alor stand neben Argus. "Nun, das mit der Echse hat erstaunlich gut geklappt. Fragt sich nur, wie wir unser Opfer nun darauf befestigen. Legen wir ihn? Oder setzen?"

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Beitrag von Umbra Do Nov 29 2012, 20:52

Alor war versucht, in Riyas Weg zu springen, als sie sich plötzlich von ihm abwandte, oder sie festzuhalten, um zu verhindern, dass sie das Zelt betrat. Doch als ihm das einfiel, war sie schon längst aus seiner unmittelbaren Reichweite. Wie hätte er sein Verhalten auch entschuldigen sollen? Noch zu gut konnte er sich daran erinnern, wie das Mädchen ihn bedroht hatte, nachdem sie zu dem trügerischen Schluss gekommen war, dass er ein Diener Omegas war - und wie sie Lutien an die Kehle gegangen war. Alor konnte nicht einschätzen, wie sie auf eine überraschende Berührung reagieren würde, impulsiv wie sie war.
Einen Fluch unterdrückend, blieb der junge Magier bei der Echse zurück. Kaum war Riya zwischen den Zeltplanen verschwunden, tauchte Fay wieder auf.
Darüber, wie sie den Toten auf der Echse befestigen sollten, hatte er sich, wenn er ehrlich zu sich war, noch gar keine Gedanken gemacht. Unorganisiert, das war ihre kleine Truppe.
Vermutlich wird uns genau das den Hals kosten, noch bevor wir überhaupt von hier aufbrechen, vermutete Alor etwas mürrisch. Er selbst war nicht unschuldig daran. Er war einfach weniger bei der Sache als sonst.
Jedoch sagte er nun einfach, was ihm zu Fays Frage einfiel.
"Wenn er liegt, wird es wohl eher auffallen, dass er tot ist. Aber wie willst du ihn dazu bringen, aufrecht sitzen zu bleiben, wenn deine Echse sich unter ihm bewegt?" Er hatte eine Idee, auch wenn er nicht wusste, ob sie umsetzbar war. "Wir könnten versuchen, ihn mit Zeltstangen festzuzurren und ihn so zu stabilisieren. Wir müssen das Gestell nur irgendwie verstecken. Seine Kleidung ist weit genug, dass das nicht auffällt, oder? Oder denkst du, es wäre besser, wenn wir ihm aucheine Rüstung anziehen? Im Moment sieht er eher wie ein reisender Händler als wie ein Reiter einer Kriegsechse aus."

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Beitrag von Druzil Fr Nov 30 2012, 16:38

Wilbur musste schlucken. Nicht nur das Fay ihn auf frischer Tat ertappt hatte, nun verließ sie auch noch das Zelt und liess ihn mit Riya alleine.
Die verrückte Kleine warf ihm mordlustige Blicke zu. Die Stimmen von Alor und Fay von ausserhalb beruhigten ihn kaum.
"Also... ähm, was ich hier getan habe? Nun, also, da war... Ähm, Alor wollte..."
Wilbur stammelte sich einen zurecht und hatte nicht den Hauch einer Idee, wie er sich aus dieser Situation winden sollte.
Schliesslich seufzte er resigniert und liess die Schultern hängen.
"Ich war deswegen bei deinen Sachen", erklärte er und holte mit schuldbewusster Miene den Nekromantendolch hervor, den er aus Riyas Sachen entwendet hatte.

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Beitrag von Elli Mo Dez 10 2012, 12:42

"Ja...das mit den Stangen könnte funktionieren. Allerdings wäre er mit Rüstung weniger auffällig, wir brauchen etwas das sein Gesicht verdeckt." Fay besah sich die Rüstung an der Echse näher und überlegte wie man die Leiche befestigen könnte. "Ich habe eine Idee. Riya ist die kleinste von uns. Wir könnten sie vor die Leiche setzten. Das stabilisiert das Ganze, sie könnte wie eine Gefangene aussehen...gemäß dem Fall sie macht den Spaß mit. Was meinst du?"

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Beitrag von Scáth So Dez 16 2012, 19:21

"Pass auf das du dich nicht schneidest", sprach Riya. Ihr Körper verkrampfte sich und mit geballten Fäusten stand sie regungslos vor Wilbur, den Blick starr auf den Dolch gerichtet, den er in seinen Händen hielt. Nie wieder würde sie ihre Sachen unbeaufsichtigt lassen. Sie hatte den Wicht unterschätzt. Vermutlich hatte sie die gesamte Gruppe unterschätzt, aber das würde ihr nicht noch einmal passieren."Ich denke du hast genug damit gespielt. Gib ihn mir zurück.", versuchte es Riya erst auf die höfliche Tour, in der Hoffnung sie würde reichen.
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Beitrag von Druzil Di Dez 18 2012, 22:14

Der kleine Alchemist ließ die Schultern hängen. In dieser Situation konnte er nicht gewinnen. Es gab keine Rückendeckung durch irgendjemanden, warscheinlich könnte Riya ihn hier aufschlitzen und die anderen würden es verstehen.
Wortlos reichte er Riya den Dolch.
Er war wohl ein Stückchen zu weit gegangen, musste sich Wilbur eingestehen. Wenn sie die Klinge nicht hergeben wollte, war das ihre Entscheidung.
Nun wartete ein Toter auf sie.

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Beitrag von Umbra Mi Dez 19 2012, 01:32

"Mmh", machte Alor nachdenklich und fuhr sich durch die Bartstoppeln, seit nun mindestens zwei Tagen nach seiner letzten Rasur, kratzig sein Kinn bedeckten.
"Wir könnten sie ja zumindest fragen und schauen, ob das funktioniert", meinte er. Aber auch beschäftigte ihn eine andere Frage.
"Was machen wir dann eigentlich in der Zeit? Folgen wird deiner Echse offen oder versuchen wir, möglichst nicht gesehen zu werden?"
Er war sich nicht sicher, was die bessere Lösung war. Wenn sie offen herumwandern würden, wäre es vielleicht weniger auffällig als wenn sie versuchten, unauffällig zu sein. Wenn sie jemand beim Herumschleichen ertappen würde, würde das sofort Verdacht erregen, vermutete er.

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Beitrag von Scáth Do Dez 20 2012, 19:37

Letzten Endes war Riya doch überrascht, das Wilbur ihr den Dolch so einfach ohne weiteres gegeben hatte. Es war nicht Typisch für diesen, sie hatte Vorwürfe oder zumindest viele Fragen erwartet, aber es war nur von Vorteil das es nicht dazu kam. Riya beschloss den Dolch von nun an bei sich zu tragen. Sicher war es riskant, doch wie sich eben herausgestellt hatte war es ebenso riskant ihn bei ihren anderen Sachen zu lassen. Sie war sich sicher das diese, angeblich magische Waffe ihr noch einmal nützlich sein könnte. Zur Sicherheit schaute sie nach ob alle restlichen Sachen von ihr noch beisammen waren, doch so wie es aussah hatte Wilbur es wirklich nur auf den Dolch abgesehen. Beruhigt verließ sie das Zelt und stellte sich zu der restlichen Gruppe um weitere Pläne mitzubekommen.
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Beitrag von Druzil Sa Dez 22 2012, 14:47

Wilbur schaute Riya einen Moment lang nach. Er wusste selber nicht genau, was über ihn gekommen war. Normalerweise hätte er irgendetwas gestammelt, versucht sich aus der Situation zu winden. Vielleicht lag es an der Müdigkeit, vielleicht an der feindlichen Umgebung, oder daran, dass sie fortan noch enger zusammenhalten mussten.
Omegas Festung, fuhr es dem Alchemisten durch den Kopf. Von dort war er geflohen, vor den Schreien, den ewigen Schreien im Dunkel. Nun kehrte er an diesen Ort zurück. In den Hort des Bösen.
Nachdem Riya das Zelt verlassen hatte, packte Wilbur den Leichnam an den Beinen. Der Körper begann zu riechen. Noch nicht nach Verwesung. Aber seine Muskeln waren erschlafft und was nun nicht mehr durch ihre Kraft im Körperinneren gehalten wurde, sickerte langsam heraus.
Verdammt Scheisse. Alor und seine bekloppten Ideen.
Er zerrte den Toten aus der Zeltöffnung. Draussen war finstere Nacht und Wilbur fröstelte es. Eine Nacht für Vampire...
"So, hier ist das Kerlchen."

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Beitrag von Umbra Fr Dez 28 2012, 16:33

Alor half Wilbur mit der Leiche und warf ihm ein entschuldigendes Lächeln zu - schließlich hatte er sich nicht an sein Wort gehalten und aufgepasst, um den Alchemisten vorwarnen zu können, damit dieser bei seinem Wühlen in Riyas Sachen nicht überrascht wurde.
Gemeinsam gelang es ihnen, den toten Assassinen auf die Echse zu setzen, aber dass auch er dort sitzen blieb, erforderte Zeit und Geschick, wobei es allen Beteiligten anzumerken war, dass sie mehr oder minder nervös wurden. Hier draußen waren sie, trotzdem sie von Zeltplanen und Dunkelheit umgeben waren, relativ leicht zu entdecken und sollte das in diesem Moment geschehen, würden sie auf jeden Fall auffliegen.
Riya kletterte widerwillig mit auf Fays schuppigen Gefährten, um den Toten in möglichst aufrechter Position mithilfe von ungesehen entliehenen Zeltstangen und teils improvisierten Schnüren am Sattel zu befestigen. So wie Fay und Alor es sich vorgestellt hatten, funktionierte es tatsächlich, und Riya willigte nach einer Diskussion ein, dem Kerl näher zu kommen als es ihr eigentlich lieb war. Riya würde hoffentlich nicht lange an den blutleeren Mann gedrückt im Sattel der Echse sitzen müssen, wenn alles so funktionierte wie geplant. Allerdings weigerte sie sich, die Gefangene zu spielen und sich fesseln zu lassen. Es musste auch ohne weiteres Schauspiel funktionieren.
Nachdem er noch einmal die Befestigung des Toten überprüft hatte, ging Alor voran, denn er glaubte zu wissen, in welche Richtung sie gehen mussten, um zu den Vampiren zu gelangen. Innerlich bezweifelte er allerdings, dass sie gerade das Richtige taten. Es war riskant. Vielleicht wäre es eine bessere Idee gewesen, den Toten einfach zu verscharren und sich ein anderes Zelt zu suchen, um auf die Abreise zu warten. Doch er sprach seine Gedanken nicht aus. Wenn sie jetzt erwischt wurden und starben, müssten sie wenigstens nicht näher an Omega heran.

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Beitrag von Druzil Fr Dez 28 2012, 19:34

Wilbur hatte geholfen den Leichnam auf dem Tier festzuzurren, äusserst widerwillig, aber ohne mürrische Kommentare. Alor schien diese totengräberische Arbeit weit besser von der Hand zu gehen. Kein Wunder, ganz der Nekromantenschüler. Aber er sprach diesen Gedanken nicht laut aus. Alor erschien ihm immer noch wie ein zweigesichtiges Wesen. Mal erwachte in ihm eine unerwartete Stärke und er trat wie ein geborener Anführer ins Licht. Dann wieder, wie in diesem unreinen, abnormalen Moment, als sie mit dem Kadaver hantierten, schien er ein verwundbarer Gestrandeter zu sein, der nicht recht wusste, wohin er sich wenden sollte.
Wilbur vertrieb die Gedanken aus seinem Kopf und beschaute sich das Werk ihrer Arbeit.
"Die Frauen soll einer verstehen, was?"
Er knuffte Alor in die Seite. Es war ihm behaglicher an der Spitze ihrer sonderbaren Prozession zu laufen und nicht den schwankenden Toten vor sich zu haben.
"An einem Kadaver reiben sie ihren kleinen Arsch, aber unsereins muss ins Astloch gucken."
Er lachte kurz. Aufgekratzt, nervös und zitterig.

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Beitrag von Quinn Fr Dez 28 2012, 20:08

Nyara seufzte und fuhr liebevoll mit der Hand über das dunkle Holz ihres Langbogens. Wie oft hatte dieses Stück Holz ihr wohl schon das Leben gerettet? Sie hatte schon vor langer Zeit aufgehört zu zählen. Und nun war sie hier, in einem Heerlager Omegas, der feindlichsten Umgebung, in die man sich je begeben konnte, und hatte ich nicht ein einziges Mal benutzen müssen.
Wehmütig lehnte sie ihren treuen Freund gegen die Zeltwand und gähnte, bevor sie aufstand und ihre steifen Glieder streckte. Wie lange war sie wohl einfach nur dagesessen und hatte über ihre Vergangenheit nachgedacht? Sie lies ihren Blick über den dunklen Nachthimmel wandern und versuchte herauszufinden, wie spät es ungefähr sein musste, gab aber nach kurzer Zeit auf. Eigentlich interessierte es sie auch gar nicht. Ihr Blick fiel wieder zurück auf ihren Langbogen.
Morgen verschwinde ich von hier. Das alles war reine Zeitverschwendung! Was habe ich herausgefunden? Nichts.
Sie fröstelte, nahm ihren Bogen und lies den Blick noch einmal durch die benachbarten Zeltreihen wandern. Sie wollte sich gerade umdrehen und in ihrem Zelt verschwinden, als sie plötzlich auf eine ungewöhnliche Prozession aufmerksam wurde, die sich ihren Weg durch die Zelte bahnte.
Was zum...?! Eine Echse? Mitten in der Nacht? Und wozu so viele Leute?
Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde hatte sie die Sehne auf den Bogen gespannt und sich ihre Kapuze noch tiefer ins Gesicht gezogen.
Vielleicht finde ich ja doch noch etwas brauchbares...
Sie machte sich gar nicht erst die Mühe, der Echse unbemerkt zu verfolgen, das hätte wohl noch mehr Aufsehen erregt. Sie achtete einfach nur darauf, genug Abstand zu halten, während sie ihr folgte, in der einen Hand den bespannten Bogen, die Andere immer an der Pfeiltasche an ihrem Gürtel.

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Beitrag von Umbra Sa Dez 29 2012, 13:40

"Vielleicht hat seine kühle, zurückhaltende Art es ihr angetan", versuchte Alor sich an einem Scherz. Er merkte Wilbur deutlich an, dass dieser nervös war, und das machte ihn selbst nicht unbedingt ruhiger.
Aufmerksam behielt er den Weg vor ihnen, aber auch seine eigenen Füße im Auge, um nicht zu stolpern. Hier und dort erhellten noch glimmende Lagerfeuer und aufgestellte Fackeln die Trampelpfade zwischen den Zelten. Jede der Flammen flüsterte Alor leise zu, als er sie passierte, und mit jedem Schritt, den er machte, schien dieses Geflüster zu einen unheilbaren und allgegenwärtigen Wirrwarr anzuschwellen. Für ihn war dieses Geräusch lauter als alle anderen Geräusche, die im Lager zu hören waren. Geschnarche, gedämpfte Stimmen, entferntes Hundegebell. Je mehr Alor versuchte, sich auf etwas anderes als dieses Flammengeflüster zu konzentrieren, desto energischer schienen die Feuergeister auf ihn einreden zu wollen. Mit Worten, die er nicht verstand.
So sehr Alor Anjasi dankbar dafür war, dass sie ihm das Leben gerettet hatte, so sehr verfluchte er sie auch in diesem Moment.
Als er jedoch das Wort ergriff, waren die Stimmen plötzlich still.
"Sie... sie hat dir doch keinen Ärger gemacht, oder?", fragte er Wilbur leise und meinte Riya. "Hast du gefunden, was du gesucht hast?", interessierte ihn.

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Beitrag von Druzil Sa Dez 29 2012, 16:57

"Nein, nein. Sie hat keinen Ärger gemacht. Obwohl sie mich auf frischer Tat ertappt hat. Vermutlich hätte ich etwas Ärger durchaus verdient gehabt", sinnierte Wilbur und trottete weiter.
"Sie hat den Dolch des Totenbeschwörers bei sich."

Der Alchemist spähte zwischen zwei dunklen Zelten hindurch. Doch eine Erkenntnis, was dieser Umstand für sie bedeutete, fand er auch dort nicht.
"Wie weit ist es noch bis zur Brutstätte der Vampire?"
Wilbur war zu einem Flüstern übergegangen.
"Wir sollten nicht zu nah heran. Es heisst, sie hätten einen feinen Geruchssinn. Und wenn einer von ihnen die Leiche zuerst findet und einfach verschwinden lässt, war der ganze Aufriss für die Katz."

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Beitrag von Scáth Mo Dez 31 2012, 13:25

Das Riya sich wirklich hatte breitschlagen lassen, sich mit einer Leiche zusammen auf eine Echse zu setzen, bereute sie in diesem Moment zutiefst. Es mochte Einbildung sein, doch der ständige Geruch verwesender Leichen lag in ihrer Nase, und sie hatte das Gefühl sich jeden Moment übergeben zu müssen. Vermutlich würde das dann ihr Ende bedeuten. Sicher, einfach mal so von einer Echse runter zu kotzen würde mehr als nur ein wenig Aufmerksamkeit erregen. Riya biss ihre Zähne zusammen und ihre Hände umklammerten schon kramphaft die Zügel der Echse. Die Nacht war kühl, und dennoch hatte sie das Gefühl das der leblose Körper des Assassinen immernoch Wärme ausstrahlte. Jeder Windhauch der an ihr vorbeizog fühlte sich an, wie der Atem der Leiche in ihrem Nacken. Riya bemerkte wie sie begann zu zittern. 'Reiß dich zusammen Weib! Das ist nichts weiter als ein Seelenloser Körper! Eine leere Hülle, kann dir also nichts tun'. Sie versuchte verzweifelt sich selbst zu beruhigen, doch das führte nur unweigerlich dazu, dass sie sich eine ganze Horrorgeschichte in ihrem Hirn ausmalte. Was wenn ein herumstreunender Totenbeschwörer die Leiche enttarnt hatte und sich nun einen Scherz daraus machte ihn wiederzubeleben, sodass er sie töten konnte? Sie zuckte zusammen, zitterte am ganzen Körper. Kaum hatte sie diesen Gedanken zu Ende gedacht merkte sie, wie sich Hände um ihre Tallie legten. 'Einbildung...das ist nur Einbildung...ganz ruhig bleiben'
Riya sah an sich hinab, und tatsächlich sah sie zwei Hände die sich an ihrer Tallie befanden. 'Scheiße, scheiße, scheiße!. Ihr Herz schlug mittlerweile im Takt einer gallopierenden Herde von Pferden. Fay's Echse schien das zu merken, denn auch diese wurde zunehmend unruhiger. 'Ruhig bleiben...nicht auffallen', sprach Riya sich immer wieder selbst vor. Schon früher hatte es ihr geholfen wenn sie sich andauernd selbst sagte was sie zu tun hatte, oder was ihr Ziel war. Es war nützlich, um die Kontrolle zu bewahren und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Riya atmete kurz tief durch, drehte ihren Kopf gerade soweit um, das sie den Assassinen sehen konnte und stellte dann mit Erleichterung fest, das dieser immernoch genause Mausetot war wie auch vor ein paar Minuten. Mit angewidertem Gesicht packte Riya seine Hände und positionierte sie wieder so, wie sie waren. Sie musste kurz würgen, als ihr der Verwesungsgeruch wieder in die Nase stieg. Nervös sah sie sich um, um zu sehen, ob sie beobachtet wurden, doch in der Dunkelheit konnte sie nicht sehr viel erkennen. Sie hoffte, dass sie nicht zu viel Aufmerksamkeit erregt hatte. Ihr Blick wanderte wieder starr nach vorne, in der Hoffnung, das dieser Horrorritt bald ein Ende hatte.
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Beitrag von Quinn Mi Jan 02 2013, 02:04

Wo wollen die um diese Uhrzeit nur hin? Nyara war der Echse nun schon durch das gefühlte halbe Lager gefolgt. Was hatte das alles zu bedeutet? Und wer waren diese Leute überhaupt? Eine Gefangenen-Prozession mitten in der Nacht? Unwahrscheinlich.
Sie gehörten nicht hierher. Eine andere Erklärung fand sie nicht. Sie hatte sich genau so verhalten, als sie hier angekommen war. Nyara konnte sehen, wie die beiden Männer an der Spitze immer wieder nervöse Blicke um sich warfen. Die angebliche Gefangene saß angespannt vor dem Krieger auf der immer unruhiger werdenden Echse. Einzig die Katzenfrau am Ende schien nicht ganz so aufgeregt, wie die anderen, aber Nyara konnte sich auf die Entfernung auch täuschen.
Vielleicht suchen sie einen Ausgang, schoss es ihr durch den Kopf. Vielleicht hatten sie auch genug von diesem stinkenden, Omega-verseuchten Lager. Möglicherweise konnte sie sich ihnen ja anschließen. Das würde ihre Chancen auf eine Flucht deutlich erhöhen. Aber was, wenn sie doch zu Omega gehörten? Dann wären all ihre Pläne dahin und sie innerhalb von 2 Minuten tot. Sie warf einen kurzen Blick zur Seite und stellte erstaunt fest, dass wohl niemand sonst auf diese seltsame Truppe aufmerksam geworden war.
No Risk, No Fun. Sie seufzte, umklammerte ihren Bogen fester und verringerte den Abstand, um die Echse nicht aus den Augen zu verlieren.

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Beitrag von Umbra Mi Jan 02 2013, 16:23

Alor nickte nachdenklich, als Wilbur ihm sagte, dass Riya den Dolch habe. Er beschloss für sich, das Mädchen bei Gelegenheit darauf anzusprechen. So ein Artefakt konnte gefährlich sein, vor allem, wenn man aus Unwissenheit unvorsichtig damit umging. Wer wusste schon, was es genau damit auf sich hatte? Es wäre vielleicht das beste, wenn Alor sich damit befasste und dann darüber entschied, was mit dem Dolch geschehen sollte. Schließlich kannte er sich - unglücklicherweise - am besten mit Nekromantieutensilien aus.
Dann sah er sich im Gehen um, suchte in der Nacht um sie herum Anhaltspunkte, die darauf hinweisen könnten, wo genau sie sich im Lager befanden. Es hatte sich verändert, seitdem er es verlassen hatte, besonders seine Größe war enorm angeschwollen, aber er bezweifelte stark, dass sich an den Strukturen etwas geändert hatte.
"Wir müssten nah genug sein", schätzte er, etwas lang nachdem Wilbur die Frage danach gestellt hatte. "Wir sollten ihn hier irgendwo zwischen den Zelten platzieren. Sie bieten den Sichtschutz, den ein Vampir für einen Überfall bräuchte, und wie der Boden hier aussieht, kommen hier auch oft genug Leute entlang, sodass man ihn auch findet, bevor er richtig zu stinken beginnt."
Alor hielt an und wartete wenige Augenblicke, bis die Echse zu Wilbur und ihm aufgeschlossen hatte.
"Hier ist ein guter Ort", raunte er Riya zu und half ihr von dem Reittier runter. So wie sie dankbar zu sein schien, dass sie von der Leiche etwas Abstand gewinnen konnte, war Alor unerfreut, dass er nun auf Tuchfühlung mit dem leblosen Assassinen gehen durfte. Aber er zögerte nicht, sondern zog das Messer aus seinem Gürtel, um damit zu beginnen, den Toten loszuschneiden.

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Beitrag von Druzil Sa Jan 05 2013, 17:55

Wilbur hielt den Toten, so gut es bei seiner geringen Grösse und mit seiner ebenso geringen Kraft möglich war. Alor zerschnitt die Fesseln des Leichnams und er neigte sich auf dem Echsenrücken bedrohlich zur Seite.
Wilbur versuchte seinen Griff zu verstärken. Doch vergeblich. Wie ein Sack voll Mehl glitt ihm der schlaffe Körper entgegen. Er stemmt sich gegen das tote Fleisch. Der Kopf der Leiche baumelte in alle Himmelsrichtungen herum, als beglotze er die Landschaft.
"Hilf mir doch mal jemand."
Der Tote rutschte von der Echse. Wilbur quiekte. Der Leichnam hatte sich auf ihn geworfen.
Wilbur konnte sich kaum auf den Beinen halten. Der Unterleib des Toten presste sich an sein Gesicht, Kopf und Oberkörper hingen ihm über die Schulter, während ein Bein des Toten noch ausgestreckt über den Rücken der Echse schrabte. Der Alchemist taumelte hin und her, versuchte das Gleichgewicht zu halten.
"Scheisse. Alor, du Leichenhexer, hol ihn runter von mir!"

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Beitrag von Elli Di Jan 08 2013, 17:57

Fay konnte nur mit Mühe ein Lachen unterdrücken, als sie sah wie der Leichnam auf Wilbur landete. Sie ließ ihn einen kleinen Augenblick schmoren, bevor sie ihm zur Hilfe eilen wollte. Doch dann stoppte sie. Sie witterte etwas. Sie blieb stehen und spitze ihre Ohren. Sie hatte schon seit geraumer Zeit, dass Gefühl, dass stetig Schritte hinter ihr zu vernehmen waren, doch sie hatte in einem Heereslager nicht viel darüber nachgedacht. Sie drehte sich um und sah sich um. Und dann roch sie es. Sie weitete ihre Nase und sah plötzlich eine Bewegung, eine Person, bewaffnet mit einem Bogen. Ruckartig beuhte sich Fay nach vorne und hielt Wilbur den Mund zu. Ruhe, zischte sie wir werden beobachtet.

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 2 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Druzil Mi Jan 09 2013, 20:11

Wilbur war auf die Knie gesunken. Der Leichnam hing schief und schlaff auf ihm. Alor schien sich nicht im geringsten um ihn kümmern zu wollen. Vermutlich berauschte ihn dieser Anblick auf eine abartige Weise, ging es Wilbur durch den Kopf und er musste an Alor denken, wie er in jungen Jahren mit Kadavern hantiert hatte.
Sehen konnte er den geläuterten Nekromanten jedoch nicht. Ein Arm des Toten baumelte vor seinen Augen.
Wilbur schnaufte und ruckelte hin und her, als sich Fays Hand auf seinen Mund legte. Ihre Worte nahm er kaum wahr. Zu sehr war er mit der Leiche und ihrer unangenehmen Nähe beschäftigt, aber die Finger auf seinen Lippen liess seine Stimmung schlagartig besser werden.
Na hallo, junges Kätzchen!

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 2 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Quinn Do Jan 10 2013, 00:00

Was zur Hölle...?
Entgeistert starrte Nyara auf die Szene, die sich ihr gerade bot. Zwei Männer, die eine Leiche von der Echse zerrten, der kleinere der beiden halb unter ihr begraben; die angebliche Gefangene, die einfach nur froh zu sein schien, Abstand von dem Leichnam nehmen zu können und die Katzenfrau, die sie bemerkt hatte und dem kleinen Mann schnell die Hand vor den Mund hielt.
Instinktiv fuhr ihre Hand zu dem Köcher an ihrem Gürtel. Nur einen Bruchteil einer Sekunde später lag der Pfeil schussbereit an der gespannten Bogensehne.Sie hätte einfach nur loslassen müssen, vielleicht hätte sie so diesen ganzen Alptraum beenden können, ohne, dass irgendjemand etwas davon mitbekommen hätte. Doch dann schaltete sich ihr Verstand wieder ein.
Nein, das wäre sehr unklug. Vier gegen einen...
Sie senkte ihren Bogen, ließ den Pfeil jedoch an der Sehne liegen und nahm eine defensivere Haltung ein.
"Was in aller Welt ist denn hier bitte los?"

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 2 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Umbra Sa Jan 12 2013, 12:37

Durch das Wort "Leichenhexer" wurde Alors Miene starr und grimmig und er warf Wilbur kurz einen verärgerten Blick zu. Der Leichnam lag auf dem kleinen, rundlichen Alchemisten, der offensichtlich seine Mühe damit hatte, sich aufrecht zu halten, doch Alor war noch beschäftigt. Er war Wilbur nicht sofort zur Hilfe gekommen, da er noch mit dem Sattel der Echse beschäftigt war. Er konnte nicht überall gleichzeitig sein und hatte schließlich nur zwei Hände... Und die Beleidigung sorgte auch nicht gerade dafür, dass er das Bedürfnis verspürte, sofort zur Hilfe zur eilen. Er war kein Nekromant. Im Augenwinkel bemerkte er, dass sich Fay stattdessen, auch nach einem Moment des Zögerns, bewegte, also galt Alors Aufmerksamkeit wieder voll dem Sattel. Einige Stangen waren nach wie vor sowohl an der Echse und auch am Leichnam befestigt, was wohl dazu geführt hatte, dass dieser noch nicht mit seinem vollen Gewicht auf Wilbur lastete.
In dem Moment vernahm er Fays Warnung und folgte ihrem Blick. Ja, jemand beobachtete sie,eine Frau, offenbar, und verlangte nun eine Erklärung. Alor spürte, wie sich sein Puls vor Anspannung beschleunigte. Nun war gewisses Verhandlungsgeschick gefragt. Er würde die Fremde nur ungern ruhigstellen müssen. Scheinbar unbeirrt tastete er nach den restlichen Schnüren und Seilen, die sie zuvor festgezurrt hatten, und durchtrennte sie.
Der Tote rutschte noch ein Stück und hing nun nur noch mit einem Stiefel über dem Rücken der Echse. Mit dem Messer noch in der rechten Hand, umschlang er den Toten und zog in von Wilbur herunter. Wie ein nasser Sack fiel der ausgesaugte Assassine auf den Boden. Alor überstieg ihn und steckte sein Messer weg, während er sich demonstrativ vor der Gruppe zum stehen kam.
Er beobachtete die fremde Person genau, der Bogen und der bereits angelegte Pfeil entging ihm in der Dunkelheit nicht. Die Geister flüsterten.
"Ihr mischt Euch in Angelegenheiten ein, die Euch nichts angehen", teilte Alor ihr unverblümt und voller Entschlossenheit mit. "Jemandem wie Euch bin ich keine Rechenschaft schuldig."
Dabei benutzte er bewusst "ich" statt "wir". Es war ein Bluff, ja, immerhin hatte er hier keine höheren Rang inne, aber wenn sie Glück hatten, würde es funktionieren. Aufgefallen waren sie jetzt sowieso, vielleicht hatten sie dadurch ihr komplettes Vorhaben in den Sand besetzt, aber Alor hatte es noch immer in sich, bestimmt aufzutreten, und konnte möglicherweise dadurch überzeugen.
"Kehrt zu Eurem Zelt zurück oder ich werde Euch auspeitschen lassen."

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 2 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Druzil Sa Jan 12 2013, 17:17

Wilbur hiefte sich erleichtert wieder hoch auf die Beine. Der Tote lag neben ihm im Staub. Da bemerkte er eine plötzliche Anspannung in der Gruppe und sein Blick fiel auf die fremde Frau.
Alors Worte waren herrisch und überraschten Wilbur.
"Aber, aber", mischte er sich sogleich ein und wuselte neben Alor, den Blick auf die Frau gerichtet. Trotz der Dunkelheit schätzte er sie als attraktiv ein, verstand aber auch Alors Spiel.
"Schöne Frau, ihr seid da in eine Situation geraten, die leicht mißzuverstehen ist."
Er grübelte einen Moment und wusste das Alor unzufrieden mit seiner Aktion war. Aber sie waren schon zu dicht am Lager der Blutsauger. Wenn morgen die Geschichte von dem ausgesaugten Menschen die Runde machte, würde diese Frau wissen, dass sie die Sache eingefädelt hatten. Ihre ganze Idee stand auf dem Spiel. Entweder brachten sie die Fremde auf ihre Seite, oder sie brachten sie um die Ecke.
"Seht, wir haben diesen armen Kerle, die Götter mögen sich seiner Seele annehmen, vor kurzem ein paar Zelte weiter gefunden."
Wilbur setzte einen ernsten Gesichtausdruck auf.
"Ein Vampir hat ihn getötet und sich an seinem Blut gelabt. Tretet ruhig näher und seht selbst. Bisswunden am Hals. Der Körper blutleer. Ein widerliches Verbrechen, begangen aus purem Blutdurst."
Wilbur schüttelte angeekelt den Kopf.
"Wir wollten die dunkle Brut gerade zur Verantwortung ziehen."

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 2 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Quinn Mo Jan 14 2013, 19:51

Zögernd trat Nyara einen Schritt näher. Was zum Teufel ging hier nur vor sich? Ihr Blick wanderte zwischen dem kleinen, freundlicheren Mann und dem Leichnam hin und her. Gut sah er wirklich nicht mehr aus, obwohl sie auf die Entfernung nicht erkennen konnte, ob dies wirklich der Angriff eines Vampirs gewesen war. Aber näher wollte sie ihnen nicht kommen. Vielleicht war das ganze auch nur eine Falle, und sie würden sie überrumpeln, sobald sie die Chance dazu hatten. Nein, so naiv würde sie nicht sein.
Sie trat noch einen weiteren Schritt näher, behielt aber ihre defensive Haltung bei, den Pfeil immer noch angelegt. Ihr Blick fiel auf den blondhaarigen Mann zurück. Nein, er war keiner der höheren Offiziere, sie hätte ihn bestimmt schon einmal gesehen, wenn dem so wäre.
Und dann war da noch der kleine, rundliche Mann... Es hatte sich ja fast so angehört, als hätte er eine Abneigung gegen Vampire... Schon seltsam, wenn man bedachte, dass sie sich gerade in einem Heerlager Omegas, dem Vampirfürsten schlechthin, befanden.
"Ja, wirklich widerlich... Sie glauben, sie könnten hier tun und lassen, was sie wollen, nur weil sie der gleichen... Rasse angehören, wie der Vampirfürst..."
Sie warf einen nervösen Blick zu dem größeren der beiden Männer, der sie so herrisch angesprochen hatte. Hatte sie zu viel von ihrem Standpunkt preisgegeben? Nein, vermutlich nicht... Und wenn, dann war es jetzt auch zu spät.
Sie atmete tief durch und lockerte ihre Haltung ein wenig. Erst der Tod gibt dem Leben einen Sinn...
"Kann man den Herren irgendwie behilflich sein?"

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 2 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Scáth Do Jan 17 2013, 21:58

'Soviel dann zum Thema keine Aufmerksamkeit erregen. Super gemacht Riya. Eine Meisterleistung.'
Eine Mauer. Eine harte, raue Steinmauer. Das war es was Riya jetzt gebrauchen konnte. Um ihren Kopf dagegen zu schlagen. Mehrere hunderte, nein, tausende mal. Doch das wäre wohl zu auffällig gewesen und noch einmal den gleichen Fehler zu wiederholen war sicherlich nicht in ihrem Interesse. Misstrauisch beobachtete sie den Neuankömling. Sie schien eine junge Frau zu sein. Komischerweise hatte sie irgendeine Art an sich, die sie in Riyas Augen unsympathisch machte. Doch das spielte wohl gerade keine Rolle. Riya tat es ihr gleich und legte ihre Hand an ihrer Waffe ab, das Reden überließ sie jedoch den Anderen, denn das war etwas, das ihr nicht besonders lag.
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