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Beitrag von Elli Mi Apr 10 2013, 11:43

Schweigend ging Fay mir Argus neben den anderen her. Das Gespräch von Wilbur und Alor hörte sie zwar mit an, aber wirklich Anteil nahm sie daran nicht. Seufzend blickte sie in den Himmel. Zu ihrem Gemütszustand würden Wolken passen. Und Regen. Und Sturm. Während sie die Kolone betrachtete, schoß ihr wieder einmal der Gedanke durch den Kopf, dass sie die Reise vielleicht nicht überleben würde. Sogar sehr wahrscheinlich. Sie konnte kämpfen, ohne Frage, aber sie hatte gesehen zu was Wesen wie Sirius und der Vampir in der Lage gewesen waren. Dagegen konnte sie nicht ankommen. Sie blickte ihre Weggefährten unauffällig von der Seite an und überprüfte unauffällig ob alle Waffen greifbar waren. Sie fragte sich wo der ein oder andere wohl gelandet war, der ursprünglich mit auf Reisen gewesen war.

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Beitrag von Umbra So Apr 14 2013, 18:25

"Wir haben immer eine Wahl, Wilbur", antwortete Alor mit einem gequälten Lächeln. "Jeder von uns."
Wenn die Sache wirklich schief gehen würde, wusste er, was zu tun war. Zu kämpfen und versuchen zu fliehen gehörte nicht dazu. Bei einem Versuch würde es nämlich bleiben. Sollten die anderen sich dazu entscheiden, gegen Titus' Wachen antreten zu wollen, würde Alor den Weg der Feiglinge nehmen. Damit war er stets gut beraten gewesen. Er sprach es nicht aus, auch weil er die Moral nicht noch mehr dämpfen wollte, aber vermutlich war es ihm anzusehen, was er dachte - und wenn Wilbur klug war, würde er sich im Fall des Falles an ihn halten. Alor war noch nie gut darin gewesen, seine Gefühle zu verbergen. Es nützte nichts zu leugnen, dass ihm der Wunsch, einen Heldentod zu sterben, gänzlich fehlte. Das Leben zog er dem Tod immer vor - besonders, wenn es ihn selbst betraf. Wäre auch eine Schande, es sinnlos zu vergeuden und Anjasis Geschenk zu wegzuwerfen. Alor hatte die Leere durch ihr rettendes Ritual kennengelernt. Friedlich auf eine Weise, aber auf eine andere grauenhaft endlos. Da wollte er nicht wieder hin, Selbstachtung war da zweitrangig. Dennoch bedauerte Alor in diesem Moment, im oder nach dem gestrigen Chaos nicht nach der Pflanzendame gesucht zu haben. Vermutlich würde er nun nie mehr die Chance bekommen, seine Schuld bei ihr zu begleichen. Außerdem hätte sie ihm bestimmt Rat erteilen können, wie er mit den Geistern umzugehen hatte, die aus Flammen heraus nun zu ihm flüsterten.
Seine Gedanken schweiften zu dem Nekromantendolch ab. Seine Hand prüfte, ob das Ding noch in seinem Gürtel steckte – ja, gut – während seine Augen jetzt aufmerksam in der Menge nach irgendetwas oder irgendjemand Auffälligem suchten. Als Titus sich näherte, war dies nicht zu übersehen. Eine Schneise schlug sich in die Ansammlung von Menschen, die mit den Vorbereitungen für den Aufbruch beschäftigt waren, als diese ihrem Geldgeber, beziehungsweise Herrn, und dessen Gefolge Platz zu machen, das lediglich aus dem stummen Boten namens Dujan und einem hünenhaften, halbnackten Muskelpaket, dessen Finger einsatzbereit auf einem Schwertknauf ruhten, bestand.
Titus, wie eh und je, war trotz der Hitze in weite Gewänder aus edlem, dunkelblauen Stoff gehüllt, in denen seine Statur dürr und er selbst beinahe so wirkte als würde er schweben anstatt zu gehen. Mit einem aufgesetzten Lächeln auf dem gepuderten Gesicht, brachte er die letzten Meter, die ihn von den Neuankömmlingen noch trennten, hinter sich und breitete seine ringbesetzen Hände aus.
"Willkommen!", rief er und zeigte seine für einen Menschen etwas ungewöhnlich spitzen Zähne, die ihm neben einem gewissen Glitzern, das ihm in den Augen lag, etwas Raubtierhaftes verlieh.
Alor ließ es über sich ergehen, dass Titus direkt auf ihn zukam und nach seiner Rechten griff, während der Händler die andere Hand auf seiner Schulter ablegte, um ihn wie einem guten Freund zu begrüßen. Obwohl der junge Magier eher sehr verhalten darauf reagierte, zwang er sich zu einem Lächeln.
Titus tat so als würde er Alors Abneigung nicht wahrnehmen und trat wieder einen Schritt zurück, um sich allen zuzuwenden.
"Willkommen!", wiederholte er, widmete Wilbur ein besonderes Lächeln und musterte dann mit undeutbarem Interesse Fay, Riya, Nyara und auch Argus.
"Wie ich sehe, habt Ihr hergefunden. Meine Damen", sprach er im Speziellen diese an, da sie ihn noch nicht persönlich kannten, und verbeugte sich, "mein Name ist Titus, wie Ihr gewiss wisst, und es ist mir eine Ehre, Eure Bekanntschaft zu machen. Erlaubt mir, Euch in den Schatten zu einer Erfrischung einzuladen, während wir das Geschäftliche klären."

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Beitrag von Scáth Do Apr 18 2013, 15:45

Den ganzen Marsch lang hatte Riya geschwiegen. Sie war angespannt gewesen, hatte Angst gehabt erkannt zu werden, ertappt von weiteren Assassinen, doch glücklicherweise verlief bis jetzt alles reibungslos.
Mittlerweile war Titus zu ihnen gekommen. Er war Riya mehr als nur unsympatisch. Seine Art kam geradezu aufgesetzt rüber und Riya musste sich sehr zusammenreißen ihn nicht abwertend anzusehen. Vermutlich war Schauspielen angesagt, doch auch diese Hürde würde Riya meistern können.
Sie schenkte Titus kurz ein Lächeln, das vermutlich genauso aufgesetzt war wie seine Art. Das Wort "Erfrischung" ging Riya allerdings runter wie Öl. Sie sah zu den Anderen und wartete ungeduldig darauf, dass sie sich zu dieser "Erfrischung" begeben würden.

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Beitrag von Quinn So Apr 21 2013, 22:21

Nyara stand schweigend zwischen Riya und Fay, als Titus schließlich eintraf. Sie hatte während des Marsches kein einziges Wort gesagt und machte sich jetzt nicht einmal die Mühe, Titus mit gespieltem Lächeln zuzunicken. Eigentlich hatte sie ihn sich als einen kleinen dicken Mann mit speckigem Gesicht und Glatze vorgestellt, aber die Gestalt, die vor ihnen stand, war alles andere als rundlich. Nichsdestotrotz gefiel ihr der Blick nicht, mit dem er Fay, Riya und sie angesehen hatte. Sie umklammerte ihren Bogen fester und legte die andere Hand unauffällig auf den Knauf ihres Dolches. Wenn dieser schleimige Kerl irgendetwas versuchen würde...
Das Wort "Erfrischung" ließ sie aufhorchen. Sofort begann ihre Kehle zu brennen. Außer den paar Schlucken heute morgen hatte sie schon seit einer gefühlten Ewigkeit nichts mehr getrunken. Und trotzdem war sie skeptisch. Wer weiß, was er ihnen damit für seltsame Substanzen verabreichen konnte? Mit hochgezogenen Augenbrauen folgte sie den anderen auf dem Weg in den Schatten.

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Beitrag von Elli Di Apr 23 2013, 14:32

Fay konnte förmlich spüren, wie die beiden Frauen an ihrer Seite von einer Unruhe ergriffen wurden, als Titus von Erfrischung sprach. Sie verspürte keinen Durst, hier war wieder ihre katzische Hälfte stärker. Wüstentiere brauchten kaum Wasser und so war der Marsch, wenn er ihr auch drückend schwül vorgekommen war, nicht weiter beschwerlich gewesen. Sie hatte es genossen eine Weile gehen zu können, ohne angeriffen zu werden oder zu flüchten. Mit Unbehagen dachte sie an das scheinbar verlassene Dorf zurück. Schließlich blickte sie zu Titus auf, der Alor mit einer freundschaftlichen Geste begrüßte. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und nichts hätte sie lieber getan, als ihn einfach nur anzufauchen. Sie zog Luft durch ihre Nase um Titus in all seinen Facetten wahr zu nehmen. "Fay" sagte sie knapp. Die meisten Menschen hielten nicht viel auf Mischlinge wie sie und Titus machte sicherlich keine Ausnahme.

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Beitrag von Umbra So Apr 28 2013, 13:28

Doch Titus ließ sich nicht anmerken, ob Verachtung für Fay empfand oder nicht. Allgemein waren seine Züge schwer zu deuten, denn sein überfreundliches Lächeln verdeckte sehr gut, was der Mann, der sich hinter diesem verbarg, wohl denken mochte.
Alor war jedoch auf der Hut, so wie jedes Mal in der Gesellschaft dieses Kerls, denn es war abzusehen, dass dieser irgendetwas im Schilde führte. Schatten und eine Erfrischung wären eine Erleichterung, doch auch wenn Titus sie damit ködern wollte: Im Netz dieser Spinne waren sie sowieso schon gefangen. Der Muskelprotz, den Titus bei sich führte – trotz der Bewaffnung wahrscheinlich ein Sklave, denn die waren in der Regel verlässlicher als angeheuerte Wachen –, war dabei eher dazu da, um Eindruck zu schinden. Natürlich würde er seinen Herrn mit dem Leben verteidigen, sollte sich eine plötzliche Bedrohung auftun, doch auch die anderen Wachen hier behielten sie genau im Blick. Vermutlich würde ein falscher Schritt in Titus‘ Richtung oder nur ein verdächtiges Zucken ausreichen, um das eigene Todesurteil zu besiegeln.
Alor fühlte sich mehr als unbehaglich hier, aber das lag nicht unbedingt daran, dass er in die Höhle des Löwen hineinmarschiert war, das hatte er schließlich aus freien Stücken getan, sondern dass dieser Löwe offensichtlich mit seiner Beute spielte. Diese Art war Alor von Titus gewohnt, er hatte das unsagbare Vergnügen gehabt, während seines letzten Aufenthalts in diesem verdammten Lager mit ihm Geschäfte gemacht zu haben. Dabei war es nicht unbedingt um legale Dinge gegangen, aber Alor war damals auf Titus‘ Hilfe angewiesen gewesen und der hatte im Gegenzug Nutzen daraus gezogen, einen Verbindungsmann in den Reihen der Nekromanten zu haben.
Titus erinnerte sich natürlich daran und fühlte sich (zurecht) sehr selbstsicher in seiner Haut, wie wohl niemand umhin kam, festzustellen, aber Alor wusste, dass man damit am besten umging, indem man ebenfalls selbstsicher tat, um dem Gegner die Stirn zu bieten.
So schüttelte Alor Titus‘ Hand auch nicht ab, als dieser sie wieder auf seiner Schulter platzierte und mit der anderen eine einladende Geste machte, mitzukommen. Er ließ sich führen, auch wenn ihm das sicher nicht zusagte, so besitzergreifend berührt zu werden als seien er und Titus tatsächlich alte Freunde.
„Es ist ein freudiges Ereignis, Euch wiederzusehen“, versicherte Titus ihm in Plauderton. Alor kaufte es ihm sogar ab, dass der Händler wirklich so empfand – auf rein geschäftlicher Basis, natürlich.
„Um ehrlich zu sein, hatte ich Zweifel, dass Ihr nach Eurem recht eiligen Aufbruch wieder in den Norden zurückkehrt. Lang ist’s her, mittlerweile schon über zwei Jahre…“
„Fast drei“, korrigierte Alor etwas. Eigentlich wollte er in das Spielchen dieses Wiesels nicht einsteigen, aber angesichts ihrer Lage war es vermutlich besser, diesen Mann nicht zu verärgern. Dennoch wollte der Magier seinen Gefährten gegenüber nicht zu viel preisgeben.
„Da habt Ihr Recht“, antwortete Titus in einem Tonfall, der darauf schließen ließ, dass er sich dessen durchaus bewusst gewesen war. „Die Zeit fernab dieses Ortes hat Euch gut getan, wenn ich mir das erlauben darf zu sagen.“
Alor zwang sich zu einem Lächeln. Er war sich fast sicher, dass das kein Kompliment, sondern eher eine Andeutung war, dass Titus genau darüber Bescheid wusste, womit er während seiner Abwesenheit seine Zeit verbracht hatte. Schmeichelhaft war diese Aussage ganz sicher nicht.
„Hier entlang“, wies Titus und bog hinter einem Wagen, der anscheinend mit Lebensmittelvorräten beladen war, ab. Zwei Wächter mit Lanzen in der Hand und Kurzschwertern an der Seite, die aber sichtbar unter dem Wetter litten, traten sie vor anrückenden Gruppe pflichtbewusst zur Seite und diese fand sich inmitten einer Gruppe Zelte im Schatten einer Baumansammlung wieder. Sie passierten noch einige andere Wachen, bevor Titus sie schließlich in das größte von ihnen, in dem vermutlich auch zwanzig Personen Platz gefunden hätten, hineinführte. Sowohl Titus‘ Leibwache als auch der stumme Bote, der die Gruppe hierhergeleitet hatte, blieben draußen.
Wilbur fiel auf, dass dieses Zelt dem, in dem er am gestrigen Tag mit dem Händler unterhalten hatte, ziemlich ähnelte. Möbliert und mit kunstvoll geknüpften Teppichen und einladend weich aussehenden Sitzkissen ausgestattet, machte es einen durch und durch luxuriösen Eindruck. Im Zelt konnte man an jeder Stelle aufrecht stehen, ohne der Decke nahe zu kommen. Es war kühl und roch nach Puder, Tee, Gewürzen und Räucherwerk.
Titus lud alle ein, auf Kissen um einen flachen Tisch Platz zu nehmen und ließ sich nieder. Eine etwas leicht bekleidete, hübsche, junge Frau brachte eine Schale mit exotischen Früchten und Nüssen, Gläser und eine Kanne, gefüllt mit einem süßen, kühlen Getränk, das, wie Titus behauptete, gerne bei Festen in seiner Heimat gereicht wurde. Er scheuchte die junge Bedienung (von der Alor sicher war, dass sie eine von Titus‘ persönlichen Lieblingsmädchen war, an die er keinen seiner Kunden heranließ) mit einer beiläufigen Handbewegung aus dem Zelt, schenkte seinen Gästen selbst ein, nahm dann selbst symbolisch einen Schluck und bediente sich auch als Erster an dem Obst.
Dann ergriff er wieder das Wort, scheinbar immer noch Alor adressierend, obwohl sein undeutbarer Blick inzwischen auf Wilbur ruhte.
„Ihr habt einen beschwerlichen Weg hinter Euch und ein noch beschwerlicherer liegt nun vor Euch“, stellte Titus fest. „Euer…“, setzte der Mann an.
„Weggefährte“, warf Alor ein, bevor Titus „Diener“ in den Mund nehmen konnte.
Titus quittierte das mit einem Lächeln und fuhr unbeirrt fort, während sein Blick nun wachsam alle seiner Gäste musterte.
„… hat mich über die Eckpunkte Eures Vornehmens unterrichtet. Wie Ihr wisst, habe ich Euch einen Platz in meiner Karawane durch Morghaard angeboten. Selbstverständlich muss noch die ein oder andere Angelegenheit geklärt werden, bevor dieser Handel wirksam werden kann. Einzelheiten, wenn Ihr mich recht versteht, denn da ich von einem nicht zu verachtenden Risiko für meine Person ausgehe, sollte ich Euch meine Dienste zusichern, möchte ich erfahren, wie diese aussehen sollen. Was genau soll ich für Euch in die Wege leiten? Wilbur, Ihr ward in dieser Angelegenheit mit Euren Andeutungen alles andere als präzise.“
Der Mann nippte an seinem Glas und wartete weiterhin lächelnd und sichtlich entspannt auf Antwort – scheinbar egal, von wem. Allerdings ließ er keinen der Anwesenden auch nur für eine Sekunde aus den Augen.

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Beitrag von Scáth So Apr 28 2013, 14:46

Riya konnte ihren Mund vor erstaunen kaum noch schließen, als sie das Zelt betraten. Diesen Luxus, der sich hier bot, hatte sie in ihrem Leben noch nie gesehen. Plötzlich fühlte sie sich so sicher wie schon lange nicht mehr. Zufrieden lächelte sie kurz und setzte sich auf eines dieser, äußerst bequemen, Sitzkissen. Erwartungsvoll blickte sie sich um, auf der Suche nach den angebotenen Erfrischungen, da kam auch schon eine Frau die selbige brachte, und nicht nur diese, sondern auch jede Menge zu Essen. Riya achtete nicht auf die Dienerin. Ihr Blick hing am Essen fest und sie konnte sich ein Grinsen nicht unterdrücken. Kaum stand das Tablett auf dem Tisch, griff Riya gleich nach einer orangenen Frucht und etwas zu trinken. Sie betrachtete Titus und Alor wenig, konzentrierte sich eher darauf zu hören, als zu sehen.
"Ja Wilbur..nicht sehr präzise", nuschelte Riya mit vollem Mund. Ihr Blick hing immernoch an dieser seltsam aussehenden, aber äußerst köstlichen Frucht.
"Das hier musst du probieren Fay, das schmeckt....das schmeckt..wundervoll", flüsterte Riya der Katzendame zu und hielt ihr die noch übrig gebliebene Hälfte ihrer Frucht unter die Nase. Ihr Blick wanderte dann aber wieder zu Wilbur, denn sie wollte ja nichts verpassen.

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Beitrag von Druzil So Apr 28 2013, 19:05

Wilbur blickte irritiert zwischen Titus und Alor hin und her. Was ging da vonstatten? Hielt Titus ihn etwa für Alors Laufburschen? Das konnte doch wohl nicht wahr sein.
"Wie bereits ausgeführt, sind wir auf dem Weg in die Festung des dunklen Herren. Und ich denke meine Andeutungen waren verständlich genug."
Wilbur lächelte. Titus musste längst wissen, was sie vorhatten. Zumindest ungefähr vorhatten.
"Der Trunk ist wieder einmal köstlich, Titus." Er hob seinen Kelch.
"Wann steht die Karawane zur Abreise bereit? Es gibt nichts, das uns in noch in diesem Lager hält. Braucht ihr noch helfende Hände für die Abreise? Alor kann sicherlich den einen oder anderen Handgriff tun, um euren Männern unter die Arme zu greifen."
Der Alchemist lächelte sein bestes Diplomatenlächeln in die Runde und freute sich klar gestellt zu haben, dass er alles andere, als Alors Laufbursche und Unterhändler war.
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Beitrag von Umbra Do Mai 02 2013, 17:46

"Nein, nein", winkte Titus überschwänglich ab, nachdem ein weiteres raubtierhaftes Lächeln über sein Gesicht gehuscht war.
"Das wird nicht nötig sein. Ihr seid meine Gäste und meine Männer haben schon helfende Hände genug. Aber sehr zuvorkommend von Euch, das anzubieten. Gegen Mittag werden wir aufbrechen... Auch danke ich Euch für Euer Lob, doch ich fürchte, Ihr habt mich falsch verstanden."
Die Augen des Händlers funkelten auf nicht deutbare Weise.
"Euer Ziel ist mir gewiss bewusst, jedoch bedarf Euer Weg dorthin von meiner Seite aus noch Absprache - Ihr versteht sicherlich. Zwischen diesem Ort und der Festung liegen nicht nur einige Meilen Wegstrecke. Meine Person und mein Hab und Gut genießen den Schutz des Fürsten, jedoch beinhaltet kein Abkommen Zutritt zur Stadt - den Ihr zweifelsohne benötigen werdet, um der Festung auch nur nahe zu kommen. Der Weg auf die andere Seite der Tore steht nicht jedem offen - selbst nicht mit Eurem Schlüssel, Wilbur. Ich frage Euch alle also noch einmal: Was soll ich für Euch in die Wege leiten? Reicht Euch die bloße Mitfahrgelegenheit oder benötigt Ihr darüber hinaus noch andere Dienste? Ich habe Kontaktmänner in der Stadt, die euch den Pfad ebnen können."

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Beitrag von Elli Mo Mai 13 2013, 15:04

Mit einer Handbewegung lehnte Fay ab. "Danke, aber ich bevorzuge Fleisch."
Sie blickte ruhelos in der Runde umher. Es missfiel ihr in einem Zelt zu sitzen und sehnte den Mittag herbei. Endlich aufbrechen, endlich dem Gegner gegenübertreten.

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Beitrag von Scáth Di Mai 14 2013, 14:40

Riya zuckte kurz mit den Schultern, als Fay ablehnte. Ihr entging da wirklich etwas, doch Riya konnte nur grinsen. Dann würde immerhin mehr für sie übrig bleiben. Mit diesem Gedanken nahm sie den letzten bissen der Frucht, griff kurz danach aber schon nach der nächsten. Alle Sorgen schienen wie verschwunden, sie dachte kaum noch an Omega, an ihren vielleicht bald bevorstehenden Tod, oder an ihren Dolch, den sie bis vor einigen Sekunden noch unglaublich vermisste. Ihr Blick wanderte zu Alor. Sie musterte ihn kurz, suchte seinen Körper nach dem Dolch ab, gab aber nach kurzer Zeit wieder schulterzuckend auf und wandte sich der Delikatesse in ihren Händen zu. Sie riss den Mund so weit auf wie es ging, bereit ein riesiges Stück der Frucht zu verschlingen, als diese jedoch widerstand bot. Ein bitterer, ungenießbarer Geschmack breitete sich auf ihrer Zunge aus.
„Bäh..“, flüsterte Riya leise und streckte kaum merklich kurz die Zunge raus. Sie schaute um sich, wollte sicher gehen, dass sie die Frucht unbemerkt zurücklegen konnte, als sie plötzlich jemand an der Schulter fasste.
Normalerweise wäre Riya sofort aufgesprungen. Sie hätte mit dem einen Arm die Hand auf ihrer Schulter gepackt, sich gedreht und den Arm des Unbekannten Ausgerenkt. Kurz danach wäre sicher ihr Dolch an dessen Hals gelandet, doch Riya scherte sich gerade gar nicht darum. Im Gegenteil, lächelnd wandte sie sich um und sah die Dienerin vor sich, die die Früchte gebracht hatte. Diese nahm Riya die Frucht aus der Hand, begann sie zu schälen und gab sie dann wieder zurrück. Riya staunte nicht schlecht, probierte die nun geschälte Frucht jedoch etwas vorsichtiger. Das allerdings nur kurz, denn sie schmeckte so köstlich, dass Riya nicht anders konnte als zu schlingen.
„Ähm..“, begann Riya und schluckte danach schnell. „Entschuldigung..aber..könnte ich..äh wir..ein paar von denen..“, sie unterbrach, griff nach einer Frucht, die genauso aussah wie die orangene, die sie vorher gegessen hatte und hielt sie Titus unter die Nase. „...und welche davon..“, fuhr sie fort, während sie eine weitere Frucht in die Hand nahm. „ ...mitnehmen?“. Sie setzte ihr nettestes Grinsen auf, das sie zu bieten hatte. Ihr lief schon wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn sie das Obst so in ihren Händen sah.

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Eradir - Kapitel 3 - Seite 5 Empty Re: Eradir - Kapitel 3

Beitrag von Umbra So Mai 19 2013, 17:45

„Selbstverständlich“, antwortete Titus Riya mit einem breiten Lächeln, untermalt mit einer einladenden Geste. „Nehmt Euch, so viel Ihr wünscht. Euch soll an nichts mangeln, schließlich seid ihr alle meine Gäste. Ich werde zudem veranlassen, dass es euch auch während der Reise an nichts fehlen soll. In den Händen meiner Leute werdet ihr gut aufgehoben sein.“
Alor gefiel diese Formulierung nicht. Ihm gefiel die ganze Situation generell noch immer nicht. Titus war die Art Mann, die einen in Sicherheit wiegte, um dann zuzuschlagen, wenn man gerade den Blick abwandte, doch erstaunlicherweise bekam die Gruppe genau das, was sie mit dem Händler im noch folgenden Gespräch aushandelten. Vorerst – Alor war in gewohnter Weise pessimistisch.
Als die Karawane aufbrach, wies man ihnen einen Planwagen zu, den sie, wenn man vom Fahrer und den stummen Boten namens Dujan, der sie bereits zu Titus geführt hatte, absah, für sich allein hatten. Doch niemand musste sich dort drin von dem teils sehr unebenen Untergrund, über den der Wagen fuhr, durchschütteln lassen, denn zu Fuß oder mit Reittier konnte man bequem Schritt halten. Fay hatte ihren Argus, aber die Titus hatte den anderen Pferde überlassen – mit der Bedingung, sie bei der Karawane zu lassen, wenn sie am Zielort angekommen waren.

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