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Beitrag von Elli Di Sep 10 2013, 16:16

Die Tür war leicht durch einen Stoß mit der Schulter zu öffnen und Fay warf einen Blick in die Schenke. Der Rest der Gruppe war verschwunden. "Ich werde mich wohl etwas ausruhen", sagte Fay an Riya gewandt und ging die Treppe hinauf in ihre Schlafgemach.
Sie schloss die Tür hinter sich sorgfältig zu und legte ihre Waffen ab und überprüfte sie kurz bevor sie sich an das kleine Loch in der Mauer stellte, welches wohl ein Fenster darstellen sollte. Sie blickte hinaus in die Dunkelheit und warf einen Blick auf die Stadt.
Tatsächlich streckte sie sich kurz danach auf dem Bettlager aus, nur um sich gleich danach, katzenartig zusammen zu rollen um ihrem Geist und ihrem Körper endlich etwas Ruhe zu gönnen.

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Beitrag von Scáth Do Sep 12 2013, 20:22

Fay war schneller verschwunden als Riya schauen konnte. "Gute Nacht!" rief sie der Katzendame nach und sah sich noch einmal in der leeren Schenke um. Schulterzuckend lief sie ebenfalls Richtung Treppe. Heute würde es wohl nichts mehr zu tun geben und Riya war mittlerweile auch recht erschöpft. Sie begab sich in ihr Zimmer und legte sich auf das Bett. Hoffentlich würde sie etwas Schlaf bekommen, selbst in dieser beunruhigenden Umgebung.
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Beitrag von Quinn Fr Sep 13 2013, 21:57

Nyara war, kurz nachdem sie ihr Bier gelehrt hatte, in ihr Zimmer verschwunden und hatte die beiden Männer allein gelassen. Sie immer noch total erschöpft von der Reise, auch wenn das Ausruhen und das Abendessen gerade mehr als gut getan hatten. Müde ließ sie sich auf ihr Bett fallen. Dass sie gerade in der für sie feindlichsten Stadt, die man auf dieser Erde finden konnte, war, war ihr in diesem Moment auch völlig egal. Das Bett war unglaublich weich und draußen war es angenehm ruhig. Nyara kam nicht einmal mehr dazu, ihre Stiefel auszuziehen, so schnell war sie eingeschlafen.

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Beitrag von Druzil Mo Sep 16 2013, 21:41

Wilbur nickte Alors Worten. Wie recht er doch hatte. Ihm waren Durst und Appetit vergangen. Seine Gedanken kreisten um Nekromantie, Vampire, Blutopfer, seine Gefährten - ausgesaugt und wehrlos. Schlaffe Hüllen, die tote Mägen gefüllt hatten.
Diese Stadt war ein furchtbares Moloch, das seine Kinder fraß. Hier gab es keinen Gott, der ihnen helfen würde. Keinen Gott ... Ein Gedanke schlich sich in sein stummes Grübeln. Er hatte ihn doch noch. Vielleicht war es Zeit ... in die Finsternis zu tauchen.
Mit einer knappen, nachdenklichen Verabschiedung verschwand er in sein Zimmer, das eher eine Kammer war. Ein Bett, eine Truhe, Tisch und Stuhl. Zum Glück kein Teppich auf dem Boden und nur ein kleines Fenster, durch das kaum jemand sein Treiben bespähen konnte. Sorgsam verriegelte er die Tür.
Sein Atem ging schnell. Die Hände zitterten. Verfluchte Stadt, verfluchte Selbstmordmission! Aber wenn man an einen Ort kam, an dem das Dunkel herrschte, war es manchmal keine  gute Idee, ein Licht zu entzünden. Sondern ebenbürtige Schwärze zu entfachen.
Er griff in seinen Beutel und holte den alten, vermoderten Ziegenkopf hervor, den er in dem Tümpel aufgelesen hatte. Kurz erinnerte er sich an das menschenleere Dorf, aber der widerliche Gestank des Schädels riss ihn zurück ins Hier und Jetzt.
Er bereitet alles sorgfälltig vor. Das Pentagramm, mit den zwölf teuflischen Zacken. Gezeichnet mit Kalkstein. Die Runen. Spucke, Urin und Blut an die unheiligen Knotenpunkte. Die Arbeit dauerte mehr als zwei Stunden. Als er fertig war, platzierte er den Schädel im Zentrum des Symbolikums. Ihm wurde übel, bei dem Anblick seines Werkes. Das war schwärzeste Teufelei. Dämonologentum.
Fast wünschte er, jemand würde ihn abhalten, zur Tür hereinkommen und ihn stoppen. Fay, im hauchfeinen Nachtgewand. Einen neckischen Blick in den Augen.
Er seufzte und konzentrierte sich wieder auf seine Aufgabe.
Die Worte klangen grausam und waren es auch. Es war eine lange Formel. Ein Fordern und Bitten, Huldigung und Anrufung. Er spürte, wie sich etwas öffnete. Eine Grenze brach und ließ ihn sehen. Furcht befiel ihn, doch er sah hin, wie in Trance gefangen. Da war sie, oder das, was sein beschränkter Verstand in der Lage war zu verstehen. Karkanara - Dämonin des Chaos.
Sphären wirbelten um ihren Leib, der gigantisch war. Ihm wurde übel, Kopfschmerz hämmerte gegen seine Stirn. Nur eine Prüfung, sagte er sich und zwang sich die Bitte auszusprechen. Er sank auf die Knie, erflehte ihren finsteren Segen, ihre dunkle Schutzaura. Er wusste, dass sie etwas von ihm fordern würde. Vielleicht nicht jetzt, vielleicht nie. Vielelicht ein Leben oder eine Seele, vielleicht etwas belangloses, oder das wichtigste, was er besass. Aber ihr Schutz würde wichtig sein in der Stadt der Schwärze. Andere Magier und Priester würden es spüren, ihn nicht als Verräter erkennen, auch wenn die Dämonin nicht gerade beliebt bei Omega und seinem Gefolge war. Aber ein Chaosdiener musste in ihren Augen weit weniger Aufmerksamkeit erregen, als ein untalentierter Alchemist, der durch die Gossen streifte.
Mit zitternden Fingern hielt er dem, was er vor sich sah, die Kette mit dem Schlüssel entgegen, der ihn als zutrittsberechtigt für den Palast auswies. Er spürte, wie das Metall zu glühen begann, sich verformte und das kantige Symbol der Chaosdämonin bildete.
Ein energetischer Wirbel erfasste ihn, riss jeden Gedanken hinfort. Er hörte ein abgründiges Lachen, dann legte sich Schwärze um seinen Geist. Er war in Ohnmacht gefallen.
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Beitrag von Umbra Do Sep 19 2013, 00:10

Alor war noch einen Moment sitzen geblieben, nachdem Nyara und Wilbur auf ihre Zimmer verschwunden waren. Er hatte es ernst gemeint, was er gesagt hatte: Er zweifelte daran, dass ein Attentat auf Omega ein heldenhaftes Unterfangen darstellte. Die ganze Aktion kam ihm wie eine Dummheit vor. Eigentlich war er nur hier, weil der Dämon ihn in die Scheiße geritten hatte. Und nun war der Dämon tot. Theoretisch war Alor frei.
Theoretisch? Nein, eher praktisch, im Moment. Er müsste nur die Gelegenheit am Schopfe fassen und verschwinden. Alor hatte in der Flucht vor seinen Problemen schon immer sein Heil gesucht. Zum Vorteil gereicht hatte ihm das weniger, denn er konnte sich nicht daran erinnern, je aus einem Schlamassel herausgefunden zu haben, ohne gleichzeitig in das nächste hineinzuschlittern.
Alor zog seinen Ring, mit dem er bereits eher unbewusst in seiner Tasche herumgespielt hatte, hervor und betrachtete ihn nachdenklich. Dieser Ring mit dem Siegel seiner Familie könnte ihm gefährlich werden, so wie er es in den letzten Tagen gewesen war, aber auch eine Hilfe sein, wenn er es geschickt anstellte. Vielleicht war es an der Zeit, nicht mehr davonzulaufen, sondern sich seinem Schicksal zu stellen.
Der junge Magier gab sich einen Ruck und stand auf. Allerdings zog er sich nicht zum Schlafen zurück. Ein inneres Verlangen zog ihn auf die Straßen der Schwarzen Stadt. Entscheidungen warteten, Besuche waren zu tätigen, Gespräche waren zu führen… Doch alles brauchte seine Zeit. Er ließ seine Rüstung in seinem Zimmer in der Taverne zurück. Er würde sie nicht benötigen, sie würde eher hinderlich als nützlich sein.
So schluckte ihn der Schatten der Stadt und schließlich die Nacht, als diese hereinbrach und er noch immer umherstreifte. Alors Körper und Geist waren rastlos. Dieser Ort stank nach Schwarzer Magie, alles war von ihr durchtränkt. Man müsste einfach nur in sie hineintauchen, sich ihr hingeben...
Erst am Morgen kehrte Alor zurück.

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Beitrag von Umbra Sa Okt 05 2013, 00:42

Einige Stunden später, am nächsten Morgen, fand sie die Gruppe – zum Teil gut, zum Teil weniger gut ausgeschlafen und ausgeruht – wieder zusammen. Die Damen der Runde hatten wahrscheinlich besser geschlafen als die Herren, denn Wilbur hatte die komplette Nacht auf dem Boden inmitten seiner Runen und neben dem stinkenden Ziegenschädel verbracht und Alor hatte, noch aufgedreht von seinen nächtlichen Unternehmungen, gar nicht die Augen zugetan. Dennoch hatten besonders Fay wirre Träume geplagt, denn die Luft der Schwarze Stadt war erfüllt von Spuren arkaner und dunkler Energie, und ihre Anfälligkeit für Magie machte ihr, wenn auch im wachen Zustand nur geringfügig, gerade im Schlaf zu schaffen.

Nach einem raschen, aber reichhaltigen Frühstück in der Taverne „Fuchsbau“, in der sie am Tag zuvor untergekommen waren, bestehend aus noch backwarmem Brot, Käse, kaltem, aufgeschnittenem Braten vom Vortag, kleinen Bratwürsten, Gemüsebrei, frischer Milch und Eiern (wobei Fay ihre roh verlangte und sie in Katzenmanier mit den Zähnen aufknackte und ausschleckte), machten sie sich gemeinsam auf den Weg.
Omegas Festung war an diesem Morgen das Ziel, trotzdem wahrscheinlich allen allein beim Gedanken daran die Nackenhaare zu Berge standen und insbesondere Wilbur jammerte und vergeblich davon abriet.

Die Straßen der Stadt waren gut gefüllt, überall herrschte Betrieb und allerlei Dinge und allerlei Leute aus den verschiedensten Winkeln der Bekannten Welt, aber scheinbar auch aus jenseitigen Landen, konnte das aufmerksame Auge entdecken und bewundern. Das Zentrum von Omegas Reich war keinesfalls ein unzivilisierter Ort. Verstörenderweise wirkte alles ziemlich vertraut und normal und gleichzeitig auch so fremd, während über allem jedoch ein gewisser Schatten zu liegen schien. Sklaven waren keine Seltenheit, ein ungewohntes Bild für Bewohner Eradirs, wo Sklaverei geächtet wurde. An einer Straßenecke unterhielten sich Männer mit unbekannten Symbolen auf der Stirn und in etwas gehüllt, das Bettlaken nicht unähnlich war; an einer anderen unterhielten mehrere Straßenkünstler in bunter Kleidung Kinder und erwachsene Passanten mit dem Jonglieren von Bällen, Kegeln und Dolchen. Musik war zu hören. Die Schwarze Stadt war bereits hellwach.

Der Marsch zur Festung glich vom Gefühl jedoch wie ein Gang zum Galgen. Es konnte sein, dass sich das Schicksal der Gruppe schon sehr bald sehr drastisch zum Unerwünschten wendete. Eine gute Portion Optimismus wäre der Moral vielleicht zuträglich, jedoch war Alor für seinen Teil der ewige Pessimist. Während die Türme mit den dunklen Zinnen immer weiter in den Himmel aufragten, je näher sie der Festung kamen, desto schlechter wurde das Gefühl, dass er bei diesem Vorhaben hatte. Allerdings wurde er nicht panisch, eher stellte sich eine Ruhe in seinem Inneren ein, die schon fast wieder beunruhigend gewesen wäre, hätte er bewusst darauf geachtet. Aber ihm war beinahe als wäre er wie ein Golem: Einfach nur funktionierend. Vielleicht lag es am Schlafmangel, vielleicht an den Dingen, die er in der vergangenen Nacht gesehen und getan hatte. So wie Wilbur sich auf das Chaos eingelassen hatte, hatte Alor sich auf seine eigenen Abgründe, vor denen er sich kurz zuvor noch so gefürchtet hatte, eingelassen. Es war fast als hätte er das Selbstbild, das er von sich hatte, über den Haufen geworfen und einen Weg beschritten, von dem er nun nicht mehr würde abweichen können.

Der Hof der Festung war frei zugänglich und auch hier war genügend los, um nicht aufzufallen, solange man nicht durch sonderbares Verhalten Aufmerksamkeit auf sich zog. Anscheinend ging hier das Festungspersonal, wie zum Beispiel Stallburschen und Küchenmägde, seiner Arbeit nach, aber es übten sich auch Wachmänner, erfahrene sowie Frischlinge, an den Waffen – selbstverständlich unter Aufsicht von Befehlshabern und Waffenmeistern. Allesamt waren es Menschen, kein Vampir war zu sehen, was aufgrund der Lichtempfindlichkeit der Kinder der Nacht allerdings wenig verwunderlich war.
Die Festung selbst war natürlich ein riesiger Komplex. Bedrohlich ragte es auf, das Heim des herrschenden Vampirfürsten und seines Hofstaates. Um hineinzugelangen würde es wahrscheinlich nicht sonderliche Findigkeit benötigen, denn unter all den Bediensteten und Wachen würden fünf weitere Leute nicht sonderlich viel ausmachen. Unter den hier Etablierten nicht aufzufallen wäre da das bedenklichere Problem.
Alor betrachtete nachdenklich die Umgebung.
„Nun, wer hat einen Plan?“, fragte er mit überraschender Heiterkeit in der Stimme, auch wenn das wahrscheinlich eine seiner Formen von Zynismus war.
„Vielleicht schnappe ich mir einen Diener, überwältige ihn, zerre ihn in eine Besenkammer und klaue ihm die Kleidung. Es gibt hier doch Besenkammern, oder?“, wandte er sich mit einem kurzen Seitenblick an Wilbur.

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Beitrag von Elli So Okt 06 2013, 13:13

Fay lag schon eine ganze Weile wach, als sie sich schließlich dazu entschlossen hatte aufzustehen. Sie hatte wenig Ruhe gefunden, aber zumindest ihr Körper war einigermaßen erholt. Die ständige Magie setzte ihr mehr zu, als sie es sich selbst eingestand.
Als sie nach unten gegangen war, konnte sie ihre Freude über das Mahl das sich auf dem Tisch stand, kaum verbergen. Die Früchte die es auf dem Weg in die Stadt gegeben hatte, mit denen Riya sich den Magen vollgeschlagen hatte, hatte Fay nicht aus der Reserve locken können. Gemüse war schon schlimm genug, aber um Früchte machte sie lieber einen großen Bogen.
Als sie sich schließlich auf den Weg machten, war sie wortkarg veranlagt und ließ sich gelegentlich etwas zurück fallen. Die Truppe stand bereits wieder beisammen, als sie aufschloss und ihre Blicke über die Zinnen gleiten ließ, immer darauf bedacht einen Notfallplan in der Tasche haben zu können. Alor nahm das Wort an sich und sie entschied sich dazu, nun doch von ihrer Begegnung mit dem Vampir zu berichten. Denn der eher scherzhafte Einwurf von Alor, man könne einen Diener überwältigen um an die Kleidung zu kommen, erschien ihr als ein gar nicht so schlechter Plan.
“Auf unserem gestrigen Ausflug hatten Riya und ich eine Begegnung mit einem Vampir, der der Festung angehört. Er hat mich sozusagen angeheuert, ich sollte nach ihm fragen um in die Festung zu gelangen.“
Sie blickte zu einer eher schwächlichen Wache, die eine kleine Seitentür bewachte. Sie nickte mit dem Kopf in dessen Richtung.
“Da hätten wir doch schon einen Kandidaten. Er ist eher klein, aber Wilbur könnte die Kleidung passen, auch wenn ich noch immer auf eine Verkleidung als Witwe plädiere.“ Lachend ließ sie ihre Fangzähne aufblitzen.
“Ich gehe davon aus, dass Riya und ich von unserer Bekanntschaft Kleidung erhalten würden, die uns als Festungsangehörige ausweisen würde. Wenn wir erst einmal drin sind, würde sich sicherlich auch etwas für Alor und Nyara ergeben. Alor in seiner Rüstung bräuchte nur einen dieser Umhänge, mit denen hier die meisten rumlaufen und schon fällt er nicht mehr auf. Ich glaube wenn wir wie selbstverständlich durch die Festung marschieren, fallen wir weniger auf, als wenn wir es heimlich versuchen. Nyara könnte auf den ersten Metern eine Gefangene spielen, bis wir passende Kleidung hätten…“
Obwohl Fay bitter hatte lernen müssen, dass ihre Pläne so gut wie nie aufgingen, dachte sie dass dieser tatsächlich klappen könnte.
Sie blickte in die Runde und zuckte mit den Schultern. “Bin aber auch für andere Pläne offen.“
Wilbur der auf dem Weg in die Festung mächtig gezetert und gejammert hatte, machte noch immer einen kreuzunglücklichen Eindruck, sie schubste ihn leicht an den Oberarm. “Hör auf hier so rum zu jammern, sonst bist du schneller in der Festung als dir lieb ist – nur dass du dann sicher nicht mehr herauskommen wirst.“

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Beitrag von Quinn Mo Okt 14 2013, 18:14

Nyara war ziemlich überrascht, als sie am nächsten Morgen aufwachte. Eigentlich war sie davon ausgegangen in dieser Umgebung Alpträume zu bekommen oder zumindest nicht ruhig zu schlafen, doch sie fühlte sich ausgeruht und so gut wie seit Wochen nicht mehr. Auch das Essen war köstlich und trug wesentlich dazu bei, dass sie vorerst keinen Gedanken mehr an ihr düsteres Vorhaben verlor. Auch auf dem Weg zur Festung viel ihr immer wieder auf, dass alles viel friedlicher war, als sie es sich vorgestellt hatte. Oder vielleicht schien es auch nur so zu sein. Mit jedem Schritt, den sie näher an die Festung herankamen, wuchs das Unbehagen wieder. Die Stadt an sich wirkte wie jede andere, aber die Festung hatte etwas wirklich bedrohliches an sich.
Daher stimmte sie Fay auch vollkommen zu, lieber durch die Festung zu laufen, als würden sie dort hin gehören. Das würde vermutlich weniger auffallen. Wobei ihr der Plan, einen Diener zu überwältigen, eher zusagte, als die Gefangene zu spielen. Nicht, dass irgendetwas schief ging und sie am Ende wirklich im Kerker landete.
"Ich finde die Idee, sich die Kleidung von irgendwelchen Dienern oder Wachen zu nehmen, gut. Das sollte, wenn wir es richtig machen, nicht allzu viel schief laufen können. Von mir aus könnte ich mich auch freiwillig als Putze oder so was melden, vielleicht bekomme ich ja dann eine kleine Führung durch die Festung, dann würde ich mich zumindest ein bisschen auskennen. Aber wenn Alor nichts anderes findet, dann würde ich auch die Gefangene spielen, wenn es sein muss."
Sie warf einen kurzen Blick auf Wilbur. "Möglicherweise wäre es aber besser, wenn Wilbur den Gefangenen spielt." Falls die Pläne aufgehen würden, würde Riya mit Fay und sie mit Alor in die Festung gelangen, was aber bedeutete, dass Wilbur ganz alleine hinein kommen müsste. Jedoch machte der momentan eher den Eindruck, als würde er von hier verschwinden, sobald er die Gelegenheit dazu hatte. Möglicherweise wäre es keine allzu gute Idee, ihn allein zu lassen.

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Beitrag von Druzil Di Okt 15 2013, 20:59

"Habt ihr immer noch nicht verstanden was diese Festung ist?"
Wilbur war ausser sich. Hörte ihm überhaupt wer zu, wenn er referierte?
"Das ist ein Ort des Grauens. Da geht man nicht einfach rein und latscht rum. Da ... geht man gar nicht rein!"
Empört versuchte er sich von Fay loszureißen. "Du weißt doch gar nicht was du da vorhast!"
Doch sein Widerstand schien bereits zu schmelzen ...
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Beitrag von Umbra Do Okt 17 2013, 11:16

Alor hörte sich Fays Worte mit gewisser Skepsis an. Besonders diejenigen, die sie über den Vampir äußerte, der sie und Riya angesprochen hatte, mochten ihm nicht gefallen. Der junge Magier verabscheute Vampire wie eh und je. Er war davon überzeugt, dass man den Wesen der Nacht nicht trauen konnte, vor allem, da alle anderen in ihren Augen nicht mehr als Beute waren. Dennoch sagte er nichts dazu. Für Fay und Riya mochte die Chance, so ohne Schwierigkeiten in die gut bewachten Bereiche der Festung vorzudringen, einmalig sein.
„Fay hat Recht, Wilbur, mit deinem Protest lenkst du nur Aufmerksamkeit auf uns.Ich glaube aber, die Kleidung dieses Hänflings da“, kommentierte Alor mit einem Grinsen Fays Auswahl für den rundlichen Wilbur, dessen Beschwerde er zwar wahrgenommen hatte, aber nicht darauf einging, „könnte ein wenig spannen.“
Dann wurde er jedoch ernsthafter. „Außerdem sieht Wilbur nicht wie jemand aus, der zur Wache gehören könnte. Und ein Gefangenentransport“, gab Alor zu bedenken, „wäre auch keine gute Idee, glaube mir. Dann wird man uns garantiert aufhalten und Fragen stellen, selbst wenn wir so aussehen würden, als wenn wir dazugehörten. Ich bin auf einer Burg aufgewachsen und kenne die Abläufe“, erwähnte er und war von seinen Worten überzeugt, „daher rechne ich auch nicht damit, dass uns die Wachen sonderlich beachten, wenn einfach vorwärtsgehen und so tun, als hätten wir ein bestimmtes Ziel und als wäre alles in Ordnung. Bei Gelegenheit besorgen wir uns dann eine optisch bessere Tarnung, aber erst einmal müsste unser derzeitiger Aufzug vollkommen ausreichend sein. Hier laufen so viele Leute herum, da dürfte man uns keine gesonderte Beachtung schenken. Hier kommt und geht sowieso jeder, wie es ihm gefällt, scheint es.“
Zumindest hier auf dem Vorhof war es offensichtlich so, dass die Wachen niemanden aufzuhalten gedachten, der hineinwollte. In den inneren Bereichen der Festung mochte das sicherlich anders aussehen.
Alor seufzte. „Eigentlich würde ich die verdammte Rüstung gerne loswerden. Sie schränkt mich ziemlich in meiner Bewegungsfreiheit ein und leise komme ich damit auch nicht wirklich von der Stelle. Ich fürchte allerdings, dass wir uns auftrennen müssen, wenn ihr beide euren Vampir aufsuchen wollt. Denkt aber bei allem, was ihr tut an Folgendes: Wir müssen unbedingt verhindern, dass man wegen uns Alarm schlägt. Unbedingt“, wiederholte er mit Nachdruck. Sie waren hier auf feindlichem Gebiet, jeder Fehler könnte sich als tödlich erweisen. Zeugen waren zu vermeiden. Notfalls war es nicht angebracht, sich zimperlich und gnädig zu zeigen.
„Sollen wir es einfach wagen, oder gibt es noch Einwände?“, fragte Alor in die Runde, auch wenn sein Blick zum Schluss bedeutend auf Wilbur ruhte.

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Beitrag von Elli Fr Okt 18 2013, 11:19

Fay wand sich zu Wilbur. “Doch, dass ist es ja. Alor hat Recht. Wir gehen da einfach rein. Wir finden schon einen Umhang oder etwas in der Art für dich, damit man dich nicht entdeckt. Auch wenn man deine Angst tausende von Kilometern gegen den Wind riecht.“
Sie rümpfte die Nase, doch statt von ihm abzulassen verstärkte sie nun ihren Griff an seinem Oberarm, doch mitterlweile kannte sie das Kerlchen zu gut um ihn einfach so davon kommen zu lassen. “Du bist doch unsere einzige Hoffnung!“ Diese erlogene Schmeichelei, sollte ihr übriges tun.
Sie blickte nun zu Alor, da auch Nyara keine Einwände zu haben schien die Festung zu gehen, Fay hatte sogar eher das Gefühl, dass diese gerne in die Festung kommen würde. Doch so ging es der Katze selbst, sie wollte endlich vor Omega stehen und ihm endlich die Haut vom Gesicht reißen.
Riya hatte sich noch nicht geäußert, doch aus den Gesprächen zuvor meinte sie erkannt zu haben, dass das Mädchen mit ihr gehen würde. Würde sie sich dagegen entscheiden, wäre das eben der Fall. Fay würde auch alleine zurechtkommen, dass hatte sie schon immer müssen.
“Was haltet ihr davon? Wir gehen rein, so wie Alor gesagt hat. Versuchen möglichst nicht uns vor Angst einzunässen,“ wobei sie einen Blick aus ihren Augenwinkeln zu Wilbur warf “und schauen uns unauffällig um. Riya, wenn sie denn will, und ich würden uns von euch trennen um den Vampir aufzusuchen, um wenigstens zu hören was er zu sagen und anzubieten hat. Danach treffen wir uns wieder und schauen was wir machen.“

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Beitrag von Scáth Mo Okt 21 2013, 15:46

"Einverstanden", antwortete Riya auf Fays Aussage. Ihr war es um einiges lieber sich mit Vampiren zu unterhalten, als von ihnen ausgetrunken zu werden. Außerdem war ihr Fays Gesellschaft um einiges lieber als die von Wilbur. Sie schmunzelte kurz über das Kommentar der Katzendame an Wilbur, musste sich aber eingestehen, dass auch sie Angst hatte, auch wenn sich das äußerlich noch nicht zeigte.
"Alor?", Riya wandte sich nun dem Magier zu. Sie hoffte das es nun keine ewig lange Diskussion geben würde, auch wenn sie zweifelte, dass ihre Hoffnung erfüllt werden würde.
"Ich hätte meinen Dolch gerne wieder", fügte sie hinzu. Sie war es nun leid um den Magier herumzuschleichen und nach ihrem Hab und Gut ausschau zu halten. Offensichtlich hatte es keinen Zweck, und so musste Riya andere Maßnahmen anwenden.

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Eradir - Kapitel 4: Die Schwarze Stadt - Seite 4 Empty Re: Eradir - Kapitel 4: Die Schwarze Stadt

Beitrag von Umbra Di Okt 22 2013, 15:43

„Deinen Dolch? Äh… nun… äh…“ Alor lächelte nervös. Er konnte absolut nicht einschätzen, wie Riya reagieren würde. Noch sehr gut konnte er sich daran erinnern, dass sie ihn hatte umbringen wollen, weil sie auf einen Hinweis gestoßen war, der sie zu dem Schluss gebracht hatte, dass er für Omega arbeitete. Er konnte sich noch gut daran erinnern, dass sie dem Dämon in einem Streit fast die Kehle aufgeschlitzt hatte und kurz darauf auch Wilbur verletzt hatte – wobei sich der Alchemist sich das eindeutig selbst zuzuschreiben gehabt hatte, schließlich hatte er das Mädchen angegriffen. Dennoch nahm Alor lieber etwas Abstand.
Schön langsam und bedacht…
„Ich würde ihn dir geben...“, log er, denn dieses schwarzmagische Artefakt gehörte nicht in die Hände eines Mädchens, das es im harmlosesten Fall zweckentfremden und im schlimmsten Fall in noch ungeeignetere Hände verkaufen würde.
„... wenn ich könnte“, fügte er knapp hinzu.
„Das Problem, äh…“, Alor versuchte, auf charmante und beschwichtigende Art zu grinsen, auch wenn es vermutlich eher gequält aussah, während er (seiner Ansicht nach) unauffällig rückwärts zurückwich und davon mit Gestikulieren ablenkte, „… ist folgendes:“ Er kaufte sich Zeit dadurch, dass er mit den Worten etwas rang, und schon war er eindeutig im Sichtfeld der Festungswachen – eine bewusste Schutzmaßnahme zu seinem eigenen Wohl, schließlich musste er damit rechnen, dass Riya handgreiflich werden würde. Zudem war etwas Sicherheitsabstand zu einer Hand, die schnell am Dolch war, immer eine gute Sache, wenn man eine schnelle und plötzliche Klinge zwischen den eigenen Rippen nicht guthieß.
Alor zuckte etwas hilflos mit den Schultern, bevor er herunterratternd zugab: „Ich habe ihn nicht. Nicht wirklich. Genau genommen ist er nicht hier.“
Und das war keine Lüge.

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Beitrag von Scáth Di Okt 22 2013, 16:43

Riyas Augen weiteten sich schlagartig. Ihre Hände hatten sich zu Fäusten geformt und sie zitterte vor Anspannung und Wut. Die Wachen waren das Einzige was Riya daran hinderten Alor kurzerhand das Genick zu brechen, doch auch diese konnten nichts an ihrem Zorn ändern. Das Mädchen trat einen Schritt näher auf Alor zu. Er hatte ihr ihr Eigentum genommen. Er hatte es genommen und nicht darauf geachtet. Riya biss die Zähne zusammen.
"Wo ist er..", zischte sie.

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Beitrag von Elli Di Okt 22 2013, 18:52

Doch bevor Alor reagieren konnte, schoss Fays Arm vor und Riya prallte gegen den muskulösen Körperteil.
"Da du nun mein Schüler bist, folgt gleich die erste Lektion:
Geduld - nichts ist wichtiger. Das solltest du aber auch schon als Dieb beherzigt haben."
Sie dachte kurz an das Geschehene, beispielsweise die Gelegenheit mit dem als Riya fast vom Stuhl gefallen war.
"Damit verbunden - Unauffälligkeit. Es gibt nun wichtigers als einen Dolch. Bis du deinen wieder bekommst" sie warf Alor einen Blick zu. "besorgen wir dir einen anderen."
Da es auch in Fays Augen Riyas Eigentum war, sollte sie selbiges auch wieder erhalten. Aber nun gab es wahrlich größere Probleme. Zudem machte der Gedanke daran, dass der Dolch schwarzmagisch war, Fay nervös und vielleicht wäre es besser ein solches Artefakt nicht bei sich zu tragen, wenn sie auf den Vampir trafen. Mit Sicherheit war Fay nicht die Einzige die Magie spürte.

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Beitrag von Scáth Di Okt 22 2013, 20:44

Riya blieb kurz die Luft weg als sie gegen Fays arm prallte. Verstört blickte sie die Katzendame an, richtete ihren Blick aber kurz darauf wieder auf Alor.
"Geduld kann man nur haben, wenn man auch Zeit hat. Aber wie viel Zeit bleibt uns denn noch? In ein paar wenigen Stunden könnten wir alle schon verblutet auf einem Scheiterhaufen liegen und in Asche verwandelt werden! ". Riya wurde lauter, schaffte es jedoch die Lautstärke ihrer Stimme so im Zaum zu halten, dass niemand fremdes auf sie aufmerksam wurde. Fay mochte wohl recht haben mit ihren 'Lektionen', auch wenn Riya der Gedanke nun wieder Schülerin zu sein nicht gefiel, doch den Dolch, den sie haben wollte, konnte man nicht ersetzen.
"Ich habe schon einen Anderen. Ich will aber meinen wieder. Und ihr wisst genau warum. Dieser Dolch könnte meine Chancen zu Überleben vielleicht sogar steigern. Und wenn du, Alor, nicht willst das ich qualvoll krepiere, dann sag mir jetzt wo mein Dolch ist!"

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Beitrag von Elli Di Okt 22 2013, 21:33

Fay versuchte ein Fauchen zu unterdrücken, dass sich den Weg durch ihre Kehle bannte. Sie hatte wenig geschlafen, die Magie schmerzte sie und die ewige Diskussion ging ihr auf den Nerv. Sie verzog ihr Gesicht bis ihre Zähne im Sonnenlicht glitzern.
"Unauffälligkeit sagte ich." zischte sie, unruhig wanderte ihr Blick zu den Wachen, die sich bisher jedoch nicht für die Gruppe zu interessieren schien. Fay hatte damit gerechnet, dass wenn Wilbur die Aufmerksamkeit auf sie lenken würde.
"Richtig. Wir könnten verbluten. Sag mir was dein Dolch dir dann noch bringt?"
Ihr Schwanz schlug unruhig durch die Gegend. Sie konnte Riya ja verstehen, aber einen ungünstigeren Zeitpunkt hätte diese sich kaum aussuchen können.
"Am einfachsten Überlebt man übrigens wenn man nicht auffällt. Du steigerst die Chancen von einer Hellebarde aufgespießt zu werden, momentan sehr."

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Beitrag von Umbra Mi Okt 23 2013, 16:09

Alor war noch immer nervös, denn (wie erwartet) hatte Riya sich wieder einmal als ziemlich biestig entpuppt. Ihrem Blick nach zu urteilen, war das Mädchen durchaus geneigt, ihm an die Kehle zu springen, deswegen konnte sich Alor innerlich nur loben, vorausschauend gehandelt und Abstand genommen zu haben. Einerseits boten die Wachen ihm Schutz, andererseits würde er so besser reagieren können, wenn Riya sich ungeachtet der Konsequenzen, die das haben würde, noch für einen Angriff entschied.
Alor kam nicht umhin, sich überlegen zu fühlen. Er saß am längeren Hebel und musste ganz und gar nicht so handeln, wie Riya es von ihm erwartete. Sie war nicht mehr als ein Kind, dem er das Spielzeug weggenommen hatte und das nun deswegen wütend und tobend quengelte.
Er verschränkte die Arme vor der Brust und feixte.
„Fay hat Recht, du solltest etwas kürzer treten. Ich glaube nicht, dass der Dolch deine Chancen, zu überleben, steigert“, meinte er schulterzuckend, erst einmal ohne die Absicht zu haben, ihre Frage nach dem Verbleib des Dolches zu beantworten.
„Magische Artefakte sind selten genug, um sehr wertvoll zu sein, selbst wenn sie nur schwach mit Energie geladen sind. Wir stehen hier vor einer Festung voller magieempfindlicher Bewohner, die so ein Ding spüren, wenn es in ihrer Nähe ist – denkst du ernsthaft, deine Kleidung oder eine Tasche könnte verhindern, dass man den Dolch an dir bemerken würde? Eine Menge Leute wären bereit, dich zu töten, um seiner habhaft zu werden.“ Ein grimmigeres Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. „… Oder um deine gierigen Finger von ihm fernzuhalten.“

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Beitrag von Scáth Mi Okt 23 2013, 16:47

Alors arrogante Art ekelte Riya an. Er schien sich sichtlich darüber zu freuen nicht am kürzesten Hebel zu stehen, und dennoch machte er sich in Riyas Augen dermaßen zum Affen, dass sie es fast nicht glauben konnte.
"Wo ist er.", fragte sie noch einmal und ignorierte seine Worte dabei genauso, wie er ihre Frage.

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Beitrag von Elli Mi Okt 23 2013, 17:02

Mehr als mit dem Kopf schütteln konnte Fay in diesem Augenblick nicht. Das ihre Einmischung seitens Riya nicht gewünscht war, war klar und verständlich, aber gab es wohl einen unglücklicheren Ort als diesen? Resigniert zog die Katze ihren Arm wieder zurück und trat einen Schritt zurück.
"Bitte, wenn es nichts Wichtigeres gibt als diesen Dolch..." Sie vollendete den Satz nicht, war regelrecht enttäuscht von dem Mädchen.
Alor benahm sich daneben, dazu hätte Fay sicherlich auch etwas gesagt, aber wenn man sie so eiskalt ignorierte, reizte sie sichtlich. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und knurrte.
Auch wenn Alor den Dolch zu unrecht hatte, hatte er ihn offensichtlich nicht dabei. Oder wollte ihn nicht hergeben, was auch immer der Grund war - es war Fay egal. Sie würde in die Festung gehen, ob mit Riya und deren Dolch, oder ohne.
Da weder Wilbur noch Nyara bisher Einwände gezeigt hatten, sehr zu ihrer Verwunderung, gerade was Wilbur betraf, blickte sich Fay um und suchte einen geeigneten Eingang, an dem sie den Weg erfragen konnte.
Schließlich fokussierte sie einen und ging los.
"Wir sollten uns später hier auf dem Hof wieder treffen."

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Beitrag von Druzil Mi Okt 23 2013, 17:09

Wilbur blickte irritiert zwischen den Streitenden hin und her. Was sollte der Unfug hier mitten auf dem Vorhof zur Burg? Unzählige Leuten irrten hier herum, überall waren Wachen postiert. Mussten sie es denn unbedingt darauf anlegen aufzufallen? Eine Handgreiflichkeit zwischen einem Mann und einer Frau, die vermutlich zu Einer zwischen zwei Männern und drei Frauen anwachsen konnte, war das letzte, was sie gebrauchen konnten.
Hätten sie doch nur Alristo aufgesucht, um die Weiber für die Blutzeremonie zu verscherbeln ...
Obwohl er sich nicht bewusst umsah, war ihm klar, dass einige der Wachen sie mittlerweile ins Visier genommen haben musste. Dies war der Vorhof der Burg. Man stand nicht einfach zänkisch herum. Nicht hier. Nicht auf diesem Präsentierteller.
"Hört jetzt auf mit diesem Hurengeschrei!", zischte er aufgebracht.
"Omegas Hunde haben bereits ihr Auge auf uns geworfen. Klären wir das in der Herberge, wenn wir das hier überlebt haben."
In der Hoffnung, dass sie ein Einsehen haben und ihm folgen würden, ging er ruhigen Schrittes auf die Festung zu.
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Beitrag von Scáth Mi Okt 23 2013, 17:45

"Glaub' mir mein Lieber, das wirst du bitter bereuen", zischte sie Alor zu und spuckte vor dessen Füße, bevor sie sich abwandte und Fay hinterher lief. Es konnte nicht Schaden die Rolle der eifrig lernenden Schülerin zu spielen bis sie in der Festung waren. Da Fay genervt zu sein schien, und das nicht grundlos, schwieg Riya vorerst lieber.
Alor war von seinem Verhalten her nicht weniger Kind als Riya es womöglich gewesen war. Sollte er sich doch an die eigene Nase fassen. Wenn er der Meinung war er könnte mit ihr Spielchen spielen, gut, denn Riya spielte dann ebenfalls ihr eigenes Spiel, nach ihren Regeln.
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Beitrag von Quinn Fr Okt 25 2013, 15:34

Nyara hatte die Auseinandersetzung zwischen Alor und Riya schweigend mitangesehen. Einerseits konnte sie Riya nur zu gut verstehen, da der Dolch ja eigentlich ihr gehörte, doch andererseits hielt sie es für besser, dass der Dolch sich in den Händen von jemandem befand, der ein wenig Ahnung von dieser Art von Magie hatte. Obwohl sich ein kleiner Teil in ihr doch fragte, ob es klug war, den Dolch in die Hände eines Magiers zu geben.
Sie schüttelte kaum merklich den Kopf. Nein, das waren alles unbegründete Zweifel. Außerdem hatten sie im Moment wirklich wichtigeres zu tun, als sich wegen einem Stück schwarzmagischem Metall zu streiten. Womöglich beruhigten sich ja alle wieder, wenn sie das in der Taverne klären würden.
Immer noch schweigend, sah sie Fay und Riya hinterher, die zielstrebig auf einen der Eingänge zumarschierten. Vielleicht war es ja ganz gut, dass sie sich aufteilten. Zumindest würde so wenigstens den Tag über Ruhe sein. Mit einem knappen Kopfnicken bedeutete sie Alor, ihr zu folgen, und beeilte sich dann ihrerseits zu Wilbur aufzuholen.

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Beitrag von Elli Sa Okt 26 2013, 15:43

Fay nickte zu Wilbur herüber. “Gut, dann eben in der Taverne.“
Ohne etwas zu Riya zu sagen, schritt sie dann weiter. Das Mädchen würde nicht ihre Schülerin werden, diese Ansprache hatte lediglich der Vampir verwendet und Fay hielt das für einen guten Plan. Aber dann musste sich Riya auch so verhalten, die Katze nahm sich vor zu einem späteren Zeitpunkt diesbezüglich noch einige klare Worte zu verlieren – wenn es sich aus ihrer Sicht lohnen würde. Momentan hatte sie zu große Aggressionen, eines ihrer größten Probleme. Sie hatte die Hände geballt um sich unter Kontrolle zu haben, ihre rasiermesserscharfen Krallen bohrten sich schmerzhaft in ihre Handfläche. Bevor sie die Wache ansprach, entspannte sie ihre Hände jedoch wieder, nachdem ihr bewusst wurde, dass hier mehr Vampire rumliefen, als es ihr lieb war, die mit großer Sicherheit jeden Tropfen Blut wittern würden. Das Gefühl kannte sie schließlich nur zu gut, wenn der Wunsch warmes Fleisch zu verzehren – welches roh sein musste – zu groß wurde. Das Gefühl wenn man das Blut roch, dass gerade noch durch einen Körper gepumpt worden war und die Blutbahnen durchlaufen hatte, und einfach nur die Beute reißen wollte. Sie straffte ihre Schultern als sie zu der Wache trat, welche eher gelangweilt den Blick über den Hof gleiten ließ.
Als die Katze vor dem Mann zum Stehen kam, blickte er auf und schob seinen Helm zu Recht und nickte ihr zu um zu signalisieren, dass er hören wollte, was sie zu sagen hatte. “Ich bin auf der Suche nach Darsdar’r.“
Der Mann stellte sich nun richtig hin und stellte seine Hellebarde schräg zur Seite. “Ich hoffe für Euch er sucht nicht nach euch.“
Fay erwiderte nichts, sondern zog nur die Augenbraue nach oben wartete ab.
Ein Augenblick der Stille entstand, bevor der Mann ein leises Pfeifen ausstieß. Kurz darauf erschien eine Wache, die wesentlich jünger erschien, als der Gesprächspartner zuvor, welcher sich nun zu dem jungen Mann beugte. “Bring die beiden zu Darsdar’r.“
Der Jüngling, der viel zu klein und schlaksig für die Uniform wirkte, lief dunkelrot an, als er den Namen hörte und nickte heftig. Sein Dolch an der Seite wirkte fast schon wie ein Schwert, so kam es Fay zumindest vor.

Die Gänge durch die sie geführt wurden, waren verwinkelt, nachdem sie einen großen Flur durchquert hatten, und wurden auch dunkler. Einer langen Wendeltreppe die nach unten führte, folgte ein nun etwas breiterer Flur der durch spärlich angebrachte Fackeln erleuchtet wurde.
Ab und zu merkte Fay, wie ihr die Luft wegblieb, wenn ihn ihrer Nähe hinter einer der vielen Türen Magie gewirkt wurde.
Der Weg durch die Festung schien endlos, auch wenn es der Katze möglich war durch ihre Augen besser zu sehen, als es sicherlich Riya gelingen würde. Sie prägte sich den Weg so gut es ging ein, während sie schweigsam hinter der Wache – oder besser gesagt dem Jungspund der einmal Wache werden wollte – her schlenderte, sie kamen an endlosen Türen vorbei, die doch fast alle gleich erschienen. Nur die Beschläge und Griffe schienen sich zu unterscheiden.
Plötzlich blieben sie vor einer Tür stehen und Fay witterte die Angst des jungen Mannes. Er atmete tief durch und hob dabei seine Schultern hoch in die Luft. Er atmete hörbar wieder aus und hob seine zitternde, rechte Hand nach oben und klopfte dreimal an die Tür.
Eine Weile geschah nichts, außer dem Knallen einer nahen Magiewelle, die Fay erneut die Luft nahm. Krampfartig stieß sie Atem aus, was den jungen Mann vor ihr sichtlich erschrak. Er stolperte nach vorne gegen die Tür und der Knauf des Dolches schlug laut gegen das Holz der Tür. Diese wurde genau in diesem Moment aufgerissen. “WAS?“ zischte es aus der Öffnung, in die der Jüngling fiel. Die junge Wache erstarrte erst, bevor er sich langsam begann wieder aufrappelte. “Ich…i…i…i…ch…“ bevor er weiter dazu kam sich zu erklären, griff eine helle Hand nach seinem Hemd und riss ihn hoch. “Ich habe eine Frage gestellt.“
Die Angst des jungen Mannes war nicht nur zu wittern, sie war regelrecht greifbar. Sein Gesicht war kalkweiß und er hatte Tränen in den Augen stehen. Bevor schlimmeres passierte, denn Fay sah, dass der Vampir die pochende Halsschlagader fokussierte, trat sie aus dem Schatten hervor.
“Die Störung liegt an mir. Ich weiß, ich bin zu früh, aber die Umstände ließen es nicht anders zu.“
Darsdar’r bemerkte Fay und Riya offensichtlich erst jetzt. Er warf ihr einen Blick zu, bevor er lächelte und den Jungen, den er noch immer am Hemd nach oben hielt, mit erstaunlicher Kraft aus seinem Zimmer schleuderte, an die Gegenüberliegende Wand. Er widmete ihm keines Blickes mehr, auch als dieser mit einem Krachen und Stöhnen auf dem Boden zum erliegen kam. Er öffnete die Tür gänzlich und deute mit der Hand hinein, er war lediglich mit einer schwarzen Hose bekleidet, die sich hart von seiner weißen Haut absetzte.
Fay nickte, blickte aber auch nicht mehr zu dem jungen Mann zurück – sie musste immerhin das Bild des Assassinen bestärken und trat in den Raum ein. Dieser erwies sich als ausgesprochen groß – Bücherregale säumten alle Wände, bis auf eine Stelle an der ein Bett stand, dass zerwühlt war. Scheinbar war der Vampir tatsächlich geweckt worden und daher so verstimmt, vielleicht reagierte er aber auf Störungen immer in der Art, wie er sie eben präsentiert hatte.
Der Raum wurde beleuchtet von etlichen Kerzen. In der Mitte stand ein Tisch, ein Teller aus Messing stand neben einem Kelch, mit drei Stühlen, welche kreuz und quer umher standen. Ohne weiter auf Riya zu achten, ging Darsdar’r um Fay herum. “Du trägst Magiesplitter in dir. Sicher nicht angenehm. Doch du scheinst damit umgehen zu können. Du bist kontrolliert, die geborene Assassine.“ Fay blickte ihm nicht nach, während er noch immer im Kreis um sie herumging, sondern starrte auf eine Kerze, die flackernd den Buchrücken schwärzte, vor dem sie stand. Ihre Nasenlöcher weiteten sich, während sich ihre Atmung beschleunigte. Sie hasste das was er gerade tat. Doch sie dachte an die Gruppe und daran dass sie in der Höhle der Löwen war.
Sie blendete alles aus, außer dem was er sagte und der Kerze auf die sie sah.
“Du bist geeignet. Ohne Frage. Ich erkläre dir, wie es vor sich geht. Du und dein Lehrling erhalten Kleidung von mir, diese wird euch als meiner Einheit zugehörig ausweisen, das Eintreten in die Festung und aller Bereich wird euch dadurch zugesichert. Desweiteren bekommst du eine Aufenthaltsraum.“ Nun blieb er neben ihr stehen und flüstere ihr ins Ohr.
“Die Aufträge bekommst du ausschließlich von mir. Damit das klar ist, du gehorchst niemandem, außer mir.“ Fay nickte kurz mit dem Kopf.
Nun trat er einen Schritt nach hinten. “Folgt mir.“ sagte er lapidar und Fay erwachte aus ihrer Starre und tat wie ihr befehligt und folgte ihm.
Der Raum zu der er sie führte, war nicht weit entfernt, sondern gleich in der Nähe von seiner Kammer. Er öffnete die Tür mit dem Schlüssel der darin steckte und schob die Tür ruckartig auf. Abgesehen von der Tatsache, dass die Räume nah beieinander lagen, schienen sie identisch. Nur das der Raum hier nicht von Bücherregalen gesäumt war, sondern nackte Wände aufwies, abgesehen von zwei verschlossenen dunklen Holztüren. Auch ein Tisch mit Stühlen und das Bett waren vorhanden. Auf zwei der Stühle, lagen schwarze Klamotten und ein Umhang, die deren von Darsdar’r sehr ähnlich waren. Ein eisblaues Zeichen, dass der Augenfarbe von Darsdar’r zum Verwechseln ähnlich, zierte jedes Kleidungsstück gut sichtbar.
“Ihr könnt euch frei in der Festung bewegen und auch außerhalb versteht sich. Wenn ich einen Auftrag habe, werde ich dich – oder euch – finden. Ich werde mich aber vorerst auf die deinen Fähigkeiten verlassen. Wenn es an etwas fehlt, sei es eine Waffe oder etwas anderes lass es mich wissen. Ich werde Sorge dafür tragen, dass das Problem aus der Welt geschafft wird.“
Er schob den freien Stuhl nach hinten und warf sich auf den Stuhl, der bedeutet den anderen Platz zu nehmen. Fay ergriff die Kleidung und begutachtete sie, nie hatte sie solche hochwertige Klamotten besessen, sondern meist nur zerrissene Stücke die sie auch meist gestohlen hatte.
Sie legte die Klamotten auf das Bett, während sie seine Blicke in ihrem Rücken spürte. Schließlich nahm sie Platz und lauschte den weiteren Informationen die er ihr zukommen ließ. Sie unterbrach ihn nicht, nickte nur hin und wieder und griff nach einem Kelch der auf dem Tisch stand und trommelte leise mit ihren Krallen gegen das leere Trinkgefäß.
Nachdem sein Monolog geendet hatte, stand der auf. Fay blickte unvermittelt auf seinen muskulösen Bauch, der ihn ihrem Sichtfeld auftauchte. Doch er beugte sich auch schon wieder nach vorne und stützte sich mit seinen Händen auf dem Tisch ab. Sein Gesicht hing nun genau auf der Höhe von ihrem und er flüsterte erneut, diesmal so leise, dass Fay nicht glaubte das ein Mensch überhaupt verstehen könnte, was er sagte. Doch ihre Ohren empfingen jedes Wort. Sein Mund verzog sich zu einem Lächeln. Ohne ein weiteres Wort verließ er den Raum. Sie hatte ihren ersten Auftrag erhalten. Fay hingegen stand auf und schloss die Tür, nachdem sie den Schlüssel an sich genommen hatte.
Nachdem sie sich die Klamotten angezogen hatte und die Kapuze tief in ihr Gesicht gezogen hatte, aber auf die Schuhe verzichtete, ihre Füße fanden deutlich besser halt, wenn sie barfuß umherlief, öffnete sie die Tür wieder und trat gemeinsam mit Riya wieder aus dem vermeintlichen neuen Heim heraus. Tatsächlich gelang es ihr den richtigen Weg auf Anhieb wieder zu finden, die wenigen Personen die ihnen begegneten, schienen respektvoll Abstand zu nehmen, als sie die Umhänge erkannten. Überrascht stellte Fay fest, dass es bereits dunkel geworden war, tatsächlich schien der Aufenthalt wesentlich länger gedauert zu haben, als sie erwartet hatte.
Sie sagte nichts zu Riya, als sie sich auf dem Hof umsah, doch niemanden aus der Truppe finden konnte. So machte sie sich wieder auf den Weg zu der Taverne.

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Eradir - Kapitel 4: Die Schwarze Stadt - Seite 4 Empty Re: Eradir - Kapitel 4: Die Schwarze Stadt

Beitrag von Umbra Fr Nov 01 2013, 17:13

Alor war froh darüber, dass der kleine Konflikt mit Riya glimpflich verlaufen war. Er konnte nicht sagen, dass er mit ihr hat streiten wollen, doch es war ein Mittel zum Zweck gewesen. Ihr nicht zu verraten, wo er den Dolch gelassen hatte, war erst einmal besser als alles andere. Zumindest an diesem Ort. Das Mädchen konnte ihm wenig anhaben, davon war er überzeugt. Sie war kleiner, schwächer und verfügte nicht über Magie. Allerdings müsste er sie wohl im Auge behalten. Ein Messer im Rücken wünschte er sich nicht.

Der junge Magier nahm die Verfolgung von Wilbur und Nyara auf, obwohl er sich im Gegensatz zu der Söldnerin nicht bemühte, den Alchemisten schnell aufzuholen. Eigentlich verspürte er überhaupt kein Bedürfnis, das Innere der Festung zu sehen, doch da sie nun schon einmal hier waren, konnten sie sich auch ein wenig umsehen. Sich möglichst gründlich mit dem Gemäuer vertraut zu machen, war eine gute Art der Vorarbeit. Im Notfall Fluchtwege und deren alternativen, wie beispielsweise Möglichkeiten, sich zu verstecken oder Verfolger abzuwimmeln, zu kennen, konnte Leben retten. Das eigene Leben. Alor hing noch immer sehr daran. Er war kein Held und wollte auch keiner sein. Ihr Vorhaben, ein Attentat auf Omega zu verüben, war höchstriskant. Daran war nichts Heldenhaftes, wie er fand. Vielleicht sollte er versuchen, den anderen diesen Irrsinn auszureden – später, in der Taverne. Da sie nicht wussten, wie lange Fay und Riya mit ihrem mysteriösen Kontakt beschäftigt sein würden, sollten sie nicht allzu lange durch die Gänge streifen. Außerdem würde das früher oder später dazu führen, dass jemand auf sie aufmerksam wurde – was sie keinesfalls gebrauchen konnten. Eine erste kleine Erkundung war jedoch im Bereich des Möglichen.

Die Wächter ließen sie passieren, ohne sonderliches Interesse zu zeigen – selbst Alos Rüstung und Schwert ließen sie nicht aufmerken. Es waren allesamt Menschen, die hier Wache standen, manchmal mit Piken und Hellebarden in der Hand, vermutlich, weil die Vampire sich als Kinder der Nacht nicht sonderlich wohl fühlten, solange die Sonne noch am Himmel stand. Auf den unteren zwei Ebenen der Festung konnte man sich größtenteils frei bewegen, da nur vor wenigen Türen Wachen postiert waren. Jedoch war wohl davon abzusehen, jeden unbewachten Raum zu inspizieren. Hier lief genug Gesinde herum, dem vermutlich Fremde auffallen würden. Teils waren die Gänge gut beleuchtet, teils aber auch sehr dunkel. Fackeln, Kerzen, aber auch Fenster sorgten dafür, dass die sterblichen Bewohner der Festung nicht vollkommen im Dunkeln hausen mussten. Alor vermutete, dass dies der Arbeitsmoral nicht sonderlich zuträglich gewesen wäre. Niemand, den er sah, war sonderlich gesprächig. Die Leute redeten miteinander, so war es nicht, doch es lag eine bedrückte Anspannung in der Luft. Angst, ahnte Alor. Was sollte sonst der Grund dafür sein? Dies war eine Festung, in dem sicherlich viele Vampire umherstreiften, und in der Nekromanten und Alchemisten ihren Experimenten nachgingen. Andererseits schien genau das auch die ganze Stadt nicht sonderlich zu beeindrucken. Dieser Ort war wahrlich seltsam.

Wilbur erklärte seinen beiden Begleitern den groben Aufbau der Festung: Es gab mehrere Ebenen, die jeweils in mehrere Bereiche untergliedert waren. Auf allen Ebenen gab es Unterkünfte für das übliche Personal, das in solchen Gemäuern zu finden gab. Dienerschaft, Wächter, etc. Die Forschung wurde in einem eigenen, abgeschotteten Gebäudeflügel betrieben, des Risikos und des Gestanks wegen. Omegas Hofstaat, der rein aus gebürtigen Vampiren, nicht solchen, die gebissen und durch Transformation zu welchen geworden waren, bestand, durfte die oberen Ebenen bewohnen, wobei auch jeder seine eigene Horde Diener und Gehilfen hatte – je nachdem, was eben gebraucht wurde. Da nicht allen erlaubt war, überall herumzumarschieren, sondern eben nur dort, wo sie etwas zu suchen hatten, war ein System aus teils magischen Halsanhängern eingeführt worden, die meist die eher symbolische Form von Schlüsseln hatten. Wachen standen an jedem Übergang zu einem anderen Bereich, weswegen genau kontrolliert wurde, dass ja nur die Leute mit richtigem, ausweisendem Schlüssel in die Tiefen der Festung vordringen konnten. Jemanden zu überwältigen und sich Kleidung und Zugangsschlüssel zu stibitzen war deshalb fast die einzige Möglichkeit, sich frei bewegen zu können. Am besten, man erwischte jemand Hochrangigen…

Nyara, Wilbur und Alor zählten die Wachen, die ihnen in den verwinkelten Gängen begegneten. Allein sechsunddreißig waren es in den Bereichen, in denen sie unbehelligt Mäuschen spielen konnten. Sie standen an bestimmten Stellen oder patrouillierten. Etliche weitere hatten sie auf dem Hof gesehen. Sicher waren sie auch ein einigen Wachräumen mit geschlossenen Türen vorbeigekommen. An der Art, in der die meisten die Worte aussprachen, wenn sie denn mal redeten, erkannte Alor, dass es sich wohl meist um seine Landsmänner handeln musste. Omega schien sich sehr auf das Bündnis mit Rèsgon zu verlassen, wenn er nicht einmal seine eigenen Leute als Wachen in seinem Haus postierte. Alor fragte sich, ob sein Gedanke, die Wachmänner für ihre Sache zu gewinnen, wirklich abwegig war. Waren sie alle freiwillig hier? Sicherlich missfiel es ihnen, Vampiren zu dienen. Befehl war Befehl, doch wenn sie sich entschieden, einem anderen zu folgen… Ihm, Alor, zum Beispiel… Er wusste nicht, ob er gute Karten hatte. Immerhin war er ein Verstoßener. Doch immerhin war er davor ein Prinz gewesen. Er wusste nicht, ob der König inzwischen rechtmäßige Kinder und damit Erben gezeugt hatte… Wenn nicht, rein, was das Geburtsrecht anbelangte, zweiter in der Thronfolge. Ein politisches Manöver, das wäre zumindest eine Möglichkeit, ihre Überlebenschancen zu erhöhen. Doch wollte Alor sich wirklich offenbaren? Er würde es sich genau überlegen müssen. Er war nicht mehr der dumme, eingebildete Junge, der er gewesen war, als er seine Heimat hatte verlassen müssen. Nun war er  ein anderer. Er hatte sich nach den Erlebnissen in Omegas Heerlager vorgenommen, für Eradir zu kämpfen. Doch war er nie besonders mutig gewesen. Oder fähig. Er war ein Feigling und würde genau das immer bleiben. Das war auch der Grund dafür, dass er sich dem Thronsaal nicht nähern wollte. Unwahrscheinlich, dass Omega anwesend war, um diese Tageszeit und da er sich wahrscheinlich nur für wirklich wichtige Gäste hier nach unten begab, aber zudem versperrten jede Menge Wachen den Weg, was Alor ganz und gar nicht behagte.

Da ihr kleiner Rundgang einige Zeit gekostet hatte, beschlossenen Nyara, Wilbur und Alor irgendwann, wieder zur Taverne aufzubrechen. Alles verlief, glücklicherweise, ohne Zwischenfälle. Als sie ankamen, waren Fay und Riya noch nicht da, aber das Gasthaus war gut besucht. Alor bezahlte der hübschen Bedienung ein paar Münzen, an die er eher unrechtmäßig gelangt war, und sie führte die kleine Gruppe in einen Nebenraum, wo sie etwas Privatsphäre und Ruhe hatten. Der junge Magier wies die Kellnerin ebenfalls an, Fay und Riya zu ihnen zu schicken, wenn sie zurückkehrten. So warteten die drei bei Getränken und Essen auf die Katzendame und das biestige Menschenmädchen, in der Hoffnung, dass bei ihnen alles glatt gelaufen war. Allerdings konnte Alor nicht sagen, dass er sich freute, Riya bald wiederzusehen…

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dann muss circa 25,806 die Wurzel allen Übels sein. Denker
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