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Eradir - Kapitel 4: Die Schwarze Stadt

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Beitrag von Umbra So Mai 19 2013, 17:56

Die Reise in den Norden dauerte mehrere Tage. Nachts hielt die Karawane an, um zu rasten, bei Sonnenaufgang wurden die Zelte wieder aufgeschlagen.
Auf der anderen Seite des Gebirges, bereits in Omegas Reich, war das Klima ein anderes. Nach wie vor brannte die Sonne vom Himmel, nur waren hier keine Sümpfe, die die Luft schwül und drückend gemacht hätten. Alor spürte, dass in dieser Landschaft Magie am Werk gewesen war, zwar war sie nicht komplett öde, wie man sich gerüchteweise sagte, sondern eher flaches, trockenes Grasland, auf dem kaum eine höhere Pflanze zu entdecken war. Höchst ungewöhnlich für diese Breiten. Eher hätte man eine solche Art Steppe viel weiter im Süden erwarten können. Auch Tiere waren hier kaum zu sehen. Ein ständiger, heißer Wind ging, der Staub und Erde umherwehte.
Es war ein trauriger Anblick, wenn man wusste, dass hier vorher fruchtbares Land gewesen war. Die Straße führte an einigen verlassenen und längst verfallenen Siedlungen vorbei. Kein Zeichen von Leben – oder Unleben – begegnete der Karawane während ihres gesamten Wegs.
Es war eine ruhige Reise und Alor empfand sie als angenehm. Er saß auf dem Rücken seines Pferds, das neben den anderen trottete, als hätte er nie etwas anderes getan und hatte Zeit, in sich zu gehen und sich etwas zu entspannen. Doch hauptsächlich grübelte er hinter dem um sein Gesicht gewickeltem Tuch nach der Art wie es die Südländer trugen, um sich vor dem umherfliegenden Sand in den Wüsten zu schützen, vor sich hin.
Titus, der selbst im Heerlager verblieben war, hatte ihm vor der Abreise etwas zugesteckt. Um genau zu sein: den Ring, den der Dämon vor einigen Tagen dem Heermeister Tarius an der Front abgenommen hatte, um an dessen Stelle selbst Alor damit zu erpressen, nur auf magischer Ebene. Alor hatte darauf geachtet, dass niemand den Ring genau zu Gesicht bekommen hatte (immerhin war auf ihm sein eigenes Zeichen wie auch das seines Hauses zu sehen), auch wenn dessen Übergabe seinen Gefährten nicht entgangen war. Alor war Fragen ausgewichen, hatte ihnen nur mitgeteilt, dass sowohl der Dämon als auch der Vampir den Tod gefunden hatten – offenbar hatten sie ihn sich gegenseitig beschert. Nach dem Zwist, den die beiden dunklen Kreaturen miteinander geführt hatten, war dies wohl kaum verwunderlich. Alor trauerte um keinen von beiden. Vielmehr war es eine Erleichterung zu wissen, dass Lutien oder auch kein anderer Schabernack mit ihm anstellen konnte, weil der Ring zurück in seinem Besitz war. Der junge Magier wusste um die dunklen Künste, die man auf persönliche Gegenstände anwenden konnte, um deren Besitzer zu schaden.
Aber nicht nur diesen dunklen Gedanken ging er nach, sondern beschäftigte sich auch mit dem Nekromantendolch. Inzwischen bereute er es, diesen nicht Titus gezeigt zu haben. Noch immer hatte er keine Antwort auf die Frage, was in diesem stecken mochte, auch wenn er während der Reise – meist unter Riyas strenger Beobachtung und Wilburs aufmerksamen Blicken – magische Experimente damit durchführte. Die beiden waren ihm auch keine Hilfe. Viel mehr brachte ihn jedoch weiter, lediglich Kontakt über Berührung zu dem Dolch aufzunehmen, denn dann spürte er deutlich dessen dunkle Energie. Nachts plagten Alor wirre Träume, doch direkt darauf führte er diese nicht zurück.

Das erste, was sie von der Schwarzen Stadt sahen, waren dunkle Zacken am Horizont, die in den Himmel hinaufragten. Wilbur war der Anblick dieser Türme bekannt, wie auch wohl einigen von Titus‘ Leuten, die die Karawane begleiteten, doch für alle anderen war er wohl überwältigend. Alor sah den Sklaven, die man wohl dort verkaufen wollte, ihr Unbehagen, wenn nicht sogar ihre Angst, an. Ihm selbst ging es dabei nicht besser, auch wenn er es versuchte, nicht zu zeigen. Im Gegenteil, er zeigte sich entschlossener als in den letzten Tagen. Nun gab es wohl kein zurück – dann war es auch sinnvoll, dies nicht doch noch als flüchtige Option im Hinterkopf zu behalten.

Omegas Festung mit den hohen, dunklen Türmen thronte, wie es einem Herrscher geziemte, erhoben auf einer Anhöhe in der Mitte der Ansiedlung, die nach und nach zu einer großen Stadt herangewachsen war. Auch wenn sie den Vampiren gehörte, waren diese nur, was in einer anderen Gesellschaft der Adel repräsentieren würde – abgesehen von den Soldaten und Wächtern, natürlich. Weit mehr Sterbliche als Unsterbliche lebten hier und gingen ihren täglichen Geschäften nach. Titf da Vostri hatte man diesen Ort genannt – was auch wörtlich übersetzt die „Schwarze Stadt“ bedeutete –, denn man hatte sie hauptsächlich aus dunklem, wenn auch nicht vollkommen schwarzen Gestein errichtet.
Eine etwas bedrückende lastete deswegen allein schon in den Vorläufern dieses Handelszentrums. Auch wenn es verwunderte: nichts anderes war Omegas Herrschaftssitz.

Irgendwann gab Dujan ihnen das Zeichen, anzuhalten. Hier würden sich von der Karawane trennen. Wie zuvor ausgemacht, schlüpfte jeder in eine Rolle, um die Stadttore passieren zu können. Waren sie erst einmal im Inneren, so Titus, würde sich niemand um sie scheren, sofern sie keine Aufmerksamkeit erregten. Alor vermutete, dass dies leichter gesagt als getan war, dennoch legte er eine schwere Rüstung mitsamt Helm an und bewaffnete sich, um als Schutzmann durchgehen zu können, und ließ seine eigene Kleidung zurück. Das Gewicht war zuerst ungewohnt, doch er passte seine Bewegungen daran an. Begleitet von Dujan und seinen Gefährten, marschierte er auf das Tor zu, das bereits in Sicht war, aber dennoch bestimmt einen Kilometer entfernt. Es blieb noch Zeit, sich ein letztes Mal zu sammeln – oder es sich doch anders zu überlegen und das Betreten der Stadt noch etwas hinauszuzögern.
Auf und an der Straße herrschte reger Betrieb. Hier in den ersten Ausläufern der Stadt, die zu jung waren, als dass sie noch Platz hinter den Stadtmauern gefunden hätten, fanden sich zahlreiche Gasthäuser und Schenken. Händler, aber auch Reisende, die einfach geblieben waren, hatten sich hier angesiedelt, um von der Nähe zur Stadt und dem Strom an Leuten, die hier vorbeikamen, zu profitieren. Die Angst vor den Blutsaugern schien weit weniger stark ausgeprägt als im Süden zu sein. Kinder tollten unbeschwert zwischen Marktständen umher, die Leute entspannten sich im Schatten oder ließen sich von fahrenden Gauklern unterhalten.
Alor fand dies alles ziemlich bizarr, während sich die Gruppe einen Weg zwischen dem ganzen Volk hindurchschlängelte.

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Beitrag von Druzil Mo Mai 20 2013, 11:07

"Willkommen in der Peststadt", murmelte Wilbur seinen Gefährten zu.
Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, seit er aus seinem muffigen Labor und diesen Mauern geflohen war. Nur um wieder zurückzukehren! Was für ein Irrsinn! Sein Magen krampfte sich zusammen. Am besten er machte kehrt. Rasch zurück zur Karawane und so weit Richtung Osten, wie es nur ging. Was für ein Dämon hatte ihn nur an diesen Ort zurückgeführt?
Von dem Gefühl der Angst gepackt, krallte er sich an Alors Arm fest.
"Wir können noch umkehren, Alor. Es ist nicht zu spät. Hier werden wir ausgeweidet in irgendeiner Gosse enden..."
Seine Stimme war ein brüchiges Geflüster.
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Beitrag von Elli So Mai 26 2013, 14:27

Peststadt. Die Bezeichung die Wilbur aufwarf, traf es für Fays Geschmack sehr gut. Sie spürte das beklemmende Gefühl, dass ihn ihr ausgelöst wurde, das sie immer hatte, wenn Magie am Werk war. Sie wusste, dass das Gefühl hier nicht weichen würde, es war wie ein verspannter Nacken. Ein ständig störendes Gefühl, mit dem man aber vielleicht leben konnte. Vielleicht. Ihr ganzer Körper war ein einziger angespannter Muskel. Sie ahnte, dass es nicht leicht sein würde, nicht durch zu drehen. Das fiel ihr seit Tagen immer schwerer, sie dachte daran wie sie Alor angegiftet und angegriffen hatte. Ihr war die Sache unangenehm, besonders im Nachhinein betrachtet. Nun konnte sie es nicht mehr ändern. Sie warf einen Blick auf die Festung von Omega. Ihre Nackenhaare stellten sich auf. Sie war nah dran. Fragte sich nur woran. Omega das Leben auszuhauchen? Oder sich von Omega das Leben auszuhauchen zu lassen. Nun gab es kein zurück mehr für sie. Eigentlich hatte es nie eins gegeben. Sie hörte die leise Stimme von Wilbur. Sie flüsterte zurück. "Nein. Es ist zu spät. Wie kommen wir da rein?"

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Beitrag von Druzil Mo Mai 27 2013, 18:57

"Einfach durchs Tor gehen", antwortete Wilbur mit trockener Kehle.
"Ab jetzt dürfen wir uns keine Fehltritte leisten. Das Ziel ist allen klar. Wir müssen unerbitterlich darauf hinarbeiten und alles über uns ergehen lassen, um es zu erreichen. Kein Aufsehen erregen!"
Wilbur atmete tief durch, doch es half nicht.
"Wenn einer von uns ... verloren geht, muss die Mission trotzdem voran gehen. Wir können uns keine Rettungsaktionen leisten. Hoffen wir, dass es fürs erste alle durchs Tor schaffen..."
Er ließ offen, was mit dem geschehen würde, der von den Wachen abgewiesen werden würde. Aber sein Tonfall ließ deutlich erkennen, dass seiner Meinung nach die Zeit vorbei war, in der sie sich nach Zurückbleibern umgedreht hatten.
Wilbur ging auf das Tor zu.

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Beitrag von Umbra Di Mai 28 2013, 07:51

Auch wenn Alor aufgeregt war, konnte er nicht leugnen, dass sich Neugier in ihm staute. Er war der Ansicht, dass zwar noch die Möglichkeit bestand, umzukehren (und dieser Gedanke war auf gewisse Weise verlockend), doch dass sie nun so weit gekommen waren, dass sie es zumindest wagen konnten, die Stadt zu betreten. Von dort aus konnten sie weitersehen. An Omega heranzukommen, würde vermutlich alles andere als leicht, wenn nicht sogar unmöglich sein, aber Alor würde es vermutlich bis zum Ende seines Lebens bereuen, wenn er nun umkehren würde.
Der Magier spürte, dass seine Kehle vor Aufregung trocken geworden war und kratzte. Er musste sich räuspern, klang aber trotzdem etwas heiser, als er wieder das Wort ergriff.
"Keine Panik jetzt", versuchte er den anderen, aber auch sich selbst einzureden.
"Wir schaffen das. Habt Vertrauen in euch selbst, dann wird man uns nichts anmerken. Außerdem wird uns Titus seinen Läufer hier nicht ohne Grund mitgegeben haben."
Vermutlich hauptsächlich, um uns auszuspionieren oder, schlimmer, in eine Falle zu locken, vermutete Alor und beäugte den stummen Dujan, der ihnen voranschritt, misstrauisch.
Alor achtete aber auch aufmerksam auf die Umgebung - und schob Wilbur dann nach vorn. Er selbst mimte immerhin den Leibwächter.

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Beitrag von Scáth Di Mai 28 2013, 23:12

Riyas Miene verfinsterte sich wieder, je näher sie ihrem Ziel kamen. Sie merkte wie ihr Herz immer schneller schlug und sie begann unruhiger zu Atmen. Immer wieder ermahnte sie sich innerlich Ruhe zu bewahren, doch das nur mit mäßigem Erfolg. Die gute Laune, die sie vor gar nicht allzu langer Zeit noch im Zelt hatte, war wie verflogen. Vermutlich hatte sie etwas mit diesen Früchten zu tun, weshalb Riya diese berauschenden Köstlichkeiten mittlerweile verfluchte, sich aber dennoch gestehen musste, das sie gerne weiter essen würde.
Jeder Schritt den die Gruppe voran kam, machte Riya nervöser und immer bewusster wurde ihr ihr eigener, bevorstehender Tod. Wieso war sie nur so leichtsinnig und naiv gewesen zu denken, sie hätte tatsächlich die Chance Omega zu besiegen? Doch jetzt war es zu spät umzukehren. Sie hatte genug Möglichkeiten gehabt und sie nicht genutzt. Die Strafe dafür würde sie sicher schon bald zu spüren bekommen.
Riyas Hand suchte mittlerweile so unauffällig es ging ihren Gürtel ab. Doch das, was sie suchte, konnte sie nicht finden. Natürlich nicht, wie denn auch, wenn Alor das besaß, was Riya wollte?
Sie ballte kurzzeitig die Fäuste, bereute es, den Dolch weggegeben zu haben, beschloss aber kurz darauf, sich ihn zurück zu holen, sobald sich die passende Gelegenheit anbot.
Riya beschleunigte kurz darauf ihre Schritte und versuchte so nah wie möglich bei ihnen zu bleiben.

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Beitrag von Elli Mi Mai 29 2013, 13:23

Da Fay als Sklavin wirken sollte, hielt die den Kopf gesenkt und schritt mit geringem Abstand hinterher. Sie vermisste ihren Bogen schmerzlich, fühlte sich wie nackt. Immer näher kamen sie dem großen Tor, durch welches sie hindurch mussten. Die Schlange wurde langsamer und laute Rufe hallten zu ihnen herüber. Ein Mensch, Fay glaubte nicht ihn bereits gesehen zu haben, wurde von Wachen herum geschubst und fiel zu Boden. Niemand achtete weiter darauf, als zwei weitere Wachen ihn an den Oberarmen packten und aus Sichtweite zogen. Fay hoffte dass ihnen nicht ein ähnliches Schicksal bevorstehen würde und ärgerte sich nicht zu wissen, weshalb der Mann auffällig geworden war. Nun blieb ihr nichts übrig, als zu hoffen.

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Beitrag von Umbra Sa Jun 01 2013, 19:16

Die Schlange vor dem Tor wurde kürzer und kürzer.
Bis sie an der Reihe waren, hatte Alor unter seiner dicken Rüstung zu leiden, weil er ihr Gewicht einerseits nicht gewohnt war und diese sich andererseits in der prallen Sonne ganz schön aufheizte. Er war sich jedoch nicht sicher, ob ihm das unangenehmer war oder das Eintreffen einiger unschöner Szenarien, die sich gerade in seinem Kopf abspielten.
Schließlich waren sie an der Reihe. Direkt vor dem Tor standen ein halbes Dutzend auf Glefen gestützte Wächter, offenbar allesamt Menschen, und ein Tisch im Schatten der Mauer, vor dem alle Anreisenden angestanden hatten. An diesem saß ein weiterer Wächter, der offenbar die Entscheidungsgewalt darüber besaß, wen seine Männer in die Stadt lassen, verjagen oder auch einkerkern oder sofort töten würden. Im Gegensatz zu seinen Leuten war der Hauptmann kein grobschlächtiger Kerl, sondern wirkte, trotzdem er bestimmt ein erfahrener Kämpfer sein mochte, mit gepflegt gestutztem Bart und klugem Blick wie ein Mann von Format. Mit gezückter Feder und einem dicken, aufgeschlagenem Buch, in das er offenbar Einträge machte, wirkte er ungeduldig, als die Gruppe vor ihn trat.
Seine Stimme klang aber eher gelangweilt, als er knapp „Name und Anliegen“ forderte.

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Beitrag von Druzil Mo Jun 03 2013, 18:58

"Ähm... Wilbur Archibald Trondelbrom", stellte sich der Alchemist korrekt vor.
Er wusste nicht, ob dies eine gute Idee war. Immerhin galt er möglicherweise als verschollen oder als Fahnenflüchtiger. Andererseits war seine Stellung am Hof und auch innerhalb der magischen Zunft so niedrig, dass seine Abwesenheit möglicherweise gar nicht wirklich aufgefallen war.
Rasch zückte er seinen Schlüsselanhänger, der ihn als zutrittsberechtigt auswies.
"Ich im Auftrag von Lunigor Khorvir ausserhalb der Stadt und habe fehlende Komponenten für seine dringende Forschung besorgt."
Lunigor Khorvir ins Spiel zu bringen war ein gewagter Zug. Der dunkle Magier war für seine brutalen Bestrafungen bekannt und seinen Namen zu mißbrauchen ein grosses Risiko. Allerdings hatte ihm dieser Ruf auch einen gewissen Bekanntheitsgrad innerhalb der Mauern eingebracht, so dass den Wachen der Name geläufig sein musste.
"Er erwartete meine Wiederkehr mit Ungeduld."
Unsicher schaute er zu seinen Gefährten und ein weiterer Panikanflug überkam ihm. Wie sollte er sie alle reinschmuggeln? Verflucht, sie hätten sich besser absprechen sollen! Wenn er jetzt in irgendein albernes Gestammel verfiel, würde ihr ganzer Plan aufliegen. Warum sollte er eine ganze Gruppe mit auf die Suche nach irgendwelchem magischen Zeug nehmen? Das ergab doch keinen Sinn.
Wilbur begann zu schwitzen. Mist, Mist, Mist!
"Und das hier ..."
Er deutete auf Nyara.
"Ist meine zauberhafte Assistentin. Sie ist wahrlich von unschätzbarem Wert. Nicht so schüchtern meine Liebe, tritt näher, tritt näher. Ihr Name ist Laurenaìl."
Er fasste Nyara bei der Hand und lächte abwechselnd ihr und dem Wächter zu.
Was für ein schöner Moment.
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Beitrag von Quinn Do Jun 06 2013, 15:16

Nyara kam es vor, als hätte sie der Blitz getroffen, als Wilbur auf sie zeigte. Allein in der Nähe dieses Ortes zu sein, hatte schon leichte Panikattacken ausgelöst.
Sie versuchte gleichmäßig zu atmen und locker zu wirken, als Wilbur ihre Hand nahm und sie vorstellte, wenn auch unter anderem Namen.
Ich hoffe, du weißt was du da tust, kleiner Alchemist!
Es war lässtig, wie er sie ansah, aber im Moment konnte sie nicht anders, als mitzuspielen.
Jetzt bloß nicht auffallen!
Scheinbar gelassen trat sie einen Schritt nach vorne und warf dem Wächter das charmanteste Lächeln zu, dass sie im Augenblick zustande brachte.

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Beitrag von Elli Mi Jun 12 2013, 13:07

Ausgerechnet Wilbur ergriff die Intiative und began zu sprechen. Fay hielt den Kopf noch immer gesenkt und wartete stumm ab. Schließlich hob sie aber den Kopf um zu schauen, ob Gefahr drohte, ihr Blick fiel auf einen Mann der als Wache gekleidet war. Er starrte sie an, ohne jeden Zweifel, er sah ausschließlich Fay an. Seine eisblauen, erschreckenden Augen schienen nicht von ihr weichen zu wollen. Solche Augen hatte sie noch nie zuvor bei einem Menschen gesehen, geschweige denn bei einem anderen Lebewesen. Warum nur beobachtete er sie so? Hatte sie ihre Rolle als Sklave nicht gut genug gespielt? Sie wollte die anderen unauffällig warnen, doch war dies unter seinem Blick kaum möglich. Sie senkte den Kopf erneut und ließ ihre Schultern nach vorne fallen. Sie hoffte, dass sie unterwürfig genug aussah und spürte doch seinen brennden Blick noch immer auf sich. Sie hoffte seinem Blick entschwinden zu können, doch hatte das beunruhigende Gefühl, dass es nicht das letzte Mal sein würde, dass sie unter diesem Blick stehen würde.
Einen Augenblick fragte sie sich, ob sie es vielleicht mit Omega selbst zu tun haben könnte, verwarf diesen lächerlichen Gedanken jedoch sofort wieder. Die Annahme, aber dass Omega nicht nur unbekannte Wachen zum Eingang seiner Stadt posieren wollte, schien logisch.
Als Wilbur seinen Namen erwähnte und von wem er ausgesandt worden war, wagte sie einen Blick in die kalten blauen Augen. Die Wache lächelte. Unheilvoll, wie ihr schien.
Nervosität stürmte über sie hinein, doch die Wachen mit denen Wilbur sprach, schienen nicht auf den Kameraden zu achten. Schließlich wand er sich ab und zog sich gemächlich in die Stadt zurück.
Sie musste den anderen davon berichten. Sie fragte sich nur wann und wie.

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Beitrag von Scáth Do Jun 13 2013, 15:42

Aus dem Augenwinkel betrachtete Riya die Situation. Sie war angespannt, versuchte aber keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Schwer wurde es erst, als Riya sich verkneifen musste die Augen zu verdrehen. Vielleicht würde es helfen, aber die Show die Wilbur wieder abzog, war etwas lächerlich.
Das Fay etwas beunruhigte, entging ihr nicht. Trotzdem starrte Riya weiterhin zu Boden und hoffte, dass ab jetzt alles reibungslos verlaufen würde.

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Beitrag von Umbra Fr Jun 14 2013, 11:34

Die Feder des Hauptmanns kratzte über das Papier seines Verzeichnisses, als er einen neuen Eintrag machte und Wilburs Namen notierte – nebst einen Verweis auf berüchtigten Schwarzmagier Lunigor Khorvir, wie der Alchemist unschwer feststellen konnte, da sich der Mann beim Schreiben Zeit ließ, um dies möglichst ordentlich zu erledigen. Eile schien er nicht zu haben, der Andrang und die lange Schlange vor dem Tor war offenbar nichts, das ihn sonderlich interessierte.
Dennoch war der Blick des Mannes aufmerksam, als er Wilburs Schlüssel musterte. „Laurenail“ erhielt zwar auch gewisse Beachtung, aber der Wächter war sichtlich unbeeindruckt von Wilburs Präsentation Nyaras. Vielleicht war es ihm auch schlichtweg egal, wer genau am Tor der Schwarzen Stadt ein- und ausging, solange er sich nur bei ihm meldete und dabei einen triftigen Grund vorzuweisen hatte. Motiviert wirkte der Hauptmann jedenfalls nicht sonderlich.
Alor überraschte das weniger. Er konnte sich eine ganze Menge spannendere Aufgaben als diese hier vorstellen. Der Hauptmann, jedenfalls, schien sich zu langweilen. Dem jungen, als Schutzmann getarnten, Magier kam der Gedanke, dass man diesen Mann vielleicht strafversetzt hatte. Warum sonst sollte ein Anführer der Wache hier auf die Passanten achten anstatt irgendeines Beamten? Alor musterte den Hauptmann nun möglichst unauffällig genauer. Vom Akzent her war er wahrscheinlich einer seiner Landsmänner aus Rèsgon, seinem gepflegten Äußeren, der Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, und der Position, die er innehatte, nach zu urteilen, war er vermutlich irgendein Mitglied der niederen Adelsfamilien. Alor war froh darüber, dass er selbst ungewaschen und unrasiert war und unter diesem Helm steckte, sodass man ihm als „Söldner“ keine sonderliche Aufmerksamkeit schenkte. Auch wenn er den Mann vor sich nicht kannte und auch nicht zuordnen konnte, zu welcher Familie er wohl gehörte, war Alors eigene Person und vermutlich auch sein Gesicht den rèsgonischen Leuten auch hier bekannt, obwohl Alor, als er seine Heimat gen Omegas Heer verlassen musste, kaum ein Mann gewesen war. Dass ihn jemand erkannte, war nie auszuschließen – weswegen er den Hauptmann auch nicht anstarrte, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Auch Fay und Riya widmete der Mann jeweils nur einen kurzen Blick, bevor er wieder Wilbur fixierte.
Der Hauptmann ging auf das zuletzt Gesagte kaum ein – vermutlich, weil er es für irrelevant hielt. Lediglich ein Nicken hatte er „Laurenail“ für ihr nettes Lächeln erwidert.
Nun entdeckte er aber auch den Begleiter der Gruppe, der sich bisher sehr im Hintergrund gehalten hatte: Titus‘ Diener Dujan. Ein Funke des Wiedererkennens blitzte in den Augen des Hauptmanns auf und Alor merkte, dass er selbst plötzlich ziemlich nervös wurde. Der Wächter sah von dem stummen, mondgesichtigen Boten zurück zu Wilbur.
„Ich verstehe“, sprach der Wächter und winkte seinen Männern, beiseitezutreten und die Gruppe in die Stadt zu lassen.
„Ihr solltet Euch sputen, wenn Khorvir auf Euch wartet“, fügte er noch hinzu, um vor seinen Leuten das Gesicht zu wahren.
Dass der Mann offenbar mit Titus kooperierte, wie Alor aus der Reaktion auf Dujan schloss, musste bedeuten, dass selbst Omegas Truppen vor Korruption nicht gefeit waren. Widerlich, an sich, seine Ehre gegen Geld zu tauschen, wie Alor fand, doch nun gereichte es ihm zum Vorteil.
„Heute Morgen hatte er blendende Laune“, erzählte der Hauptmann trocken weiter über den Nekromanten. „ Richtet ihm doch von mir aus, dass er das nächste Mal, wenn er seine Angelegenheiten auf öffentlicher Straße regelt, gefälligst auch dafür sorgen soll, dass jemand seine Schweinerei beseitigt. Die Männer haben den ganzen restlichen Vormittag damit verbracht, das Pflaster und einige Wände am südöstlichen Markt sauber zu kratzen… vielmehr haben sie es versucht.“
Was genau Lunigor Khorvir wem auch immer, vielleicht ja einem Händler, der ihn schief angesehen hatte, angetan hatte, war daraus nicht genau schließbar – jedoch hörte es sich in Alors Ohren nicht sonderlich appetitlich an. Sein eigener Meister, Therdos Zadek, hatte während seiner Lehrzeit auch zu Wutanfällen und spontanen Grausamkeiten geneigt. Scheinbar war dies unter Schwarzmagiern eine weit verbreitete Marotte.
Alor fragte sich, während sie an den Wachen vorbei durch die Tore schritten, ob sein Meister wohl in der Stadt war. Diesem war das Heerlager und die Ausbildung von Lehrlingen wie ihm zuwider gewesen, wie Alor wusste, und da er Zadek dort im Süden nicht begegnet war, war es durchaus denkbar, dass dieser nun wieder Forschungen in der Stadt betrieb. Hatte Alor der Gedanke an seinen Meister seit seiner Flucht von ihm verfolgt und besonders in den letzten Tagen mit Furcht erfüllt, spürte er nun seltsamerweise, statt lufteinengender Panik, Neugier. Der junge Magier prüfte, ob der Zeremoniendolch noch dort war, wo er sein sollte, und spürte die magische Verbindung, die dieser bei Berührung mit ihm einging, kurz in seinen Fingern kribbeln. Ja, vielleicht würde Alor Nachforschungen über Zadeks Verbleib anstellen.
Auf der anderen Seite der Mauer fand sich die Gruppe in einer Stadt wieder, wie man sie wohl auch im Süden in den Ländern des Bündnisses zuhauf finden konnte. Lediglich die Mauern Gebäude waren mit dunklem, aber nicht schwarzen, Gestein errichtet worden, was etwas bedrückend auf die Atmosphäre einwirkte. Die Sonne jedoch schien, auf den Straßen herrschte reger Betrieb und auch sonst schien sich Omegas Machtzentrum nicht sonderlich von dem anderer Herrscher abzugrenzen. Menschen und Mitglieder anderer Völker aller möglichen Länder waren hier bei ihren alltäglichen Beschäftigungen anzutreffen, darunter auch nicht wenige Sklaven, denn so manche trugen, im Gegensatz zu den Bürgern, schlichte Leinenkleidung und teilweise auch metallene Hals- oder Armbänder, die sie als unfrei kennzeichneten. Auch Wächter patrouillierten oder blieben im Schatten, um von dort aus die Menge im Auge zu behalten. Fay konnte ihren Beobachter mit den stechenden, eisblauen Augen jedoch nicht unter ihnen entdecken. Alor gab ihr ihre Sachen zurück, die er zur Tarnung getragen hatte, als sie sich ein Stückweit vom Tor entfernt hatten. Die Gruppe folgte nun Dujan, der sie offenbar zu einem bestimmten Ziel geleitete. Dabei nahm der Bote und Diener die Hauptstraßen, durch die man sich bequem wegen konnte, ohne sich durch eine Masse an Menschen drängeln zu müssen.
„So weit, so gut“, sagte Alor dann und begutachtete die Reihen der meist zweistöckigen Wohnhäuser. In die Stadt geschafft hatten sie es ja schon einmal. Kurz nahm Alor den Helm ab, um sich den Schweiß aus seinem Gesicht wischen zu können. Dann setzte er ihn jedoch wieder auf.
„Habt ihr schon eine Idee, wie wir nun vorgehen wollen?“ Es stand aber wohl auch noch offen, was Titus' Diener im Sinn hatte.
Insgeheim fragte Alor sich, ob der Hauptmann vom Tor ihnen noch Probleme bereiten könnte – oder auch Lunigor Khorvir, den Wilbur ins Spiel gebracht hatte. Immerhin hatte sich der Alchemist einfach als sein  Bediensteter ausgegeben. Erfahren würde dies der Nekromant mit Sicherheit.

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Beitrag von Elli So Jun 23 2013, 12:17

Fay hatte die restliche Zeit, die Schultern nach vorne hängen lassen und den Blick nach unten gesenkt gehalten, sie wollte auf keinen Fall Aufmerksamkeit erregen. Das beunruhigende Gefühl, dass der Mann in ihre verursacht hatte, als er sie angestarrt hatte, war weg. Er schien tatsächlich verschwunden zu sein. Die Frage war nur: Wohin? Das Lächeln auf seinem Gesicht, als Wilbur seine Geschichte zum Besten gab, war kein Gutes gewesen. Als sie die Tore endlich hinter sich gelassen hatten und Fay endlich ihre Waffen wieder an sich trug, spürte sie die wabernde Energie, der Magie, die aus jeder Ritze in der Stadt zu strömen schien. Die Andeutung der Männer, das der Magier heute morgen "verursacht" hatte, ließ Fay im Nachhinein erschaudern.
"Ich denke nicht auffallen wäre ein guter Plan. Ich habe wenig Lust disem netten Magier zu begegnen. Wilbur du kennst dich doch sicher gut aus?" Sie wollte dem kleinen Wicht schmeicheln, es war schließlich nicht zu übersehen, dass er auf diese Art der Ansprache immer gut reagierte. Sie setzte noch einen oben drauf. "Du bist unsere einzige Chance. Wir zählen auf dich!"
Ihr Schwanz schlug hin und her. Ein Zeichen von Anspannung, doch in diesem Fall vielleicht auch Belustigung.

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Beitrag von Druzil Do Jul 04 2013, 20:26

Dem Alchemisten stieg die Röte ins Gesicht, auch wenn er das sonderbare Schwanzgewedel nicht eindeutig deuten konnte. Aber es reichte aus, um ihn einigermaßen huschig zu machen.
"Ja, also gut. Zunächst brauchen wir einen Unterschlupf. Eine einfache Taverne oder ein Gästehaus sollte reichen. Es gibt da ein paar Häuser, die hauptsächlich von Händlern aufgesucht werden. Dort hat man seine Ruhe. Die Händler sind schließlich tagsüber unterwegs um zu handeln. Ausserdem sind die Häuser ein Füllhorn für Gerüchte und Neuigkeiten aus aller Welt. Folgt mir."
Wilbur führte die Gruppe in ruhigem Tempo durch die Strassen. Sie kamen in eine Gegend, in der es alle möglichen, kleinen Geschäfte gab. Diese reihten sich an Pferdeställe und grössere Lagerhallen. Viel war nicht los auf den Straßen, es schien eher so, als ob hier hauptsächlich Waren be- und entladen wurden. Der Verkauf und das Feilschen fand an den zentral gelegenen Marktständen statt.
Er hielt vor einer Taverne, durch dessen offene Fensterläden der Duft von gekochtem Gemüse und frischem Brot wehte. Fuchsbau stand auf einem Holzschild, das über der Tür baumelte.
"Klein, gemütlich und nicht zu teuer", erklärte Wilbur und trat ein.
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Beitrag von Umbra Fr Jul 05 2013, 21:39

So stahlen sie sich mehr oder minder davon, denn Titus' Lakai ging ohne sie weiter und merkte offenbar nicht, dass sie einen anderen Weg einschlugen - oder erst zu spät, als sie ihn schon in der Menge abgehängt hatten.
Alor war das mehr als recht und ließ sich gerne von Wilbur führen. Die Stadt irritierte den jungen, als kriegerischen Söldner verkleideten Magier noch immer ein wenig. Alles hier schien weitestgehend... normal. Da sie im gemächlichen Tempo gingen, blieb genug Zeit, alle Eindrücke auf sich einwirken zu lassen.
Wilburs Idee, sich erst einmal ein Gasthaus zu suchen, begrüßte er sehr. Kaum hatte der kleine Alchemist dies erwähnt, war Alor bewusst geworden, wie hungrig er und wie trocken seine Kehle war. Der Duft, der aus dem Fuchsbau auf die Straße wehte, ließ seinen Magen rumoren.
"Gute Wahl", kommentierte er und folgte Wilbur in den Schankraum. Während die anderen es sich an einem Tisch gemütlich machten, verhandelte Alor mit dem Wirt über die Zimmerpreise. Nach der langen Zeit, die Alor in Heerlagern verbracht hatte, freute er sich schon auf ein richtiges Bett.
Der Mann beäugte sie seltsame Gruppe von Neuankömmlingen misstrauisch, doch das legte sich schnell, als einige von Alors Münzen in seine Hand fielen.
Als auch Alor sich setzte, spürte er die Last seiner Rüstung ein Stückweit von sich abfallen und nahm er seinen Helm ab. Die Bedienung, eine braunhaarige, junge Frau, die sich von Alors Lächeln nicht beeindrucken ließ, kam, um ihre Bestellung aufzunehmen, und verschwand daraufhin wieder.
Sie mussten nicht lange darauf warten. Alor widmete sich zuerst seinem Krug Bier, aus dem er genussvoll einige tiefe Züge nahm, bevor er sich über noch ofenwarmes Brot und Eintopf hermachte.
Wilbur hatte Recht behalten: Nun am Tag war hier in diesem Gasthaus wirklich nicht viel los und von ihrem Tisch aus hatten sie eine gute Übersicht über den Raum, sodass sie sofort merken würden, falls sich jemand näherte. So konnten sie sich in angenehmer Ungestörtheit unterhalten.
"Ich hab's mir hier ganz anders vorgestellt", sagte Alor mit vollem Mund und aß weiter, während er sprach. "Bin angenehm überrascht. Hier könnte ich's zumindest länger aushalten als im Heerlager. Nun, leider haben wir anderes vor. Wir sollten uns überlegen, wie wir nun vorgehen. Irgendwelche Ideen?", wiederholte er seine Frage, die er vorhin bereits gestellt hatte. Einen Unterschlupf hatten sie ja nun gefunden - Zeit, sich um den nächsten Schritt Gedanken zu machen.
"Wollen wir uns erstmal bedeckt halten und die Lage auskundschaften oder sofort das Hauptziel in Angriff nehmen? Ich vermute", äußerte er seine Meinung dazu, "dass es überlegtes und zunächst vorsichtiges Handeln mehr Erfolg verspricht als uns Hals über Kopf ins kalte Wasser zu stürzen."

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Beitrag von Elli Sa Jul 06 2013, 22:51

Fay überprüfte den Raum mit ihrem Gehör, doch es schien nichts auffälliges zu geben. Sie entspannte sich ein wenig, auch wenn sie noch immer ein ungutes Kribbeln auf ihrem Körper fühlen konnte.
Sie überlegte, Alor hatte Recht, man musste die Sache langsam angehen und vorsichtig.
"Wie wollen wir an Omega rankommen? Einfach drauf und los ist, wie du schon gesagt hast Alor, wohl nicht die beste Variante...schleusen wir uns auf andere Art und Weise ein? Die Sache von innen zerstören quasi?"
Sie zuckte unsicher mit den Schultern und wartet auf Rückmeldung der anderen.

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Beitrag von Druzil So Jul 07 2013, 11:56

Wilbur soff genüsslich sein schäumendes Bier und bediente sich bei den aufgetischten Speisen.
Mit vollem Mund nuschelte er: "Das alles dürfte nicht einfach werden. Es gibt schon gewisse Möglichkeiten in die Feste zu gelangen. Ich komme bis zu einem bestimmten Punkt, der aber weit ab der inneren Kreise ist. Ich hatte ... habe dort ein kleines Labor, kaum mehr als eine Nische zum Experimentieren. Aber ... puh!"
Er kratzte sich und grübelte.
"Ich müsste erst mein Verschwinden und meine Wiederankunft erklären. Ich weiß nicht mal, ob man mich für einen Fahnenflüchtigen hält. Aber ich habe ja noch ein paar der Drachenschuppen bei mir. Ihr erinnert euch? Damit ließe sich schon eine Geschichte stricken ... Aber ich bekomme euch nicht alle auf einmal in die Festung. Einzeln wohl ja, nach und nach. Dann müssten wir uns in mein Labor quetschen ..."
Ihm schien die ganze Angelegenheit unausgegoren und sehr riskant.
Aber es gab noch andere Möglichkeiten. Er blickte zu Fay und Riya. Zu Alor. Sie würden ihm den Hals umdrehen, wenn sie davon erfahren würden! Aber es war eine weit aussichtsreichere Idee.
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Beitrag von Elli So Jul 07 2013, 15:12

Wilbur erwähnte den Drachen...ja vor gar nicht allzu langer Zeit, hatten sie noch einen Drachen bekämpft, waren von einer Horde Viecher gejagt worden, weil sie durch deren Nester gelaufen waren und nun saßen sie vor ihrem eigentlichen Ziel fest. Das war frustierend. Mehr als das, sie spürte das sie aggressiv wurde. Dann bemerkte Fay den Blick von Wilbur und sah ihn herausfordernd an. "Was?" fragte sie leicht gereizt.

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Beitrag von Druzil Mo Jul 08 2013, 17:53

"Was?", fragte Wilbur überrascht zurück.
Mit etwas Mühe gelang es ihm, sich wieder zusammenzureissen.
"Ich habe gerade einen Vorschlag unterbreitet. Ich könnte euch nach und nach ins Innere der Festung bringen. Hast du geschlafen?"
Rasch nahm er einen weiteren Schluck Bier.

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Beitrag von Quinn Mo Jul 08 2013, 19:16

"Einem nach dem anderen in dein Labor zu schleusen wäre ziemlich riskant. Was, wenn uns jemand entdeckt, am besten noch gerade dann, wenn du nicht in der Nähe bist? Und nachdem sie uns erledigt haben, bist du der nächste. Aber Omega direkt angreifen können wir auch nicht, es sei denn, ich habe irgendetwas nicht richtig mitbekommen und das hier ist eigentlich ein Himmelfahrtskommando."
Nyara ließ sich tiefer in den Stuhl sinken und nahm einen tiefen Zug aus ihrem Bierkrug. Es tat so gut, endlich wieder etwas warmes im Magen zu haben und zu wissen, dass man ein richtiges Bett für die Nacht hatte. Auch die Umgebung und Gesellschaft hier war angenehm. So hatte sie sich den Hauptsitz Omegas Herrschaft definitiv nicht vorgestellt. Aber den Gesichter der anderen nach zu urteilen, als sie die Stadt betreten hatten, war sie wohl nicht die einzige. Und obwohl dieser Moment so entspannt und friedlich wirkte, konnte man die Anspannung aller deutlich spüren. Schließlich hatten sie hier noch eine Aufgabe zu erledigen.
Sie seufzte. Wilburs Plan war riskant, aber...
"Aber um ehrlich zu sein, habe ich auch keine bessere Idee... Und wenn es den anderen genau so geht, dann sind wir wohl wieder einmal auf dich angewiesen, Wilbur", gab sie nuschelnd zu.

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Beitrag von Umbra Mo Jul 08 2013, 19:20

Alor verzog das Gesicht und schluckte erst einmal, bevor er sich wieder zu Wort meldete.
"Wir wissen wirklich nicht, ob das so funktionieren wird, und deswegen ist es ein großes Risiko", fand er und adressierte Wilbur.
"Ich glaube irgendwie nicht daran, dass man dich nach deinem Verschwinden wieder aufnehmen wird. Egal, was du denen mitbringst: Du hast dich unerlaubt entfernt, oder nicht? Man wird dich gewiss dafür bestrafen. Und wenn hier nicht nur dieser Khorvir für seine Grausamkeit bekannt ist, solltest du dir überlegen, ob es dir das wert ist. Wenn der Versuch scheitert, lieferst du dich selbst aus - und mit Pech auch uns. Doch selbst wenn du uns einschleusen könntest, halte ich es für unwahrscheinlich, dass inzwischen kein anderer in dein Labor eingezogen ist."
Alor griff nach seinem Bierkrug.
"Einmal abgesehen davon werde zumindest ich dort sicher nicht mehr als Söldner hineinkommen. Ich kann nicht verbergen, dass ich ein magisches Talent habe - gerade vor den Meistern nicht. Wir müssten uns allgemein für uns alle eine andere Tarnung einfallen lassen. Du bist der einzige von uns, der schon einmal dort war Wilbur... Wir sind wohl auf deinen Rat angewiesen."
Gierig trank Alor sein Bier aus und verschluckte sich fast daran.

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Beitrag von Scáth Mo Jul 08 2013, 22:25

Anders als die Anderen hatte sich Riya im dem Gasthaus in dem sie sich gerade alle befanden nichts bestellt. Die Früchte, die sie noch vor kurzem in sich hinein gestopft hatte, lagen ihr nun wie ein Stein im Magen. Mit verzogenem Gesicht hielt sie sich den Bauch, versuchte aber sich nichts anmerken zu lassen. Im Gegenteil, Riya versuchte so unauffällig wie möglich zu sein, denn sie hatte sich ein Ziel ausgesucht. Sie wollte ihren Dolch wieder. Und zwar jetzt. Wenn sie doch nur wüsste, wo Alor ihn versteckt hatte..
Riya wippte unruhig auf ihrem Stuhl hin und her, musterte Alor von oben bis unten, konnte aber nichts Dolchartiges entdecken. Er musste auf der anderen Seite sein!
"Bleibt wohl nichts anderes übrig...ich für meinen Teil hab' keine bessere Idee..aber vielleicht weiß unser Wilbur ja wirklich noch was besseres..", antwortete Riya auf Wilburs Vorschlag und rutschte mit ihrem Stuhl ein klein wenig nach hinten, um, aus einem anderen Blickwinkel, vielleicht den Dolch finden zu können.

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Beitrag von Elli Di Jul 09 2013, 15:21

"Geschlafen?" Fay blickte Wilbur verwirrt an, was wollte er denn nun von ihr? Oder hatte die Frage jemand anderem gegolten?
Nachdem auch die anderen sich zu Wort gemeldet hatten und Bedanken und Anregungen geäußert hatte, dachte sie einen Moment nach. Wilbur könnte also eine Möglichkeit endlich Omega gegenüber zu treten. Innerlich seufzte sie, als sie darüber nach dachte, wie sie den Wicht dazu bringen könnte, sie so schnell wie möglich dorthin zu bringen, wo sie hin wollte.
Was hatte bisher unvergleichbar geholfen? Schmeicheln. Darauf sprang er nun wirklich an.
"Nicht so bescheiden, Wilbur! Siehst du wir sind uns alle einig, du bist unsere Hoffnung - unser Held." Sie hoffte ihm einen Anstoß gegeben zu haben, auch wenn sie sich zurückhalten musste nicht zu brechen, sie hasste es wenn Lebewesen auf solch perfide Anmachen ansprangen. Riya rutschte unruhig neben ihr hin und her, Fay verursuchte ihrem Blick zu folgen, weshalb sie eine solche Anspannung ausstrahlte, konnte jedoch nichts sehen. Sie zuckte ungehalten mit dem Schwanz und schenkte Wilbur ihr schönstes Lächeln.

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Beitrag von Druzil Di Jul 09 2013, 21:13

Wilbur schüttelte den Kopf. Sie erwarteten ein Wunder von ihm, nicht mehr und nicht weniger. Nun gut, er war natürlich der Alchemist in der Gruppe und die Alchemie ... ja, die Alchemie war das Werkzeug der Wunderwerker. Innerlich lächelte er und straffte sich.
"Ihr verlangt das Unmögliche. Aber Alor hat recht. Einmal Rebell - immer Rebell. Sie würden mich am nächsten Galgen aufknüpfen. Ein überbeugsamer Widersacher, der Stachel in ihrem Fleisch. Ja, wir brauchen einen anderen Plan ..."
Er überlegte und sinnierte. Gedanken nahmen Form an, lösten sich wieder auf. Er beschloss auf seine ursprüngliche Idee zurückzugreifen, von der er den Gefährten noch nichts erzählt hatte.
Das würde nicht einfach werden ...
"Nun gut. Es gäbe doch noch einen Möglichkeit. Sie hat allerdings ein gewisses Maß an ... Nervenkitzel."
Er wischte sich über die Stirn und besah sich die Frauen am Tisch. Sie waren perfekt.
"Es gibt einen Mann in dieser Stadt und ein Ritual. Der Mann hört auf den Namen Alristo Obular. Er gehört zum Adel. Allerdings war er nie mit wirklichem Reichtum gesegnet. Also verheiratete er seine Tochter Hinaj mit einer vielversprechenden Familie, die eine Mine ihr Eigen nannte. Tja, doch der gute Alristo hatte seine Tochter auf das flasche Pferd gesetzt. Die Mine war ein Loch im Stein, ohne das es Eisen, Erze oder Gold gab. Die Familie war pleite. Und diese Pleite zog das Haus Obular mit in den Ruin. Soweit, so gut."
Wilbur trank einen Schluck.
"In Omegas Feste, in den dunkelsten Zimmern, die nur dem Herrscher selbst zur Verfügung stehen, findet in regelmäßigen Abständen ein Ritual statt. Eher eine Festlichkeit. So erzählt man in der Stadt. Die Vampirbrut trifft sich zum Blutsaufen. Nur Omega und seine engsten Berater. Vielleicht zwei, drei Tote. Seine Vertrauten. Früher haben sie den Lebenssaft von Gefangenen genommen. Diebe, Herumlungerer, arme Seelen, die ihre Steuer nicht zahlen konnten. Aber das wurde der Elite irgendwann zu niveaulos. Also änderte sich das Ritual."
Wilbur blickte in die Runde.
"Fortan trank die Brut von den Töchtern ihrer Untertanen. Eigentlich jeder Adelige und Wohlhabende, der in der Gunst von Omega stehen wollte, hat schon mal eine seine Töchter in die blutigen Hallen geschickt. Speichellecker, die auf Wohlwollen von Omega hoffen. So geschieht es noch heute. Wer zum erlauchten Kreis zählen möchte, muss Omega das Blut seiner Nachkommen darbieten. Nur gibt es da einen Haken. Man kann nicht beliebig oft von einem Vampir gebissen werden. Maximal dreimal, dann droht eine unsägliche Verwandlung. Ihr müsste wissen, dass Omega und seine Brut die Mädchen nie komplett leersaugten. Sie stillen nur ihren Durst und entlassen die armen Dinger. Also, was tut der adlige Arschkriecher von heute? Er gabelt irgendwo Mädchen auf, verpackt sie hübsch und schickt sie Omega als Speise. Diese wird dann als entfernte Verwandte ausgegeben, oder so was."
Er atmete durch.
"Hier kommt ihr drei Schönen ins Spiel. Alristo muss unbedingt wieder an Einfluss bei Hofe gewinnen. Er braucht neue Geschäftspartner und muss seinen beschädigten Ruf wiederherstellen. Aber seine Tochter ist verheiratet und er verfügt nicht mehr über sie. Wir schlagen im einen Handel vor. Er bringt euch drei zu Omega und gibt euch als seine ... Verwandschaft aus. Dich, Fay, vielleicht als einen exotischen Fund. Ihr werdet Omega sozusagen auf dem Silbertablett präsentiert und könnt zuschlagen. Alristo zu überzeugen dürfte kein Problem sein. Eins noch zur Beruhigung. Die Vampire beissen nur in das Handgelenk. Falls es nötig sein sollte, dass ihr euch beissen lasst. Manch adelige Schnepfe trägt das Vampirmal wie ein Schmuckstück herum und zeigt es bei jeder Gelegenehit. Omegas Biss ist mehr wert als Gold und Silber!"
Konnte er sie überzeugen? Wilbur war sich nicht sicher und schaute verunsichert in die Runde.
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