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Episode 3: Unbekanntes Land

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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Wonton

Beitrag von Netade So Nov 28 2021, 18:55

Es war ein Irrtum, ween jemand glaubte, dass man keinen Mut braucht um sich jemanden zu stellen, mehr noch wenn "nur" es bloß ein Schaukampf war. Unerschiedliche Schicksale, ja das hatten sie, keine Frage und doch sie alle hatten Mur gebraucht. Auch dort wenn man erklärte, dass man eigengtlich sich nicht um das eigene Schicksal kümmerte, sondern nur im hier und jetzt lebte. Das ging nich so einfach, wer wusste scon was hinter dem nächsten Baum und Strauch auf einen wartete?

Es tat gut allen mit genügend Zeit zuhöen zu können und die Ansichten zu Gemüte zu führen. Zeit war was sie brauchten um eines zu werden, es würde sie bei allen Unterschieden die sie in sich trugen stärker machen, bei ihrer Göttin
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Beitrag von Netade Mo Dez 13 2021, 14:52

Ihr Blick war auf die schroffe Landschaft draußen gerichtet, welche ihr sich vom Perron ihr zuzuneigen schien. Der Fahrtwind ließ ihre Augen leicht tränen und verwandelte alles, als sei es mit einem Weichzeichner gezeichnet. Ihr Atem hinterließ kleine Wölkchen in der Luft und besser noch war ihr glückliches Lächeln.

Mit der Linken hielt sie die Schale mit dem stark gesüßten Arafi-Kloß, der Kraft für den Tag ganzen Tag gab. Sie mochte die Speise. Wie auch sonst sollte sie diese zu sich nehmen? Es war schon eine der Speisen, die sie wahrlich mochte.

Den Blick über die Schulter geworfen, wartete sie auf einen oder alle der anderen. Mit jedem von ihnen hatte sie sie beschäftigt und versucht Stärken und Schwächen einzuschätzen. Das war nicht einfach, doch sie glaubte an di Gruppe als tragfähiges Konstrukt.
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Thorgrimm Do Jan 06 2022, 06:14

Die Entscheidung war schnell gefallen und so sollte es zu einem kleinen Ausflug kommen. "Gut, gehen wir.", sagte der Magister gut gelaunt. Es war ein angenehm warmer Tag und auch wenn er den Wind nicht wirklich spüren konnte, der leicht an der Kleidung und Ausrüstung der Gruppe zerrte, genoss der Gilryn ihn. "Alles in Ordnung?", fragte der Steinmensch sicherheitshalber nach, als Rerion ohne ersichtlichen Grund erschrak.
Eine breite, gepflasterte Straße führte vom Bahnhof zur Hauptstraße, die einmal quer durch Vermannsgrube führte. Da die Stadt ein wichtiger Verbindungspunkt und durch ihre Vergangenheit und gute Lage zur Hauptstadt des Landes geworden war, gab es hier ein reges Treiben. Eine große Menge an verschiedenster Personen liefen die Hauptstraße hoch und runter. Händler, Abenteurer, einfache Durchreisende und sogar das ein oder andere Gildenmitglied. Die kleine Gruppe reihte sich in die Menge ein und lief herunter zum Stadtkern, der noch ein ganzes Stück entfernt war.
Wie der Magister bereits erklärt hatte, fanden sich im äußeren Ring der Stadt hauptsächlich Wohngebäude. Hier und da gab es mal ein Gasthaus oder einen einfachen Laden für Lebensmittel, aber nichts, was wirklich von großem Interesse war. Einige Minuten waren sie unterwegs, bis sich das Stadtbild änderte. Immer größere, imposantere Gebäude tauchten auf. Viele Nebenstraßen gingen von der Hauptstraße ab und führten in weitere Stadtteile, wo sie sich immer weiter verzweigten. Wenn man nicht aufpasste, konnte man sich hier schnell verirren.
Sie gingen vorbei an prachtvollen Kirchen und Schreinen, die den Göttern der Welt gewidmet waren. Vorbei am Rathaus, an dessen Front eine Statue an den ersten militärischen Trupp erinnerte, der hier ein Lager aufgebaut und damit den Grundstein der Stadt gebildet hatte. Weitere Gasthäuser und Hotels, ein öffentliches Bad und allerlei verschiedene Läden, wo man so gut wie alles erwerben konnte. Bis sie schließlich die Zweigstelle der Gilde erreicht hatten. Es war ein einzelnes, großes Gebäude. Über der schweren Holztür prangte das aufgeschlagene Buch, das Zeichen Taklils.
"Gut, da wären wir. Wenn ihr noch was in der Stadt erledigen wollt, solltet ihr das jetzt tun. Sobald wir unsere Ausrüstung aufgenommen haben, können wir das knicken. Ich hab zumindest keine Lust, das ganze Zeug durch die Gegend zu tragen." Er lachte und wartete darauf, ob noch jemand etwas erledigen wollte, bevor er das Gebäude betrat.


Zuletzt von Thorgrimm am Fr Jan 14 2022, 01:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Netade Mo Jan 10 2022, 20:23

Die Stadt war er groß, mehr noch wenn man sah wie sehr sie ausdehnte und in welcher Art. Die Wohngebäude waren gigantisch, so viele Wesen. Sie reihte sich ein Gruppe un folgte dem Meister bis sie das Ziel erreicht hatte. "Ich würde gerne noch den Schrein der Yherakines aufsuchen. Möchte mich jemand begleiten?"
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Jad Fr Jan 14 2022, 12:05

Der Magister erkannte Rerions Reaktion auf diesen Ort und wahrscheinlich mehr aus Pflichtbewusstsein seiner Aufgabe gegenüber als emotionalem Bedürfnis ging er auf den Ambacti ein. Dieser rang sich ein künstliches Lächeln ab, aber es war leicht durchschaubar, dass es ihn schmerzte Vermannsgrube wieder zu besuchen. "Dieser Ort ist mit vielen Erinnerungen verbunden... schlechten Erinnerungen vor allem. Ich habe hier viele Kameraden und auch ein paar Freunde verloren und gewiss mindestens ebenso viel Leid verursacht." Als sie über die breite Hauptstraße in die Stadt hineingingen formte sich in seinen Erinnerungen die Wege und Kanten der Gebäude in ein Bild von Schlamm, Trümmern, Feuer und Magie. Der Krieg wütete hier heftig. Es war für Rerion so als wäre es erst gestern, so bildlich hatte er die Szenen vor sich. "In diesem Gebäude war ich als wir die Stadt zur Hälfte erobert hatten und die Front direkt durch Vermannsgrube ging. Ein Überraschungsangriff um dieses Viertel zu erobern wurde mit mächtiger Magie und unerbittlichem Ansturm versucht. Vier Nächte und zwei Tage wehrten wir den Feind ab, bevor unsere Flanke in sich zusammenfiel." Er zeigte eine Häuserzeile die schon solange wieder aufgebaut wurde, dass die Witterungen bereits daran zerrten. "Dort tötete ich einen ganz jungen Burschen der sich aus Todesangst nicht ergeben wollte. Er war vermutlich keine 20 Sommer alt." Seine Pranke zeigte auf ein Gebiet unweit einer Kreuzung an der zwei Nebenstraßen zusammen auf die Hauptstraße liefen. Vor ihnen tauchte die Statue für die militärischen Gründer auf. Rerions Gesicht nahm erst jetzt wieder das sanfte Lächeln an. Er blieb kurz stehen und musterte sie. "Hallo Tristus, wie ich das Wetter heute", sprach er nun lauter als zuvor aus. Er fühlte einen Moment des Friedens in der stürmischen Vergangenheit.
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Beitrag von Aru Garuda So Jan 16 2022, 19:44

Rerion hatte sichtlich mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Jeder hatte Dinge getan auf die er nicht besonders Stolz war, mit seinen Dämonen musste er aber allein fertig werden, Kiran war nicht besonders gut in solchen Dingen. Er kannte den Ambacti auch noch nicht gut genug um die Richtigen Worte zu finden. Daher wante er sich an Wonton:" Ich würde dich gerne zum Schrein begleiten und danach noch einen Abstecher in einen der Waffenläden oder Schmieden machen. In jeder Stadt oder Region gibt es andere Waffen und ich sehe sie mir immer gerne an, wenn das inordnung geht.?" fragend blickte er zum Magister.
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Beitrag von Netade Mo Jan 17 2022, 16:16

Es war schwer für Wonton nachzuvollziehen was Rerion beim Anblick all dieser Gebäude empfand. Sein Leben unterschied sich von dem Ihrigen immens. Kiran Necros Erinnerungen zu verlieren. Sie legte ihren Kopf in den Nacken während sie sich Kiran zuwandte. Ein Lächeln war auf ihrem Gesicht zu sehen. "Natürliich geht das in Ordnung, Kiran."

Ihr Blick wanderte zu den anderen. "Noch jemand?"
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Thorgrimm Do Feb 03 2022, 05:10

Vielleicht war es tatsächlich nur Pflichtbewusstsein, welches den Magister dazu trieb Rerion anzusprechen, aber der Gilryn war eine ungewöhnlich empathische Person und machte sich Sorgen. Er war zwar nicht so alt wie manche anderen Mitglieder seiner Rasse und hatte den Krieg nicht selbst erlebt, aber er war dennoch älter als die meisten Menschen und hatte deshalb schon viel Leid mitansehen und selbst erleben müssen. "Ich verstehe.", antwortete er vorsichtig. Er hörte dem Kriegsveteranen zu. Manchmal half es, sich einfach etwas von der Seele reden zu können. "Der Krieg muss schrecklich gewesen sein und noch schrecklicher das, was du und andere währenddessen tun mussten." Der Gilryn legte dem Mann seine Hand auf die Schulter. "Ich weiß, dass es die Erfahrung nicht ändert, aber du und viele andere deiner Rasse wurden kontrolliert. Dass du nun deinen eigenen Weg gehst und deine vergangenen Taten dich schmerzen, zeigt, dass du dich geändert hast. Man kann die Vergangenheit nicht ändern oder rückgängig machen aber, dass du hier bist zeigt, dass du dich geändert hast." Der Magister wechselte das Thema. "Hast du sie gekannt? Die Mitglieder des ersten Trupps?"

Während Rerion und der Magister sich unterhielten, machten sich Wonton und Kiran zusammen auf den Weg zur Kirche der Stadt. Wie sie wussten, gab es so gut keine Kirchen oder Schreine, die nur einer Gottheit gewidmet waren. Die Götter der Welt wirkten auf diese ein und versteckten sich nicht vor ihren Gläubigen. Aufgrund dessen war es eine ungesprochene Regel, einen Ort des Glaubens allen Göttern gleich zu widmen - ausgeschlossen Lhorcc. In der Mitte der Stadt, direkt neben dem großen Marktplatz, fanden sie das Kirchengebäude. Es war sternförmig, mit einem einzelnen Turm in der Mitte, sodass man das Gebäude überall sehen konnte. Gebaut aus weißem Marmor und makellos gepflegt, machte es schon von Außen viel Eindruck.
Wonton und Kiran traten durch das Tor und fanden sich in einem großen Hauptraum wieder. Es war ein Ort der Ruhe, Entspannung und des Friedens. Priester redeten hier leise mit Gläubigen. Wasserschalen boten zur rituellen Reinigung, während Bänke und Stühle zum Rasten einluden. Eine große Schale stand in der Mitte, in die man Opfergaben legen konnte. Jeder Zacken des sternförmigen Gebäudes war einer anderen Gottheit gewidmet, gleich groß und abgetrennt durch Vorhänge, die das Zeichen der jeweiligen Gottheit zeigten. Eine junge und offensichtlich schwangere Frau trat hinter den Vorhang, der mit einer Glaive mit glänzender Spitze verziert war. Vermutlich eine Priesterin Yherakines, denn es war nicht ungewöhnlich für ihre Priesterinnen schwanger zu sein und so offen das Leben, die Geburt und Liebe zu feiern.
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Netade Sa Feb 05 2022, 15:37

Rerion un der Magister unterhielten sich noch ..."Hast du sie gekannt? Die Mitglieder des ersten Trupps?" Wonton warf einen kurzen Blick über ihre Schulter. Da war unwahr unwahrscheinlich. Den Legenden nach wurden all die nich erfolgreich gekämpt hatten der Decimierung zugeführt die sehr großzügig durchgeführt wurde bis zum letzten Mann. Aber konnte man all das glauben? Wohl besser nicht.

"Darf ich meine Hand in deine legen Kiran es könnte den Weg ruhiger machen?" Während sie sich mit Kiran mit entfernte. Auf dem Weg erzählte sie ihm von der Göttin, ihrer Göttin, deren Weg sie folgte. Als sie den Hort der Sttille erreichten schien ihr Herz überzulaufen vor Freude im Tempel der Yherakines zu sein. "Komm Kira..." Wonton folgte der Frau. "... dies ist der einzige Ort wo Schmerz und Liebe kein Widerspruch sind."


Zuletzt von Netade am So Feb 06 2022, 15:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Seal So Feb 06 2022, 01:25

Elrin fühlte sich deplatziert in dieser Konversation. Er kannte die Geschichte, hatte aber keine persönliche Bindung zu diesen weit zurückliegenden Tagen, auch hatte er noch nie unter jemandem dienen müssen. Er hätte Worte versuchen können, sein Beileid über das Geschehene auszudrücken, aber alle seine Worte hörten sich in seinem Kopf nur an wie hohle Floskeln, die Sätze einer Person, die nie Gräuel mitansehen musste.
Der Magister war weitaus besser im Umgang mit Worten als er selbst. Ein Gefühl so auszudrücken, wie es sich auf dem tiefen See, der die Seele war, spiegelte, war eine schwerere Wissenschaft als jede, die man in einer Universität lernen konnte. Manchmal war es vielleicht auch besser nichts zu sagen, vor allem wenn man nichts Sinnvolles zu sagen hatte, so nur etwas vulgärer hatte es einer seiner guten Freunde in vergangenen Tagen jedenfalls immer gesagt.
Während er der Konversation lauschte, griff er die Schulterriemen seines Rucksacks. Ohne die beiden, die gerade zum Tempel aufgebrochen war, sah Elrin neben einem Ambacti und einem Gilryn aus wie ein besonders großer Zwerg.
Vielleicht hätte er die anderen begleiten sollen, dachte er sich, wobei er Tempel nicht gerne besuchte. Wenn seine Freunde vor Prüfungen Taklils Tempel aufsuchten und um dort für sein Wissen zu beten, blieb er lieber daheim. Wissen erarbeitet sich, das war nichts wofür man betet, genauso war es mit dem Beistand der Götter, die Götter helfen denen, die sich selbst zu helfen wissen.
Aber schaden konnte es letztlich auch nicht, wobei ihn der Aufenthalt im Haus der Yherakine sicher in Verlegenheit gebracht hätte.

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Beitrag von Aru Garuda So Feb 06 2022, 11:16

"Darf ich meine Hand in deine legen Kiran es könnte den Weg ruhiger machen?", fragend sah Wonton ihn an. Nachdenklich blickte er auf die zierliche Frau, dann zuckte er mit den Achseln und brummte "so können wir uns im großen Tempel wenigstens nicht verlieren". Behutsam nahm er ihre Hand in seine, er wollte ihr nicht wehtun. Gemeinsam gingen sie zum Tempel. Kiran waren die Götter weitesgehend egal. Wenn man etwas nicht aus eigener Kraft schaffte half einem auch kein Gott weiter, er respektierte jedoch das andere um Beistand baten. Er legte den Kopf schräg und beobachtete Wonton. Sie schien sehr aufgeregt zu sein und erzählte Ihm von Ihrer Göttin die sie anbetete und vereehrte. Sie strahlte dabei eine solche Wärme und Freude aus das er unwillkürlich lächeln musste. Ihre Art war sehr ansteckend. Sie zog Ihn mit und gemeinsam folgten Sie einer schwangeren Frau hinter einen Vorhang. Kiran hatte kein Problem mit Schwangeren. Viele Männer hatten Angst vor der Geburt, es gab immernoch Frauen die dabei umkamen. Er hatte schon ein, zwei Geburten mit erlebt. Die Schmerzensschreie der Frauen waren unerträglich, die Erleichterung und Freude wenn das Kind dann aber endlich in den armen der Mutter lag waren unbezahlbar. Kiran war jedes mal von der immensen Stärke der Frauen beeindruckt gewesen und manche von Ihnen taten sich das sogar mehrmals an. Schweigend folgte er Wonton.
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Beitrag von Netade So Feb 06 2022, 16:06

Wonton blickte zu Kiran lächelte ihm zu."Laß uns der Göttin hulidigen, Kiran, ja? Sie schritt zu einem kleinen Raum zu Linken. Streite ihre Kleidung ab, nachem sie mit einer Dienerinnen gesprochen hatte und faltete sie zusammen so ordentlich wie möglich. "Es ist nicht so wie Du vielleicht, wie Du denkst..." Es war vorsichtig fast zärtlich wie sie ihm aus der Kleidung half und ihm beim Anlegen einer neuen half.

Beide bekleidet schritten sie durch ein kleines Portal."Bitte, setz dich, Kiran." Der Raum war gefüllt mit Stühlen, Sitzkissen und der Gleichen, das Licht gab einen warmen Schein ab er wenn er einen Geschmack von Glee haben müsste, produziert zum Sonnenaufstieg.

Sie sass ihm gegenüber, unendlich konzentriert, jeder Handgriff mit akribie und Anmut ausgeführt. Bis beide Behältnisse gleich voll waren.Den Becher mit dem Zeichen der Göttin über den Kopf gehobenn bot sie ihm dar. "Möge der Ta'nuk'ne uns reinigen und uns glückliche Tage schenken"

Da sass noch immer Wonton und doch war sie eine ganz andere, Ruhe und Entspannung in ihr.
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Beitrag von Aru Garuda So Feb 06 2022, 17:44

Im Tempel angekommen mussten sie Ihre vom Reisen schmutzig gewordene Kleidung gegen saubere Roben wechseln. Kiran tat das nur sehr wiederwillig, die Roben waren nicht das Problem. Er konnte auch ohne Bekleidung durch die Gegend laufen. Was ihm mehr zu schaffen machte waren seine Waffen die er zurück lassen musste. Wonton nahm das alles sehr ernst und er wollte sie nicht verärgern, als sie sich abwandte um vorauszugehen, steckte er heimlich einen kleinen Dolch ein. Er konnte einfach nicht anders ohne Waffe fühlte er sich wirklich nackt und verletzlich. Zwar konnte er auch ohne Waffen kämpfen und seine schnelligkeit suchte seinesgleichen, trotzdem vermied er es wo er konnte seine Waffen abzulegen. Wonton bereitete einen Tee zu und reichte ihm einen Becher dabei war sie entspannt und strahlte eine Ruhe und zufriedenheit aus, die Kiran langsam seine Anspannung vergessen liesen. Er nahm einen Schluck aus dem Becher " vielen Dank". Er sah ihr offen in die Augen. "Ich möchte dir nicht zu nahe treten, oder diese entspannte Atmospähre zerstören aber wenn ich einen der Götter anbeten muss dann fällt meine Wahl auf Lortor. Ich habe nichts gegen Yherakine, meine Art zu leben unterscheidet sich aber von Ihrer Philosophie. Ich bin ein Gezeichneter meine Rasse vereehrt nichts mehr als Kraft und Stärke. Ich weiß nicht genau wie ihr Yherakine huldig und hoffe das ich dich mit meiner unbeholfenheit nicht in Verlegenheit bringe".
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Beitrag von Jad Fr Feb 11 2022, 14:04

Als der Gilryn dem Hünen mit der bleichen Haut die Hand auf die Schulter legte und von Veränderung und Taten unter Befehl sprach, lächelte er wieder sanft. "Ist Schmerz einem Wesen unter Befehl verboten? Verlust gab es schon immer im Krieg, aber die Taten der Vergangenheit machen Unrecht nicht mehr zu Recht, weil sie vergangen sind. Schmerz über den Verlust eines Waffenbruders hat mehr mit Familiensinn gemein, als eine schmerzliche Erinnerung über die eignen Taten erzählt. Trotzdem habt Ihr Recht damit, dass ich mich verändert habe. Doch nicht, weil ich jetzt bereue was damals war, dem ist so nicht. Für mich waren die Thonan'Ra mein Leben, wie unsere Meister über uns dachten ist für meine Identifikation damit bedeutungslos." Ein laues Lüftchen wehte durch Vermannsgrube. "Was Ambacti oft umtreibt ist die Frage wo ihr Sinn einer Existenz heute liegt, ohne Krieg. Diese Frage konnte ich für mich schon beantworten. Ich denke jedoch nicht, dass mich die Antwort verändert hat, sondern die Situation die Antwort finden zu müssen."

Rerion schüttelte auf die Frage des Magisters sanft den Kopf. "Thonan'Ra hatten wenig Kontakt zu den Armeen und auch mein Meister hatte gewiss ein großes Heer aus Züchtungen, ähm ich meine Ambacti. Wir haben jedoch auch einige Schlachten hier geschlagen. Die Erinnerungen von denen ich euch berichtet habe, stammten aus einer Zeit in der uns ein Auftrag nach einem Blutmanticor hierhertrieb und der Feind auftauchte, bevor wir wieder weg waren. Eigentlich wollten wir nur Vorräte aufnehmen und uns etwas erholen, da die Jagt meine Einheit stark mitgenommen hatte." Er machte eine Pause und schemenhafte Bilder von Tristus tauchten vor seinem geistigen Auge auf. "Daraus wurden zwei Wochen... voller Leid... voller Feuer... voller Tod." Er zog scharf Luft mit einem Seufzer ein. "Was ist mit Euch? Wart Ihr schon oft in Vermannsgrube?"
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Thorgrimm Fr Feb 25 2022, 05:29

So wirklich wusste Magister Aerarius nicht, was er dem Thonan'Ra antworten sollte. Zwar war er für einen Gilryn sehr gesellig und auch redegewandt, aber über den Krieg und ähnliche Themen sprach er trotzdem nicht oft. Er schwieg deshalb eine ganze Weile, bevor er etwas zu den Worten Rerions sagte. "Ich glaube zu verstehen, was du sagen willst. Wie hast du die Frage deiner Existenz beantwortet? Wofür lebst du jetzt?" Natürlich konnte er die Frage ganz einfach damit beantworten, dass er bei der Gilde angekommen war und Mitglied werden wollte. Doch es musste noch mehr dahinterstecken. "Was ist dein Ziel?", fragte er deshalb noch einmal nach. Der Gilde anzugehören, war nur ein erster Schritt. Jeder konnte sich bei Taklils Jüngern frei entfalten.
Dass die Thonan'Ra aus einem ganz anderen Grund hergekommen waren - nämlich um einen Blutmanticor zu jagen - überraschte den Magister nicht wirklich. Es ergab ja durchaus Sinn, da sie eine spezielle Art von Ambacti waren und deshalb auch aus einem anderen Grund gezüchtet und eingesetzt worden waren. Doch leider waren sie in den Krieg hineingezogen worden. Aerarius sackte ein Stück in sich zusammen und seufzte ebenfalls. "Nein, ich glaube nur zwei Mal. Das erste Mal war ich hier, um beim Aufbau des Gildengebäudes zu helfen und das zweite Mal habe ich Kontakt mit einer Gruppe Gilryn aufgebaut, die hier leben. Mich zieht es schon seit einiger Zeit nur noch aus Turul weg, wenn ich Anwärter wie euch begleite. Für diese Abwechslung bin ich ganz dankbar." Die meiste Zeit blieb er auf dem Gildengelände und arbeitete an seinen Forschungen und Büchern. "Was ist mit dir?", wandte er sich an Elrin. "Bist du schon viel herumgekommen?"




Zusammen traten Wonton und Kiran in den Tempel und wechselten in saubere Roben, um so diesen heiligen Ort nicht mit ihrer abgenutzten Kleidung zu verschmutzen. Es war gleichzeitig auch eine metaphorische Reinigung, wobei jeder von ihnen selbst entscheiden musste, was es bedeuten sollte. Vielleicht wollten sie einen reinen Körper und Geist, um die heilige Energie Yherakines aufzunehmen? Oder ging es ihnen eher um eine Art Neuanfang, um reingewaschen in ihre Mission zu starten? Was auch immer der Grund genau war, nur sie wussten es selbst.
Zwar war dieser Raum nicht besonders groß, aber dennoch hatten hier ohne Probleme ein halbes Dutzend Leute gleichzeitig Platz. Während Wonton und Kiran sich gegenübersaßen und über die Götter redeten, gingen die Priesterinnen ihren Aufgaben nach. Da die Kirche allen Göttern gewidmet war, war es auch nicht ungewöhnlich sich aktiv über sie auszutauschen. Gespräche regten an und halfen dabei weiter, seinen Glauben zu finden oder auch zu festigen. Es war also nicht verwunderlich, dass eine der Priesterinnen sich einmischte.
"Verzeiht.", begann die junge Frau. Es war die schwangere Priesterin, die sie vorher schon gesehen hatten. "Ich kam nicht umhin, euch zuzuhören." Sie lächelte etwas verlegen. "Wahrlich kann sich keiner der Götter mit der Kraft der Götterbestie messen. Noch nicht einmal der Weltenformer selbst konnte sie binden. So mächtig ist das Biest geworden, dass es frei ist und für die natürliche Ordnung sorgt." Sie sah Kiran an. "Aber das wisst ihr sicherlich." Vorsichtig setzte sie sich auf eine gut gepolsterte Bank. "Was zieht euch beide hierher?" Ihr Blick wanderte über Wonton. "Vielleicht kann ich euch helfen? Ich kann euch auch ein paar Geschichten über Yherakines Macht erzählen. Denn sie ist auch eine unnachgiebige Beschützerin, die ihre Kinder verteidigt."
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Jad Mo Feb 28 2022, 09:00

Langsam nickte Rerion dem Magister zu. Er verstand die Frage und was dahintersteckte. "Das Leben existiert in so vielen Facetten. Eines hat es jedoch fast immer gemeinsam: es wird geboren, von der kleinsten Pflanze bis hin zum größten Gilryn. Doch Ambacti wurden gezüchtet. Es gab nie einen Ursprung in anderem Leben für uns. Was also sind wir? Lebewesen? Golems? Fast immer identifiziert sich ein Lebewesen durch seinen Zweck. Der Zweck der Ambacti war es einen Krieg zu führen. Diesen Krieg gibt es nicht mehr. Der andere Zweck war es unseren Meistern zu dienen. Auch unsere Meister gibt es nicht mehr. Selten bekannt ist jedoch, dass anders als bei den späteren... 'Versionen' von Ambacti, die Thonan'Ra rebelliert haben. Unsere Existenz beruhte vielmehr auf der gezielten Suche und Vernichtung von magischen Wesen. Dort fallen im Grunde alle Gefahren unseres ehemaligen Meisters hinein: andere Ambacti - da sie magisch geschaffen wurden, feindliche Magier - die im Krieg gegen ihn waren und magische Geschöpfe, wie z.B. den von mir erwähnten Blutmanticor, da auch sie eine Gefahr darstellen könnten. Es ist jedoch nicht zu leugnen, dass mein ehemaliger Meister schon vor dem Krieg sehr paranoid war und eine potenzielle Gefahr vernichten wollte, bevor sie real wurde. Rational lässt sich das eigentlich nicht begründen, doch durch unsere Runen, von welchen Thonan'Ra gleich drei besitzen, haben wir unseren Zweck nicht hinterfragt, wie bei allen Ambacti."

Rerion lehnte sich an eine Mauer und lächelte sanft. Seine Arme waren verschränkt. "Daher ergeben sich aus meiner Existenz nach der Befreiung zwei Fragen." Er hob den Zeigefinger einer Hand. "Erstens: Was ist das Sein? Warum existiert es?" Der Hüne verschränkte die Arme wieder. "Wenn Geschöpfe wie ich ohne Zweck leben können, fühlen und denken können, worin besteht dann das Bestreben von Leben? Wie Euch gewiss bekannt sein dürfte, sind wir nicht fortpflanzungsfähig. Oft wird die Arterhaltung, oder das Aufziehen von Kindern als Existenzgrund genannt, Vater oder Mutter zu sein, sei die Erfüllung. Beides können wir nicht tun: Weder unsere Art erhalten noch das Elternsein erleben, dennoch existieren wir. Warum?" Er zuckte mit den Schultern. "Diese Frage zu beantworten treibt mich zum einen an." Er hob wieder eine Hand und zeigte dieses Mal Zeige- und Mittelfinger. "Zum anderen ist Magie weit enger mit meiner Kaste verbunden als mit anderen Ambacti. Wir sind durch sie und für sie gezüchtet. Wir können Magie riechen, sie aufspüren uns sollten sie vernichten." Rerion öffnete beide Arme zu einer umschließenden Geste in der er eine Kugel andeutete. "Auch andere Geschöpfe haben ein engen Verhältnis zur Magie, weil sie Magie nutzen, oder ebenfalls magischen Ursprungs sind, manchmal weit enger noch als Thonan'Ra. Was also ist Magie? Ein Element wie Wasser oder Feuer? Eine Form von Existenz neben dem Leben? Ein Gedanke der sich materialisiert hat, oder es jeder Zeit kann wenn man Magie wirkt? Ich habe sehr viele wissende und weise Geschöpfe zu diesem Thema aufgesucht und viele Ansichten und Erkenntnisse gesammelt und tue es noch. Ganz zu begreifen was Magie ist würde vielen magischen und magiefähigen Wesen in Prim Utem ein Stück mehr Gewissheit und Frieden geben, denn dann können sie sich viel mehr selbst verstehen." Er verschränkte wieder die Arme und stellte sich wieder gerade hin. Das Lächeln in seinem Gesicht strahlte innere Ruhe aus. "Natürlich auch für jeden Thonan'Ra und anderen Ambacti der noch lebt. Diese beiden Dinge zu erfahren ist mein Ziel und ich bin fest entschlossen durch meine Reisen und Forschungen die Antworten zu finden."
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Episode 3: Unbekanntes Land - Seite 3 Empty Re: Episode 3: Unbekanntes Land

Beitrag von Thorgrimm Mi März 09 2022, 03:33

Eine lange Zeit schwieg der Magister und ließ sich die Worte, die Rerion gesagt hatte, durch den Kopf gehen. Das sah man ihm nicht unbedingt an. Wüsste man nicht, dass er lebte, könnte man ihn für eine Statue halten, so still und unbeweglich stand er da. Es waren keine einfachen Themen, die der Thonan'Ra da angesprochen hatte. Manch einer befasste sich damit sehr viel mehr, als ein anderer. Ambacti gehörten oft zu denen, die sich viele Gedanken darum machten, während Menschen ihr kurzes Leben meist verbrachten, ohne auch nur mehr als ein paar Mal über den Sinn dessen nachzudenken.
"Schwierig.", kommentierte der Gilryn, bevor er wieder eine Weile lang schwieg. "Die Frage um den Sinn des Lebens und um das eigene Sein wurde schon immer gestellt und wird auch in noch tausenden Jahren gestellt werden. Es gibt keine Antwort." Er musste sich augenblicklich verbessern, hatte zu schnell gesprochen, obwohl er lange über seine Antwort nachgedacht hatte. "Nein, es gibt Antworten, aber die muss jeder für sich selbst finden. Bei den Ambacti und damit auch den Thonan'Ra sind diese Fragen und Antworten aufgrund eurer Erstehung ein sehr viel wichtigerer Punkt in eurem Leben, als bei anderen Rassen." Er legte eine Hand auf seine Brust. "Wir Gilryn fragen uns auch, wieso wir leben. Man sagt, dass Yerahkine die Gilryn nach dem Antlitz ihres Vaters, also Rheba, geschaffen hat, um ihm so zu danken. Aber wieso? Reduziert uns das nicht zu einem einfachen Geschenk? Sind wir nichts mehr als ein Spielzeug für den Göttervater? Eine Art Unterhaltung, die er betrachten kann, wenn er nicht gerade ruht?"
Der Magister lächelte. "Was ich damit sagen will ist folgendes: Jedes intelligente Wesen muss für sich selbst entscheiden, wo sein Sinn im Leben und seiner Existenz besteht. Wir haben kein grundlegendes Ziel. Keinen Lebenssinn. Wir müssen diesen finden. Wir sind nicht wie einfache Tiere, die für ihre Fortpflanzungs-, Lebenserhaltungs- und andere Triebe leben." Nun legte er eine Hand auf Rerions Schulter. "Indem du dich fragst, wo der Sinn in deiner Existenz ist und deinem Ziel, auf deinen Reisen und Forschungen nach Antworten zu suchen, hast du deine Frage bereits beantwortet. Deine Suche selbst ist dein Ziel. Indem du dieses Wissen ansammelst und vielleicht weitergibst, wirst du einen Abdruck auf dieser Welt hinterlassen. So, wie ich es mit meinen Forschungen und Büchern tue." Das alles war natürlich sehr subjektiv. Doch Aerarius war gespannt, wie der Thonan'Ra reagieren würde.
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Beitrag von Aru Garuda Mi März 09 2022, 17:07

Eine Priesterin gesellte sich zu Wonton und Kiran:"Was zieht euch beide hierher?" Ihr Blick wanderte über Wonton. "Vielleicht kann ich euch helfen? Ich kann euch auch ein paar Geschichten über Yherakines Macht erzählen. Denn sie ist auch eine unnachgiebige Beschützerin, die ihre Kinder verteidigt.
Kiran legte den Kopf schräg und musterte die Frau. Sie war schwanger und würde bald Mutter werden. "Ich möchte euch nicht zu nahe treten began er, aber eine Frage hätte ich. Wenn Ihr Mutter werdet ist es euch dann erlaubt euer Kind selbst großzuziehen oder müsst ihr es abgeben? Ich habe von anderen Frauen gehört das  sich Arbeit bzw. Bestimmung und Nachwuchs nicht unbedingt vereinbaren lassen. Desweiteren bin ich nur als Begleiter hier, ich selber verlasse mich bei schwierigkeiten lieber auf mich selbst anstatt zu den Göttern zu beten und zu hoffen". Das Gespräch hatte gut angefangen zum Schluss war Kiran wieder in seine Typische Einsiedler Haltung zurückgefallen. Sein alter Meister hätte ihn wegen seiner Frechen ausdrucksweise gerügt. Er hoffte einfach nicht zu schroff gewesen zu sein und wartete auf die Antwort der Priesterin.
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Beitrag von Jad Do März 17 2022, 08:33

Rerion hörte dem Magister aufmerksam zu. Als er die steinerne Hand auf seiner Schulter spürte, wich er leicht zurück. Er wurde nicht gern berührt. Dennoch lächelte er dabei und verbeugte sich aus Respekt vor der Geste. Fast könnte man glauben er versuchte die Zurückweisung in Höflichkeit zu verpacken. "Ich sehe Ihr versteht mich Magister Aerarius. Leben gebietet aus sich heraus mehr als nur Leben um den Selbstzweck. Dennoch möchte ich Euch in Euer Zuversicht bremsen. Woher wisst Ihr, dass Tiere nur für einfach Triebe leben? Wohnt ihnen nicht ebenfalls etwas inne was einige Gläubige als Seele bezeichnen würden? Wodurch unterscheiden sie sich zu Ambacti oder Gilryn in ihren Zielen? Es erfordert deutliche Vorsicht, wenn man versucht Weisheit zu erlangen. Sonst findet man sich schneller als Narr wieder als man breit ist zu erkennen. Definitive Aussagen können nur über das gemacht werden was wir mit unseren Sinnen erfahren und mit unserem Geist erleben können." Das sanfte Lächeln wurde etwas breiter. "Doch natürlich seid Ihr ein gelehrter Mann und wisst um Vieles aus Euren Forschungen und Euren Büchern. Deshalb habt Ihr gewiss den Status eines Magisters in unserer Gilde inne und ich bin der Meinung das fordert Demut vor dieser Leistung." Er faltete die Hände zu einer dankbaren Geste. "Ich werde Eure Sichtweise in meine Meditation einfließen lassen und davon lernen."
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Beitrag von Thorgrimm So März 27 2022, 03:53

Wenn Kiran sich mit seiner Wortwahl zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte, dann ließ sich die Priesterin das nicht anmerken. Sie lächelte nur und beantwortete die Frage bereitwillig. "Das kann natürlich schwer sein. Ich darf mein Kind selbst großziehen, aber es kommt häufig vor, dass sich die Priesterinnen gegenseitig unterstützen. Sicher würde sich eine Glaubensschwester finden lassen, die auf mein Baby aufpasst, wenn ich viel zu tun haben sollte." Als Kiran davon sprach, dass er sich lieber auf sich selbst, als auf die Götter verließ, nickte die Priesterin nur. "Das tun viele und es ist verständlich, da die Götter und ihre Taten schwer zu deuten sind. Doch seid versichert, dass ihr in einer Stunde der Not auf die Hilfe Yherakines vertrauen könnt. Denkt an meine Worte auf euren Reisen. Ihr könntet überrascht werden, wie oft und stark die Götter auf unsere Welt einwirken." Mit diesen Worten stand die Priesterin auf, verbeugte sich leicht und verschwand wieder hinter dem Vorhang, um ihrer Arbeit nachzugehen. Wonton und Kiran zog es kurze Zeit später wieder zurück zu dem Gildengebäude, wo der Magister und Rerion noch im Gespräch waren und Elrin geduldig wartete.
"Tu das.", antwortete Aerarius auf die dankenden Worte des Thonan'Ra. "Ich bin zwar schon eine lange Zeit Magister und habe viel Wissen angesammelt, aber man lernt niemals aus. Nicht einmal die ältesten Gilryn können von sich behaupten, alles gelernt zu haben. Es ist eine niemals endende Aufgabe, die wir alle - Mitglieder der Gilde oder nicht - verfolgen." Er schwieg einen Moment, bevor er das Wort noch ein letztes Mal ergriff. "Ah, eine Sache noch, auch wenn ich das Thema jetzt nicht zu sehr anschneiden möchte. Wir können uns gerne ein anderes Mal etwas intensiver damit beschäftigen." Der Steinmann sah in den Himmel, den Blick auf etwas Unsichtbares gerichtet. "Allein die Tatsache, dass wir uns über dieses Thema unterhalten, über den Sinn des Lebens und Seelen, beweist doch, dass wir keine einfachen, triebgesteuerten Wesen sind. Über solche Themen zu philosophieren, bringt uns nichts. Es bringt uns keinem Ziel näher. Nährt nicht unsere Körper und hilft nicht unserem Überleben. Trotzdem tun wir es. Beweist das nicht, dass es deutliche Unterschiede zwischen uns und einem einfachen Tier gibt, welches nur auf sein Überleben und seine Fortpflanzung konzentriert ist?" Er ließ die Frage offen, denn in diesem Moment kehrten Wonton und Kiran zurück. "Denk darüber nach. Doch nun, lasst uns weitermachen."

Wieder als Gruppe vereint, traten sie in das Gebäude ein. Es war spärlich ausgerüstet und besetzt, deutlich als einfache Zweigstelle zu erkennen. Es fehlte hier die Größe und Erhabenheit, die man auf dem Hauptgelände bemerkt hatte. Nur eine handvoll von Personen waren hier beschäftigt. Die rein bürokratischen Angelegenheiten erledigte der Magister sehr schnell und innerhalb weniger Minuten hatten sie Zugriff auf den Rest ihrer Ausrüstung. Einen Teil hatten sie ja bereits vorher aufgenommen. Nun gab es noch einmal Proviant und Wasser, was einen Großteil des Gewichts ausmachte. Sie wussten schließlich weder, wie lange sie in der Höhle bleiben würden, noch ob man dort an Frischwasser oder genießbare Nahrung kommen würde. Schließlich nahmen sie noch einige Geräte auf, die zur Vermessung und Kartographierung benötigt wurden. Auch einige Behälter für Proben und sogar zwei Käfige waren dabei. Zelte und Schlafmöglichkeiten, Kochgeschirr und andere Dinge, die man zum Leben brauchte. Obwohl sie keine kleine Gruppe waren, brauchten sie die Hilfe zweier Gildenmitglieder, um die Ausrüstung über die vollen Straßen zu befördern. Ihr Ziel war ein kleiner Hof, am Rande der Stadt. Einer von vielen Lacreta-Höfen, die es überall gab und die etwa 3 bis 4 Meter große Reptilien als Last- und Zugtiere zur Verfügung stellten. Da die Gilde bekannt war und ihren Bedarf bereits angekündigt hatte, lief auch hier alles problemlos und schnell ab.
Noch am selben Abend begannen sie den letzten Schritt ihrer großen Reise. Lacretas waren wechselwarm und deshalb erst Abend und Nachts aktiv, nachdem sie sich den ganzen Tag aufgewärmt hatten. Das Dorf Gial war ihr Ziel und es dauerte vier Tage, bis sie das Dorf in den Bergen erreicht hatten. Einige rustikal wirkende Holzhäuser schmiegten sich an einen Berghang. Ein ganz anderer Anblick als der, den sie in den großen Städten bisher bekommen hatten. Keine Straßen, nur festgetretene Wege. Keine großen Geschäfte, Lagerhallen, Fabriken oder Gasthäuser. Nur ein paar Wohnhäuser und eine einzige Versammlungshalle, wo sich die Familien treffen konnten. Hier lebten Personen, die nichts mit den Großstädten zu tun haben wollten und die Ruhe genossen, die es hier draußen gab. Bis diese von dem Erdbeben gestört worden war. Zwei große, kräftige Gezeichnete und eine Menschenfrau warteten in der Dorfmitte auf die Gruppe, als diese langsam an den ersten Gebäuden vorbeifuhren. Die Frau trat vor und der Lacreta stoppte. "Nicht viele verirren sich nach Gial. Ihr müsst die Gelehrten der Gilde sein, richtig?" Sie war in eine dicke braune Fellrobe gekleidet, da es hier oben in den Bergen doch sehr kalt werden konnte. Lange, schwarze Haare fielen über ihre Schultern und auch wenn sie kleiner als die beiden Gezeichneten hinter ihr war, so strahlte sie doch Kraft und Selbstbewusstsein aus. "Selina, die Anführerin der örtlichen Miliz.", stellte sie sich knapp vor. "Ich habe die Gilde um Hilfe gerufen." Sowohl ein Kurzschwert, als auch ein Revolver, hingen an ihrer Hüfte. "Das sind Blon und Dredic, zwei meiner besten Männer, die als Erstes in die Höhle gegangen sind." Die beiden Gezeichneten verbeugten sich stumm. "Kommt. Setzen wir uns einen Moment, um uns zu unterhalten und alles Weitere zu besprechen.", womit Selina auch schon mit den beiden Gezeichneten in die Versammlungshalle verschwand.
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Beitrag von Jad Di Apr 05 2022, 09:58

Rerion schwieg wie er es so oft machte. Aerarius hatte offensichtlich ein großes Interesse diese Frage zu klären, oder war es nur der Drang das letzte Wort haben zu wollen, unabhängig vom Thema? Der Ambacti würde weiter beobachten, erfahren und lernen. Zu wissen wie der direkte Vorgesetzte tickte war ein wichtiger Punkt um in Stresssituationen besser abwägen zu können was passieren würde und wie man sich wann wie verhalten sollte. Das war etwas was man in der Armee sehr schnell lernte oder unterging.
Er folgte der Gruppe mit den typischen sanften Bewegungen in die spärlich ausgeschmückte Zweigstelle des Ordens. Sie mussten sich mit Überlebens- und Forschungsausrüstung bewaffnen und den ganzen Krempel durch die Stadt tragen. Etwas unorganisiert wie der Ambacti fand, aber Rerion schwieg erneut. Durch seine Größe und Kraft trug der Hüne natürlich mehr als die anderen, aber auch dennoch konnten sie nicht alles tragen und so mussten zwei Gildenmitglieder aus Vermannsgrube dabei helfen. Sie halfen ohne Anstalten und für sie selbstverständlich. Wieder etwas, was Rerion über den Orden lernte. Man hielt wirklich zusammen. Vermutlich war das eines der Geheimrezepte für den Erfolg von Taklils Jüngern.

Noch bevor sie auf dem Hof der Lacreta angekommen waren, konnte der Ambacti das sonore, dumpfe Dröhnen der Großechsen hören. Es war der Ausdruck von Kraft und Sanftmut. Der lange dumpfe Ton fuhr Rerion durch Mark und Bein und erzeugte ein wohliges Gefühl in seinem Bauch. Er hatte oft Begegnungen mit den verschiedensten Tieren auf seinen Reisen und jedes Geschöpf machte es zu einem magischen Moment ohne Magie zu brauchen. Der Hüne lud seine Last ab wo es ihm gesagt wurde und trat näher an eines der Tiere heran. Es hatte grün-braune Schuppen, die zum Kopf immer dunkler wurden. Die gelben Augen hätten einem Alpha-Jäger gehören können und auf den ersten Blick hätte man allein wegen ihrer Größe Respekt haben können und durch Unkenntnis denken können, dass sich dieses Ungetüm im nächsten Moment auf den unbedarften Wanderer stürzen würde. Dabei entsprach ihre Erscheinung genau dem Gegenteil ihres Wesens. Lacretas waren sanftmütig und auch wenn es weit verbreitet war das diese Einzelgänger keinerlei oder nur sehr schwer Loyalität zu Humanoiden aufbauen können hatte Rerion es schon erlebt.
Wie bei allen Geschöpfen üblich die seinen Respekt verdienten verbeugte er sich vor dem Tier. Er stand so dicht vor der Echse, dass er den warmen, rhythmischen Wind im Gesicht spürte, den ihr Atem erzeugte. Die Verbeugung war tiefer und deutlich länger als bei den meisten Humanoiden. "Habt ihr gewusst, dass es einen Ort geben soll, wo sie auf Lacretas sogar reiten?" fragte er in die Runde ohne jedoch den Blick von dem Geschöpf zu nehmen. "Sie tun das aus reinem Vertrauen zu ihren Reitern. Angeblich kümmert sich ein Reiter seitdem Schlupf um das Tier und zieht es auf. Die Bindung zwischen Lacreta und Reiter ist diesen Leuten heilig und jeder hat nur ein Tier bis zu dessen Tod. Ich hatte noch nicht das Glück diesen Ort zu finden, auch wenn mich meine Reisen schon an viele Orte der Welt geführt haben." Die zwei großen, gelben Augen schauten den Ambacti aufmerksam an. Dann streckte sich das Tier unerwartet soweit es konnte dem Hünen entgegen ohne jedoch von seinem Platz zu weichen. Behutsam streckte Rerion seine Hand nach dem Lacreta aus bis er den Kopf berühren konnte. Rerion spürte wie es dem Lacreta gefiel und begann es mit langsamen Bewegungen zu kraulen. Ein dumpfes Grollen lies die Erde um den Lacreta vibrieren und er schloss die Augen, streckte sich noch ein Stück weiter und hob den Kopf, damit der Ambacti die Unterseite seines Kiefers kraulen konnte, wieder ein magischer Moment für Rerion. Er half die Sachen aufzuladen und trat mit der Gilde hinaus um Vermannsgrube zu verlassen, die Lacretas an seiner Seite. Schon jetzt wusste er, dass ihm dieser Teil der Reise besser gefallen würde, als die Magnetbahn.
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Beitrag von Aru Garuda Mi Apr 06 2022, 13:56

Sie waren auf dem Weg nach Dorf Gial und wurden von Lacretas beim tragen ihrer Ausrüstung unterstützt. Als Kiran sah wie liebevoll Rerion mit den Tieren umging, wuchs sein Respekt und er fasste mehr vertrauen zu dem Ambacti. Er lief zu Rerion als dieser gerade ein Tier streichelte. "Deine Ruhige und geduldige Art scheint auf die Lacreta überzugehen, ich beschäftige mich auch lieber mit Tieren als Menschen. Bei Ihnen kann ich die Absichten besser ablesen und Verraten haben sie mich noch nie". Die weitere Reise bis zum Dorf blieb Kiran an der seite des Riesen und der Lacretas. Einerseits weil er die Stille genoß, andererseits wollte er ihren Rückweg im Auge behalten. Wegelagerer griffen meistens die nachzügler an. Als sie im Dorf Gial ankamen wurden sie von Selina der Anführerin der hisigen Miliz begrüßt. Als diese in der Versammlungshalle verschwand wante sich Kiran an Magister. "Ich würde gerne bei den Tieren bleiben und unsere Ausrüstung noch einmal Kontrollieren, wen das in Ordnung ist". Bald würde es in die tiefen Höhlen gehen, Kiran wollte einfach noch eine weile unter freiem Himmel bleiben.
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Beitrag von Jad Fr Apr 08 2022, 11:44

Der Gezeichnete verbrachte die Reise an Rerions Seite, beide waren nicht gerade die Gesprächigsten und so schwiegen sie meistens einander und hörten auf die Natur und die Geräusche der sanften Riesenechse. Als sie sich Gial nährten, konnte man die Schroffheit der Umgebung eindeutig an den Bauten ablesen. Grobe Wände aus Holz, spärliche Befestigungen der Wege, mehr Hilfsweise als wirklich ernsthaft geschaffen. Alles hier schien auf Notwendigkeit und praktisch ausgelegt zu sein. Rerion kam damit klar. Er hatte weder besonderen Prunk erwartet, noch hatte er ihn sehr häufig kennen gelernt. Auf Reisen schlief er sogar oft unter freiem Himmel, oder suchte sich Höhlen. Zur Not konnte er auch ein Lager aus der Umgebung errichten. Die Ankunft samt Begrüßung war ebenso schroff. Die Anführerin der Miliz stellte sich dem Lacreta einfach in den Weg, flankiert von zwei Gezeichneten. Kiran sollte sich gut mit diesen verstehen können. Sie wirkten von der Art dem Anwärter sehr ähnlich. Selina, wie sich die schroff wirkende Frau vorstellte, identifizierte sich als ihre Auftraggeberin und forderte mehr als, dass sie begrüßte. Vermutlich war Freundlichkeit hier in den Bergen ein Luxusgut ohne großen Nutzen. Rerion fiel unweigerlich in alte Militärstrukturen zurück und wartete was der Magister tat. Davon würde seine Haltung zu diesem Verhalten abhängen. Kiran wollte bei den Tieren bleiben. Das war nicht überraschend, wie er den Gezeichneten die ersten Tage der Reise bis nach Gial kennen gelernt hatte. Es blieb abzuwarten ob es so klug war nicht mit eigenen Ohren zu hören, warum sie eigentlichen hier waren.


"Was bei Lotors pelzigem Arsch ist jetzt wieder los!?" giftete der Favilla mit den purpurfarbenen Haaren durch die Natur. "Ich habe mir schon wieder ein Loch in meinen Umhang gerissen... Die Bäume und Sträucher sind gegen mich. Sie wollen nicht, dass ich hier bin!", klagte der Grobian mit der sonnengegerbten Haut und den kurzen, braunen Haarstoppeln. Der Favilla knurrte "Drei mal! Ich habe dir drei Mal gesagt, dass es vollkommen schwachsinnig ist sich Stoffkleidung zu kaufen, wenn wir was weiß ich wie lange durch die Natur latschen, aber der feine Herr hat ja unbedingt darauf bestanden, dieses edle Tuch zu erstehen und dazu noch für einen Wucherpreis!" Der Mensch wirkte betroffen ob der für ihn plötzlichen Einsicht. "Die Händlerin war so nett und so schön... und sie hat gesagt, dass es kein Halten für die Frauen geben würde, wenn ich diesen Umhang trage. Er hat auch eine Kapuze, gegen den Wind!" Der Mensch wirkte etwas fröhlicher als er sich den Stoff über den Schädel zog um den Windschutz zu demonstrieren. Das schien jedoch die Wut des Favilla nur noch mehr anzufachen. "Pass nur auf, dass dein Windschutz dir nicht das Resthirn zermartert. Zumindest etwas muss noch da sein, was die Händlerin mit ihrem Dekolleté und ihrem Lächeln nicht zerbrutzelt hat." Er knuffte ihn mit dem Handrücken in den Bauch. "Schau!" Er zeigte hinüber zur Straße die sich durch die Berge nach Gial schlängelte. "Das Dorf Gial, wie ich vermutet hatte. Also waren die Gerüchte war. Dort ist wirklich etwas vorgefallen. Vielleicht hilft uns das bei unserer Aufgabe. Wir müssen nur rausbekommen was." Damit machte er sich wieder daran durch die Wildnis zu stapfen. "Komm du stoffbehängter Klotz. Wir müssen dabei sein, wenn die Lage erläutert wird. Eine Gelegenheit zuzuschlagen verpasst man nicht. Hier oben in den Bergen wird es viel einfacher sein als in der Stadt." Damit stapfte er davon. Der Grobian beeilte sich ihn einzuholen. Aus der Ferne hörte man plötzlich erneut das Geräusch von reißendem Stoff, gefolgt von einem sonoren Fluchen.
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Beitrag von Aru Garuda Fr Apr 08 2022, 17:18

Der Magister hatte nichts dagegen das Kiran bei den Tieren bliebt. Er spürte die Blicke des Ambacti auf sich und konnte sich schon denken was in seinem Kopf vor sich ging. Ja natürlich war es nicht gerade klug sich aus den Gesprächen herauszuhalten. Viel konnten sie Ihm aber bestimmt nicht über die Höhle und ihre Geheimnisse erzählen, alles wichtige würde hoffentlich einer seiner Kameraden für ihn zusammenfassen. Was seine Gefährten noch nicht zu wissen schienen war das sein Gehör auserordentlich gut war. Es mussten schon mehrere dicke Steinschichten zwischen den Sprechenden liegen damit er nichts mehr mitbekam. so konnte er in aller Ruhe das Dorf erkunden und sich umsehen und trotztdem das eine oder andere Wort mitbekommen wenn er sich konzentrierte. Kiran wollte lieber erstmal die Umgebung absichern. Sie waren jetzt eine Gemeinschaft und er fühlte sich für den Schutz dieser verantworlich. Vielleicht lag es an seinem früheren Job als Leibwächter, das er so mistrauisch war. Er nickte dem Magister zu und lief zu den Lacretas zurück, dabei sah er sich genau um. Wieviele Häuser hier standen, wie die Stimmung der Leute im Dorf war und ob es verdächtige Aktivitiäten oder Ungereimtheiten gab. Dabei vielen ihm ein paar Kinder auf die neugierig die Lacretas anstarrten. Nachsichtig lächelnd lief er auf sie zu.
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Beitrag von Thorgrimm Mo Apr 18 2022, 03:35

Nur widerwillig ließ der Magister Kiran bei den Tieren. Diese kurze Besprechung war wichtig für sie alle, denn sie würden hier ihre ersten wirklich nützlichen Informationen über die Höhle selbst kriegen. Außerdem wollte er den jungen Gezeichneten ungerne aus den Augen verlieren. Die Gegend hier war zwar nicht sehr gefährlich, aber man konnte ja nie wissen und Aerarius war für den Anwärter verantwortlich. "Bleib in der Nähe.", bat er deshalb. Alle anderen folgten Selina und den beiden Gezeichneten namens Dredic und Blon in die Versammlungshalle. Ein großer Kamin sorgte für eine angenehme Wärme und gut gepolsterte Stühle und Bänke für Komfort. Einige Jagdtrophäen und alte Gemälde hingen an den Wänden. Alte Öllampen sorgten für genug Licht. Es war, als wäre dieser Ort etwas in der Zeit stehengeblieben. Von all den technologischen und magischen Fortschritten und Erkenntnissen der letzten Jahre war hier nicht viel zu sehen. Ein ganz anderes Gefühl als in den großen Städten.
Serina und ihre beiden Milizen setzten sich an einen großen Tisch, der die Mitte des Raumes beherrschte und warteten darauf, dass sie alle Platz nahmen. Auf dem Tisch standen einigen Flaschen und Krüge. Wasser und Bier hauptsächlich. "Bedient euch.", bat Serina und begann dann schließlich etwas zu erzählen. "Also... wie ihr vermutlich bereits wisst, hat ein Erdbeben vor einigen Tagen hier in den Bergen den Durchgang zu einer unterirdischen Höhle geöffnet. Dredic, Blon und drei andere Mitglieder der Miliz haben sich dort bereits etwas umgeguckt. Ein Jäger aus dem Dorf hatte nach dem Erdbeben auf einem seiner Streifzüge die neue und bis dahin unbekannte Felsspalte entdeckt, die dort hinführt." Sie bedeutete den beiden Männern nun zu übernehmen, was sie auch gerne taten, da niemand unterbrechen wollte.
Der größere Gezeichnete von beiden, dessen halbes Gesicht mit Schuppen bedeckt war, folgte der Aufforderung. Seine Stimme war tief, aber gleichzeitig leise, als würde er flüstern, was das Zuhören nicht einfacher machte. "Nachdem der Jäger uns seine Entdeckung gemeldet hatte, sind wir sofort losgezogen. Man weiß ja nie, bei all der Magie und den Sachen, die sie bewirken kann, was so eine einfache Felsspalte bedeutet." Er trank einen Schluck Bier und fuhr fort. "Wir haben nicht mit einem Durchgang gerechnet. Ich denke, wir waren fast eine Stunde unterwegs, bevor wir die Höhle gefunden hatten." Der andere Gezeichnete nickte und erzählte weiter. "Und es ist immer wärmer geworden. Als wir die Höhle gesehen haben, hat es uns den Atem verschlagen. Sie war riesig. Wir konnten das Ende nicht sehen. Es war... Es war..." Der Gezeichnete suchte nach Worten, fand sie aber nicht. Serina half weiter. "Ich habe die Berichte gelesen. Massive Gesteinsformationen und Kristalle. Wie ein anderer Planet. Die Luft war wie elektrisch geladen und es gab sogar, wie bei uns hier oben, sowas wie schwebende Inseln. Manche Kristalle leuchteten, sodass man da unten sogar gut sehen konnte." Nun war es der große Gezeichnete wieder, der den kurzen Bericht beendete. "Wir wussten, dass wir Spezialisten für sowas brauchten. Das war keine Arbeit für eine Miliz. Das mussten Wissenschaftler und Experten erforschen. Deshalb haben wir gar nicht lange dort verbracht."
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